by Seshata on 13/12/2014 | Cannabis Aktuelles

Britische Cannabis-Community trauert um prominenten Aktivisten

Letzte Woche verlor die britische Cannabis-Community mit dem Tod von Mike Cutler einen engagierten Vertreter der Bewegung für die Legalisierung von Cannabis. Der pensionierte Bauarbeiter wurde aus Hastings (East Sussex) wurde 63 Jahre alt und starb nach langem und hartnäckigem Kampf gegen einen metastasierten Leberkrebs.


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Mike Cutler zeigt ein Fläschchen mit Cannabisöl, das er nutzte, um seinen aggressiven Leberkrebs zu bekämpfen

Letzte Woche verlor die britische Cannabis-Community mit dem Tod von Mike Cutler einen engagierten Vertreter der Bewegung für die  Legalisierung von Cannabis. Der pensionierte Bauarbeiter wurde aus Hastings (East Sussex) wurde 63 Jahre alt und starb nach langem und hartnäckigem Kampf gegen einen metastasierten Leberkrebs.

Erste Krebsdiagnose

Mike Cutler erhielt 2009 seine erste Leberkrebs-Diagnose, nachdem er während der Arbeit das Bewusstsein verloren hatte. Mike wurde auf die Warteliste für eine Lebertransplantation gesetzt, die dann im November 2009 auch durchgeführt wurde. Aber 2012 meldeten sich die Symptome seiner Krankheit mit aller Macht zurück. Seine Ärzte informierten ihn, dass der Krebs begonnen hatte, seine neue Leber zu zerstören und sich in andere Teile seines Körpers auszubreiten, und man prognostizierte ihm nur noch drei Monate Überlebensdauer. Da es keine Behandlungsmöglichkeiten mehr gab, schickte der Arzt Mike einfach zum Sterben nach Hause und gab ihm für die Schmerzen nicht mehr als einen Beutel Morphin mit.

An diesem Punkt begann Mike, sich im Internet nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten umzusehen, und stieß dabei auf die Rick Simpson-Methode, bei der Cannabisöl in hoher Dosierung zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Er kaufte sich Cannabis bei einem lokalen Dealer und begann damit, Cannabisöl selbst herzustellen, das er am 25. April 2015 erstmals nahm. Nach nur drei Tagen waren seine Schmerzen weg – und nach einigen Wochen begann er eine Substanz auszuhusten, bei der es sich dem Augenschein nach um Blut handelte.

Behandlung mit Cannabisöl

Weil er sich Sorgen machte, dass das aus den Lungen ausgehustete Blut eine neue Komplikation der Krankheit bedeuten könnte, wandte er sich erneut an seine Ärzte. Dort informierte man ihn allerdings darüber, dass die Substanz kein Blut und ihre Herkunft nicht bekannt war. Wieder zu Hause, beschaffte er sich mit Hilfe seiner Frau ein Mikroskop und studierte die Substanz mit Hilfe von Software und Bildern, die er im Internet fand. Es gelang ihm, festzustellen, dass die Substanz nicht aus Blut, sondern in Wirklichkeit aus abgestorbenen Krebszellen bestand.

Im Mai 2014 – nach mehr als einem Jahr aggressiver Selbstmedikation mit Cannabisöl – besuchte Mike das Royal Free Hospital in London zu einer Biopsie und war erstaunt, als man ihm sagte, dass sein Krebs verschwunden sei. Tragischerweise verstarb Mike nur wenige Monate, nachdem man ihm gesagt hatte, dass alles wieder in Ordnung sei. Es ist nicht geklärt, ob sein Tod die Folge eines Krebs-Rückfalls war oder ob andere Gründe dafür maßgeblich waren.

Wichtige Leistungen von Mike als Aktivist

Nach seinen erstaunlichen Erfolgen mit Cannabisöl sagte Mike: “Ich kann gar nicht glauben, dass Cannabisöl nicht regelmäßig zur Behandlung verwendet wird. Es ist eine Wundermedizin. Der Gesundheitsdienst (NHS) sollte sie ebenfalls nutzen, das würde viel Geld sparen”.

Seit er die Vorteile von Cannabisöl entdeckt hatte, half Cutler sehr engagiert bei den Bemühungen mit, die Gesetzgebung auf nationaler und globaler Ebene zu ändern. Er hielt sogar eine Rede über die medizinische Nutzung von Cannabis bei einer weithin beachteten Veranstaltung im Brighton Community Centre, bei der er neben Professor David Nutt (früherer Leiter der Beratungskommission der Regierung zur nationalen Drogenpolitik) und der Grünen-Abgeordneten Caroline Lucas auftrat. Mike beteiligte sich auch engagiert an Kampagnen in Amerika zur Legalisierung von Cannabisöl und anderen Cannabis-Zubereitungen, die medizinisch zur Behandlung von Krebs und verschiedenen anderen Krankheiten genutzt werden.

Außerdem war Mike aktives Mitglied der bekanntesten Vereinigung von Patienten in Großbritanniens, der United Patients Alliance, die sich seit ihrer Gründung im Juli 2014 nachdrücklich dafür einsetzt, dass Cannabis als Medizin in Großbritannien anerkannt wird (auch wenn viele ihrer Mitglieder schon Jahre vor ihrer offiziellen Gründung als Aktivisten tätig gewesen sind).

Mike wird von der Cannabis-Community in ganz Großbritannien schmerzlich vermisst werden, die ihn als warmherzigen, geduldigen Menschen in Erinnerung behalten wird, dem es große Freude machte, anderen seine Geschichte zu erzählen, in der Hoffnung, dass das Bewusstsein von den Krebs heilenden Eigenschaften von Cannabis zunehmen wird, und der immer glücklich war, wenn er Informationen und moralische Hilfestellung an Leute weitergeben konnte, denen er bei den Aktivistenveranstaltungen begegnete.

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.