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by Olivier on 18/01/2019 | Sensi Seeds Aktuelles

Cannabis-Neubewertung verzögert sich

WHO Enttäuschte Gesichter in Wien: Entgegen der Erwartungen vieler Aktivisten wird Cannabis vorerst nicht neu bewertet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verkündete, dass ihre Empfehlung der Suchtstoffkommission (CND) nicht rechtzeitig vorgelegt werden konnte. Der wahre Grund für die Verzögerung dürfte allerdings politischer Natur sein, wie vermutet wird.

Vom 5. bis 7. Dezember 2018 traf sich die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen in Wien. Es sollte ein großer Tag werden. Vieles sprach dafür, dass eine Neuklassifizierung von Cannabis bevorstehen könnte und damit das Ende der weltweiten Prohibition eingeleitet wird. Gespannt warteten extra angereiste Aktivisten und Patienten auf die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Doch die hielt sich bedeckt.

Die WHO gibt keine Auskunft über die Cannabis-Neubewertung

Ein Sprecher der WHO erklärte einem fassungslosen Publikum, dass ihre Empfehlung der CND aus zeitlichen Gründen nicht vorgelegt werden konnte. Weil die WHO für den Cannabis-Review-Prozess fast drei Jahre Zeit hatte, ist dieser Entscheid schwer nachzuvollziehen.

Das Verhalten der WHO nährt Spekulationen über politische Motive: „Das Thema Cannabis ist derzeit sehr politisiert. Ich habe ziemlich aggressives Verhalten gegenüber Kanada gesehen, als sie sich für die Legalisierung von Cannabis entschieden haben. Ich denke, es ist eine sehr politisierte Angelegenheit und dies hätte dazu führen können, dass die ECDD (Expert Committee on Drugs Dependance, Anmerkung der Redaktion: Steht der WHO beratend zur Seite) die Genehmigung der WHO nicht erhalten hat, um ihre Empfehlung zu kommunizieren“, so Ann Fordham, die als Direktorin das International Drug Policy Consortium (IDPC) leitet.

Im März wissen wir mehr

Das Einheitsabkommen über Betäubungsmittel bildet die Basis der weltweiten Drogengesetze. Cannabis steht auf der Liste der illegalen Substanzen. Als sogenannte „Schedule 1 drug“ gilt es als Substanz, die keinen medizinischen Nutzen bietet und gleichzeitig ein hohes Missbrauchspotenzial birgt. Dies könnte sich bald ändern.

Im März 2019 trifft sich die Suchtstoffkommission, um das Einheitsabkommen zu aktualisieren. Dann wird auch die Neubewertung von Cannabis auf der Agenda stehen. Möglicherweise wird Cannabis in eine „Schedule 2 drug“ umklassifiziert oder sogar gänzlich von der Liste gestrichen. Es ist davon auszugehen, dass die Suchtstoffkommission in ihrem Entscheid der Empfehlung der WHO folgen wird. Eins ist sicher: Es bleibt spannend. Über aktuelle Geschehnisse halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden.

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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