Cannabis vom Coffeeshop um die Ecke bald auch in Deutschland?

Berlin ist am Puls der Zeit. Die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist Symbol für den Mauerfall, für liberale Politik und Freigeist. Berlin ist Kulturzentrum, Shoppingmetropole und Touristenhochburg, aber die Stadt an der Spree hat noch mehr zu bieten: Hanf!


Cannabis vom Coffeeshop um die Ecke bald auch in Deutschland? - Sensi Seeds blogBerlin ist am Puls der Zeit. Die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist Symbol für den Mauerfall, für liberale Politik und Freigeist. Berlin ist Kulturzentrum, Shoppingmetropole und Touristenhochburg, aber die Stadt an der Spree hat noch mehr zu bieten: Hanf!

Zum 17. Mal war es Gastgeber der Hanfparade, mit mehr Teilnehmern als je zuvor. Die 18. Ausgabe ist bereits in der Planung. Im Hanf Museum Berlin können sich Interessierte Informationen zur uralten Kulturpflanze einholen. Immer donnerstags wird in dessen Räumen eine Hanfberatung angeboten, eine Rechtsberatung für all jene, die „Probleme mit dem Betäubungsmittelgesetz haben“. Der DHV mit Sitz in Berlin setzt sich dafür ein, in der Hanf-und Cannabispolitik voran zu kommen. Das Hanfjournal berichtet monatlich aus der Bundeshauptstadt zu aktuellen Themen. Auch wenn der Besitz von Cannabis deutschlandweit verboten ist, toleriert man in Berlin den Besitz von 15 Gramm. Jetzt ist ein Coffeeshop im Gespräch . Wo? Am Görlitzer Park in Berlin Kreuzberg.

Der „Görli“ – Berlins Central Park

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Berlin Kreuzberg

Berlin Kreuzberg ist Szeneviertel der Stadt mit einem lebendigen Kultur- und Nachtleben. Es ist für seine Hausbesetzerszene, für Randale und die Demonstrationen am 1. Mai bekannt. In Kreuzberg hat Gegenkultur Tradition. Der Stadtteil wählt sein Jahren Grün. Auch die Wahlen am vergangenen Wochenende konnten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN rund um Hans-Christian Ströbele in diesem Wahlkreis für sich entscheiden. Am Sonntag gewann der passionierte Politiker und Kreuzberg-Liebling zum vierten Mal das Direktmandat.

Der Görlitzer Park, ein Stück Land zum Ausruhen, Picknicken und Sport treiben mitten in der Stadt, wird von vielen geliebt, von anderen aber als die Drogenhölle der Stadt bezeichnet. Anwohner beklagen seit Langem die Gewalt unter Dealern. Die Situation sei mittlerweile so angespannt, dass Anwohner Geleitschutz für Parkbesuchende fordern, so das Hanfjournal.

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Polizeieinsatz im Görlitzer Park, Quelle: BZ

Darum ist es nicht verwunderlich, dass man über Coffeshops wie in den Niederlanden nachdenkt. Die Kreuzberger Bürgermeisterin Monika Herrmann von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich Ende August 2013 für das Pilotprojekt zur regulierten Cannabisabgabe ausgesprochen und den Antrag für einen Coffeshop-Modellversuch wie folgt begründet: „Die Situation am Görlitzer Park verdeutlicht, dass die Prohibitionspolitik der letzten Jahrzehnte gescheitert ist. Sie führt nicht zu weniger Drogenkonsum, verhindert einen effektiven Jugendschutz sowie eine gezielte Präventions- und Hilfearbeit.“ Unterstützt wird sie dabei durch den DHV, der in Berlin direkte Lobbyarbeit für die Cannabislegalisierung leistet.

Auch die Hamburger Schanze soll sauber werden

Wie die Hamburger Morgenpost in der vergangenen Woche berichtete, werden nun auch in der Hansestadt Überlegungen für die legale Cannabisabgabe diskutiert. Die Mehrheit der Bezirksregierung hatte sich für ein Coffeeshop-Modell ausgesprochen.

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Schanzenpark, Quelle: elblicht.de

Der Hamburger Schanzenpark gilt als „Gefahrengebiet“ der Stadt. Die Polizei führt hier seit geraumer Zeit eine Anti-Cannabis-Kampagne, die seit dem 1. Juni 2013 verschärft wurde. Ordnungshüter haben die Erlaubnis, Personen auch verdachtsunabhängig zu kontrollieren. Es geht darum, Dealer und deren Kunden dingfest zu machen.

Polizeieinsätze gegen Cannabis sind auch in Hamburg alltägliches Geschäft. Im Juli 2013, nur 11 Tage nach der Eröffnung, gab es im Hanf-Shop MEEDISEED auf der Reeperbahn eine Razzia, bei der Polizei und Staatsanwaltschaft sowohl die Warenautomaten, als auch Cannabissamen beschlagnahmten. Der Vorwurf: „Gewerbsmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln“. Hamburger und Touristen hatten gehofft, dass man mit dem Shop der Legalisierung von Cannabis näher kommen könnte.

Cannabis vom Coffeeshop um die Ecke bald auch in Deutschland? - Sensi Seeds blogWährend das Verfahren gegen die Betreiber das Hanf-Shops noch nicht abgeschlossen ist, kann wieder Hoffnung geschöpft werden, denn Mark Classen, SPD-Vizefraktionschef in Hamburg Altona, kam am 16. September mit einem durchaus überraschenden Vorschlag: einem Coffeshop an der Schanze. Mit dieser Idee steht Classen nicht allein da. Der FDP-Abgeordnete in Altona, Lorenz Flemming hatte sich, ebenso wie DIE LINKE, dafür ausgesprochen. Man kann sich vorstellen, überall in Hamburg Coffeeshops zu errichten.

Die Position von DIE LINKE: „Kiffen muss erlaubt sein. Wir stehen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen – dafür müssen die Rahmenbedingungen her.“ , so die gesundheitspolitische Sprecherin der Partei, Kersten Artus.

Im Gegensatz zu den Berliner Kollegen sind BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Hamburg vorsichtiger und weniger enthusiastisch. Antje Möller dazu: „Mit Interesse verfolgen wir auch die Diskussion um eine Cannabis-Verkaufsstelle in Berlin-Kreuzberg. Wenn Ergebnisse vorliegen, müssen wir unsere Schlüsse daraus ziehen.“

Die CDU in Hamburg folgt dem bundesweiten Straußvogelprinzip der Partei und ist absolut gegen den Verkauf. Legalisierung von Cannabis kommt für die Union überhaupt nicht in Frage.
Mark Classen allerdings hat nicht alle der Parteikollegen in Hamburg auf seiner Seite. Die SPD ist auch bundesweit kein Befürworter der Entkriminalisierung und Legalisierung von Drogen.

Einer Befragung zufolge wären die meisten Anwohner der Schanze allerdings für den Shop. Politik am Bürger und nicht am ihm vorbei, wäre dazu der Rat von Sensi Seeds.

Aller guten Dinge sind drei

Cannabis vom Coffeeshop um die Ecke bald auch in Deutschland? - Sensi Seeds blogNach Berlin und Hamburg ist seit dem 24. September Dortmund im Gespräch. Der Antrag für ein dortiges Coffeshop-Pilotprojekt wurde von Aktivisten und Legalisierungsbefürwortern rund um den Cannabis Colonia e.V. im Dortmunder Rathaus abgegeben, für Verbraucher-, Gesundheits- und Jugendschutz.

Deutschland scheint mit diesen Initiativen dem Prinzip des Nachbarlandes Niederlande zu folgen. Auf lokaler Ebene gibt es viele konkrete Ideen und Aktivitäten rund um die Entkriminalisierung von Cannabis. Der Bund hinkt allerdings hinterher und scheint am Puls der Zeit vorbei zu regieren.

Sensi Seeds bleibt dran!

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GreenLove

Ich hoffe dass es bald mal voran geht!! bis jetzt fühle ich mich in Deutschland einfach nicht Akzeptiert! Das Land ist Voll mit Vorurteilen, weil sie die Lügen Glauben!!!!

Ich bin nicht stolz darauf ein Deutscher zu sein !

23/10/2013

One Love

@GreenLove, da hast du vollkommen recht!!Ich habe auch keine Lust mehr mich verstecken zu müssen!

Zerstört diesen verdammten Schwarzmarkt!!!!!!!!!!!

09/11/2013

Adolfus Merkel

Deutschland und Legalisierung??!Haha Wer Das Glaubt!Ach ja,ihr glaubt ja eh alles was Die euch Erzählen!

26/11/2013

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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