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by Miranda on 10/12/2018 | Medizinisch

Deutliche Zunahme der wissenschaftlichen Forschung zu medizinischem Cannabis

Wissenschaftliche Forschung an Cannabis Obwohl Cannabis in den meisten Ländern nach wie vor verboten ist, haben Veränderungen stattgefunden und werden neue alternative Politiken verfolgt. Dank einer neuen Ära der Legalisierung von Cannabis nimmt die Forschung zu medizinischem Cannabis rasant zu und liefert neue Beweise für den therapeutischen Nutzen.


Cannabis bleibt trotz gesetzgeberischen und wissenschaftlichen Fortschritts verboten

Obwohl Cannabis in vielen Ländern nach wie vor eine verbotene Substanz ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten der Trend zur Regulierung der Verwendung für medizinische und therapeutische Zwecke weltweit konsolidiert. Es bleibt noch viel zu tun, um die erzielten Fortschritte zu sichern, aber es ist klar, dass sich in der globalen Debatte über die Drogenpolitik, insbesondere in Bezug auf Cannabis, Veränderungen vollziehen.

Die Jahre haben gezeigt, dass der „Krieg gegen Drogen“, der begann, als Nixon Präsident der Vereinigten Staaten war, ein großer Misserfolg war. Seine Schäden haben die vermeintlichen Vorteile überwogen: neben den horrenden Kosten, die er verursacht, hat er unzählige Leben zerstört und eine Überfüllung der Gefängnisse verschuldet. Infolgedessen wurde ein neues Modell der öffentlichen Gesundheit im Bereich der Arzneimittel entwickelt und es wurden in verschiedenen Ländern alternative Maßnahmen auf lokaler Ebene zur Entkriminalisierung und Legalisierung von Cannabis ergriffen, obwohl diese nicht mit dem internationalen Rechtsrahmen übereinstimmen.

Das Verbot hält die Wissenschaft nicht auf

Deutliche Zunahme der Forschung zu medizinischem Cannabis

Gleichzeitig hat die Forschung zu medizinischem Cannabis in den letzten zwei Jahrzehnten nicht nachgelassen und weitere Beweise für den medizinischen Wert der Pflanze geliefert. Es ist jedoch klar, dass diese Ergebnisse vom internationalen Cannabis-Kontrollregime nicht berücksichtigt wurden.

Man darf den Fakt nicht außer Acht lassen, dass es kein internationales Recht gibt, das die wissenschaftliche oder medizinische Verwendung von Cannabis oder anderen Substanzen verbietet. Tatsächlich ist medizinisches Cannabis als solches nicht durch die UN-Drogenkontrollkonventionen verboten. Nichtsdestotrotz wird es seit 1961 zu den Kategorien I und IV der kontrollierten Substanzen gezählt, die den schädlichsten und gefährlichsten Betäubungsmitteln mit geringem oder keinem medizinischen Wert vorbehalten sind.

Infolgedessen wurde die medizinische und wissenschaftliche Forschung viele Jahrzehnte lang stark eingeschränkt. Deswegen hat sich ein großer Teil der medizinischen Fachwelt wiederholt gegen das Cannabisverbot ausgesprochen. Inzwischen hat sich einiges geändert und wird es auch weiterhin tun.

Im Jahr 2019 wird die World Health Organisation die erste offizielle Evaluierung des therapeutischen Werts der Cannabispflanze seit mehr als 80 Jahren veröffentlichen. Sollte die Organisation der UNO die Neueinstufung und die Entfernung von Cannabis aus diesen Kategorien empfehlen, könnte die lang erwartete Legalisierung von Cannabis Realität werden und Forscher können die Pflanze ohne Einschränkungen untersuchen.

Exponentieller Anstieg in der Cannabis-Forschung: Trends

Vorerst und dank des Beginns einer neuen Ära der Cannabis-Legalisierung werden jedes Jahr Tausende von Studien über Cannabis und Cannabinoide von der wissenschaftlichen Gemeinschaft veröffentlicht. Sie werten Daten aus, die dank der Bemühungen der Bewegung zur Reform der Cannabispolitik jetzt verfügbar sind, und versuchen, Antworten zu liefern – insbesondere denjenigen, die sie am meisten brauchen: den Cannabispatienten.

Der drastische Anstieg der Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen über Cannabis in den letzten Jahren ist so beeindruckend, dass er Gegenstand der Analyse und Untersuchung eines israelischen Forschungsteams wurde – Israel ist eins der Länder, die seit den 1960er-Jahren führend in der medizinischen Cannabisforschung sind. Die betreffende Studie, die am 8. Oktober 2018 in der Zeitschrift „Population Health Management“ veröffentlicht wurde, trägt den Titel Trends in Publications on Medical Cannabis from the Year 2000 (Publikations-Trends zu medizinischem Cannabis seit dem Jahr 2000).

Die Verfasser des Dokuments haben spezialisierte Internet-Datenbanken wie PubMed und Web of Science verwendet, um alle seit 2000 veröffentlichten Cannabis-Publikationen zu sammeln und Trends in wissenschaftlichen Publikationen mit dem Schwerpunkt Cannabis zu analysieren. Heute gibt es eine enorme Menge wissenschaftlicher Daten in unterschiedlichster Qualität und diese Studie ist ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Optimierung der Art und Weise, wie darauf zugegriffen werden kann.

Es scheint, als ob die Forschung im Bereich Cannabis und Cannabinoide so große Fortschritte macht, dass sie das Forschungswachstum in anderen Bereichen sogar übertrifft. Der Studie zufolge ist die Gesamtzahl der wissenschaftlichen Publikationen in PubMed in den letzten 18 Jahren um das Zweieinhalbfache gestiegen. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Veröffentlichungen über Cannabis auf derselben Website fast um das Viereinhalbfache gestiegen (von 620 auf 2.388 Artikel), während die Gesamtzahl der Veröffentlichungen über medizinisches Cannabis im gleichen Zeitraum nahezu um das fast Neunfache gestiegen ist (von 82 auf 742 Veröffentlichungen).

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass „die vorliegenden Ergebnisse einen kontinuierlichen Anstieg der Zahl der Veröffentlichungen über Cannabis im Allgemeinen und medizinisches Cannabis im Besonderen zeigen. […] Der Anstieg der Zahl der medizinischen Veröffentlichungen zu medizinischem Cannabis, der 2013 begann, ist beeindruckend und ermutigend“.

Sortierung der Publikationen nach medizinischen Fachgebieten

Um die Analyse der gesammelten Publikationen zu vereinfachen und „Forschern und politischen Entscheidungsträgern dabei zu helfen, Bereiche zu erschließen, in denen Daten knapp oder nicht verfügbar sind“, wurden diese Studien in Gruppen eingeteilt, je nachdem, in welchem Bereich (oder welchen Bereichen) der Medizin sie eingesetzt werden könnten. So wurden die Publikationen in drei Hauptgruppen eingeteilt: Psychiatrie, Krebsbehandlung und Neurologie.

Während die meisten Forschungen im Bereich der Psychiatrie stattfanden, nahmen die Publikationen in den Bereichen Neurologie und Krebs zwischen 2011 und 2013 deutlich zu. Seit 2013 nimmt auch die Zahl der Veröffentlichungen mit den Schwerpunkten Kinder und ältere Menschen zu.

Deutliche Zunahme der Forschung zu medizinischem Cannabis

Veröffentlichungen im Bereich der Psychiatrie konzentrieren sich in erster Linie auf die Auswirkungen von Cannabis und seinen beiden wichtigsten Wirkstoffen CBD und THC zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen wie Psychosen, Schizophrenie und posttraumatischen Belastungsstörungen oder zur Sucht-Therapie bei stark süchtig machenden Substanzen wie Crack, Kokain und Opiaten.

Zudem gibt es Publikationen, die den Gebrauch von Cannabis, Cannabinoiden oder Cannabis-Derivaten zur Behandlung und Linderung der Symptome, die bei Krebspatienten auftreten, thematisieren – beispielsweise Schmerzen, durch Chemotherapie verursachte Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Depressionen und Angstzustände.

Im Bereich der Neurologie gibt es Publikationen über die Auswirkungen von Cannabis und Cannabinoiden bei der Behandlung von Krankheiten und Störungen wie Epilepsie, Multipler Sklerose, Parkinson, Tourette-Syndrom und dergleichen.

Laut den Verfassern der Studie „waren HIV/AIDS (261), chronische Schmerzen (179), Multiple Sklerose (118), Übelkeit und Erbrechen (102) und Epilepsie (88) die Themen mit den meisten Publikationen“.

Die Vereinigten Staaten und Kanada an der Spitze der Cannabisforschung

Interessanterweise sind die Vereinigten Staaten das Land, in dem mehr als 50 Prozent der Veröffentlichungen zu medizinischem Cannabis geschrieben und veröffentlicht werden. Dies geschieht trotz der Tatsache, dass Cannabis auf Bundesebene nach wie vor eine verbotene Substanz ist, während paradoxerweise mehr als die Hälfte der Bundesstaaten (30 an der Zahl) sie für den medizinischen Gebrauch legalisiert haben und über medizinische Cannabisprogramme verfügen – zusätzlich zu den zehn Staaten, in denen der freizeitliche Konsum erlaubt ist (in Alaska, Kalifornien, Colorado, Maine, Massachusetts, Michigan, Nevada, Oregon, Vermont, Washington und außerdem im Bundesdistrikt Washington, D.C.).

Nordamerika scheint bei der Cannabisforschung an vorderster Front zu stehen. Kanada ist nach den Vereinigten Staaten das Land, in dem die zweitmeisten Forschungspublikationen über Cannabis verfasst werden und in dem Cannabis gerade sowohl für den medizinischen als auch für den freizeitlichen Konsum legalisiert worden ist. Das Land ist für 7,5 Prozent der überarbeiteten Publikationen verantwortlich, und laut der Studie waren „mehr als 66 Prozent der Arbeiten Erststudien“.

Wie bereits erwähnt, wird die medizinische Forschung zu Cannabis seit vielen Jahren durch die in den 1970er-Jahren verschärfte Verbotspolitik stark beeinträchtigt und eingeschränkt. Die Studie verdeutlicht, dass der Anstieg an Publikationen in den letzten 20 Jahren mit den Bemühungen um eine Legalisierung der Pflanze auf nationaler und internationaler Ebene korrespondiert.

„Das Ausbleiben einer Zunahme der Cannabis-Publikationen bis vor einigen Jahren scheint mit dem Einheitsübereinkommen der Vereinten Nationen über das Verbot des freizeitlichen Konsums von Cannabis zusammenzuhängen, das von den meisten entwickelten Ländern weitgehend unterstützt wurde. […] Es sei darauf hingewiesen, dass das signifikante Wachstum der Zahl der medizinischen Cannabis-Publikationen seit 2013 parallel zum Erscheinen der Gesetzgebungen verläuft, die den freizeitlichen Konsum von Cannabis in den Staaten Washington und Colorado im Jahr 2012, in Alaska und Oregon im Jahr 2014 und anschließend in vielen anderen Ländern der Welt erlaubten.“

Ein ermutigender Anstieg

Die Studie weist darauf hin, dass die Zunahme der Veröffentlichungen, insbesondere seit 2013, zweifellos ermutigend ist. Der Anstieg „sollte Daten, Unterstützung und Vertrauen liefern und neue Horizonte für die Behandlung von Patienten eröffnen“. Die Autoren hoffen, dass die Zahl der Publikationen in diesem Bereich in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird.

Wie die Studie zeigt, ist die Erforschung der Auswirkungen von Cannabis auf die menschliche Gesundheit dringend erforderlich. Es ist unbestreitbar, dass das Verbot kein komplettes Hindernis für die Wissenschaft war, denn die gesammelten Daten haben den potenziellen Nutzen des Einsatzes von medizinischem Cannabis bei der Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten und Störungen bekräftigt.

Sobald sich der gesetzliche Stand von Cannabis auf internationaler Ebene ändert, werden sowohl die wissenschaftliche Forschung als auch die klinische Praxis nicht mehr in ihrer Aufgabe behindert, denjenigen zu helfen, die am meisten Unterstützung benötigen – den Patienten. Und schließlich wird die Cannabispflanze wieder frei und uneingeschränkt in das aktuelle Arzneibuch aufgenommen werden können, wie es zuvor viele Jahrhunderte lang der Fall war.

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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