by Micha on 24/08/2018 | Sensi Seeds Aktuelles

Die 22. Hanfparade in Berlin zieht 6000 Menschen in die Berliner Bannmeile

Berlin Die Hanfparade ist eine der ältesten Demonstrationen zur Legalisierung von Cannabis. In diesem Jahr demonstrierten in Berlin 6000 Menschen gegen das Hanfverbot und seine Folgen. Die Teilnehmer fordern „Aufklärung statt Verbote“.


Am zweiten Samstag im August 2018 zog die Hanfparade mit 6000 Menschen durch das Regierungsviertel von Berlin, um für „Aufklärung statt Verbote“ zu demonstrieren. So fanden sich bereits zur Auftaktkundgebung am Neptunbrunnen bei strahlendem Wetter zahlreiche Teilnehmer ein.

„Wir erleben aktuell, wie sich eine G7-Nation (Anmerkung der Redaktion: Kanada) gesellschaftlichen Realitäten stellt und Cannabis legalisiert hat. Gleichzeitig erreicht die Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten in Deutschland Jahr für Jahr neue Rekordwerte – über 200’000 Strafverfahren wegen Cannabis gab es 2017. Ein fataler Irrweg, mit dem endlich Schluss sein muss!”, so Georg Wurth, Gründer und Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands.

Viel Zuspruch von Passanten und Besuchern

Foto der Berliner Hanfparade 2018 auf dem vorwiegend junge, männliche Demonstranten zu sehen sind. Ein Demonstrant hält ein Schild in die Luft auf dem „Hanf hat Zukunft“ steht.

Auf Wurth folgten Redner wie Jugendrichter Andreas Müller, der drogenpolitische Sprecher der Linkspartei Niema Movassat und der Vorsitzende der Berliner Grünen, Werner Graf. Leider war es auch in diesem Jahr nicht möglich, während der Veranstaltung Essen oder Getränke auf dem Veranstaltungsgelände zu erwerben. So konnten die Filialen der umliegenden Fastfood-Ketten und Discounter ganz ohne Legalisierungs-Ambitionen ihre Umsätze während der Auftakt- und der Abschlusskundgebung unerwartet steigern.

Gegen 15 Uhr setzte sich der Demonstrationszug, an dem sich auch diverse Verbände und politische Parteien beteiligten, in Bewegung. Vom Alexanderplatz ging es Richtung Bundestag und danach vorbei am Bundesgesundheitsministerium, wo die Zwischenkundgebung mit weiteren Rednern und Musik stattfand. Viele Passanten und Touristen bekundeten ihre Solidarität mit der Bewegung oder schlossen sich dem Zug spontan an. So wuchs die 22. Hanfparade im Laufe der ersten Hälfte der Route bis zur Zwischenkundgebung vor dem Gesundheitsministerium weiter an. Erstmals in der Geschichte der Hanfparade bildete ein „Grüner Block” das Herz des Demonstrationszuges. Komplett in Grün gekleidete Aktivisten, Legalisierungsbefürworter und ehrenamtliche Unterstützer verschiedener Organisationen forderten die kontrollierte Freigabe von Cannabis in Deutschland. Auf dem Weg zur Abschlusskundgebung bot ein Zug von 6000 Menschen in den engen Straßen Berlins ein beeindruckendes Bild. Zurück am Alexanderplatz reichten sich dann auf der Abschlusskundgebung musikalische Live-Acts und Redner bis in die späten Abendstunden abwechselnd das Mikrofon in die Hand.

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.