Copenhagen Sour Automatic ist eine 60 % Indica-dominante Hybride, gezüchtet mit den Growern von Fat Beans im Rahmen des Sensi Seeds Breeding Grounds-Projekts. Für diese autoflowering Cannabis-Sorte haben wir eine Mischung aus Jealousy (Sherbet und Gelato #41) und The White genommen (eine mysteriöse Sorte, deren Ursprung niemand so richtig kennt). Das Ganze wurde dann mit einer Ruderalis Indica gekreuzt, damit die Pflanzen automatisch blühen.
Für autoflowering-Verhältnisse werden die Pflanzen ziemlich groß. Wer mit wenig Deckenhöhe arbeitet, könnte hier ins Schwitzen kommen. Da die Pflanzen automatisch blühen, lässt sich an der Größe nicht viel drehen. Nach ein paar Wochen Wachstum starten sie von selbst in die Blüte. Immerhin reagieren sie gut auf Low-Stress-Training (LST), damit passt der Anbau auch in etwas volleren Räumen. Am wohlsten fühlen sich Copenhagen Sour Automatic Pflanzen in kälteren, trockeneren Gegenden.
Copenhagen Sour Automatic Cannabis-Samen entwickeln sich zu ziemlich großen Pflanzen, beachtlich für eine autoflowering Sorte. Sie wachsen hoch und aufrecht, mit einer dominanten zentralen Cola und starken Seitenzweigen. Von The White kommen dicke Stängel und kurze Internodienabstände, von Jealousy die größeren Buds an den Seiten. Am Ende thront meist eine einzelne große Cola über dem dichten unteren Blätterdach.
Indoor schaffen Copenhagen Sour Automatic Pflanzen etwa 100 bis 160 cm und liefern üppige Erträge von 250 bis 325 Gramm Cannabis pro Quadratmeter. Outdoor legen sie nur wenig zu: 110 bis 180 cm sind drin. Sie liefern 150 bis 250 Gramm pro Pflanze.
Die Blüten von Copenhagen Sour Automatic Pflanzen sind erstaunlich hell – fast wie Schnee. Diese auffälligen Buds haben eine Speerspitzenform, sind steinhart und eng gepackt, überzogen mit Harz und glitzernden Blütenkelchen. Potent sind sie allemal und perfekt für Extrakte, auch wenn das reichliche Blattmaterial beim Trimmen nerven kann.
Weil Copenhagen Sour Automatic Pflanzen automatisch blühen, bleibt Growern bei Form und Größe nicht viel Spielraum. Für fortgeschrittene Anbautechniken sind die Pflanzen eher weniger geeignet. Ihre Größe schließt einen Sea of Green (SOG) aus, und die kurzen Seitenzweige lassen sich nicht durch einen Screen of Green (SCROG) flechten. Dafür reicht die Länge einfach nicht. Lollipopping funktioniert zwar, aber wirklich brauchen tut man’s nicht.
Wenn die Blüte losgeht, entwickeln Copenhagen Sour Automatic Pflanzen ein extrem saures Aroma. Fermentierte Zitrusschalen mischen sich mit saurem Bonbonstaub, scharfer Limetten-Säure und einem Hauch lösungsmittelartiger OG-Note. Sowas riecht man meilenweit. Wer diskret anbauen will, wird hier seine liebe Mühe haben.
Die geernteten und getrockneten Blüten knallen: saures Gas, spritzige Zitrone, süßer roher Teig und Hasch-Noten, die ein bisschen wie Kreide riechen. Der saure Duft schlägt einen beim Öffnen des Glases fast bewusstlos. Beim Geschmack setzt sich das fort: intensive saure Zitronen-Limetten-Aromen beim Einatmen. Dann kommen cremige Gelato-Töne und etwas Gas beim Ausatmen. Was bleibt, ist saftig herb und hält ewig.
Das High von Copenhagen Sour Auto kommt scharf und elektrisch, dazu richtig fokussiert. Dann wandelt es sich in eine warme Körperentspannung, wie man sie von klassischen Indicas kennt. Am Anfang wird man wach und kribbelig, typisch Sativa. Mit der Zeit wird’s ruhiger und euphorisch, das Aufstehen kann schwerfallen. Das High ist kraftvoll und zieht sich. Wer sich traut, sollte besser nichts mehr vorhaben.