Cannabis im Weltall – Teil 1

Cannabis im Weltall Das Weltall fasziniert die Menschen, seitdem wir erstmals zum Himmel aufschauen konnten, und es ist nur natürlich, dass wir dorthin reisen und es erkunden wollten. Cannabis wirft in Verbindung mit dieser Faszination endlose Fragen auf. In Teil eins dieses Artikels erkunden wir das Weltall, Cannabis und Space-Cannabis!


Der Countdown zum Start dieses Artikels begann, als wir eine begeisterte E-Mail von einem Unternehmen namens Herban Planet erhielten, das uns mitteilte, dass es in die Geschichte eingehen würde, weil es Cannabis ins Weltall gebracht habe.    Eine seiner Niederlassungen hatte, zusammen mit den brillanten Mitarbeitern von Sent Into Space, fast ein halbes Kilo Cannabisblüten erfolgreich in eine Höhe von 35 km über der Erde katapultiert. Aber warum haben sie das getan? Nun, der Name der betreffenden Niederlassung ist „Space Weed Bro“ (Freund von Gras im Weltall) , was die Frage mehr oder weniger beantwortet. Ihr „Space weed“ wird exklusiv in einer Cannabisapotheke in Arizona, USA, verkauft.  Die Website von Space Weed Bro erklärt, das ganze Gras habe „eine Reise in den schwerelosen Raum gemacht, das garantiert ein Ultra-Premiumprodukt, das nach den Sternen gegriffen hat”.

Heißt das, dass die „Ultra-Premium“-Eigenschaft der Blüten der Tatsache zu verdanken ist, dass sie im schwerelosen Raum waren? Oder ist es ihr „Griff nach den Sternen“, der durch ihre astronomische Reise garantiert ist? Vermutlich sind – ebenso wie bei menschlichen Astronauten – einfach die besten Pflanzenexemplare ausgewählt worden.  Aber hat der Transport ins All wirklich irgendeine Auswirkung auf das Cannabis?   Und sind 35 km schon als „im Weltall“ anzusehen? Was ist eigentlich ein „schwereloser Raum“? Was hat „Sent Into Space“ noch ins Weltall geschickt?  Und hat vor dem „Space weed“ noch keine andere Blüte diesen Ausflug gewagt, oder war schon anderes Cannabis im Weltall?   Die Aufgabe, diese Fragen zu beantworten, ist schon in Angriff genommen worden!

Wie hoch ist das Weltall, wenn es um Cannabis geht?

Dem Fédération Aéronautique Internationale (FAI = Internationaler Luftsportverband) zufolge beginnt das Weltall ab 100 km über der Erde. Der Verband wurde 1905 gegründet, um den „Luftsport“ zu beobachten. Seitdem ist er ständig gewachsen und kontrolliert Rekordmarken für alle Arten von Aktivitäten am Himmel, inklusive der Raumfahrt.   JAXA, die Japanische Aerospace Exploration Agency (Agentur zur Erkundung von Luft- und Weltraum) hält gegenwärtig den Höhenrekord von 53 km für einen bemannten Ballon. Und selbst der ist nur bis zur Hälfte der Kármán-Linie gekommen, wie die 100-km-Grenze genannt wird.

Nach den FAI-Standards befindet sich die Internationale Raumstation (ISS) in 322 km Höhe definitiv im Weltall. Wäre das berühmte Foto des Kommandeurs Chris Hadfield, auf dem er eine große Tasche mit „Space weed“ trägt, echt gewesen und nicht mit Photoshop bearbeitet worden, dann wäre dies auf jeden Fall die weiteste Reise, die Cannabis jemals ins All unternommen hat. Leider war das Foto bloß ein Jux. Der lustige Astronaut hat nämlich eine Tasche mit Ostereiern in der Hand, die er gerade an Bord der Raumstation bringen will. Sollte es auf der ISS wirklich Cannabis gegeben haben, dann bewahren alle Stillschweigen darüber (im All kann einen niemand husten hören).

Fotomontage von zwei ähnlichen Bildern nebeneinander, von denen eines Commander Hadfield in der internationalen Raumstation zeigt, vor dem eine Tasche voller Cannabis schwebt. Das Bild daneben ist dasselbe, nur dass es statt des Cannabis einen Beutel mit Ostereiern zeigt, umrahmt vom Screenshot eines Tweets, der lautet: „Don’t tell my crew, but I brought them Easter Eggs :)”
Kommandeur Chris Hadfield trägt (links) eine mit Photoshop bearbeitete Tasche mit „Space weed” und (rechts) die echte Tasche mit Ostereiern

Dennoch werden 35 km als „near space“ (nahes Weltall) betrachtet (wenn Sie sich je gefragt haben, was das Gegenteil von „outer space“ (ferneres Weltall) ist – jetzt wissen Sie es). 35 km bezeichnen die obere Stratosphäre, was schon ziemlich eindrucksvoll ist. Besonders wenn man bedenkt, dass sich der Ballon von Jaxa 60 m darüber befand und dass der von Space Weed Bro / Sent Into Space rund 10 m über dieser Linie geplatzt ist. Diese Explosion, die offenbar der Grund dafür war, dass die Ladung – in diesem Fall unser Lieblingskraut – zur Erde zurückkehrte, wurde von der Luft in den oberen Regionen der Stratosphäre verursacht, die 1000 Mal dünner ist als auf Meeresniveau. Dort dehnt sich das Gas im Ballon rasch aus, bis der Ballon nicht mehr standhalten kann.  An diesem Punkt tritt das Cannabis in den freien Fall ein.

Und frei fallendes Space-Cannabis wiegt gar nichts!

Aufgepasst, Möchtegern-Händler unter den Astronauten  ! Im freien Fall wiegt Cannabis – ebenso wie alles andere – gar nichts. Sobald der Ballon platzt, ist die einzige Kraft, die auf seine Ladung wirkt, die Schwerkraft. Das nennt man den freien Fall. Der freie Fall verursacht das Phänomen der Schwerelosigkeit in der ISS, im „Vomit Comet” (Fluggerät der NASA), in der Achterbahn und sogar dann – für den Bruchteil einer Sekunde –, wenn Sie von einem Tisch herunterspringen. Sie können den freien Fall also auch hier auf der Erde erleben. Interessanterweise gibt es so etwas wie den „schwerelosen Raum“ nicht; je mehr Sie sich von der Erde wegbewegen, desto mehr sinkt die Schwerkraft, aber niemals bis auf Null. Das sind wirklich tolle Nachrichten für unser Space weed, Freunde. Wenn es tatsächlich im „schwerelosen Raum“ gewesen wäre, als der Ballon platzte, wäre es nur in alle Richtungen durch die Luft geschwebt statt zur Erde zurückzukehren. Außerdem hätte die Schwerkraftanziehung anderer Planeten zu wirken begonnen. Zum Beispiel reicht die Schwerkraftanziehung des Mondes aus, um die Gezeiten auf der Erde zu verursachen; er ist also offensichtlich fähig, Objekte in seiner Nähe zu beeinflussen.  Sobald unser Space weed sich außerhalb einer signifikanten Schwerkraftanziehung der Erde befunden hätte, wäre es von der Schwerkraft eines anderen Himmelskörpers angezogen worden.

Grafische Darstellung, die unten einen Teil des Planeten Erde zeigt, umgeben von mehreren Schichten in verschiedenen Blau-Schattierungen. Die einzelnen Schichten sind beschriftet als Troposphäre, Stratosphäre, Mesosphäre, Thermosphäre und Exosphäre. In jeder Schicht ist ein Objekt abgebildet: Auf der Erde eine grobe Struktur aus Staaten, Gebäuden und Bäumen, in der Stratosphäre ein Flugzeug, in der Mesosphäre Sterne, in der Thermosphäre ein Satellit und in der Exosphäre ein Astronaut.
Die verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre

Das erste Cannabis im Weltall?

Zwar ist der von Space Weed Bro durchgeführte Transport von Cannabis ins Weltall bei Weitem der professionellste, soviel wir wissen, aber tatsächlich nicht der erste. Diese Ehre gebührt – soweit unsere Nachforschungen ergaben – den Leuten, die offenbar SeedHub repräsentieren, ein Adressenverzeichnis von Samenunternehmen in den USA. Die in der YouTube-Beschreibung angegebene URL führt zu einer vollkommen leeren Seite.  Aber es steht fest, dass es SeedHub gelungen ist, nicht nur Cannabisblüten in Form eines Joints ins Weltall zu schicken, sondern auch Samen und eine lebendige Pflanze! Dem Video des Unternehmens zufolge schafften sie es, fast bis zu einer Höhe von 29 km aufzusteigen, bevor ihr Ballon platzte. Wenn 32 km als „nahes Weltall“ bezeichnet werden, dann sind 29 km doch mindestens „nahe dem nahen Weltall“. Dieser charmante, amateurhafte Launch fand am 1. Juni 2013 statt. Wenn es irgendjemandem vor diesem Datum gelungen ist, Cannabis ins Weltall zu bringen – oder wenn Sie etwas darüber wissen – dann teilen Sie uns das bitte im Kommentarfeld unten mit!

Was geschieht also mit Cannabis im Weltall?

Außer Space Weed Bro hat auch das Team von Sent Into Space für „Viceland TV“ einen Joint ins Weltall geschickt, um die „Weed Week“ im April 2017 zu feiern. Der Joint erreichte sogar 32,4 km! Sent Into Space weiß wirklich, was es tut; dieses Interview mit dem Mitgründer Dr. Chris Rose lässt daran keinen Zweifel. Das Fachgebiet dieses Unternehmens ist nicht Cannabis, sondern das Weltall, aber als herauskam, was mit Cannabis im nahen Weltall geschieht, war Dr. Roses Aufregung unübersehbar.  Zurzeit sind die Ergebnisse dieses Experiments noch nicht verfügbar, und daher wird es einen zweiten Teil dieses Artikels geben. Also achten Sie in den Gefilden von Sensi Seeds auf Teil zwei des Artikels. Dort untersuchen wir folgende Fragen: Die Auswirkungen der Raumfahrt auf Cannabis; ob Cannabis im Weltall wachsen kann oder nicht; wie es Ihnen erginge, wenn Sie im Weltall Gras konsumieren würden, und viele andere faszinierende Fragen!

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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