Auch in Ozeanien geht es vorwärts: Cannabis in Australien – Teil II

Täglich gibt es Fortschritte und Neuigkeiten hinsichtlich der Legalisierung und Standardisierung von Cannabis. Im Folgenden werden wir uns auf Australien konzentrieren.


Jeder Bundestaat und jedes Territorium in Australien besitzt seine eigene Gesetzgebung, weshalb Geldbußen und Strafen unterschiedlich ausfallen (CC.Bianca J)
Jeder Bundestaat und jedes Territorium in Australien besitzt seine eigene Gesetzgebung, weshalb Geldbußen und Strafen unterschiedlich ausfallen (CC.Bianca J)

Täglich gibt es Fortschritte und Neuigkeiten hinsichtlich der Legalisierung und Standardisierung von Cannabis, hauptsächlich auf dem amerikanischen Kontinent und auch in Europa.

Aber es gibt noch einen dritten Kontinent, der ebenfalls Fortschritte in dieselbe Richtung macht: Ozeanien. Im Folgenden werden wir uns auf Australien konzentrieren, eines der 14 Länder, die zu dieser kontinentalen Großregion gehören.

In diesem zweiten Teil werden wir die aktuelle Situation bezüglich der Cannabis-Frage in den anderen noch ausstehenden australischen Bundesstaaten und Territorien ein wenig näher kennen lernen, und wenden uns auch der medizinischen Nutzung von Cannabis sowie der Cannabiskultur in Australien zu.

Aktuelle Gesetzgebung in Hinblick auf Cannabis in den australischen Bundesstaaten und Territorien

 

South Australia

Dieser Bundesstaat liegt im zentral-südlichen Teil des Landes, der sich auf einige der trockensten Landesteile des Kontinents erstreckt. Die Bundeshauptstadt ist Adelaide, die fünftgrößte Stadt Australiens. South Australia war der erste Bundesstaat, der 1987 die Straffreiheit für geringfügige Cannabis-Delikte einführte.

Seit August 2011 werden die Bewohner, die mit maximal 100 Gramm Marihuana, 20 Gramm Haschisch (Harz), einer Cannabis-Pflanze, die nicht aus einer Hydrokultur stammt, oder Rauchbesteck angetroffen werden, mit einer Geldstrafe von 50 bis 150 A$ belegt, die innerhalb von 60 Tagen zu zahlen ist, und erhalten einen Bescheid über eine Kontrolluntersuchung auf Cannabis für den Besuch einer obligatorischen Orientierungsveranstaltung. Größere Mengen führen zu einer Strafe von 2000 A$ oder zwei Jahren Gefängnis – oder beidem. Wenn eine Person in Besitz von mehr als 100 Gramm Cannabis ist, geht man davon aus, dass sie diese Menge für den Vertrieb besitzt, und sie könnte daher mit einer Geldbuße von 20.000 A$ oder einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren bestraft werden. Ebenso ist es illegal, dass das zum Rauchen von Cannabis verwendete Material offen sichtbar ist oder in Geschäften verkauft wird, was geahndet wird mit Geldbußen von bis zu 10.000 A$ wegen des Verkaufs an Erwachsene, und Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren oder einer Geldbuße von bis zu 24.000 A$ für den Verkauf an Minderjährige.

Tasmanien

Tasmanien liegt getrennt durch die Bass-Straße jenseits des Erdkontinents von Australien und ist der kleinste Bundesstaat Australiens. Seine Hauptstadt ist Hobart. Laut tasmanischer Gesetzgebung können die Zuwiderhandelnden, die mit einer maximalen Menge von 50 Gramm Cannabis angetroffen werden, innerhalb von zehn Jahren dreimal verwarnt werden, wobei das Verfahren bei jeder Verwarnung unterschiedlich ist. Bei der ersten Verwarnung muss man Auskünfte und Hinweise erteilen, und bei der zweiten wird eine Kontrolluntersuchung angesetzt. Bei der dritten und letzten Verwarnung wird die Person auf ihren Abhängigkeitsgrad beurteilt und in ein Kontroll- oder Therapieprogramm geschickt.

Victoria

Victoria ist der kleinste Bundesstaat auf dem Festland. Die Bundeshauptstadt ist Melbourne, die zweitgrößte Stadt Australiens. Cannabis ist illegal und stellt in Victoria einen Straftatbestand dar, wobei Drogendelikte allerdings nicht vor einem anderen Gericht verhandelt werden. So wie in den anderen Bundesstaaten gilt keine Straffreiheit und es obliegt der Polizei zu entscheiden, ob der Drogenkonsument verhaftet oder zur Hilfe und Beratung in ein Programm geschickt wird.

Jede Person, die in Victoria mehr als 50 Gramm Cannabis bei sich trägt, kann zu einem Erziehungsprogramm geschickt werden, aber wie in New South Wales besteht diese Möglichkeit nur für diejenigen, die zwei Verstöße begangen haben, bevor Anzeige erstattet wird.

Western Australia

Hinsichtlich seines Gebiets ist dies der größte Bundesstaat. Ca. 3/4 der Bevölkerung in diesem Bundesstaat leben in der Hauptstadt Perth, der viertgrößten Stadt Australiens. Neben New South Wales hat Western Australia die strengste Haltung der Nation in Bezug auf Drogendelikte. 2004 wurden zivilrechtliche Strafen für den Cannabis-Besitz eingeführt, aber mit dem Regierungswechsel 2008 wieder zurückgenommen.

Seit den Reformen im August 2011 müssen Zuwiderhandelnde, die zuvor in Bezug auf Cannabis zwar keinen Verstoß begangen haben, aber mit einer Menge von nicht mehr als 10 Gramm geerntetem Cannabis bzw. mit Rauchbesteck erwischt werden, sich innerhalb von 28 Tagen einer Cannabis-Kontrolluntersuchung unterziehen oder werden verurteilt.

Medizinische Cannabis-Nutzung in Australien

Die Debatte um das Ja zur Legalisierung der medizinischen Nutzung von Cannabis ist in Australien hochaktuell (CC.Chuck Coker)
Die Debatte um das Ja zur Legalisierung der medizinischen Nutzung von Cannabis ist in Australien hochaktuell (CC.Chuck Coker)

Australien ist auf die medizinische Nutzung von Cannabis aufmerksam geworden, und ist nun das letzte Land, das sich für einen Probelauf entschieden hat. Obwohl nicht die volle Legalisierung beabsichtigt ist – was die australischen Aktivisten fordern und weshalb sie bisher Druck ausgeübt haben -, ist dies ein sehr wichtiger Schritt. Die Debatte um das Ja zur Legalisierung der medizinischen Nutzung von Cannabis in Australien ist ein aktuelles Thema.

Wie wir bereits erwähnten, ist der Anbau und die Verwendung von Cannabis im Land ohne eine gesetzlich vorgesehene Genehmigung, Berechtigung oder Ausnahmeregelung illegal. Der medizinische Bedarf ist in einigen Fällen wie den klinischen Cannabis-Versuchen zu medizinischen Zwecken, die von verschiedenen Regierungen angeregt wurden, auch als legitimes Verteidigungsargument angeführt worden.

Die Unterstützung einer Änderung der Gesetzeslage, die die Nutzung von Cannabis zu medizinischen Zwecken erlauben würde, ist zwischen 2004 und 2007 relativ stabil geblieben. Bei der 2007 von der National Drug Strategy Household Survey (NDSHS) erstellten Erhebung ging aus den Daten hervor, dass zwei Drittel (68,6%) der Befragten eine „Änderung in der Gesetzgebung, um die Nutzung von Cannabis zu medizinischen Zwecken zu erlauben“ unterstützen, und fast drei Viertel (73,6%) sprachen sich für „klinische Versuche“ aus, „damit Patienten Cannabis in Form eines Medikaments für die Behandlung ihrer Krankheiten verwenden können“. Die Unterstützung beider Maßnahmen lag bei Frauen leicht höher als bei Männern.

Am 16. Mai 2013 tauchte in den Medien die Nachricht auf, dass eine Parlamentskommission in New South Wales seine Empfehlung für die Nutzung von Cannabis auf ärztliche Verordnung für Patienten mit unheilbaren Krankheiten ausgesprochen hat und die Legalisierung der Arzneimittel auf Cannabis-Basis aus eben diesen Gründen befürwortet. Als Teil der Empfehlung bat das Komitee um die Mitarbeit der australischen Bundesregierung an der Erarbeitung eines Plans, der den Patienten ermöglichen soll, bis zu 15 Gramm Cannabis zu besitzen. Zudem wären sowohl die Patienten als auch ihre Betreuer dazu verpflichtet, eine Bescheinigung eines beim Gesundheitsministerium gemeldeten Spezialisten einzuholen, sowie einen Identitätsausweis mit Foto.

Obwohl der Bericht des Komitees, bei dem Mitglieder verschiedener politischer Parteien mitwirkten, einstimmig beschlossen wurde, wurde im Dokument zugegeben, dass die diesbezügliche rechtliche Zuständigkeit von New South Wales begrenzt ist, da Bundesgesetze und -organe wie die Therapeutic Goods Administration (TGA) die Betäubungsmittel regulieren. Zudem ist zu betonen, dass das Komitee sich weder für eine Nutzung von Cannabis bei chronischen Schmerzen noch für Straffreiheit bei Anbau von Marihuana für den Eigenbedarf ausgesprochen hat.

Im Februar 2014 schlug Tasman Health Cannabinoids (vormalig TasCann, heute AusCann) die Durchführung von Anbau- und Verarbeitungstests für die Herstellung von medizinisch verwendbarem Cannabis in Tasmanien in Zusammenarbeit mit der University of Tasmania vor. Dieses Projekt wurde zuerst vom damaligen Gesundheitsminister der Labour-Partei bewilligt und später von einem anderen Minister der neuen liberalen Regierung abgelehnt.

New South Wales hat mit der klinischen Erprobung von medizinisch verwendbarem Cannabis zur Behandlung von Epilepsie, chronischen Schmerzen und Nebenwirkungen der Chemotherapie begonnen (CC.prensa420)
New South Wales hat mit der klinischen Erprobung von medizinisch verwendbarem Cannabis zur Behandlung von Epilepsie, chronischen Schmerzen und Nebenwirkungen der Chemotherapie begonnen (CC.prensa420)

Trotz dieses Rollbacks ist im Mai 2015 die australische Firma AusCann zu einer historischen Übereinkunft mit der Regierung der Insel Norfolk gelangt, die ihr eine Lizenz für Anbau und Produktion verschiedener Sorten von medizinisch nutzbarem Cannabis von höchster Qualität ab November dieses Jahres gegeben hat. Das autonome australische Territorium der Norfolk-Insel wird wegen seinem Klima und der Sicherheit, die seine geographische Lage mit sich bringt, als ein idealer Ort für die Cannabis-Produktion angesehen. Es wird beabsichtigt, die gesamte erste Ernte Mitte nächsten Jahres nach Kanada zu exportieren und Sativas und Sativa-dominante Sorten zu liefern, welche für den Anbau in Innenräumen in Kanada nicht geeignet sind. Die Lizenzvergabe fand allerdings statt, nachdem die australische Regierung ein Gesetz zur Abschaffung des Parlaments der Norfolk-Insel und der Einsetzung eines Lokalrates verabschiedet hat, was das Abkommen für den Export von medizinisch verwendbarem Cannabis gefährdet.

Heute ist der einzige Bundesstaat, der bereits klinische Versuche gestartet hat, New South Wales, der den ersten von drei Versuchen im Januar 2015 zur Behandlung arzneimittelresistenter Epilepsie, Linderung chronischer Schmerzen sowie zur Behandlung einiger von vielen chemotherapiebedingten Nebenwirkungen durchführte, unter denen Tausende von Krebspatienten leiden. Vor noch kürzerer Zeit haben sich die Bundesstaaten Victoria und Queensland diesem Versuch angeschlossen, ebenfalls mit dem Schwerpunkt auf der Behandlung von Kindern mit schwerer Epilepsie. Beide Bundesstaaten werden New South Wales in der Entkriminalisierung von Cannabisöl für die Behandlung der Übelkeit bei Chemotherapien, der arzneimittelresistenten Epilepsie sowie für den Einsatz in der Palliativmedizin folgen. Die neue Übereinkunft bedeutet, dass die Einwohner von Victoria und Queensland, die unter lebensbedrohlichen oder unheilbaren Krankheiten leiden, an den von der Regierung von New South Wales durchgeführten klinischen Versuchen teilnehmen können.

Vergangenen März bat die Opposition von Southern Australia den Staat, sich den nationalen Bestrebungen zur Erforschung der medizinischen Cannabis-Nutzung anzuschließen, um an den in New South Wales durchgeführten klinischen Versuchen teilnehmen zu können.

Nimbin – Kulturelle Hauptstadt des Cannabis in Australien

Nimbin gilt als "kulturelle Cannabis-Hauptstadt" Ozeaniens (CC.jeffowenphotos)
Nimbin gilt als „kulturelle Cannabis-Hauptstadt“ Ozeaniens (CC.jeffowenphotos)

Nimbin ist ein kleines Dorf im Norden des australischen Bundesstaates New South Wales, gelegen in den Bergen, nahe der Ostküste. Die Geschichte des Dorfes, das zu 100% aus Hippies besteht, beginnt im Jahr 1973, als ein Kunst- und Musikfestival gegen die Mainstream-Kultur stattfand: das Aquarius Festival, organisiert von der Australian Union of Students. Das Festival war an ein Publikum mit starkem Interesse an alternativen Denkweisen und nachhaltigen Lebensformen gerichtet. In der Regel wird es beschrieben als australisches Äquivalent zum Woodstock-Festival und Geburtsort der Hippie-Bewegung in Australien. Man schätzt, dass zwischen 5.000 und 10.000 Menschen teilgenommen haben. Das Festival war von dauerhafter Wirkung für die Wirtschaft von Nimbin, da viele der Besucher sich entschieden zu bleiben und sich niederzulassen sowie Kommunen und andere Gemeinschaften auf der Suche nach einem „alternativen Lebensstil“ gründeten, der eindeutig geprägt war von der Jugendbewegung der sechziger Jahre, die in diesem kleinen beschaulichen australischen Dorf die Zeit überdauert zu haben scheint.

Seitdem zeichnet sich Nimbin durch seine führende Stellung in seinen Umweltinitiativen aus, wie etwa der Permakultur, der Nachhaltigkeit und Selbstversorgung – sowie durch die Cannabis-Gegenkultur. In Literatur und Medien ist Nimbin bezeichnet worden als „kulturelle Hauptstadt des Cannabis“ der Region Ozeaniens und als „soziales Experiment“. Nimbin ist pure Farbe. Der Regenbogen ist in jedem Winkel dieser kleinen australischen Gemeinde zu sehen. Sie ist zur Ikone der Kulturgeschichte Australiens geworden, und viele der Werte, die die Gegenkultur dort zum ersten Mal eingeführt hat, sind nun Bestandteil der heutigen Kultur Australiens.

Eine der größten Forderungen und Anziehungspunkte für den Tourismus an diesem Ort ist die Legalisierung von Cannabis. Obwohl in New South Wales der Anbau, Besitz oder Verkauf von Cannabis gesetzlich unter Strafe steht, scheint Nimbin von dieser Strafe freigesprochen zu sein. Cannabis wird auf offener Straße gekauft, verkauft und konsumiert, und wenn ein Polizeiwagen naht, so hört man in der ganzen Straße den Schrei „Taxi!“ als Alarmruf, um vor der Anwesenheit der Gesetzeshüter zu warnen. Ganz wie in Amsterdam findet man Coffee-Shops, wo man Cannabis konsumieren kann; Grow-Shops und alternative Läden, die die unterschiedlichsten Hanfprodukte verkaufen: Textilien, Kosmetik, Lebensmittel, etc. – natürlich zu medizinischen Zwecken.

Trotzdem waren die polizeilichen Maßnahmen gegen den Drogenhandel in Nimbin über die Jahre sehr unterschiedlich ausgeprägt; im Großen und Ganzen waren sie auf das Unter-Strafe-Stellen des Besitzes gemünzt, sowie auf energische Maßnahmen gegen den Vertrieb von Marihuana. Sowohl die Polizei als auch die Bundespolizei waren allerdings nicht in der Lage, die Prävalenz des Cannabis-Konsums in diesem Dorf einzudämmen oder auch nur signifikant zu senken.

Mardi Grass wird in Nimbin seit 1993 am ersten Mai-Wochenende gefeiert. (CC.m.a.r.c.)
Mardi Grass wird in Nimbin seit 1993 am ersten Mai-Wochenende gefeiert. (CC.m.a.r.c.)

Gleichwohl zeichnet sich Nimbin durch den Cannabis-Aktivismus aus, dessen bedeutendster Ausdruck die traditionelle Feier des jährlichen Festivals MardiGrass ist, und das seit mehr als ein paar Jahrzehnten. Dieses Festival wird seit 1993 am ersten Mai-Wochenende als Teil des Global Marijuana March gefeiert, um für das Ende des Cannabis-Verbots in Australien mittels einer Reform der diesbezüglichen Gesetze zu mobilisieren und zu demonstrieren. Die Mitglieder der Hemp Embassy (vormals „Nimbin Hemp“) entschieden, diesen friedlichen Protest in einem nicht-konfrontativen Rahmen, an dem alle in Ruhe teilnehmen können sollten, am 1. Mai 1993 zu organisieren. Das diesjährige MardiGrass-Festival 2015 hat sich hauptsächlich auf die medizinische Cannabis-Nutzung konzentriert.

Wie der Cannabis Cup in den Niederlanden wird der Cannabis Cup von Australien während des MardiGrass-Festivals abgehalten, um die verschiedenen Cannabis-Sorten zu beurteilen, die die Züchter vorstellen. Ebenfalls werden während des Festivals die Olympischen Cannabis-Spiele veranstaltet, in deren Rahmen neben einem Bong-Weitwurf und einem Joint-Dreh-Wettbewerb ein „Ironman“-mäßiger Wettkampf stattfindet, bei dem die teilnehmenden Züchter große Säcke Dünger ziehen müssen.

Mehr Cannabis-Kultur in Australien

Das Ziel der Hemp Embassy ist die Reform der gesetzlichen Situation von Cannabis in Australien (CC.Nicki Fernades)
Das Ziel der Hemp Embassy ist die Reform der gesetzlichen Situation von Cannabis in Australien (CC.Nicki Fernades)

Die australische Cannabis-Gemeinde ist sehr breit gefächert, weshalb es eine Vielzahl an Initiativen unterschiedlicher Couleur im Land gibt. Die Hemp Embassy (Hanf-Botschaft) aus Nimbin ist ein Verein ohne Erwerbszweck, gegründet 1992 unter dem Namen Nimbin Hemp. Die Ziele der Botschaft sind die Gesetzesreform in der Cannabis-Frage durch ein Bildungsprogramm für die Gemeinde über Hanf- und Cannabisprodukte, sowie Werbung für mehr Toleranz und Mitgefühl unter den Menschen im Allgemeinen. Dieser Verein organisiert jedes Jahr das MardiGrass-Festival in Nimbin sowie viele weitere Bildungs-, Informations- und Festivalaktivitäten, deren Ziel die Gesetzesreform der Cannabis-Frage ist.

Die Help End Marijuana Prohibition (HEMP) Party ist eine australische politische Partei mit Sitz in Nimbin. Die zentralen Ziele der HEMP Party sind die Entkriminalisierung sowohl des Besitzes geringfügiger Mengen von Cannabis als auch des Anbaus für den Eigenbedarf, sowie die Legalisierung von Cannabis für die medizinische Nutzung. Ihre Tätigkeit ist auf die drei Facetten der Pflanze gerichtet: der persönliche oder freizeitliche Aspekt, der industrielle und der medizinische. Die Gruppe wurde 1993 von Nigel Quinlan gegründet, der sich als Kandidat Nigel Freemarijuana zur Wahl stellte. Die HEMP Party hat ohne rechten Erfolg verschiedene Kandidaten für die bundesstaatlichen und nationalen Wahlen aufgestellt und außerdem Probleme bei der Einhaltung der rechtlichen Voraussetzungen für die Mitgliedschaft im Register für politische Parteien Australiens gehabt.

Für die Informationssuche gibt es in Australien Portale und Online-Communities wie ozstoners.com und 420australia.com sowie Print- und Online-Medien wie StickyPoint Magazine, die aktuelle Infos über Cannabis in Australien anbieten, mit einer großen Bandbreite an Neuigkeiten und Themen über industriellen Hanf und medizinischen Cannabis bis hin zu Themen wie Schadensreduzierung, Gesetze und Politik bezüglich der Cannabis-Frage, Verbot, Anbau von Cannabis, Ethnobotanik, Kochen mit Cannabis, Bücher, Filme, etc…

Die Infos und die in der australischen Cannabis-Community diskutierten Themen sind so unterschiedlich wie im Rest der Welt – so unterschiedlich wie die Auswahl an Artikeln, die du täglich in diesem Blog finden kannst. Die Cannabis-Weltgemeinde bewegt sich zusammen in eine Richtung, und es sind schon drei Kontinente, auf denen sich ein neues Szenario für Cannabis abzeichnet.

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