by Silent Jay on 12/01/2018 | Medizinisch

Cannabinoide – was ist das und was tun sie?

Cannabinoide Cannabinoide kommen in Pflanzen der Art Cannabis Sativa L. in natürlicher Weise vor. Wir nehmen sie zu uns, wenn wir Cannabis konsumieren – abhängig davon, was genau und wie konsumiert wird. Auch der menschliche Körper produziert sie. In Zukunft werden auch noch weitere Eigenschaften, Vorteile und Erscheinungsformen der Cannabinoide entdeckt werden.


Was sind Cannabinoide?

Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die auf Cannabinoid-Rezeptoren wirken, die im menschlichen Körper sowie in den Organismen bestimmter anderer Säugetiere vorhanden sind. Cannabinoid-Rezeptoren haben einen direkten Einfluss auf die Freisetzung von Neurotransmittern im Gehirn. Mit anderen Worten: sie beeinflussen die Art und Weise, wie Informationen und chemische Verbindungen vom Gehirn verarbeitet werden.

Die Cannabinoid-Rezeptoren, von denen wir wissen, wurden auf die Namen CB1 und CB2 getauft. Sie befinden sich in verschiedenen Bereichen des Gehirns und des Nervensystems, was bedeutet, dass sie unterschiedliche Funktionen steuern und verschiedene Aspekte der Gesundheit beeinflussen können (obwohl die beiden Rezeptoren in bestimmten Fällen auch gemeinsam arbeiten).

Cannabinoide – was ist das und was tun sie?

Einige Cannabinoide sind der Öffentlichkeit aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Allgemeinwissen in Hinsicht auf Cannabis recht vertraut.

Die derzeit bekanntesten und beliebtesten Cannabinoide sind THC, bekannt für seine psychoaktiven Eigenschaften, und wegen seiner zunehmend herausgearbeiteten medizinischen Vorteile auch das Cannabinoid CBD.

Sensi Seeds bietet eine Reihe von hochwertigen CBD-Produkten.

Es gibt außerdem eine Fülle weiterer Cannabinoide – bislang konnten 113 verschiedene Cannabinoide durch die Forschung ausgemacht werden.

Wo sind Cannabinoide anzutreffen?

In Pflanzen

Cannabinoide kommen in mehr oder weniger großen Mengen in allen Variationen der Pflanze Cannabis Sativa L. vor. Andere Pflanzen produzieren ebenfalls Cannabinoide, aber nicht im gleichen Ausmaß (und nicht in der gleichen Weise) wie Cannabis oder Hanf.

Im menschlichen Körper

Cannabinoide, die vom menschlichen Körper auf natürliche Weise produziert werden, bezeichnet man als Endocannabinoide. Das menschliche Netzwerk aus Cannabinoiden und entsprechenden Cannabinoid-Rezeptoren wird als Endocannabinoidsystem bezeichnet. Es ist essentiell für das Funktionieren des menschlichen Körpers. Klinischer Endocannabinoidmangel ist mit einer Reihe von Krankheiten und Beschwerden verbunden, wird von der medizinischen Forschung jedoch nach wie vor stiefmütterlich behandelt. Beispielsweise könnte Mukoviszidose durch ein dysfunktionelles Endocannabinoidsystem verursacht werden.

Was tun Cannabinoide?

Frühe menschliche Entwicklung

Cannabinoide – was ist das und was tun sie?

Die Forschung hat inzwischen aufgezeigt, dass Cannabinoide ein wesentlicher Bestandteil der wichtigsten Funktionen unseres Körpers sind – und das schon von den frühesten Lebensabschnitten an.

In der Tat ist ein gut funktionierendes Endocannabinoidsystem etwa für die Nidation der befruchteten menschlichen Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut oder für die Auslösung der instinktiven Saugreaktion von Babys, die zum Stillen führt, unerlässlich. Dies sind nur einige der vielen lebenswichtigen Einflussnahmen in die frühe Entwicklung eines Menschen, die direkt mit dem Endocannabinoidsystem in Verbindung stehen.

Neuroprotektive Eigenschaften und Auswirkungen auf den Appetit

Laufende Forschungen zu Krankheiten wie Demenz oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen haben die neuroprotektive Wirkung von Cannabis bestätigt. Eine Reihe von – in der Regel psychoaktiven – Cannabinoiden wurde mit Neuroprotektion in Verbindung gebracht, insbesondere THC, THCA und möglicherweise THCV. Die beiden letztgenannten weisen eine sehr ähnliche Struktur zu THC auf.

THCV ist auch dafür bekannt, den Appetit zu drosseln, eine Eigenschaft, die von anderen Cannabinoiden wie Anandamid geteilt wird. Anandamid, ein endogenes Analogon von THC, ist wie auch 2-AG bekannt dafür, dass es mit CB-Rezeptoren im zentralen und peripheren Nervensystem interagiert.

Und mehr…

Es gibt noch viele weitere Eigenschaften, die THC, CBD sowie den anderen oben genannten Cannabinoiden zuzuschreiben sind: hilfreich bei Brechreiz, entzündungshemmend, krampflösend etc. In der Tat wurden Cannabinoide bereits mit verschiedenen großen Beeinträchtigungen wie Multipler Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Tourette-Syndrom, Epilepsie, Asthma sowie vielen weiteren in Verbindung gebracht.

Auch gibt es einige Informationen über andere Cannabinoide, die derzeit nicht im Mittelpunkt der Forschung stehen. Darunter sind zum Beispiel Cannabinol (CBN), Cannabigerol (CBG), Cannabidivarin (CBV) und Cannabicyclol (CBL). In den meisten Fällen teilen diese Cannabinoide Eigenschaften, die bereits in stärkeren Cannabinoiden vorgefunden wurden (etwa in den Medienfavoriten THC und CBD). Allerdings werden sie derzeit noch zu wenig erforscht, was bedeutet, dass man in Zukunft noch viel mehr über diese mysteriösen Verbindungen erfahren wird! Schon bald in Ihrer Apotheke…?

Vaporisieren

Das Vaporisieren oder Verdampfen von Cannabis ist, soweit bekannt, die beste Methode, um die Aufnahme von Cannabinoiden zu optimieren. Darüber hinaus handelt es sich um eine gesündere Methode des Konsums, die den meisten Menschen gerecht wird, einschließlich denjenigen, die aufgrund medizinischer Probleme im Zusammenhang mit der Lunge kein Cannabis rauchen können.

Schauen Sie sich unsere Auswahl an Vaporizern an, wenn Sie Ihren eigenen Favoriten noch nicht gefunden haben.

Cannabinoid-Forschung vs. Prohibition

Cannabinoide sind Bestandteil vieler unterschiedlicher Forschungen. Unglücklicherweise kann es jedoch aufgrund der derzeitigen Illegalität der Cannabispflanze in den meisten Ländern schwierig sein, Pflanzenmaterial zu finden, mit dem man forschen darf.

In zahlreichen Ländern versuchen Vereine und sogar politische Parteien, Fortschritte in der Cannabinoidforschung voranzutreiben. Mediziner sehnen sich nach mehr Informationen, nach mehr klinischen Tests und nach allem anderen, was ihnen helfen könnte, ihre Patienten besser zu beraten.

Trotzdem steht den Patienten bis heute nur eine Handvoll cannabinoidbasierter Medikamente zur Verfügung. Während die Legalisierung von Cannabis mit hoher Geschwindigkeit voranschreitet, zumindest, wenn man es mit dem Jahrzehnt zuvor vergleicht, könnte es dennoch weitere Jahrzehnte dauern, bis sich die Dinge wirklich ändern und Cannabinoide zur Gesellschaft gehören können, ohne in der ein oder anderen Weise unter den gängigen Kiffer-Klischees zu leiden.

Solange werden Drogentests auch immer noch auf Cannabis anschlagen, weshalb das Thema, wie man Cannabisrückstände aus seinem Körper spülen kann, sehr populär ist.

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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