by Seshata on 24/03/2015 | Anbau

Top Tipps für die Vermeidung von Outdoor-Schädlingen

Plagegeister Der Outdoor-Grower ist der Gnade der Elemente sowie allen möglichen fiesen Überraschungen ausgeliefert, mit denen Mutter Natur uns nun einmal zu traktieren pflegt, wie zum Beispiel Schimmel, Pflanzenkrankheiten und natürlich Insekten und Tierschädlinge. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit möglichst unbedenklichen, umweltfreundlichen Methoden zur Bekämpfung von Schädlingen im Freien, sodass Sie den Gebrauch starker Chemikalien vermeiden können.


Marien- oder Glückskäfer sind wohlbekannte, hilfreiche Insekten, die sich von Blattläusen und Spinnmilben ernähren

 

Sorgen Sie für einen sterilen Boden

Im Boden kann eine riesige Menge schädlicher Keime lauern. Für gewöhnlich sollte der Boden oder der hydroponische Mix, den Sie bei einem angesehenen Händler kaufen, frei von Parasiten, Mikroorganismen und winzigen Insektenschädlingen sein, die in normalem Outdoor-Boden zu finden sind. Doch wenn der Boden in Ihrer Region besonders hochwertig ist, werden Sie bestimmt lieber darauf zurückgreifen, als Geld für einen neuen Boden auszugeben. In diesem Fall werden Sie wahrscheinlich eine Solarisation oder Dampfsterilisierungin Erwägung ziehen, denn diese Methoden töten die Mehrheit der schädlichen Bodenbewohner nicht jedoch mehrere wichtige hitzebeständige, hilfreiche Bakterien ab.

Bauen Sie Begleitpflanzen an

Stark duftende Geranien werden oft als Begleitpflanzen zur Abwehr von Insekten verwendet (© Jacilluch)
Stark duftende Geranien werden oft als Begleitpflanzen zur Abwehr von Insekten verwendet (© Jacilluch)

Begleitpflanzen sind für den Outdoor-Gärtner ein wahres Himmelsgeschenk; nicht zufällig haben Gärtner und Bauern auf der ganzen Welt heimische „hilfreiche Kräuter“ jahrhunderte-, wenn nicht jahrtausendelang zu diesem Zweck genutzt. Ein berühmtes Beispiel ist die südamerikanische Methode der Anpflanzung von Mais, Bohnen und Kürbissen. Zu den Begleitpflanzen für Cannabis, die für ihre Abwehr von Insekten und Kleinlebewesen bekannt sind, gehören Geranien, Ringelblumen, Knoblauch und Zwiebeln. Insbesondere Knoblauch wird als Begleiter hochgeschätzt, da er Blattläuse, Spinnmilben und sogar Mäuse und Kaninchen fernhalten kann. Mischen Sie Ihre Begleitpflanzen unter Ihre Cannabispflanzen, oder pflanzen Sie einen „Zaun“ um Ihre gesamten Gewächse herum, wenn möglich!

Nutzen Sie hilfreiche Insekten

Hilfreiche Insekten sind ein weiterer Trumpf im Ärmel des biologisch orientierten Outdoor Growers. Besonders Marienkäfer oder Glückskäfer (wie die kleinen Käfer aus der Familie der Coccinellidae gemeinhin genannt werden) machen bekanntlich Jagd auf Blattläuse, und viele Züchter schwören, sie seien auch zur Bekämpfung von Spinnmilben geeignet. Aber nicht jeder glaubt, dass Marienkäfer allein mit den aggressiven, zerstörerischen Spinnmilben fertig werden können, und wenn Sie ein schwerwiegendes Problem mit diesem Schädling haben, empfiehlt es sich, über die Verwendung der Raubmilbe aus der Gattung Phytoseiulusnachzudenken, die in den meisten guten biologischen Agrar-Shops erhältlich ist.

Tierharn ist ein tolles Abwehrmittel!

Sowohl bei kleinen Tierschädlingen wie Kaninchen und Mäusen als auch bei größeren wie Rotwild ist es eine ausgezeichnete Idee, den Harn der Tierart zu verwenden, die für gewöhnlich Jagd auf die betreffende Schädlingsart macht. So ist der Harn des Rotfuchses ideal zur Abwehr von Kaninchen; und gegen Mäuse hilft oft Hermelin- oder Nerzharn. In den USA werden die Beutetiere von einer ganzen Reihe verschiedener Raubtiere gejagt, weshalb der Harn des Pumas, des Rotluchses und des Bären zur Abwehr einer großen Zahl von Schädlingen – einschließlich des Rotwilds – von unschätzbarem Wert sein kann.

In den Teilen der Welt, in denen große Raubtierarten ausgerottet wurden, wie zum Beispiel in Großbritannien und den Niederlanden, sollen ungewaschene menschliche Haare oder Löwenkot Berichten zufolge exzellente Alternativen sein. Bevor Sie darüber nachgrübeln, wie um alles in der Welt Sie Hermelinharn oder Löwenkot auftreiben sollen – im Internet gibt es diverse Fachhändler, die Ihnen alle nötigen Artikel liefern können, entweder aus „echten“ Quellen oder aus synthetischer Herstellung.

Zäune und Drahtkäfige

Der Bau von Zäunen und Käfigen um Ihre Pflanzen ist eine auf der Hand liegende Methode, größere Schädlinge abzuwehren; allerdings werden Insekten hierdurch wohl kaum von Ihren Pflanzen ferngehalten. Wenn Sie Guerilla-Grow in der freien Natur durchführen, sind große Strukturen wie Zäune weniger empfehlenswert, da sie naseweisen Spaziergängern (oder der Polizei!) einen sichtbaren Hinweis liefern, dass hier irgendetwas im Gange ist. Doch Drahtkäfige sind auch aus kurzer Entfernung praktisch unsichtbar, besonders wenn der Draht zur Tarnung grün angestrichen wird. Sofern Ihre Zäune und Käfige stabil gebaut sind, dürften sie zur Abwehr von Rotwild voll ausreichen.

Bei Kaninchen versagt diese Abwehrmethode jedoch des Öfteren; dieser Plage können Sie eigentlich nur Herr werden, wenn Sie die Zäune mindestens 15 cm tief in den Boden versenken und sie zu einem L formen (wie in dieser Anleitung beschrieben). Selbst diese Maßnahme ist nicht immer zu 100 % effektiv, da Kaninchen hartnäckige Tiere sind, die liebend gerne buddeln!

Verwenden Sie möglichst natürliche Pflanzenschutzmittel

Wenn die oben genannten Methoden keinen vollständigen Schutz vor Schädlingen bieten, sollten Sie als nächsten Schritt Abwehrstoffe prüfen, die auf Pflanzen aufgesprüht werden können, um sie für Schädlinge giftig oder abstoßend zu machen. Im Handel sind Hunderte von synthetischen Produkten erhältlich, aber viele von ihnen können dem lokalen Ökosystem immensen Schaden zufügen. Um Umweltschäden zu vermeiden, verwenden biologische Züchter Schädlingsbekämpfungsmittel aus natürlichen pflanzlichen Quellen, wie zum Beispiel Niembaumöl, Zitrusöl, Cayennepfeffer und Knoblauchöl.

Diese natürlichen Pflanzenschutzmittel wurden jahrtausendelang von Bauern auf der ganzen Welt angewendet, und in der Vergangenheit stellten sie den wichtigsten Schutz der Bauern vor Insekten und Tieren dar. Wenn Sie verschiedene biologische Schädlingsbekämpfungsmittel miteinander kombinieren, werden Ihre Pflanzen wahrscheinlich ausreichend geschützt sein; eine gute Quelle von Rezepten für spezielle Schädlinge finden Sie hier.

Kreieren Sie einen „magischen Kreis“ um Ihre Pflanzen

Cayennepfeffer enthält natürliche Wirkstoffe, die Insekten und Tierschädlinge abwehren können (© JKD Atlanta)
Cayennepfeffer enthält natürliche Wirkstoffe, die Insekten und Tierschädlinge abwehren können (© JKD Atlanta)

Wenn Ihnen der Gedanke ein Gräuel ist, Ihre kostbaren Pflanzen mit schädlichen Sprühnebeln zu überhäufen, dann können Sie auch mal eine andere Variante des Gebrauchs biologischer Pestizide ausprobieren, um Ihre Pflanzen zu schützen: Statt Ihr Pflanzenschutzmittel direkt auf die Pflanze zu sprühen, versuchen Sie, es in einem weiten Kreis um Ihre Pflanzen herum zu sprühen, und zwar so, dass eine Lücke von mindestens einem Meter (3,28′) zwischen Ihren Pflanzen und dem Pestizidring entsteht. Dank dieses „magischen Kreises“ werden Insekten, die damit in Kontakt kommen, entweder sterben oder schleunigst das Weite suchen! Natürlich ist es ratsam, den Spraykreis ungefähr jede Woche zu erneuern, um sicherzustellen, dass die Kraft des magischen Kreises nicht abgeschwächt wird.

Diese Methode hat darüber hinaus den Vorteil, dass sie während des gesamten Wachstumszyklus angewendet werden kann. Wenn Sie Ihre Pflanzen dagegen direkt besprühen, müssen Sie damit aufhören, sobald die Pflanzen in voller Blüte stehen – tun Sie das nicht, riskieren Sie, dass Ihr Endprodukt eigenartig schmeckt oder sogar ganz unbrauchbar wird.

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cashpunker

Nice to know (:

26/03/2015

Sunni

Super Tips. Vielen Dank

11/03/2017

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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