Vorteile von Bio-Cannabis – Eine Anleitung für den Eigenanbau

Viele kleine Grower, die ihre Ernte selbst konsumieren möchten , bauen bereits Bio-Cannabis an. Dasselbe gilt für die meisten medizinischen Grower in den USA, sowohl für private Grower als auch für Apotheken. Allerdings züchten kommerzielle Erzeuger für den Freizeitmarkt aufgrund verschiedener veralteter falscher Auffassungen oft nicht biologisch-organisch.

Biologisches Cannabis ist zu einer riesigen Massenware auf dem Cannabismarkt geworden, da die Verbraucher zunehmend auf die unsauberen Anbaumethoden der Branche aufmerksam werden. Für diejenigen, die zu Hause Cannabis anbauen, ist biologischer Cannabisanbau recht einfach zu verwirklichen.

Da die medizinische Cannabisbranche in den letzten Jahren gewachsen ist, ist die Nachfrage nach hochwertigem, sicherem Cannabis mit ihr gestiegen. Infolgedessen fordern viele Patienten inzwischen Bio-Cannabis von ihren Lieferanten und sind zunehmend besorgt über das mögliche Vorhandensein gefährlicher Chemikalien in „regulärem“, nicht-biologischem Cannabis.

Der Anbau von biologischem Cannabis hat offensichtliche Vorteile: es besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Kontamination (z. B. Pestizide), Bio-Cannabis ist gesünder und es gibt insgesamt geringere Umweltkosten. Aber es gibt auch den offensichtlichen Nachteil des Kaufs von Bio-Cannabis: es ist oft teurer als reguläres Cannabis. Und der Cannabis-Ankauf ist bereits teuer genug!

Wir haben diesem Artikel eine Anleitung für den Anbau Ihres eigenen Cannabis beigefügt, um Ihnen zu helfen, die Kosten zu senken. Außerdem verdeutlicht der biologische Anbau von eigenem Cannabis, warum es manchmal teurer ist, sich für eine Bio-Alternative zu entscheiden.

Was ist Bio-Cannabis?

Es gibt viel Verwirrung darüber, was unter biologisch oder organisch angebautem Cannabis zu verstehen ist. Viele glauben immer noch, dass Cannabis, das in der Erde angebaut wird, organisch ist, aber viel Cannabis aus der Bodenkultur wird mit chemischen Düngemitteln und Pestiziden angebaut. Für wirklich biologischen Anbau verwenden Bio-Grower in der Regel nur Nährstoffe und Pestizide, die natürlichen Ursprungs sind. Tatsächlich würden Puristen argumentieren, dass überhaupt keine Pestizide oder Nährstoffe verwendet werden dürfen.

Zu den „natürlichen“ Produkten, die das Wachstum und die Blüte von Cannabispflanzen unterstützen, gehören Fledermaus- und Vogelguano, Wurmkot, Gülle, Blut- und Knochenmehl und Kompost. Zu den natürlichen Pestiziden gehören pflanzliche Produkte wie Pyrethrum, Capsaicin und Tabak. Auch wenn diese Stoffe aus organischen Quellen stammen, besteht nach wie vor Unsicherheit über ihre Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt.

Die 5 wichtigsten Vorteile von Bio-Cannabis

  1. Verbesserter Ertrag

Eine der Hauptsorgen der kommerziellen Grower ist die Möglichkeit einer Ertragsminderung beim biologischen Anbau. Diese ist jedoch nicht unvermeidbar – und wenn alle Bedingungen optimal sind, kann man möglicherweise höhere Erträge erzielen als mit herkömmlichen Methoden.

Aber wenn die Mikroumgebung nicht optimal ist, können die Erträge durchaus vergleichsweise niedriger sein als bei nicht-biologischem Anbau. Dies war in der Vergangenheit sicherlich der Fall. Allerdings haben sich die kommerziell verfügbaren organischen Düngemittel, Nährböden und Zusatzstoffe im Laufe der Jahre stark verbessert, ebenso wie das Verständnis dafür, wie man sie am besten nutzen kann.

Eine wichtige Neuerung im biologischen Anbau ist die Entwicklung des „Super-Bodens“. Dies ist ein Nährboden, der sorgfältig optimiert wurde, um genau das zu enthalten, was Cannabis für reichliches Wachstum ohne Dünger braucht. Mit dieser Methode können Sie Ihren Pflanzen nichts als Wasser geben und unglaubliche Ergebnisse erzielen.

Fertigmischungen sind im Handel erhältlich, aber „Super-Boden“ kann auch leicht zu Hause hergestellt werden. Typischerweise enthält der Super-Boden organische Blumenerde gemischt mit Wurmabfall, Blutmehl, Knochenmehl, Guano und verschiedenen anderen Zusatzstoffen. Durch die Vorbereitung Ihrer eigenen Mischung können Sie den genauen Mix für Ihre bevorzugte Sorte entwickeln.

  1. Erhöhtes Potential

Es ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen biologischen Anbaus, den Cannabispflanzen genau das zu geben, was auch noch die letzte Mikrobe im Boden braucht. Wie jede Pflanze stellt auch Cannabis spezifische und hochkomplexe Anforderungen, um optimal zu wachsen, und wenn diese Anforderungen so genau wie möglich erfüllt werden, können die Pflanzen ihr volles Potenzial entwickeln.

Herkömmliche Nährstoffsysteme sind relativ einfach aufgebaut und enthalten nur die Grundnährstoffe, die Cannabis zum Überleben und Wachstum benötigt. Es gibt sechs wesentliche Makronährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium, Schwefel und Magnesium) und sechs wesentliche Mikronährstoffe (Mangan, Bor, Kupfer, Zink, Molybdän und Eisen). Die meisten Cannabis-Nährstoffmischungen enthalten diese Nährstoffe.

Dagegen enthalten organische Nährstoffsysteme oft andere Spurenelemente, die dem Cannabis zusätzliche Vorteile bieten können, auch wenn sie traditionell nicht als essentiell eingestuft werden.

Nickel, Natrium, Kobalt und Chlor sind Beispiele für Nährstoffe, die sich als nützlich für größere Pflanzen wie Cannabis erwiesen haben, aber in kommerziellen Futtermitteln oft nicht beachtet werden. Biozüchter berichten, dass biologisch angebautes Cannabis aufgrund der komplexen Zusammensetzung der verwendeten Nährstoffmischungen in Wirkung und Wirksamkeit überlegen ist.

  1. Verbessertes Aroma und mehr Geschmack

Biologisch angebautes Cannabis gilt aus diesen und ähnlichen Gründen als überlegen in Geschmack und Aroma gegenüber konventionell angebautem Cannabis. Da die Mikroumgebung für ein kräftiges, gesundes Wachstum optimiert ist, können Pflanzen optimale Mengen an Flavonoiden, Terpenoiden und Cannabinoiden produzieren.

Terpene und Terpenoide sind die aromatischen Verbindungen, die Cannabis und vielen anderen Pflanzen ihren Duft verleihen. Dutzende dieser Verbindungen sind in Cannabis enthalten und sind dafür verantwortlich, dass die Sorte ihr süßes, zitrusartiges, würziges oder kiefernartiges Aroma erhält. Je zahlreicher diese Terpene und Terpenoide sind, desto duftender und schmackhafter wird das Endprodukt sein.

Flavonoide sind ein weiteres sekundäres Stoffwechselprodukt vieler Pflanzen, einschließlich Cannabis. Sie enthalten oft ein breites Spektrum an antioxidativen Wirkungen das zu Langlebigkeit und allgemeiner Gesundheit beiträgt.

Biologisch angebautes Cannabis enthält nicht die synthetischen Pestizide und Insektizide konventioneller kommerzieller Anbaumethoden. Diese künstlichen Zusatzstoffe wirken sich auch auf den allgemeinen Geschmack und das Aroma einer Bud aus.

  1. Reicheres Mikrobiom

Ein weiterer Aspekt des biologischen Cannabisanbaus, der verbesserte Erträge, Geschmack und Potenz ermöglichen kann, ist der Reichtum des Bodenmikrobioms („Mikrobiom“ bezieht sich auf die Gesamtheit der in einer bestimmten Umgebung vorhandenen Mikroben).

Organische (Bio-)Bodenmischungen sind komplexe lebende Ökosysteme, die eine Fülle von Bakterien, Pilzen und anderen mikroskopischen Organismen wie Nematodenwürmern enthalten. Die sterile Umgebung in vielen nicht-organischen Kultursubstraten unterstützt dagegen diesen Komplexitätsgrad nicht.

Umfangreiche Forschung zu Cannabis und anderen wichtigen Nutzpflanzen hat gezeigt, dass die Etablierung eines reichhaltigen Bodenmikrobioms mehrere Vorteile hat. Es ermöglicht die Stickstoffbindung und Wasserspeicherung, stimuliert das Wachstum und hilft, Wurzelerkrankungen vorzubeugen. Die Herstellung eines eigenen Super-Bodens und die Reifung für etwa dreißig Tage vor der Verwendung ermöglicht es einer Fülle von Pilzen und anderen nützlichen Mikroorganismen, sich zu vermehren und den Boden zu verbessern.

Bio-Komposttee ist eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit, die nützlichen Bakterien zu züchten, die für ein gesundes Mikrobiom erforderlich sind. Beim Komposttee wird gut gemachter Kompost in Wasser eingeweicht und ständig ein Luftausströmer betrieben, um Sauerstoff bereitzustellen (denn wenn die Bedingungen sauerstoffarm werden, entstehen anstelle der nützlichen Arten ungesunde Bakterien).

  1. Weniger Umweltbelastung

Natürlich ist es der umweltfreundlichste Weg, Cannabis im Freien unter natürlicher Sonneneinstrahlung anzubauen, da die größte negative Umweltauswirkung des Cannabisanbaus der Stromverbrauch beim Anbau in Innenräumen ist. Darüber hinaus gibt es Berichte über verbotene Pestizide, die in die Wasserversorgung in Kalifornien gelangen.

Leider ist es nicht jedem erlaubt oder möglich, Cannabis im Freien (geschweige denn in Innenräumen) anzubauen. Der biologische Anbau minimiert die Umweltbelastung des Wassers in den Regionen der Welt, in denen Cannabis kommerziell angebaut wird.

Für ultimative grüne Qualifikationen ist der biologische Anbau im Freien der klare Gewinner. Wenn dies nicht möglich ist, kann die Umweltbelastung durch den Anbau in Innenräumen minimiert werden. Die Verwendung von organischen Nährstoffen und Düngemitteln reduziert automatisch die Umweltbelastung, da die Produktion von organischen Nährstoffen und Düngemitteln in der Regel weniger Bearbeitung erfordert als bei herkömmlichen Nährstoffen. Konventionelle Nährstoffe und Düngemittel werden meist aus fossilen Brennstoffen gewonnen und benötigen für die Herstellung erhebliche Energie.

Darüber hinaus sind biologisch-organische Schädlingsbekämpfungsmethoden oft weitaus weniger umweltschädlich – so können beispielsweise Marienkäfer zur Bekämpfung von Spinnmilben eingesetzt werden, wodurch der Bedarf an giftigen chemischen Mischungen im konventionellen Anbau entfällt.

Eine Anleitung für den Anbau von Bio-Cannabis

Die Grundlagen des biologischen Cannabisanbaus sind unterschiedlich, je nachdem, ob Cannabis im Innen- oder Außenbereich angebaut wird. Obwohl viele argumentieren, dass echtes Bio-Cannabis im Freien angebaut werden muss, kann auch in Innenräumen eine biologische Umgebung geschaffen werden. Das Nährmedium (Erde, Kokosfaser, etc.) kann indoor und outdoor das gleiche sein, aber Indoor-Grower müssen auch über Lichtspektren und -zyklen nachdenken.

  1. Vorbereitung des Anbaumediums

Bio-Cannabis muss in Erde angebaut werden. Während hydroponische Anbausysteme fantastisches Cannabis ergeben, kann Wasser einfach nicht die organischen Nährstoffe und Mikroorganismen aufnehmen, die im Boden vorhanden sind. Organische Nährstoffe und Düngemittel bereiten den Indoor-Growern oft Probleme. Außerdem ist es strittig, ob hydroponische Anbausysteme jemals biologisch zertifizierbar sein können.

Sobald Sie den Cannabissamen erhalten haben, ist der Boden der Ausgangspunkt für jeden Cannabisanbau. Um biologisches Cannabis anzubauen, muss der Boden daher auch biologisch sein. Wenn Sie auf einem Grundstück im Freien anbauen, müssen Sie sicher sein, dass seit geraumer Zeit keine chemischen Düngemittel oder Pestizide mehr auf diesem Grundstück verwendet wurden. Diese Chemikalien verbleiben auch nach der Einstellung der Landwirtschaft oft noch jahrelang im Boden.

Es ist letztendlich einfacher, Bio-Cannabis in Töpfen anzubauen, da man im Wesentlichen den eigenen Boden herstellen kann. Dafür sind jedoch etwa sechs Monate Vorbereitung erforderlich. Bei dieser Methode werden kompostierte Lebensmittel mit anderen Nährstoffen (z. B. holzigen Pflanzenresten, trockenen Blättern, Kaffeesatz, Tierdünger usw.) vermischt. Nach dem Mischen muss das Gemisch zwischen zwei und sechs Monate stehen gelassen werden, bis es zu dampfen beginnt und Gase abgibt.

  1. Herstellung von bio-organischem Cannabisdünger

Die Alternative zur Herstellung der eigenen Erde ist der Kauf einer unbehandelten Blumenerde und die Zugabe von Bio-Nährstoffen. Dies heißt also Herstellung von Düngemitteln. Die meisten handelsüblichen Düngemittel sind nicht biologisch, obwohl biologische Düngemittel im Fachhandel bezogen werden können. Bio-Düngemittel kann zu Hause nach dem folgenden Rezept hergestellt werden:

  1. Eine Schicht unbehandelte Blumenerde auf einer großen Plane mit Kokosfaser und Mykorrhiza (erhältlich im Gartenfachhandel) verteilen.
  2. 0,75 kg Rohphosphat, 30 ml Bittersalz, 60 ml Azomit, 120 ml Dolomit und 1 Esslöffel Huminsäure hinzufügen. Verteilen Sie dies auf der Erdschicht.
  3. Eine weitere Schicht der unbehandelten Blumenerde hinzufügen.
  4. 1 kg Fledermaus-Guano hinzufügen und mit einer weiteren Schicht unbehandelter Blumenerde bedecken.
  5. 1 kg Blutmehl in einer dicken Schicht darüber verteilen, ebenso 1 kg Knochenmehl.
  6. Mit einem Spaten alles mischen. In einen Mülleimer mit 10 Liter Wasser geben und in der Sonne ziehen lassen. In der Sonne beginnen die richtigen Bakterien und Pilze zu wachsen, um das Mini-Ökosystem zu unterstützen, das für den Anbau von Cannabis benötigt wird.

Jetzt haben Sie einen Boden, der bereits gedüngt ist. Sie können während der Wachstumsperiode weitere Nährstoffe hinzufügen, und dann am besten organische Nährstoffe. Dies sollte den Boden jedoch mit genügend Nährstoffen für das gesamte Wachstum versorgen. Jedes Mal, wenn Sie in einen anderen Topf umpflanzen, können Sie Erde aus Ihrer vorbereiteten Bio-Mischung verwenden.

  1. Das beste Pestizid ist kein Pestizid

Mit der richtigen Sorgfalt und Liebe zum Detail sollte es möglich sein, das Wachstum zu unterstützen, ohne auf den Einsatz von Pestiziden zurückzugreifen. Die gute Pflege von Pflanzen, die Sauberkeit des Anbauraums und der Umgebung sowie die Gewährleistung optimaler Bedingungen für die Förderung gesunder Pflanzen tragen wesentlich dazu bei, eine biologische Zucht frei von Schädlingen zu halten.

Es gibt jedoch Zeiten, in denen selbst der anspruchsvollste Gärtner von Spinnmilben oder Weißfliegen überwältigt werden kann, und in diesen Fällen ist es wichtig, sich über die Auswirkungen und Folgen der verschiedenen verfügbaren Pestizide im Klaren zu sein, damit das am besten geeignete Mittel eingesetzt werden kann.

Was ist Pyrethrum?

Pyrethrum ist der Name für einige Chrysanthemenarten sowie für das insektizide Präparat, das aus zwei Arten, C. cinerariifolium und C. coccineum, gewonnen werden kann. Pyrethrum ist für mehrere häufige Cannabisschädlinge wie Spinnmilben und Blattläuse direkt toxisch und ist für Säugetiere erstaunlicherweise ungiftig.

Die Wirkstoffe von Pyrethrum, die Pyrethrine, befinden sich in den Schließfrüchten (Samenkapseln) der Blume. Diese werden zu einer Substanz zerkleinert, die als Oleoresin bekannt ist, einer natürlich vorkommenden Mischung aus Öl und Harz. Dieses Oleoresin wird dann zu einer Emulsion, zu einer Suspension oder einem Pulver weiterverarbeitet. Diese Produkte können direkt an schädlingsbelasteten Pflanzen verwendet werden.

Pyrethrine sind für Cannabisschädlinge hochgiftige, flüchtige Terpenoide. Chemisch gesehen handelt es sich um eng verwandte Ester (meist ein Endprodukt einer Säure-Alkohol-Reaktion) mit Cyclopropan-Kernen; ihre Neurotoxizität ergibt sich aus ihrer Instabilität, die auch weitgehend der Grund dafür ist, dass sie sich in Luft und Wasser schnell abbauen.

  1. Begleitende Pflanzung als Form des Pflanzenschutzes

Selbst der Einsatz von organischen Pestiziden kann die unmittelbare natürliche Umgebung um das Anbaugebiet herum schädigen. Die meisten organischen Pestizide werden in weitaus größeren Mengen eingesetzt, als es in der Natur üblich ist. Auf diese Weise kann der entsprechende Einsatz die einheimische Tierwelt in der Nähe wie Fledermäuse, Vögel und Bienen negativ beeinflussen. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Verwendung biologischer Pestizide, besonders in einem Gebiet, das reich an einheimischer Tierwelt ist.

Durch die richtige Verwendung von Begleitpflanzen kann der Bedarf an Pestiziden vollständig entfallen. Die Begleitpflanzung ist eine Permakulturtechnik, bei der Pflanzen verwendet werden, die Schädlinge abschrecken können. Dies verringert mögliche Umweltschäden beim Versuch, die Cannabispflanzen zu schützen. Außerdem entfällt die Notwendigkeit von „Zusatzstoffen“ im Umgang mit Schädlingen.

Viele der mit Cannabis verwendeten Begleitpflanzen eignen sich auch hervorragend als kulinarische oder medizinische Kräuter im Garten. So werden sie ein Nebenprodukt des Cannabisanbaus!

  1. Basilikum: Dieses aromatische Kraut schreckt Blattläuse, Spargelkäfer, Moskitos, Tomatenhornwürmer und Weißfliegen ab. Stellen Sie ein paar Topfpflanzen um Ihre Cannabistöpfe herum auf, um sie zu schützen, und machen Sie am Ende Ihrer Ernte noch Basilikumpesto!
  2. Dill: Dies ist ein weiteres aromatisches Kraut, das Sie in Töpfen oder in Ihrem Cannabisgarten anbauen können. Dill hält insbesondere Spinnmilben ab. Darüber hinaus bevorzugen Schmetterlinge und Raupen Dill gegenüber Cannabispflanzen, sodass sie Ihr Cannabis nicht auffressen werden.
  3. Schafgarbe: Dieses Heilkraut wird gern für die Behandlung von Atemwegsproblemen verwendet. Gleichzeitig schreckt es alle Arten von Schädlingen aus Ihrem Garten ab. Es zieht auch einige der nützlichen Insekten wie Marienkäfer an.
  4. Koriander: Dies ist ein weiteres Basis-Gewürzkraut, das Sie beim Kochen verwenden können, sobald die Wachstumsperiode vorbei ist. Das starke Aroma von Koriander schreckt gefürchtete Spinnmilben, Blattläuse und Kartoffelkäfer ab.

Es gibt eine endlose Liste von Begleitpflanzen, die aus verschiedenen Gründen verwendet werden können. Während einige Pflanzen nützliche Insekten anziehen, halten andere Schädlinge fern. Einige (wie Brennnesseln und Schafgarbe) können sogar auf dem gleichen Boden wie die Cannabispflanzen gepflanzt werden, um deren Gehalt an Terpenen und anderen aromatischen Verbindungen zu erhöhen. So kann beispielsweise das Pflanzen von Ringelblumen im gleichen Boden auch das Wachstum der sie umgebenden Pflanzen anregen.

Die Grundlagen von Bio-Cannabis

Letztendlich bedeutet der Anbau von biologischem Cannabis, sich von allem fernzuhalten, was in einem Labor hergestellt wird. Selbst wenn Pestizide oder Düngemittel natürlichen Ursprungs sind, sind sie oft extrem konzentriert und unterscheiden sich von allem, was in der Natur typischerweise vorkommen würde. Diese Produkte können für Cannabis von Vorteil sein, aber sie können negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Die Grundidee des Anbaus von Bio-Cannabis ist es, alle Produkte zu Hause herzustellen. Eine Lösung mit zerkleinerten Koriandersamen zu Hause herzustellen, ist z. B. eine organische Lösung für ein aufgesprühtes Pestizid. Die Herstellung von Komposttee ist eine alternative Möglichkeit, Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen.

Organischer Bio-Anbau mit optimalen Ergebnissen ist eine Kunst. Es ist schwer, landwirtschaftliche Studien zu finden, bei denen keine synthetischen Materialien verwendet werden. Viele landwirtschaftliche Techniken verwenden zwar natürliche Materialien, aber dann auf unnatürliche Weise – wie die Verwendung von Pyrethrin in extrem hohen Konzentrationen.

Man muss üben und wird definitiv viel Liebe zum Detail aufbringen müssen, um Bio-Cannabis anzubauen, denn der kommerzielle Cannabisanbau in der westlichen Welt ist stark von anorganischen Pestiziden abhängig. Auf jeden Fall sind die Vorteile des biologischen Cannabisanbaus endlos, und die Prinzipien können auf alle anderen Produkte des Bio-Anbaus angewendet werden.

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  • Disclaimer:
    Die Gesetze und Vorschriften zum Cannabisanbau sind von Land zu Land unterschiedlich. Sensi Seeds rät Ihnen daher dringend, Ihre lokalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Handeln Sie nicht im Widerspruch zum Gesetz.

Comments

3 Kommentare zu „Vorteile von Bio-Cannabis – Eine Anleitung für den Eigenanbau“

  1. Is Available

    That sounds very positive at first, but there are not only do-gooders … Is not this procedure identical to CRISPR / Cas9? And with that, Monsanto / Bayer / Hortapharm / GW-Pharma / SamSkunk does not just want to achieve something positive for hemp: the patent for a plant! It started with feminized seeds, then the autoflowerings and now that !? I sincerely hope that Sensi does not join in, because it would be the beginning of the end. Good basic idea, if the greed of man were not. Gone are the days of your own crossings.

    1. Scarlet Palmer - Sensi Seeds

      Hi there,

      Due to the sensitive production process of cannabis seeds, it is not yet possible to receive official SKAL or EKO organic certification for the soil that is used for production. This is an industry-wide problem here in Europe. As soon as it’s possible, we will definitely begin the process of application for organic certification.

      Our hemp seeds are certified organic, but they are produced for food use, and I don’t think that’s what you’re looking for?

      Sorry I can’t help you further,

      With best wishes,

      Scarlet

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