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by Scarlet Palmer on 07/03/2018 | Anbau

Anleitung für Anfänger: So stellen Sie Ihren eigenen Dünger her

Dünger Growing mit kleinem Budget? Interesse an biologischen Anbaumethoden? Besorgt um die Umwelt? Sie möchten keinen der Cannabis-Dünger aus der Werbung kaufen? Es kann viele gute Gründe dafür geben, seinen eigenen Dünger herzustellen.


Cannabispflanzen benötigen wie alle Pflanzen Nährstoffe, um zu gedeihen. Tatsächlich ist es aber wichtig, sich darüber klar zu werden, dass der Boden gedüngt wird – und nicht etwa die Pflanzen selbst. Der Boden enthält ein komplexes Miniatur-Ökosystem aus Mikroben, die wie das Verdauungssystem der Pflanzen wirken, indem sie Nährstoffe in eine Form zerlegen, die von den Wurzeln aufgenommen werden kann und so Pflanzen geben, was diese für ein gesundes Wachstum benötigen. Die primären Nährstoffe, die Cannabispflanzen benötigen, sind Stickstoff, Phosphor und Kalium.

N, P, K – so einfach wie das ABC

N, P und K – das sind drei lebenswichtige Nährstoffe für Pflanzen. Die Abkürzung P steht für Phosphor, K für Kalium und N steht für Stickstoff. Moment, N ist die Abkürzung für Stickstoff, sind wir high? Nein, das N bezieht sich auf das lateinische Wort Nitrogenium. Auf handelsüblichen Düngemittelverpackungen finden sich in der Regel drei Kennzahlen: sie beziehen sich auf das Verhältnis von N, P und K (immer in dieser Reihenfolge). Das Verhältnis ist wichtig, da Cannabispflanzen unterschiedlich hohe Nährstofflevel benötigen, je nachdem, in welchem Stadium ihres Wachstumszyklus sie sich gerade befinden.

Welche Düngemittel werden für die verschiedenen Stadien benötigt?

Während der Vegetationsphase benötigen Cannabispflanzen viel Stickstoff, der die reichliche Entwicklung gesunder Blätter und Stängel fördert, und einen mittleren Phosphorgehalt, der für ein gutes Wurzelsystem notwendig ist. Dieses Programm sollte in den ersten Wochen der Blütezeit fortgesetzt werden, da gerade während der Dehnungspahse ein erhöhter Stickstoffbedarf besteht. Sobald die Blütephase richtig angelaufen ist, sollte der Stickstoffgehalt niedrig gehalten und der Phosphorgehalt erhöht werden, da Phosphor auch wichtig für eine reichhaltige Blütenproduktion ist. Kalium wird in allen Wachstumsstadien gebraucht, wobei während der Blütezeit besonders hohe Konzentrationen benötigt werden – am besten doppelt so hoch wie die des Stickstoffs. Allgemein gesprochen kann man sagen, dass Phosphor die Anzahl der Buds erhöht, während Kalium ihre Masse und ihr Gewicht verbessert.

Wo kommen diese Nährstoffe im Alltag vor?

Für Growing-Anfänger ist offensichtlich die einfachste Lösung, zwei Flaschen Cannabis-Dünger im Growshop zu kaufen, eine für die Vegetationphase und eine für die Blütephase. Es gibt jedoch verschiedene Gründe, warum dies nicht immer möglich oder wünschenswert ist. Was sind also die Alternativen für diejenigen, die ihren eigenen Dünger herstellen wollen? Danach muss man tatsächlich nicht lange suchen, denn in Form von Küchenabfällen und sogar menschlichem Urin wird man bereits in den eigenen vier Wänden fündig! Nachfolgend haben wir eine Liste alltäglicher Gebrauchsgegenstände und der darin enthaltenen Nährstoffe zusammengestellt. Feststoffe wirken am besten, wenn sie in kleine Stücke geschnitten und in feuchter Erde eingegraben werden, entweder vor dem Pflanzen der Setzlinge oder beim Umtopfen der Pflanzen in größere Behälter. Flüssigkeiten können mit Wasser verdünnt und als Flüssigdünger verwendet werden.

Eine Infografik, die den Prozess der individuellen Düngerherstellung aufzeigt. Das Bild wird horizontal durch eine dünne grüne Linie geteilt. In der Bildmitte steht ein rotes „N“ mit dem Wort „Stickstoff“ darunter, ein grünes „P“ mit „Phosphor“ darunter und ein „K“ mit „Kalium“ darunter. Auf beiden Seiten des Bildes befindet sich ein großer grüner Pfeil, der nach unten zeigt. Die linke Seite zeigt die frühen Stadien einer Cannabispflanze, während die rechte Seite eine Cannabispflanze in der Blüte zeigt. Die linke Seite des Bildes zeigt eine Gießkanne mit farbigen Ringen, die ihren Körper bilden. Es sind zwei gelbe Ringe, ein grüner und drei rote. Unterhalb der Gießkanne befinden sich Icons für Kaffeebohnen und ein Becher mit Urin. Auf der rechten Seite des Bildes wird die Gießkanne durch zwei hellblaue Ringe, zwei gelbe, einen grünen und einen roten Ring geteilt. Unterhalb der Gießkanne befinden sich Icons für Bananen und Spinat.

1. Kaffeesatz

Kaffeesatz ist reich an Stickstoff und enthält auch nicht unbedeutende Mengen an Kalium und Phosphor. Eine einfache und günstige Möglichkeit, ihre Pflanzen während der Vegetationsphase zu versorgen.

2. Bananenschalen

Bananenschalen enthalten eine Menge Phosphor und Kalium, was für die Blütephase extrem wichtig ist. Außerdem enthalten sie Kalzium und andere Mineralstoffe, die Cannabispflanzen guttun.

3. Bohnenwasser und Bohnen

Das Wasser, in dem weiße und schwarze Bohnen, Linsen und Dicke Bohnen eingelegt sind, auch Aquafaba genannt, ist eine großartige Kalium-Quelle, genau wie die Hülsenfrüchte selbst.

4. Kochwasser von Gemüse (insbesondere Spinat)

Beim Dämpfen oder Kochen von Spinat (und vieler anderer Gemüsesorten), wird eine große Menge der im Gemüse enthaltenen Nährstoffe ins Kochwasser abgegeben. Einmal abgekühlt, kann man dieses an Kalium, Calcium und Eisen reiche Wasser zum Gießen nutzen.

5. Urin

Frischer menschlicher Urin ist eine tadellose und ungiftige Stickstoff-, Phosphor- und Kalium-Quelle.

Besonders der Stickstoffgehalt ist hoch, sodass man Urin hervorragend als Dünger für die Vegetationsphase nutzen kann. Achtung: Urin sollte vor der Verwendung als Dünger ordentlich verdünnt werden – in seiner reinen Form sollte er mit Pflanzen nicht in Berührung kommen.

Eine andere großartige Möglichkeit, um Ihre Cannabispflanze biologisch zu düngen, ist die Herstellung von Kompost-Tee. Das ist zwar ein wenig komplizierter, als alle möglichen Küchenabfälle in der Pflanzenerde zu verbuddeln, führt aber auch zu noch besseren Erträgen.

Mit welchen Substraten können solche Dünger genutzt werden?

Wenn man in Coco, Steinwolle oder anderen reaktionsträgen Substraten anbaut, müssen alle Nährstoffe vom Grower bereitgestellt werden. Es kann recht heikel sein, die richtige Mischung zu finden, weshalb zahlreiche Dünger im Handel erhältlich sind, die sicherstellen, dass die Pflanzen alles bekommen, was sie benötigen. Wenn hydroponische Bewässerungssysteme verwendet werden, sollte man sich ebenfalls an die speziellen Düngemittel halten, die extra für derartige Anbaumethoden bestimmt sind. Die Verwendung von hausgemachten Düngemitteln in Hydrokultursystemen schafft unweigerlich mehr Problemen als sie löst, da Schläuche verstopfen und unerwünschte, schädliche Bakterien den Düngerbehälter verseuchen können. Erdboden hingegen ist da weitaus verzeihender und eignet sich für die Düngung mit organischen Substanzen besonders gut. Beachtet werden sollte aber unbedingt, dass der Boden ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird.

Wir hoffen, dass Ihnen diese grundlegenden Anfängertipps für die Herstellung von biologischem  Dünger gefallen haben. Haben Sie noch weitere Tipps, die nicht in diesem Text erwähnt wurden? Dann lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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