by Seshata on 12/12/2014 | Anbau

Wie topft man eine Cannabispflanze um

Anbau Das Umpflanzen ist ein Vorgang, bei dem die Pflanzen in neue, größere Töpfe gesetzt werden. Man muss dazu sagen, dass beim Umtopfen etwas Vorsicht geboten ist; für Anfänger kann es zunächst schwierig sein, dabei alles richtig zu machen.


Dieser Leitfaden erläutert, warum, wann und wie Sie Ihre Cannabis-Pflanzen bei Anbauverfahren mit Erde und solchen, bei denen ein Kokossubstrat oder ein erdloses Substrat verwendet wird umtopfen müssen.

Warum müssen Cannabispflanzen umgetopft werden?

Wenn die Pflanzen noch klein sind, sorgt ein kleinerer Topf dafür, dass ihre Wurzeln gleichmäßig wachsen und dass sie kürzer, dichter und gleichmäßig lang werden. Dadurch wird der Topf gut ausgefüllt und die größtmögliche Menge an Erde genutzt.

Ein kleinerer Topf verhindert zugleich eine übermäßige Bewässerung; zu große Töpfe können einen Fäulnisvorgang auslösen, weil mehr Wasser im Topf verbleiben kann, als die noch kleinen Wurzeln aufnehmen können.

Wie topft man eine Cannabispflanze um

Nach einiger Zeit wird die Pflanze dann aber zu groß für den kleinen Topf, sodass ihr Wachstum langsamer wird und zum Stillstand kommt, wenn sie nicht einen größeren Topf mit mehr Erde bekommt, in dem sich ihre Wurzeln ausdehnen können. Wenn kein weiterer Platz für die Wurzeln mehr da ist, spricht man von einer “Wurzelbegrenzung” der Pflanze.

Daher sollte das Umtopfen der Pflanzen während der Wachstumsphase stufenweise in größere Töpfe so erfolgen, dass einerseits das Wachstum kurzer, dichter Wurzeln gefördert wird, andererseits aber immer genügend Wasser und Nährstoffe vorhanden sind.

Wann müssen Cannabispflanzen umgetopft werden?

Sie werden an Ihren Cannabis-Pflanzen erkennen, wann sie umgetopft werden müssen. Ihre Pflanzen beginnen damit, aus dem Topf herauszuwachsen und müssen sehr oft bewässert werden, wobei der Wasservorrat oft schon wenige Stunden nach der letzten Wassergabe aufgebraucht ist. Sie welken auch leichter, wenn sie zu lange kein Wasser mehr bekommen haben.

Wie topft man eine Cannabispflanze um

Wenn der Anbau in einem warmen, sonnigen Klima im Freiland erfolgt (oder in geschlossenen Räumen bei intensiver Beleuchtung), ist das Umpflanzen wegen des starken Wachstums der Pflanzen relativ häufig erforderlich. Beim Anbau in geschlossenen Räumen erfolgt das Umtopfen typischerweise einmal pro Woche, wobei die Häufigkeit auf einmal alle zwei Wochen zurückgeht, wenn die Pflanzen größer werden und die Blütephase näher rückt.

In gewissem Umfang können Sie auch selbst entscheiden, wie oft Sie Ihre Pflanzen umtopfen, je nach Dauer der Anbausaison (eher für den Freilandanbau relevant) oder nach dem verfügbaren Platz (dieser wird oft zum Problem beim Anbau in geschlossenen Räumen). Solange Ihre Pflanze genügend lange Tageslicht erhält, wird sie ihr Größenwachstum fortsetzen, wenn sie genügend Platz dazu hat.

Wie müssen Cannabispflanzen umgetopft werden?

Das Umtopfen von Cannabispflanzen ist einfach, aber zugleich ist Vorsicht geboten, damit die empfindlichen Wurzeln und Stengel nicht beschädigt werden. Zuerst müssen Sie neue Töpfe beschaffen, die ein Stück größer sind als die derzeitigen.

Normalerweise verwendet man zunächst kleine Töpfe mit einem Volumen von einem Liter oder weniger (der Durchmesser liegt normalerweise bei 8 bis 15 cm). Ein Topf mit zwei Litern Fassungsvermögen (Durchmesser normalerweise 15 bis 20 cm) ist die nächste Stufe, gefolgt von 4 Litern, 10 Litern und schließlich 15 oder sogar 20 Litern. Wer den Anbau in geschlossenen Räumen betreibt, hört meistens aus Platzgründen bei einer Topfgröße zwischen 10 und 20 Litern auf.

Wie topft man eine Cannabispflanze um

 

Füllen Sie den neuen Topf zur Hälfte mit Erde oder einem erdlosen Substrat, und zwar so, dass der vorhandene Wurzelballen leicht hineinpasst. Drücken Sie die Erde leicht an, um eine feste Konsistenz zu erreichen, bei der Wasser gut ablaufen kann.

Nehmen Sie dann die Pflanze und halten Sie diese am unteren Ende des Stengels gut fest, während Sie mit der anderen Hand den Topf am Boden anfassen. Halten Sie dann den Topf mit dem Boden nach oben. Hierbei kann Schmutz entstehen, wenn sich lose Erde darin befindet. Daher sollte dieser Schritt möglichst nur draußen oder unter Verwendung einer Kunststoffunterlage durchgeführt werden.

Klopfen Sie mit einer Hand leicht auf den Boden des Topfes, während Sie die Pflanze mit der anderen Hand vorsichtig herausziehen. Wenn alles gut geht, kommt die Pflanze leicht und ohne großen Widerstand aus dem Topf heraus.

Der Wurzelballen (der die Form des alten Topfes halten sollte) muss dann in den neuen Topf eingesetzt werden. Fügen Sie rund um den Wurzelballen neue Erde hinzu, und drücken Sie sie fest, damit der Ballen festen Halt hat.

Weitere Punkte, die beim Umpflanzen zu bedenken sind

Um den Stress beim Umtopfen zu minimieren, empfehlen manche Grower, die Pflanzen vorher 24 Stunden nicht zu wässern. Es ist zwar nicht ideal, wenn der Boden zu trocken wird, aber wenn er zu nass ist, kann er leichter auseinanderbrechen, sodass die Wurzeln durcheinander geraten.

Nach dem Umpflanzen bewässern manche Grower die Pflanzen mit einer Nährlösung, die nur die Hälfte oder zwei Drittel der üblichen Nährstoffdosis enthält. Einige Anbauer reduzieren auch die Lichtintensität etwas, um den Pflanzen eine weniger Stress auslösende Umgebung zu bieten.

Die meisten Cannabis-Pflanzen sind aber robust genug, um ein Umtopfen auszuhalten, ohne dabei zu viel Stress zu erleiden, und benötigen daher keine andere Behandlung als sonst auch. Aber einige Sorten können empfindlicher sind als andere, und wenn die Cannabis-Pflanzen noch sehr klein sind, sind sie unabhängig von der Sorte sehr empfindlich. Wenn Sie den hier beschriebenen Schritten folgen, ist sichergestellt, dass Sie diesen Vorgang so stressfrei wie möglich absolvieren, nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für Sie selbst.

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