Women of Cannabis Teil 1: Die Kuratorin und die Fotografin

Women of Cannabis Das Hash Marihuana & Hemp Museum beherbergt bis zum 23. September 2018 die Ausstellung „We Are Mary Jane: Women of Cannabis“. In diesen Video-Interviews spricht Sensi Seeds mit der Ausstellungskuratorin Simone Badoux und der Fotografin Maria Cavali über ihre Einflüsse, Erfahrungen und Beobachtungen als Frauen in der Welt des Cannabis.

Simone Badoux arbeitet seit Anfang 2017 als Assistant Manager für das Hash Marihuana & Hemp Museum. Sie hat die Ausstellungen „The Pope Smokes Dope“ und „Cannabis Cuisine“ mitkuratiert, die sowohl in Amsterdam als auch in Barcelona sehr erfolgreich waren und auch auf diversen Festivals in Spanien und den Niederlanden gezeigt wurden.

Simone ist für das Konzept von „We Are Mary Jane: Women of Cannabis“ verantwortlich, der ersten Ausstellung des Museums, die die Frauen an der vordersten Front der Cannabisszene hervorhebt.

Die Ausstellung kommt in dieser aufregenden Zeit für die Emanzipation gerade recht: die vierte Welle des Feminismus, eine Bewegung mit dem Fokus auf Gleichberechtigung und Geschlechterrollen, welche die früher noch nicht verfügbaren Kommunikationskanäle der sozialen Netzwerke nutzt, um ihre Botschaften zu verbreiten, ist längst ins Rollen gekommen.

Die Welt des Cannabis – mitsamt ihren Growern, Konsumenten, Liebhabern, Züchtern, Historikern, Forschern und Innovatoren – kann als ein Mikrokosmos der Gesellschaft als Ganzes betrachtet werden. Die patriarchalische Kontrolle durch die Wirtschaft ist in beiden Fällen sichtbar, wobei die in der Ausstellung befragten Frauen alle die traditionelle Rolle des Mannes als Verkäufer erwähnen, sei es nun in Coffeeshops oder inoffiziell.

Frauen, ob gewollt oder durch Mangel an Möglichkeiten, sind in der Vergangenheit eher im Hintergrund geblieben. Aktuell findet jedoch eine Verschiebung statt.

Die Samen der Coffeeshop-Kultur wurden von Frauen gesät

Der allgemeine Konsens scheint zu sein, dass sich im Zuge der vielerorts aufgeweichten Cannabis-Gesetzgebungen und dem damit legaleren und sichereren Umfeld Frauen nun eher trauen, in den Vordergrund zu treten. Dies ist derzeit besonders in den USA sichtbar und hat dazu geführt, dass mehr Frauen in Führungspositionen bei aufstrebenden Cannabisunternehmen tätig sind als in allen anderen Unternehmen zusammen. Die Wurzeln liegen aber auch in Europa, wo Frauen wie Mila Jansen den Grundstein für die Coffeeshop-Kultur gelegt haben, die Amsterdam und die Niederlande geprägt hat.

Die Ausstellung „We Are Mary Jane: Women of Cannabis“ untersucht sowohl die Errungenschaften der Frauen, die heute in der Cannabisindustrie tätig sind, als auch die 4000-jährige Geschichte der Cannabis-Frauen.

In diesem Videointerview spricht Simone über ihre Motivation und Inspiration für die Gestaltung der Ausstellung, ihren Hintergrund in der Genderforschung und ihre persönliche Erfahrung als Frau, die in der Cannabisindustrie arbeitet.

Die vielfältige Macht der Frauen, die Cannabis konsumieren

Das Video enthält auch ein Interview mit Maria Cavali, der Fotografin hinter den wunderschönen Porträts kiffender Frauen in verschiedenen Coffeeshops, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind.

Im Gegensatz zu Simone Badoux bezeichnet sich Maria Cavali nicht als Feministin, doch ihre Ansichten über das Potenzial einer Frauenbewegung sind zum Teil dadurch geprägt, dass sie kürzlich Mutter geworden ist und Schwierigkeiten hat, Elternschaft, Arbeit und Familienleben in Einklang zu bringen. Ihren Porträts gelingt es, die Stärke, das Mysterium und die vielfältige Macht von Frauen einzufangen, die Cannabis konsumieren.

Jeder, der diese Ausstellung besucht, kann gewinnbringende Erfahrungen mitnehmen. Ob es sich nun um neue Einsichten handelt oder die Bestätigung des Wissens, dass Frauen der Cannabisindustrie im Laufe ihrer Geschichte den eigenen Stempel aufgedrückt haben: die Ausstellung „We Are Mary Jane: Women of Cannabis“ wird Sie ermutigen, Ihre weibliche Seite zu feiern.

Demnächst – Interviews mit weiteren „Women of Cannabis“, einschließlich Hash-Queen Mila Jansen. Bleiben Sie am Ball!

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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