by Olivier on 28/05/2018 | Anbau

Cannabis im Gewächshaus anbauen

Gewächshaus Dem Cannabisanbau im Gewächshaus gehört die Zukunft! Nur so lassen sich die Vorteile der Outdoor- und Indoor-Zucht kombinieren. Der Anbau gestaltet sich sicherer, berechenbarer und einfacher als im Freien. Zudem spart man viel Energie, was nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt freut.


In regelmäßigen Abständen berichten Medien von Razzien in der Cannabisszene. Meist geht es um kommerziell betriebene Indoor-Plantagen, die von der Polizei ausgehoben werden. Der Prohibition ist es zu verdanken, dass Cannabis heute mit düsteren Lagerhäusern und stromfressenden Leuchtmitteln in Verbindung gebracht wird.

Doch keine Lampe dieser Welt kann es mit der Kraft der Sonne aufnehmen. In nur einer Stunde treffen 430 Trillionen Joule Sonnenenergie auf die Erde. Zur Erinnerung: Das ist eine 430 mit 18 Nullen! Theoretisch könnte damit der weltweite Energiebedarf für ein gesamtes Jahr gedeckt werden.

In einem Gewächshaus wird das natürliche Sonnenlicht genutzt, welches im Hinblick auf die Lichtintensität und das Lichtspektrum jeder Lampe überlegen ist. Kein Wunder also boomen Gewächshäuser – von Kalifornien bis Israel setzen Züchter auf diese nachhaltige Form des Cannabisanbaus.

Kein Leben ohne Treibhauseffekt

Die Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Sauerstoff, Stickstoff und Argon, die auch als Treibhausgase bezeichnet werden. Sie wirken als Schutzschild für die Erde und sorgen für stabile, lebensfreundliche Temperaturen.

Ein Gewächshaus funktioniert genau gleich: Licht dringt durch das Fensterglas und wird in Form von Wärme gespeichert. Entsprechend werden die Begriffe Gewächshaus und Treibhaus synonym verwendet.

Die Vorteile eines Gewächshauses

Cannabis im Gewächshaus anbauen

Wer Cannabis anbauen will, braucht vor allem eins: Licht. Ganz viel Licht. Und was wäre dafür besser geeignet als ein Gewächshaus mit einem transparenten Dach? Für stabile Temperaturen sorgt der Treibhauseffekt.

Cannabis mag es warm, aber nicht zu heiß. Idealerweise liegt die Temperatur in einem Gewächshaus zwischen 21 bis 25 Grad Celsius. Weil es in einem Treibhaus schnell wärmer werden kann, empfiehlt sich ein Belüftungssystem aus einem oder mehreren Ventilatoren. Im gleichen Zug können zusätzliche Leuchten und Heizkörper installiert werden.

Das flexible Mikroklima eines Gewächshauses bietet gleich mehrere Vorteile: So kann der Züchter in den Lebenszyklus von Cannabis eingreifen und beispielsweise die Vegetationsphase verlängern. Cannabis lässt sich früher anpflanzen und später ernten. Theoretisch sind mehrere Ernten pro Jahr möglich – ein Vorteil, der typischerweise mit der Indoor-Zucht assoziiert wird. Im Gegensatz zu einem Growroom bleiben die Energiekosten aber tief.

Ein Gewächshaus bietet nicht nur Schutz vor Wind und Wetter, sondern auch vor Einbrechern, Dieben und Schädlingen.

Die Nachteile eines Gewächshauses

Cannabis im Gewächshaus anbauen

Wer Cannabis in einem Gewächshaus anbauen will, muss über genügend Platz und einen geeigneten Standort verfügen. Optimal ist eine Platzierung in südlicher oder westlicher Richtung.

Ein einfaches Gewächshaus kostet wenig, will man aber die Vorteile eines Mikroklimas nutzen, sind in der Regel zusätzliche Leuchten, Lüfter, Heizungen und ein geeignetes Verdunklungssystem nötig. Sollen diese Funktionen auch noch automatisiert werden, bewegen sich die Kosten schnell auf dem gleichen Niveau wie bei einer Indoor-Anlage.

Unerwünschter Geruch kann ein Problem sein. Abhilfe versprechen Aktivkohlefilter, die in Kombination mit Ventilatoren genutzt werden können. Im Gegensatz zum Indoor-Anbau bleibt ihre Wirkung aber beschränkt.

Tipps für den Cannabisanbau im Gewächshaus

Egal ob drinnen, draußen oder im Gewächshaus: Hochwertige Samen sind ein Muss! Sie bilden die Grundlage für jeden erfolgreichen Anbau.

Grundsätzlich lassen sich in einem Gewächshaus alle Cannabissorten anpflanzen. Selbst spätblühende Sativas, die im nasskalten Europa zu Schimmel neigen, gedeihen prächtig. Geschützt vor Wind und Regen haben sie genügend Zeit vollständig auszublühen. Denken Sie daran, dass einige Sativa-Sorten sehr hoch wachsen, entsprechend muss das Gewächshaus genug Platz bieten. Wenn das nicht der Fall ist, könnten kräftigere, buschige Indicas die bessere Wahl sein.

Sie lassen sich auch einfacher zwischen anderen Pflanzen verstecken, Tomaten etwa sind dafür perfekt geeignet. Und hier noch ein Tipp für alle, die ihren Grow vor fremden Blicken schützen wollen: Weiße Schattierungsfarbe verwenden. Sie schützt die Pflanzen zusätzlich vor zu viel Hitze. Neuere Polycarbonat-Gewächshäuser sind nicht durchsichtig, in solchen Fällen ist keine Farbe nötig.

Pflanzen in Töpfen brauchen regelmäßig Wasser und Dünger. Wachsen sie direkt in der Erde, kann der Pflegeaufwand minimiert werden. In beiden Fällen sollte die Erde jedes Jahr erneuert werden.

Auch Hydrokulturen sind in Gewächshäusern möglich, sie eignen sich aber nur für erfahrene oder kommerzielle Züchter.

Treibhäuser müssen regelmäßig gereinigt werden, ansonsten können auch hier Krankheiten und Schädlinge Einzug erhalten.

Welches Treibhaus ist das richtige?

Von selbstgebauten Konstruktionen bis zu vollautomatisierten Glaspalästen – für jeden Geldbeutel gibt es ein passendes Gewächshaus. Grundsätzlich lassen sich drei verschiedene Arten unterscheiden:

  1. Ein angebautes Gewächshaus wird an einem Haus, einer Garage oder einer Wand festgemacht. Es braucht wenig Platz und kann bei Bedarf auch als Wintergarten genutzt werden. Weil es sich um eine Erweiterung eines bestehenden Gebäudes handelt, bleiben die Materialkosten tief.
  2. Wenn genug Platz vorhanden ist, kommt ein freistehendes Gewächshaus in Frage. Aus Holz, Kunststoff oder Leichtmetall lässt sich relativ leicht eine geeignete Konstruktion aufbauen, die mit einem transparenten Material bedeckt werden kann. Selbstverständlich sind auf dem Markt auch fertige Gewächshäuser erhältlich. Sie werden in Form von Bausätzen geliefert und bestehen meist aus Holz oder pulverbeschichteten Profilen.
  3. Im kommerziellen Bereich existieren verbundene Gewächshäuser. In der Regel wird für jede Lebensphase der Pflanze ein geeigneter Raum eingerichtet. Für eine optimale Bewässerung und Nährstoffzufuhr sorgen automatisierte Systeme.

Vom Schatten ins Licht

Die Prohibition zwang den Anbau nach drinnen, doch mittlerweile hat Cannabis seinen Platz an der Sonne gefunden. Bereits heute stammt ein Großteil des Cannabis, das in Europa und Nordamerika konsumiert wird, aus Gewächshäusern.

Gewächshäuser stellen die günstigste, effektivste und umweltfreundlichste Möglichkeit dar, Cannabis von gleichbleibend hoher Qualität zu produzieren. Davon profitieren nicht nur kommerzielle Betriebe, sondern auch Cannabis-Patienten und Freizeitkonsumenten. Eins scheint klar: Cannabis aus Gewächshäusern gehört die Zukunft!

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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