by Seshata on 12/03/2015 | Anbau

Cannabis Outdoor Grow: Im Topf oder im Boden?

Tipps Es gibt mehrere Methoden für den Cannabis Anbau im Freiland. Einige Anbauer bevorzugen die Aussaat oder das Auspflanzen von Sämlingen im offenen Boden, während andere es vorziehen, ihre Pflanzen in Pflanzgefäßen oder Töpfen zu ziehen. Wir beleuchten heute einmal kurz die Vor- und Nachteile jeder dieser Methoden.


Cannabis outdoor grow in Töpfen

Vorteile:

1 – Zu den evidenten Vorteilen des Freilandanbaus in Töpfen gehört, dass man die Pflanzen darin leicht transportieren kann. Das verschafft dem Anbauer einen Grad an Flexibilität, der beim Anbau im offenen Boden einfach nicht möglich ist.

Lebt man beispielsweise in einer Gegend, in der von Zeit zu Zeit Unwetter auftreten, kann die Möglichkeit, die Pflanzen an einen geschützten Ort zu bringen, einen riesigen Vorteil bedeuten. Die Pflanzen bei Sturm oder orkanartigem Wind, Schlagregen oder Graupel oder golfball-großen Hagelkörnern ihrem Schicksal überlassen zu müssen, kann zum Desaster werden, und Monate harter Arbeit können in einer Nacht zunichte gemacht werden.

Und wenn man den Anbau in einer Jahreszeit betreibt, in der die Tageslichtstunden nicht optimal sind, kann der Umzug der Pflanzen in einen künstlich beleuchteten Raum (oder umgekehrt in einen abgedunkelten Raum, wenn die Tage draußen zu lang sind, um die Blüte auszulösen) den Unterschied zwischen einer guten Ernte und einem vollständigen Ausfall bedeuten.

2 – Ein weiterer Vorteil des Cannabis Freilandanbaus in Töpfen ist die Möglichkeit, das Wachstum und die Größe der Pflanzen steuern zu können, was sehr vorteilhaft sein kann, wenn Geheimhaltung ein wichtiges Thema ist.

Einige Cannabissorten (insbesondere Sativas und sativa-dominante Hybridsorten) können leicht zwei Meter Höhe erreichen, was dazu führt, dass die Pflanzen leicht gesehen und identifiziert werden können, wenn neugierige Nachbarn sich dafür interessieren.

Werden die Pflanzen in Töpfen gehalten, stellen sie ihr vegetatives Wachstum ein, wenn die Wurzeln den darin vorhandenen Platz für eine weitere Ausdehnung ausgeschöpft haben.

3 – Der dritte Vorteil des Cannabis Outdoor Grow in Töpfen ist die Möglichkeit, die Einheitlichkeit und Qualität des Anzuchtmediums steuern und eventuell auftretende Probleme durch ein einfaches Umpflanzen in einen neuen Topf mit neuem Boden beheben zu können.

Cannabis Outdoor Grow: Im Topf oder im Boden?

Man kann dabei sicher sein, dass die Töpfe nur das enthalten, was man selbst hineingegeben hat und dass keine Vermischung mit natürlichem Boden stattgefunden hat. Das kann in gewissem Maße auch eine Möglichkeit zur Bekämpfung von Schädlingen und Bakterien sein, auch wenn eine vollständige Kontrolle diesbezüglich in einer Freilandumgebung nur schwer möglich ist.

Nachteile:

1 – Andererseits kann der Anbau der Pflanzen in Töpfen auch gerade deshalb keine wünschenswerte Option sein, weil er das mögliche Wachstum und damit die potentielle Erntemenge beschränkt und die Gesundheit der Pflanzen insgesamt schwächt. Es gibt zwar auch sehr große Töpfe für den Freilandanbau, aber wer das Potential von Pflanzen mit starkem Wachstum voll ausschöpfen will, für den ist jede Begrenzung des verfügbaren Bodens der falsche Weg.

2 – Ein mögliches anderes Problem ist der Umstand, dass Cannabis Pflanzen in Töpfen transportabel sind – das ist zwar der entscheidende Vorteil für viele Freiland-Anbauer, die ihre Pflanzen so nötigenfalls in Innenräume oder in ein Gewächshaus schaffen können; aber wenn man die Pflanzen einfach nehmen und wegtragen kann, heißt das, dass weniger wohlgesonnene Personen das auch tun können.

Wenn die Anbaufläche abgelegen ist und nur ein geringes Risiko besteht, dass Passanten die Pflanzen entdecken, mag das kein Thema sein, aber für viele Anbauer, die nur über einen Garten hinter dem Haus im Dorf oder in der Stadt verfügen, ist das eine sehr reale Besorgnis.

3 – Ein weiterer möglicher Nachteil ist die Notwendigkeit einer sehr regelmäßigen und präzisen Pflege, wenn die Cannabis Pflanzen in Töpfen wachsen. Das manuelle Gießen ist dabei normalerweise unverzichtbar, denn auch wenn die Töpfe so stehen, dass sie vom Regenwasser erreicht werden, haben die Pflanzen darin keinen Zugang zum Grundwasser bzw. zur natürlichen Bodenfeuchte, die bei Pflanzen, die im offenen Boden wachsen, eine zusätzliche Bewässerung ganz überflüssig machen kann.

 

Cannabis Outdoor Grow: Im Topf oder im Boden?

Cannabis Outdoor Grow im offenen Boden

Vorteile:

1 – Der evidente Vorteil der Aussaat oder des Auspflanzens von Sämlingen in den offenen Boden ist die Tatsache, dass die Pflanzen dadurch den vollen, unbeschränkten Zugang zu allen Nährstoffen und aller Bodenfeuchtigkeit haben, die von den Wurzeln erreicht werden können. Da die Wurzeln in der Lage sind, frei nach unten zu wachsen, können sie den gesamten Wasserbedarf der Pflanze schon aus dem Grundwasser decken.

Dadurch ist sichergestellt, dass die Pflanzen ihr volles Potential erreichen können, was Höhe, Stärke und eventuellen Ernteertrag angeht. Dadurch reduziert sich auch der Aufwand für die Pflege. Wird ein „Guerilla Grow“ an einem Standort betrieben, der nicht täglich und einfach zugänglich ist, wird der offene Boden oft genau aus diesem Grund bevorzugt.

2 – Ein weiterer potentieller Vorteil des Anbaus im offenen Boden sind die geringeren Anlaufkosten. Selbst wenn der Kauf von Töpfen normalerweise nicht dazu nötigt, das Konto zu überziehen, sind geringe Betriebskosten generell eine gute Sache, vom kleinsten Hobbygärtner bis zur größten illegalen Anlage.

Kalkuliert man jedoch den Umstand ein, dass beim Anbau in Töpfen während des gesamten Anbauzyklus der Pflanze normalerweise mehrere Umtopfaktionen in immer größere Töpfe notwendig sind, können schon die Kosten für die Töpfe einen größeren Betrag ausmachen, der bei einem großen Anbau auch durchaus in die Tausende gehen kann.

Cannabis Outdoor Grow: Im Topf oder im Boden?

Nachteile:

1 – Natürlich bedeutet der Anbau im offenen Boden, dass die Pflanzen nicht transportabel sind, was im Hinblick auf das Diebstahlrisiko ein Vorteil ist, zugleich aber ein großer Nachteil sein kann.

Nicht transportable Pflanzen führen dazu, dass der Anbau den Unbilden der Witterung ausgesetzt ist. Kommt es zu Gewitter, Sturm oder Überflutungen, kann es daher sein, dass die Pflanzen das nicht überleben, sofern man nicht in der Lage ist, einen Windschutz oder Drahtkäfige aufzubauen, um die Pflanzen wenigstens vor den schlimmsten Wetterbedingungen zu schützen.

2 – Außerdem können im offenen Boden angebaute und dadurch nicht transportable Pflanzen nur in der geeigneten Jahreszeit angebaut werden. Denn sie können eben nicht in einen besser beleuchteten oder gut abgedunkelten Raum gebracht werden, wenn das natürliche Tageslicht sie von der Blüte abhält oder für ein kräftiges Wachstum nicht ausreichend ist.

3 – Ein weiterer Punkt, der beim Anbau im offenen Boden große Sorgen bereiten kann, ist die Qualität und Einheitlichkeit dieses Bodens. Die meisten Anbauer, die sich für diese Methode entscheiden, achten sehr darauf, dass der Boden für die Pflanzen gut geeignet ist, was Entwässerung, Konsistenz und pH-Werte angeht, und mischen aus diesem Grund oft Zusatzstoffe wie Kalk (zur Anhebung des pH-Wertes), Sand (zur Verbesserung des Wasserablaufs) oder Kompost (zur Erhöhung der verfügbaren Nährstoffe) bei.

Wenn es keine unüberwindbare Sperre zwischen dem für die Pflanzen vorgesehenen Boden und dem natürlichen Boden gibt, können diese Maßnahmen aber auch eine vergebliche Mühe sein, z. B. dann, wenn der Boden durch den Wasserablauf von landwirtschaftlich genutzten Flächen mit toxischen Chemikalien verseucht wird.

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Dr.Greenthumb

Sehr gut geschriebener Blog.

13/04/2019

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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