by Seshata on 17/04/2015 | Anbau

Outdoor-Anleitung: Forcierung der Blüte

Anleitung Der Outdoor-Anbau kann in Bezug auf das Timing knifflig sein. Wenn Sie den falschen Zeitpunkt wählen - oder wenn Sie aufgrund des Klimas Ihrer Region schlichtweg zu wenig Zeit haben, um der Natur ihren Lauf zu lassen -, dann müssen Sie womöglich mit drastischen Ernteeinbußen oder gar mit einem Totalausfall rechnen.  Hier stellen wir Ihnen einige hilfreiche Tipps zur Verfügung, wie Sie unabhängig von Ihrem Standort für eine gute Ernte sorgen können.


Warum soll ich die Blüte bei meinem Cannabis forcieren?

Durch die Forcierung der Cannabisblüte lässt sich auf einfache Weise sicherstellen, dass Ihre Outdoor– oder Gewächshauspflanzen lange genug blühen können, um ihren Wachstumszyklus abzuschließen, bevor die Winterkälte einsetzt und kürzere Tage mit schwächerem Sonnenlicht mitbringt.

Gerade in den nördlichen, kühl-gemäßigten Klimazonen der nördlichen Hemisphäre (sowie in den entsprechenden südlichen Zonen der südlichen Hemisphäre) reicht die Zeit für die Blüte oft nicht aus: Diese beginnt erst, wenn die Tageslichtstunden weit genug abgenommen haben, und ist oft noch nicht abgeschlossen, wenn der Winterfrost einsetzt. Durch die künstliche, vorzeitige Reduzierung der Tageslichtstunden kann man also die zusätzlichen kurzen Tage erhalten, die zur Erzielung einer Ernte nötig sind.

Die Forcierung der Blüte kann auch für Grower in günstigeren Klimazonen sinnvoll sein, und zwar dann, wenn sie mehrere Ernten pro Jahr produzieren wollen (eine „ewige Ernte“). Manche Züchter sind nämlich in der Lage, zweimal oder mehrmals pro Jahr zu ernten, indem sie ihren Pflanzen mithilfe einer gezielten Strategie das Licht entziehen.

Outdoor-Anleitung: Forcierung der Blüte

Mit dem Anbau der Pflanzen kann beispielsweise im Februar oder März begonnen werden; manche können dann dank der Lichtentzugstechniken im Juni geerntet werden, während man andere bis zum Spätsommer blühen lässt und sie in der Mitte oder gegen Ende des Herbstes erntet.

Wirklich ewige Ernten erreicht man, indem man jede Woche oder alle vierzehn Tage bei ein paar Pflanzen die Blüte einleitet (nachdem sie ein ausreichendes vegetatives Wachstum hinter sich haben), sodass die Erntezeiten ähnlich gestaffelt werden können.

Wann soll ich die Blüte bei meinem Cannabis forcieren?

Wann sich die günstigste Gelegenheit für die Forcierung der Cannabisblüte im Freiland bietet, hängt vor allem von Ihrem Standort ab.  In warmen-gemäßigten und tropischen Regionen kann Cannabis meist nur in einer ganz kurzen Periode des Jahres nicht angebaut werden, sodass Sie lediglich dafür sorgen müssen, dass die Blütezyklen beendet sind, bevor die kalte/nasse Jahreszeit anbricht.

In kühl-gemäßigten Klimazonen wie Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland ist es im Herbst für gewöhnlich zu kalt und feucht, um ein gesundes Blütenwachstum bis Ende September oder Mitte Oktober aufrechtzuerhalten (auch wenn Outdoor-Pflanzen Berichten zufolge in manchen Gegenden bis spät in den November oder gar bis Anfang Dezember blühen, da sich die Klimastrukturen der Jahreszeiten ändern und die Winter milder werden).

Wenn Sie also sicherstellen wollen, dass die Blüte Ihrer Pflanzen rechtzeitig beendet ist, sollten Sie – je nach der Blütezeit der Sorte – Mitte bis Ende Juli mit dem Lichtentzug beginnen.

Natürlich dürfen Ihre Pflanzen nicht erst im September zu blühen beginnen, denn in vielen Teilen Großbritanniens (der NIederlande und Deutschlands) kann das ein sehr feuchter und windiger Monat sein. In manchen Fällen empfiehlt es sich, die Forcierung der Blüte schon Mitte Juni oder Anfang Juli einzuleiten. Dann haben Ihre Pflanzen sowohl für ihr vegetatives Wachstum als auch für die Beendigung der Blüte genügend Zeit.

Mit dem Anbau der Pflanzen sollten Sie immer in Innenräumen beginnen, insbesondere in Regionen mit kühlen Frühlingstemperaturen.

Wie soll ich die Blüte bei meinem Cannabis forcieren?

Es gibt mehrere Möglichkeiten des Lichtentzugs für Ihre Cannabispflanzen, die von verschiedenen Faktoren abhängig sind – die Höhe und Anzahl Ihrer Pflanzen, ob Sie ausschließlich im Freiland oder in einem Gewächshaus anbauen und wie viel Zeit und Geld Sie in Ihre Anbaufläche investieren möchten.

Das Grundkonzept besteht darin, Ihre Pflanzen mit einem lichtundurchlässigen Material zu bedecken, das jedoch die Zirkulation von frischer Luft ermöglichen muss. In manchen Fällen kann es ratsam sein, Ventilatoren zu installieren, um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten.

Outdoor-Anleitung: Forcierung der Blüte

Wenn Sie allerdings nur einige Pflanzen auf Ihrem Balkon oder Garten anbauen, ist es am einfachsten, preiswerte, leichte Gestelle aus Holzstangen zu bauen und sie mit undurchsichtigem, vorzugsweise atmungsaktivem Material zu bedecken; diese Gestelle können nachts über den Pflanzen angebracht werden, sodass sie wirklich jede Nacht zwölf Stunden im Dunkeln verbringen.

Sie können auch relativ preisgünstige lichtundurchlässige Sinneszelte kaufen, die für Kinder mit Autismus und ähnlichen Krankheiten entworfen wurden, und sie zu Hüllen für Ihre Pflanzen umarbeiten.

Züchter, die in größerem Stil oder im Gewächshaus anbauen, benötigen andere Methoden. Outdoor-Grower können ihre Pflanzen beispielsweise in einen Schuppen stellen, um schon vor Einbruch der Dunkelheit das Tageslicht zu entziehen (wenn Sie glauben, dass Sie Ihre Outdoor-Pflanzen nachts umstellen müssen, damit sie genügend Licht erhalten, müssen Sie sie in tragbaren Containern statt direkt im Boden anbauen), und Gewächshausgrower verwenden einfach Verdunklungsvorhänge, die in Sekundenschnelle zugezogen sind und alle Pflanzen schützen.

Was Sie sonst noch bedenken sollten

Selbstverständlich brauchen Sie die Pflanzen nicht mehr abzudecken und Sie können sie wieder den Naturgewalten überlassen, wenn die natürlichen Nachtstunden auf mindestens zwölf Stunden pro Nacht angestiegen sind. Aber vielleicht möchten Sie Ihre Pflanzen weiterhin abdecken, wenn sie von Lichtverschmutzung betroffen sind (zum Beispiel durch Straßenbeleuchtung) oder wenn unerwartet kaltes oder windiges Wetter einen Schutz vor den Naturgewalten erforderlich macht.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Wenn Sie mit der Forcierung der Blüte beginnen, sollten Sie das Lichtregime strikt einhalten und keinen einzigen Tag auslassen, damit die Pflanzen nicht verwirrt werden und ins vegetative Wachstum zurückfallen.  Sofern es Ihr Budget zulässt, würde es sich anbieten, in automatische Systeme zu investieren.

Outdoor-Anleitung: Forcierung der Blüte

Wenn Sie den richtigen Zeitpunkt wählen, kann Ihnen die Forcierung der Cannabisblüte nicht nur eine erfolgreiche Ernte ohne Einbußen bescheren, sondern auch bessere Erträge liefern.

In kühlen Klimazonen kann der Unterschied in Bezug auf die Temperatur- und Lichtintensität zwischen Spätsommer, Frühherbst (wenn die Pflanzen von Natur aus zu blühen beginnen) und Früh- bis Hochsommer (wenn Ihre Pflanzen blühen, sofern sie forciert werden) so groß sein, dass Ihre Blüten auffallend größer, stärker und harziger werden, wenn die Pflanzen mithilfe einer Forcierung der Blüte angebaut werden.

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