by Silent Jay on 07/10/2015 | Medizinisch

Kann Cannabis oder Cannabidiol (CBD) Akne heilen?

Es ist bekannt, dass Cannabis eine effiziente Behandlungsmethode bei schweren Hauterkrankungen ist. In der Tat haben wissenschaftliche Studien bewiesen, dass sich sowohl Cannabinoide als auch Hanfsamenöl auf viele Hautprobleme positiv auswirken und zudem die Hautbeschaffenheit insgesamt verbessern können.


Es ist bekannt, dass Cannabis eine effiziente Behandlungsmethode bei schweren Hauterkrankungen ist. In der Tat haben wissenschaftliche Studien bewiesen, dass sich sowohl Cannabinoide als auch Hanfsamenöl auf viele Hautprobleme positiv auswirken und zudem die Hautbeschaffenheit insgesamt verbessern können.
Kürzlich wurden Produkte auf Cannabis Sativa-Basis als potenzielle Behandlungsmethode für Patienten erwogen, die unter einer der häufigsten Hauterkrankungen leiden, von der weltweit Millionen von Menschen betroffen sind: Akne. Im Mittelpunkt einiger medizinischer Studien, die sich auf die Funktion der Cannabinoide als Behandlungsmethode für Akne sowie für eine Reihe anderer Hautprobleme konzentrieren, steht insbesondere Cannabidiol (CBD).

Kann Cannabis oder Cannabidiol (CBD) Akne heilen? - Sensi Seeds Blog

Nichtmedizinische CBD-Produkte kontra Hanfsamenöl-Produkte

 

Nichtmedizinische CBD-Cremes

In der Dermatologie hat sich CBD als wirksames Mittel zur Heilung oder Linderung der Symptome von schweren Hautkrankheiten wie Psoriasis oder Dermatitis erwiesen. Außerdem wird es als potenziell effektiver Wirkstoff im Wettrennen gegen den Alterungsprozess gehandelt.

Vom kosmetischen Standpunkt aus wird CBD wegen seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften verwendet, obwohl entsprechende Produkte aufgrund der gegenwärtig eingeschränkten Legalität von Cannabis kaum verfügbar sind.
Dennoch kann man in bestimmten Ländern der ständig wachsenden Welt des legalen Cannabis schon CBD enthaltende Salben und Cremes kaufen, doch die meisten dieser Produkte sind nur zur allgemeinen Verbesserung der Hautbeschaffenheit gedacht.    Sie bestehen häufig aus einer Mischung von CBD und vielen anderen Wirkstoffen – von diversen Ölen bis hin zu Chemikalien -, was in manchen Fällen zu unbefriedigenden Resultaten und womöglich sogar zu Schäden führen kann.  Außerdem muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Preise solcher Cremes trotz ihres für gewöhnlich geringen CBD-Gehalts manchmal durchaus mit den Preisen medizinischer CBD-Präparate vergleichbar sind, was eine tägliche, intensive oder medizinische Anwendung ziemlich unrealistisch erscheinen lässt.

Cremes mit Hanfsamenöl

Andererseits werden zahllose kosmetische und medizinische Produkte auf der Basis von Hanfsamenöl hergestellt, die speziell für die Hautpflege bestimmt sind. Diese Cremes, Balsame und andere Mittel zur äußerlichen Anwendung werden in den meisten Fällen auch mit einer Vielzahl anderer Inhaltsstoffe vermischt, und sei es nur, um ihre Haltbarkeit zu erhöhen.

Zwar sind solche Kosmetikprodukte bei schweren Hauterkrankungen oder bei einem akuten Akne-Schub ineffektiv, aber sie können in leichteren Fällen von Akne deutliche Linderungen bewirken.   Sowohl Hanf als auch Cannabis verfügen über entzündungshemmende Eigenschaften, und das sind sicherlich gute Gründe für alle, die unter Akne-Schüben leiden, ihre tägliche Hautpflege um Kosmetika auf Basis von Hanfsamenöl zu erweitern.  Darüber hinaus kann das Öl dank seiner leichten Konsistenz eine gute Grundlage für eine selbst gemachte Feuchtigkeitscreme darstellen, die Akne lindert und die Haut aufgrund ihres Gehalts an Fettsäuren und zahlreichen Nährstoffen intensiv pflegt. Und nicht zuletzt ist Hanfsamenöl in begrenzten Mengen als Lebensmittel erhältlich, weshalb es durchaus möglich ist, solche maßgeschneiderten Heilmittel selbst herzustellen.

Medizinisches Cannabidiol (CBD)

Es gibt eine Handvoll neuerer Studien, die ausschließlich den Einfluss von reinem CBD auf menschliche Sebozyten (Talgdrüsenzellen) untersucht haben. Hervorzuheben ist insbesondere eine viel beachtete Studie, die 2014 veröffentlicht wurde. Hierbei wurde Cannabidiol auf die Talgdrüsen aufgebracht (diese sondern ein aus Öl bestehendes Sebum (Talg) ab, das zu fettiger Haut und/oder verstopften Poren führen kann).   Die Studie fand heraus, dass CBD die Talgabsonderung tatsächlich auf „hocheffiziente“ Weise vermindern konnte.

Akne ist durch das Auftreten von Pickeln sowie von schwarzen und weißen Mitessern und insgesamt von fettiger Haut gekennzeichnet; die Unreinheiten erscheinen zumeist im Gesicht, im gesamten Halsbereich und auf dem Rücken. Diese Symptome – die genetischen, hormonellen oder infektiösen Ursprungs sein können – werden hauptsächlich durch eine übermäßige Talgabsonderung verursacht.  Aus diesem Grund befasste sich die oben erwähnte Studie mit den für die Sekretion verantwortlichen Talgdrüsen.

Der Studie zufolge wurden die fettbildenden Prozesse in mehreren Stoffen direkt gehemmt, als CBD an menschliche Sebozytenkulturen verabreicht wurde.   Die Lipogenese (Synthese von Fettsäuren) hängt eng mit der Verarbeitung der Glukose (Zucker) und der Lipide (Fettsäuren) zusammen, vor allem in den Fettgeweben.
Durch die Aktivierung eines zeitweiligen Rezeptors namens TRPV4 hat sich das verabreichte Cannabinoid erfolgreich in einen die Lipogenese fördernden Stoffwechselweg eingebracht, was wiederum bewirkt hat, dass das Nuclear Receptor Interacting Protein 1 (NRIP1) herunterreguliert wurde. Es gelang also dem besagten Rezeptor, der die Glukose und den Fettstoffwechsel beeinflusst, die Lipogenese in den Sebozyten zu hemmen.
Außerdem haben sich die wohlbekannten entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD ausschließlich positiv auf die Entzündung ausgewirkt, die oft mit Akne-Schüben einhergeht.
Die Studie kommt zu folgender Schlussfolgerung: „Alles in allem deuten unsere Befunde darauf hin, dass CBD aufgrund seiner kombinierten lipostatischen, proliferations- und entzündungshemmenden Wirkungen möglicherweise einen viel versprechenden Wirkstoff zur Behandlung der Akne vulgaris darstellt.“

Praktische Anwendung

Obwohl außer der oben beschriebenen auch andere Studien bewiesen haben, dass CBD und auch eine weniger gezielte Anwendung von Cannabinoiden für Akne-Patienten hilfreich sein können, wurde offiziell noch nicht anerkannt, dass Akne mit Cannabis bzw. CBD therapierbar ist.
In den Staaten der USA und Kanadas sowie in den Ländern, in denen medizinisches Cannabis zugelassen ist, basiert dessen zulässiger Anwendungsbereich oft auf einer Liste mit Krankheiten, die von den staatlichen Gesundheitsbehörden genehmigt wurde. Leider gehören Hautkrankheiten offenbar noch nicht zu den Prioritäten der verantwortlichen Politiker.

Allerdings besteht die Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage, speziell für Patienten, die in Ländern leben, in denen aus Industriehanf hergestelltes CBD-Öl (im Gegensatz zu dem aus medizinischem Cannabis hergestellten Öl) problemlos im Handel gekauft werden kann – jedenfalls dann, wenn Industriehanf dort auch legal ist. Doch dies hängt im Allgemeinen von spezifischen Bestimmungen der Gesetzgebung eines jeden Landes ab, nicht nur in Bezug auf Industriehanf, sondern auch auf den Import von Nahrungsergänzungsmitteln (wenn man sie im Ausland bestellt) sowie auf CBD-Anteile usw.

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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