Carl Sagan, Cannabis und die rechte Gehirnhälfte

Carl Sagan philosophierte darüber, dass der Cannabiskonsum die Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte grundlegend verbessere. Funktionen wie Kreativität, Mustererkennung, Einsicht und Gedächtnis werden von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Unterstützt die moderne Forschung heute, 40 Jahre später, die Thesen von Sagan?

„Es läuft darauf hinaus, dass die moderne Gesellschaft die rechte Hemisphäre diskriminiert.“

Roger Wolcott Sperry (1913-1994), Neuropsychologe und Neurobiologe, bekannt für seine revolutionären Studien an Spalthirn-Patienten.

1971 veröffentlichte Harvard-Professor Lester Grinspoon seinen Meilenstein Marijuana Reconsidered, in dem er den Essay Mr. X seines besten Freundes – der berühmte Astronom und Wissenschaftler Carl Sagan – veröffentlichte. In seinem Essay berichtet Sagan, dass das Cannabis-High für ihn zu verschiedenen kognitiven Verbesserungen geführt hat, einschließlich einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten wie einem verbesserten episodischen Gedächtnis, verbesserter Mustererkennung, verbesserter Kreativität und der Fähigkeit, Erkenntnisse zu gewinnen. Sagans Essay „Mr. X“ ist immer noch einer der aufschlussreichsten Berichte über das positive Bewusstseinsveränderungspotenzial von Cannabis.

Sagan ist nicht der einzige Akademiker oder Denker, der einen neurophilosophischen Bericht der Cannabiserfahrung liefert. Der Philosoph Sebastian Marincolo etwa beschäftigt sich in seinem Buch „High. Insights on Marijuana“ damit.

Er erforscht Ideen nicht nur mithilfe der Lehren der Kognitionswissenschaften, sondern auch durch seine Philosophie des Geistes. Sein Beitrag umfasst Berichte von Cannabiskonsumenten sowie Einblicke in die Spitzenforschung verschiedener Disziplinen, um seine Theorie des Cannabis-Geist-Phänomens zu erklären.

Sagans Hypothese

Sagan war so begeistert von den kognitiven Verbesserungen, die er durch den Cannabiskonsum erlebt hatte, dass er es immer öfter benutzte, um seine Arbeitsleistung zu verbessern. Sein Biograph Keay Davidson schrieb, dass, als Grinspoon ungewöhnlich hochwertiges Marihuana von einem Bewunderer per Post erhielt, er die Joints mit Sagan und seiner Frau Ann Druyan teilte. „Danach sagte Sagan: „Lester, ich weiß, dass du nur noch einen übrig hast, aber könnte ich ihn haben? Ich habe morgen ernsthafte Arbeit zu erledigen und könnte ihn wirklich gebrauchen.“

Sagan war dafür berühmt – oder, wie viele seiner akademischen Kollegen sagen würden, berüchtigt –, dass er brillante, aber gewagte Spekulationen anstellte. Nicht nur auf seinem Gebiet der Astronomie, sondern auch auf anderen wissenschaftlichen Gebieten. Wie Keay Davidson in Sagans Biographie bemerkt, hat Sagan zum Beispiel die Existenz komplexer organischer Moleküle auf dem Mond vorhergesagt. Davidson fügt später hinzu: „Wie sich später herausstellte, durchdringen komplexe organische Moleküle tatsächlich einen Großteil des äußeren Sonnensystems und gehen sogar darüber hinaus.“

In seinem mit dem Pulitzerpreis gekrönten Buch „The Dragons of Eden – Speculations on the Evolution of Human Intelligence“ (1977) stellte Sagan einen Überblick darüber vor, was Kognitions- und Evolutionswissenschaftler über die Evolution des menschlichen Geistes zu sagen hatten. Er präsentierte viele seiner eigenen brillanten spekulativen Ideen über die Natur und Entwicklung der menschlichen Intelligenz. Sagan stellte auch eine spekulative These über die Auswirkungen von Cannabis auf das menschliche Gehirn vor. Er ging von einer Analogie des Psychologen Robert Ornstein aus:

„Er {Ornstein} vergleicht unser Bewusstsein für die Funktionen der rechten Hemisphäre damit, tagsüber Sterne zu sehen. Die Sonne ist so hell, dass die Sterne unsichtbar sind, obwohl sie eigentlich genauso präsent sind wie in der Nacht. Wenn die Sonne untergeht, können wir die Sterne wahrnehmen. Genauso überstrahlt die Brillanz unserer jüngsten evolutionären Akkretion, die verbalen Fähigkeiten der linken Hemisphäre, unser Bewusstsein für die Funktionen der intuitiven rechten Hemisphäre, die unseren Vorfahren wohl das wichtigste Mittel zur Wahrnehmung der Welt gewesen sein muss.“

In einer inzwischen berühmten Fußnote zu diesem Absatz formuliert Sagan seine Hypothese, wie das Marihuana-High das Denken beeinflussen könnte:

„Marihuana wird oft in der Art beschrieben, dass es unsere Wahrnehmung und Wertschätzung im Bereich Musik, Tanz, Kunst, Muster- und Zeichenerkennung und unsere Sensibilität für nonverbale Kommunikation verstärkt. Nach meinem besten Wissen wird nie berichtet, dass es unsere Fähigkeit, Ludwig Wittgenstein oder Immanuel Kant zu lesen und zu verstehen, die Spannungen von Brücken zu berechnen oder die Laplace-Transformation zu berechnen, verbessert. (…) Ich frage mich, ob die Cannabinole [sic] (der aktive Bestandteil von Marihuana) [sic], anstatt etwas zu verstärken, vielmehr bloß die Funktion der linken Gehirnhälfte unterdrücken und so die Sterne herauskommen lassen. Das kann auch das Ziel der meditativen Zustände vieler orientalischer Regionen sein.“

Verstärkung und Unterdrückung

Unterscheiden wir zwei Aspekte von Sagans Hypothese: erstens gibt es die Beobachtung, dass ein Cannabis-High zu einem Kognitionsstil führt, den Kognitionswissenschaftler überwiegend in der rechten Hemisphäre verorten. Zweitens spekuliert Sagan, dass ein Marihuana-High die Funktionen der linken Hemisphäre unterdrückt und somit zu dem führen könnte, das wir als „denken in der rechten Gehirnhälfte“ bezeichnen könnten. „Denken in der rechten Hemisphäre“ wird normalerweise mit Kreativität und Kunstfertigkeit in Verbindung gebracht, obwohl neuere Forschung zeigt, dass kreatives Denken nicht wirklich eine bestimmte Gehirnhälfte bevorzugt.

Sagans Hypothese basierte auf seinem Wissen darüber, was die aktuelle Wissenschaft über das menschliche Gehirn und die unterschiedlichen Kognitionsstilen in der linken und rechten Gehirnhälfte zu sagen hatte, sowie auf seinen eigenen Erfahrungen mit Cannabis.

Überprüfung von Sagans These

Zu seinen Lebzeiten verriet Sagan der Öffentlichkeit nicht, dass er Cannabiskonsument war. Losgelöst betrachtet scheint Sagans Fußnote über Marihuana und seine mögliche Wirkung auf die Gehirnhemisphären eine spontane Spekulation aus dem Nichts zu sein. Doch beim Lesen von Sagans Essay „Mr. X“ wird deutlich, dass Sagans Erfahrungsgrundlage eigentlich recht umfangreich war.

In seinem Essay beschreibt er nicht nur die in seiner Fußnote erwähnten Verbesserungen im Detail, sondern erwähnt auch andere kognitive Verbesserungen, wie etwa eine verbesserte Fähigkeit, sich an vergangene Ereignisse zu erinnern und tiefe Einblicke zu erhalten. Auch erwähnt Sagan, so wie einige andere Konsumenten vor ihm, dass er während eines Highs verbesserte…

„…Wahrnehmungen realer Menschen, eine deutlich erhöhte Sensibilität für Gesichtsausdrücke, Intonationen und eine Wortwahl, die manchmal eine so enge Beziehung beschwört, als ob zwei Menschen die Gedanken des jeweils anderen läsen“ erlebte.

Sagan wusste bereits, dass alle kognitiven Verbesserungen, die er während eines Highs beschrieben hatte, Funktionen betreffen würden, die die Kognitionswissenschaft damals überwiegend in der rechten Gehirnhälfte verortete. In „The Dragons of Eden“, das seiner Hypothese vorausging, beschrieb er die Forschung an Spalthirn-Patienten und mehr.

Es ist ziemlich offensichtlich, dass Sagan seine Philosophien und Theorien aus der Forschung und seiner eigenen persönlichen Erfahrung bezieht. Aber er bezieht auch viel von seiner Philosophie von seinem Freund Lester Grinspoon und dessen Forschungen über das bewusstseinsfördernde Potenzial von Marihuana. Wie Lester Grinspoon Sebastian Marincolo im persönlichen Gespräch mitteilte, hatte Carl Sagan sein Manuskript von „Marijuana Reconsidered“ sorgfältig gelesen und kommentiert. In diesem Manuskript sammelte Grinspoon ausführlich Berichte von anderen Konsumenten, die ähnliche Geistes-Erweiterungen beschrieben hatten.

Leider starb Sagan 1996, zu früh, um noch die revolutionäre Entdeckung des Endocannabinoidsystems mitzuerleben. Seitdem haben wir die erstaunliche Bandbreite von dessen physiologischen und kognitiven Funktionen kennengelernt. Können wir also tatsächlich Beweise für oder gegen Sagans Hypothese finden, indem wir uns die Verteilung der Endocannabinoid-Rezeptoren (insbesondere des CB-1-Rezeptors, auf den das exogene THC wirkt) ansehen?

Sagans These und das Endocannabinoidsystem

Seit Sagans Forschung haben wir 40 weitere Jahre der Erforschung von Cannabis, Geisteswissenschaft und Kognition erlebt. Inwieweit passt Sagans Hypothese zu den Erkenntnissen moderner Forschung und Philosophie?

Es scheint keine umfangreiche Forschung zu geben, die sich mit der Lateralisierung und der Rolle der Endocannabinoid-Signalisierung für höhere kognitive Funktionen befasst. Eine oft zitierte Studie ergab einen erhöhten Blutfluss in Teilen der rechten Hemisphäre unter dem Einfluss eines hohen Cannabinoid-Spiegels. Eine andere Studie besagt jedoch, dass

relativ hohe Konzentrationen von Cannabinoidrezeptoren konsequent in kortikalen Regionen der linken (dominanten) Hemisphäre beobachtet wurden, von denen bekannt ist, dass sie mit verbalen Sprachfunktionen assoziiert werden“. „Die linke und rechte Gehirnhälfte. Sie sind anatomisch ähnlich, aber unterschiedlich, und es wird immer noch daran gearbeitet, herauszufinden, welche kognitiven Funktionen von der einen oder anderen Hälfte dominiert werden.“

Es erscheint zu früh, Schlussfolgerungen aus modernen Hirnbildgebungsstudien zu ziehen, um Sagans Hypothese zu bewerten. Marsicano und Kuhner erinnern uns daran, dass „ das Endocannabinoidsystem manchmal in Regionen oder Zelltypen, in denen die Dichte des CB1-Rezeptors relativ niedrig ist, eine wichtige Funktion einnimmt {z. B. Kontrolle der Schmerzwahrnehmung im Gehirnstamm}“. Was unsere Forschung betrifft, so haben wir noch nicht verstanden, wie Endocannabinoide an der Beeinflussung verschiedener höherer kognitiver Funktionen auf der Grundlage der linken oder rechten Gehirnhälfte beteiligt sind.

Das könnte auch daran liegen, dass die Wissenschaft noch nicht ganz sicher ist, wo überhaupt eine höhere kognitive Funktion im Gehirn stattfindet. Während das Großhirn mit höheren kognitiven Funktion verbunden wird, hat die Kreativität offenbar keine spezifische Position im Gehirn und nutzt ein stark verästeltes Gehirnnetzwerk.

Aktuelle Neurowissenschaft und Reporte über das Cannabis-High

Wie auch immer, es scheint mehr und mehr Unterstützung für Sagans These von zwei anderen Quellen zu kommen. Erstens wurde Sagans Beschreibung der kognitiven Verbesserungen während eines Marihuana-Highs auch von anderen Philosophen wie etwa Sebastian Marincolo ausführlich beschrieben. Aber sie werden auch von anderen Cannabiskonsumenten gemeldet. Die beeindruckendste Sammlung von aktuellen anekdotischen Berichten und Essays über diese Verbesserungen stammt von Sagans bestem Freund Lester Grinspoon und befindet sich auf seiner Website www.marijuana-uses.com.

Zweitens: wenn wir uns ansehen, was die Neurowissenschaft über die Unterschiede in den kognitiven Funktionen und Verarbeitungsstilen der beiden Gehirnhälften zu sagen hat, scheint Sagan immer noch Recht zu haben. Nach dem, was wir heute wissen, spielt die rechte Hemisphäre eine wichtige Rolle für die von Carl Sagan benannten kognitiven Prozesse, die während eines Highs verstärkt werden, sowie für viele andere Verbesserungen, die von verschiedenen Marihuananutzern beschrieben werden.

In seinem Buch „The Master and his Emissary. The Divided Brain and the Making of the Modern World“, (2009), gibt der Psychiater Ian McGilchrist einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand über die verschiedenen Kognitionsstile in der linken und rechten Gehirnhälfte. Er nutzt Schlaganfall-, Spalthirn-Fälle und neuere Studien zur Hirnbildgebung, um seine Hypothesen zu präsentieren.

Laut McGilchrist ist die rechte Hemisphäre vor allem an unserer Fähigkeit, uns an persönliche Ereignisse zu erinnern (episodisches Gedächtnis), an Assoziationen zwischen sehr unterschiedlichen Konzepten und Ideen, komplexer Mustererkennung, kreativer Problemlösung, Einsichten und der Wertschätzung von Humor (alles Dinge, auf die Sagan in seinen Arbeiten anspielte) beteiligt.

McGilchrist glaubt auch, dass die rechte Gehirnhälfte für das Verständnis von Metaphern, das Selbstbewusstsein, das empathische Verständnis anderer, die Verarbeitung von Wörtern, die den Geist beschreiben, und die Interpretation von emotionalem Ausdruck in Gesichtern durch Intonation und verbale Implikationen verantwortlich ist.

Auch scheint die rechte Hemisphäre entscheidend an der Interpretation der nonverbalen Kommunikation und der Wahrnehmung von Musik beteiligt zu sein. Fairerweise muss gesagt werden, dass diese Liste unvollständig ist. McGilchrist geht sehr detailliert auf die Funktionen der rechten Hälfte ein, von denen sich viele während eines Highs verstärken.

Der Effekt von Cannabis auf die Aufmerksamkeit

Im Allgemeinen scheint es also, dass die neurowissenschaftliche Forschung der letzten 40 Jahre Sagans These, dass Marihuana zu einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten auf der rechten Gehirnhälfte führt, unterstützt. Ein interessantes Rätsel ist jedoch eine der grundlegenden Auswirkungen von Marihuana auf die Aufmerksamkeit. Während eines Highs scheinen wir uns zu „hyperfokussieren“. High werden Personen oft vollständig von verschiedensten Eindrücken, etwa vom Geschmack eines Eises oder dem Gefühl eines Kusses, von einem intensiven Strom von Erinnerungen oder Ideen eingenommen.

Mit anderen Worten, das High scheint einen starken selektiven Fokus auf das, was wir tun, zu legen.  Laut McGilchrist ist fokussierte Aufmerksamkeit jedoch keine kognitive Funktion, die hauptsächlich in der rechten Gehirnhälfte ausgeübt wird. Im Gegenteil, er fasst die aktuelle Forschung so zusammen, dass „(….) die rechte Hemisphäre für jede Art von Aufmerksamkeit außer fokussierter Aufmerksamkeit verantwortlich ist.

Bewertung von Sagans Hypothese

Wenn es also um das Thema Aufmerksamkeit geht, scheint mindestens eine der typischen kognitiven Veränderungen während eines Highs nicht von einer Verbesserung der Prozesse in der rechten Hemisphäre herzurühren. Obwohl Sagan also mit seiner Hypothese im Grunde genommen auf dem richtigen Weg gewesen zu sein schien, scheinen nicht alle verbesserten kognitiven Funktionen während eines Highs auf Aktivitäten der rechten Gehirnhälfte zu basieren.

Wir werden uns gedulden müssen, bis weitere Forschungen auf diesem Gebiet durchgeführt werden, um zu sehen, wie genau Cannabis die kognitiven Aktivitäten in der linken und rechten Gehirnhälfte beeinflusst.

Doch was ist mit Sagans Hypothese, dass ein High die Funktion der linken Gehirnhälfte unterdrücken (und damit „die Sterne sichtbar machen“) und eine erhöhte Aktivität der rechten Hemisphäre ermöglichen könnte? Wir sind weit davon entfernt, sagen zu können, ob die Verbesserungen während des Highs, die so viele Nutzer beobachten, aus einer direkten Verbesserung bestimmter kognitiver Funktionen stammen, oder ob sie aus einer Unterdrückung bestimmter Aktivitäten der linken Hemisphäre stammen.

Laut McGilchrist befinden sich linke und rechte Hemisphäre in einem ständigen Kampf um die Kontrolle. Um die Überlebenschancen zu maximieren, brauchen wir und andere Tiere zwei im Konflikt stehende Aufmerksamkeitssysteme. Er erläutert diesen Punkt am Beispiel der Vögel: um Nahrung aufzunehmen, muss sich ein Vogel auf die Samen am Boden fokussieren, seine Motorik kontrollieren und die Nahrungsaufnahme koordinieren (Funktion der linken Hemisphäre); aber um zu überleben, muss sich der Vogel auch auf seine periphere Wahrnehmung verlassen können und immer auch die Gefahren im Kopf behalten, die von plötzlich auftauchenden Raubtieren wie Falken oder Füchsen ausgehen.

Es muss also eine andere Art von Aufmerksamkeit geben, die sie auf ungewöhnliche neue Empfindungen (rechte Hemisphäre) lenkt beziehungsweise hinweist. Nur das Zusammenspiel dieser konkurrierenden Aufmerksamkeitssysteme in den beiden Gehirnhälften ermöglicht es Vögeln und anderen Tieren wie den Menschen zu überleben.

Offensichtlich könnte also eine Verbesserung der kognitiven Prozesse in einer Hirnhälfte durch die Unterdrückung oder Schwächung der anderen Hälfte erreicht werden. Wir müssen jedoch noch warten, bis weitere Forschungen zu einem besseren Verständnis darüber führen, wie sich der Konsum von Cannabinoiden auf das Endocannabinoidsystem auswirkt und wie dieses höhere kognitive Prozesse beeinflusst.

Doch auch über 40 Jahre nach Sagans Hypothese kann man ohne Zweifel feststellen, dass er auf einem interessanten Weg war. Das komplette Verständnis der Auswirkungen von Cannabis auf Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Mustererkennung, Kreativität und emotionale Einsicht wird aber nur dann möglich sein, wenn die Forschung sich Zeit nimmt, sich speziell dieser Aufgabe widmen.

Bislang gibt es noch einen unzureichenden Forschungsstand über den Zusammenhang zwischen Cannabis, dem Endocannabinoidsystem und der höheren kognitiven Funktion. Bis solche Forschung abgeschlossen ist, werden wir die neuronalen Prozesse der beiden Gehirnhälften unter dem Einfluss des Cannabis-Highs nicht genauer verstehen können.

  • Disclaimer:
    Dieser Artikel stellt keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt oder eine andere zugelassene medizinische Fachkraft. Sie sollten wegen etwas, das Sie auf dieser Website gelesen haben, weder zögern, Ihren Arzt aufzusuchen, noch deswegen eine medizinische Beratung missachten.

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