by Scarlet Palmer on 27/06/2018 | Anbau

Wie man Grauschimmelfäule, Echten Mehltau und Cannabisschimmel erkennt und verhindert

Grauschimmelfäule, Blütenfäule Es gibt kaum Schlimmeres als eine Cannabisernte mit viel Liebe zu hegen und zu pflegen, nur um dann Schimmelbefall in den letzten Wochen vor der Ernte zu entdecken. Leider treten die meisten Arten von Cannabisfäule und Schimmelpilzinfektionen genau in dieser Zeitspanne auf. Die Gründe dafür zu kennen, gibt zugleich Aufschluss über Präventivmaßnahmen.


Leider haben unsichtbare Schimmelpilzsporen bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie gut sichtbar werden, bereits eine größere Fläche verseucht. Die einzige Möglichkeit, Schimmel, Mehltau und Grauschimmelfäule bei Cannabis wirklich loszuwerden, ist die Amputation. So tragisch es auch ist, die betroffenen Pflanzenteile müssen abgeschnitten werden, sobald die Probleme erkannt worden sind. Dies gilt auch für einen großzügigen Bereich um sie herum, um sich aller Sporen zu entledigen.

Es ist nicht nur sehr ungesund, die Sporen zu inhalieren oder zu konsumieren, die gleichen Probleme werden auch weiterhin bestehen, wenn sie auf der Pflanze verbleiben.Einige Cannabissorten sind besonders anfällig für diese Probleme, wie zum Beispiel die Big Bud, weil ihre Buds so groß und dicht sind. Das ist der Nachteil daran, dass sie eine derart ertragreiche Sorte ist!

Einige sind widerstandsfähiger, wie die Early Skunk. Für unerfahrene Grower ist die Wahl einer robusten, schimmelresistenten Sorte eine gute Idee, um die Erfolgschancen zu erhöhen.

Es gibt drei Hauptursachen für Blütenfäule, Schimmel und Mehltau bei Cannabis…

Ursache: hohe Feuchtigkeit

Prävention:

Outdoor kann offensichtlich wenig getan werden, um die Luftfeuchtigkeit zu verringern. Wenn der Jahreszeitenwechsel von Sommer zu Herbst ansteht, ist es in den meisten Klimazonen noch warm, aber der Regen nimmt zu.

Die wirksamsten Möglichkeiten, dieses Problem anzugehen, sind das Entfernen von Mulch, Stroh oder anderen beliebigen pflanzlichen Stoffen vom Boden der Pflanzen und das Erhöhen des Luftstroms um und zwischen den Blüten, so wie unten beschrieben. Wenn die Pflanzen in Töpfen stehen, empfiehlt es sich, sie bei Regen an einen geschützten, überdachten Ort zu bringen.

Indoor hilft ein Luftentfeuchter, auch wenn es ein schlichter mit Feuchtigkeit aus der Luft absorbierenden Kristallen ist, statt eines großen, der angeschlossen werden muss. Es lohnt sich, in ein Hygrometer zu investieren, um die relative Luftfeuchtigkeit im Growroom zu messen.

Die optimale Luftfeuchtigkeit variiert abhängig davon, in welchem Lebensabschnitt sich die Pflanzen befinden. In der Wachstumsphase sollte sie bei zwischen 40 und 70 Prozent liegen. Während der frühen und mittleren Blütezeit sind es 40 bis 50 Prozent. In der Endphase der Blüte hilft es, die Luftfeuchtigkeit auf unter 40 Prozent zu senken, um die Bildung von Cannabisschimmel und Mehltau zu verhindern.

Ursache: mangelnde Luftzirkulation

Blütenfäule, Mehltau und Schimmel vorbeugen – Sensi Seeds

Prävention:

Achten Sie indoor auf eine ausreichende Luftzirkulation durch oszillierende Ventilatoren und einen starken Luftabzug. Es ist einfach zu erkennen, ob es Bereiche mit abgestandener Luft gibt, weil sich die Pflanzen dort nicht bewegen. Es sollte eine sanfte, aber sichtbare Bewegung der Fächerblätter und kleineren Äste geben.

Befindet sich ein Mangel an Luftbewegung über den Pflanzen, verstärken Sie den Luftabzug. Befindet er sich unter den Pflanzen, so richten Sie die oszillierenden Ventilatoren auf den Boden der Pflanzen. Outdoor ist es in der Regel unpraktisch, Ventilatoren auf Pflanzen zu richten. Wenn die Pflanzen in Töpfen stehen, hilft es ein wenig, sie tagsüber, wenn es nicht regnet, an eine exponiertere und windigere Position zu stellen.

Um zu verhindern, dass indoor oder outdoor Schimmel und Pilze auf Cannabis wachsen, kann der Luftstrom durch die Pflanzen und um die Buds herum erhöht werden, indem man große Fächerblätter und Äste ohne Buds vorsichtig abschneidet.

Wenn sich die Pflanzen in Richtung Erntezeit bewegen, konzentriert sich ihre Energie hauptsächlich in den Buds und wird ohnehin aus den großen Blättern herausgezogen, sodass es besser ist, diese für einen erhöhten Luftstrom zu opfern.

Ursache: Hohe oder niedrige Temperaturen ohne Schwankungen

Prävention:

Hohe Temperaturen (über 30 °C) oder niedrige Temperaturen (unter 18 °C) ohne Schwankungen schaffen ideale Brutstätten für Bakterien.

Für den Indoor-Cannabisanbau ist eine gewisse Temperaturschwankung wünschenswert, da sie dem natürlichen Temperaturabfall während der Nacht entspricht, und das Ziel des Indoor-Growings ist es bekannterweise, die bestmöglichen natürlichen Outdoor-Anbaubedingungen nachzuahmen.

Mit einem digitalen Thermometer, das die minimale und maximale Temperatur während eines 24-Stunden-Zyklus aufzeichnet, lässt sich feststellen, ob und in welchem Bereich Temperaturschwankungen auftreten. In der Regel sind es hohe Temperaturen, die Probleme beim Indoor-Anbau bereiten. Absenken kann man diese durch verstärkten Luftabzug und erhöhte Luftbewegung.

Nun, da die drei Hauptursachen von Schimmel, Fäulnis und Mehltau geklärt sind, kann man sich den drei Erkrankungen selbst und ihren Erscheinungsformen zuwenden.

Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea)

  • Anfangsanzeichen sind von innen nach außen bräunlich-orange, braun, schwarz oder grau werdende Knospen. Dies betrifft nicht nur die Härchen, sondern auch die Buds selbst. Grauschimmelfäule richtet sich gezielt gegen die Buds (man sieht sie nicht auf den Blättern).
  • Beginnt an kleinen Stellen und breitet sich sehr schnell aus, besonders unter den oben beschriebenen Bedingungen.
  • In einem frühen Stadium schwer zu erkennen. Es kann einige Blattspitzen geben, die an einer ansonsten gesunden Pflanze in der Nähe des „Ground Zero“-Punktes sterben. Die Innenseiten aller in der Nähe befindlichen Buds sind zu überprüfen.
  • Fortgeschrittene Stadien sind leicht zu erkennen, weil die Buds dann wie „Zombie-Weed“ aussehen – untot und sehr ungesund!

Echter Mehltau an Cannabis

  • Kann überall auftauchen, selbst an den Zweigen.
  • Verbreitet sich schnell und tötet die Pflanze während der Ausbreitung. Dies macht ihn jedoch leicht erkennbar.
  • Sieht weiß und pulvrig aus, so als wäre Talkumpuder auf die Pflanze gerieselt.
  • Formt sich bei Verschlimmerung der Symptome zu Bällchen, die fast wie weißer Schaum aussehen.
  • Hat den unverwechselbaren, klassischen Mehltaugeruch.
  • Lässt sich nicht abreiben (im Gegensatz zu Staub oder irgendeinem Pulver, das auf eine Pflanze hätte fallen können).

Schimmel auf Cannabis

  • Sieht weiß und pelzig aus, so wie gewöhnlicher Schimmel (auf Essen etc.).
  • Bildet gleichzeitig Flecken auf der ganzen Pflanze (Buds, Blätter, Zweige), kann also in der Anfangsphase schwer zu erkennen sein.
  • Schimmel befällt nur selten junge Cannabispflanzen (aber wenn, dann ist diejenige Pflanze höchstwahrscheinlich dem Tode geweiht).

Abschließend sei gesagt, dass es sich nie lohnt, schimmeliges oder vermodertes Cannabis zu konsumieren, egal wie viel Aufwand in eine Ernte gesteckt wurde. Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Krankheiten oder jeder anderen Art von Beschwerden sollten besonders vorsichtig sein, da ernsthafte gesundheitliche Probleme durch das Einatmen von Schimmelpilzsporen verursacht werden können!

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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