by Ben Sensi on 22/08/2012 | Medizinisch

Wirkung von Cannabis auf Epilepsie

Epilepsie Laut Dr. Ben Whalley, Leiter der Forschungsgruppe der pharmazeutischen Fakultät der Universität von Reading, ergaben Tierversuche, dass diese Substanzen Anfälle und Krämpfe erfolgreich verhindern können und gleichzeitig weniger Nebenwirkungen aufweisen als herkömmliche Epilepsiemedikamente.


Forscher der Universität von Reading entdeckten, dass drei Cannabissubstanzen zur Verminderung und Kontrolle von epileptischen Anfällen beitragen können.

Wirkung von Cannabis auf Epilepsie

 

Laut Dr. Ben Whalley, Leiter der Forschungsgruppe der pharmazeutischen Fakultät der Universität von Reading, ergaben Tierversuche, dass diese Substanzen Anfälle und Krämpfe erfolgreich verhindern können und gleichzeitig weniger Nebenwirkungen aufweisen als herkömmliche Epilepsiemedikamente.
Er äußert sich folgendermaßen: „Cannabis war seit den 1960er- und 1970er-Jahren mit einem Stigma behaftet und wurde mit Konsum zur Entspannung assoziiert. Aus diesem Grund tendierte man dazu, seinen medizinischen Nutzen nicht weiter zu untersuchen.
Cannabis wird als Fundgrube von Substanzen betrachtet, die für pharmakologische Zwecke genutzt werden könnten. Wir haben auf unserer Liste ungefähr ein Dutzend potenzieller Epileptiker, von denen wir bisher drei getestet haben. Die Ergebnisse sind vielversprechend.
Die Substanzen werden sehr gut vertragen, sodass nicht die für die herkömmlichen Behandlungsmethoden typischen Nebenwirkungen auftreten.“

Epilepsie wird durch eine plötzliche Entladung elektrischer Aktivität im Gehirn verursacht, wodurch die übliche Übertragung von Mitteilungen zum Erliegen kommt. Dadurch können lähmende Anfälle hervorgerufen werden, die selbst zu Verletzungen führen können.
Dr. Whalley und seine Kollegen Dr. Claire Williams und Dr. Gary Stephens arbeiten mit der Pharmafirma GW Pharmaceuticals an der Entwicklung und Testung neuer Behandlungen von Epilepsie mit Cannabis.
Zwei der gefundenen Substanzen, Cannabidiol und GWP42006 haben sich in Tierversuchen bei der Kontrolle von Anfällen als sehr wirksam erwiesen. Die Forscher hoffen nun, innerhalb der kommenden drei Jahre mit klinischen Studien am Menschen beginnen zu können.
Keine der Substanzen verursacht übrigens das typische „High“, das mit Cannabis assoziiert wird.
Die Forscher, deren aktuelle Ergebnisse zu den Substanzen in der Wissenschaftszeitschrift Seizure publiziert werden, gehen davon aus, dass die Cannabissubstanzen die Signale stören, die das Gehirn unverhältnismäßig erregen und damit epileptische Anfälle auslösen.

Bisher hat sich die Erforschung von Cannabis zur medizinischen Nutzung auf die Behandlung von multipler Sklerose und Schmerzlinderung bei Krebspatienten beschränkt.
Mark Rogerson vom GW Pharmaceuticals kommentiert: „Medizinische Cannabinoide können zur Behandlung vieler Krankheiten wie MS und Schmerzen eingesetzt werden.
Die Arbeit von Dr. Whalley und seinem Team führt uns in einen völlig neuen Bereich mit hohem, nicht befriedigtem Bedarf.
Das Stigma lässt sich durch die Tatsache ausgleichen, dass es eine ernst zu nehmende Medizin für gravierende Beschwerden ist.“
Ein Wortführer für Epilepsy Action zum Thema: „Epilepsie ist ein Zustand, der sehr schwer behandelt werden kann.
Wir wissen, dass einige Epileptiker Cannabis zu medizinischen Zwecken einsetzen. Dennoch sollte festgestellt werden, dass obwohl Cannabis bei einigen Patienten eventuell die Anfälle vermindert, bei anderen Patienten jedoch mehr epileptische Anfälle auslösen könnte.
Aus diesem Grund begrüßen wir weitere Forschung auf diesem Gebiet. Dadurch könnte unser Verständnis über alternative Therapien erhöht werden. Für Patienten, die auf traditionelle Behandlungsmethoden nicht reagieren, könnte sich die Forschung außerdem langfristig positiv auswirken.“

Quelle:University of Reading

Kommentar Abschnitt

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Mario/Katrin

Hallo, mein Name ist Mario. Leide jetzt seit über 8 Jahren an Epilepsie und hatte bis jetzt 97 Anfälle, teilweise auch sehr schwere. Lag daher schon in über 60 Kliniken, in ganz Deutschland. Falls ihr mal eine Testperson für Cannabis bei Epileptikern braucht, dann schickt mir bitte eine Mail. Telefonnummer, 015238582536 Übrigens habe ich auch bald 16 Jahre Cannabis geraucht, habe aberim Februar aufgehört. Meine anfälle hatte ich trotzdem weiter. Bin jetzt bei etwa 31000 Tabletten angelangt in den letzten 8 Jahren. Wünsch euch noch einen schönen Tag. Danke Mario

11/09/2012

René

Hallo mein Name ist René, und ich kann nur sagen das Cannabis in der Behandlung von Epilepsie in Betracht gezogen werden sollte.
Ich konsomiere selber THC und seid dem geht es mir besser ich rauche kontrolliert und passe auf das es nicht ausartet. Man muss sich dem Suchtfaktor bewusst sein aber ein verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis kann vielen Menschen helfen und das nicht nur bei Epilepsie.

Legalize IT!!!
beste Grüße

24/09/2013

Stefanie

Danke für Deinen Kommentar, Rene!

26/09/2013

Katja

Hallo mein Name ist Katja und ich bin 33 Jahre alt und habe seid 25 Jahren Epilepsie. Ich bin sehr schwer einstellbar mit Medis. Habe fast alle sorten durch und in sehr vielen kombinationen. Das Krankenhaus war mein zweites zuhause. In meinen Gehirn ist kein Herd zu finden, dementsprechend auch keine OP möglich. Und nichts hilft denn ich habe immer noch Anfälle und das Tag´s und Nacht´s. Ich rede nicht von kleinen Anfällen sondern von Großen Anfällen.
Seid gut 3 Jahren rauche ich THC und dadurch sind die Anfälle am Tage weniger und leichter und die in der Nacht sind weg.
Also bitte erforscht weiter Epilepsie mit THC-Behandlung denn in der USA klappt es doch auch. Also bitte auch in Deutschland.
Danke

08/01/2014

Stefanie

Vielen Dank für Deinen Kommentar und das Teilen Deiner Geschichte, Katja. Hast Du zu Cannabis und Epilepsie auch mal der Webseite der IACM nachgeschaut? Erst am 11. Januar kam wieder eine Kurzmeldung heraus: „Das Endocannabinoidsystem ist bei der EPILEPSIE verändert“: http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=421&search_pattern=Epilepsie#10
Sensi Seeds selbst fuhrt keine Studien durch, aber wir versuchen, immer auf der Höhe zu bleiben und unsere Leserschaft zu informieren.
Beste Grüße –
Steffi

20/01/2014

Michi

Hallo Leute ich leide auch unter Epilepsie,ich rauche gelegentlich Marihuana ich fühle moch besser nicht wegen dem berauschenden Gefühl "High" sondern weil ich nicht mehr so oft anfällig bin...
LG Michi

18/03/2014

pat

habe auch seit einem halben epilepsie.wollte es erst nicht glauben: 20 jahre schönes leben und dann wie aus dem nichts so ein schicksalsschlag. jedenfalls habrn mir die tabletten überhaupt nicht geholfen sondern alles noch verschlimmert! doch als ich dann erfahrungen mit hanf machte war die krankheit wie weggeblasen! krine anfälle mehr! nur leider hat sich deutschland ja so dumm mit dem harmlosen kraut und verteufelt es...so kommt man selbst nur sehr schwer dran und was is die konsequenz? habe nichts mehr von dem zeug und die anfälle sind wieder da...würde mich sofort freiwillig melden für solche präparate und bin auch dafür dass es legalisiert wird.gegen tabak sagt auch keiner was und das is im gegensatz zu hanf nur schädlich. lg

18/04/2014

Mike

Hallo ich selber bin auch epileptiker und mein arzt pumpt mich wörtlich mit tabletten zu ich habe die epilepsie seit ich 8 jahre alt bin und muss nun immer mehr nehmen ich selber habe angefangen zu kiffen und seit den her habe ich kein zittern mehr in den händen und schwitze nicht mehr die anfälke reduzierten sich enorm aus 2 bis 3 am tag wurden vlt 1 mal im jahr meine tabletten haben geholfen aver nicht gut genug ich war immer kurz vor dem anfall was die meisten nicht epileptikern lustig finden aber dennoch seitdem ich kiffe habe ich keine anfälle mehr und mir geht es gut musste mein hirn untersuchen lassen und es kam raus das mein hirn nicht mehr schrumpft sondern es wächst wieder aber die tabletten nehme ich trotzdem noch als sicherheit bitte bleibt dran ich habe eine neue art von epilepsie für mich scheisse für die ärzte ein neues phänomen ich musste scjon mehr als 55 mal zum arzt und musste insgesamt in den jahren mehr als 50 liter blut spenden dazu noch 5 dl hirnflüssigkeit ind konnte so meine kindheit nicht richtig ausleben jetzt bin ich 17 jahre alt und kiffe seit 2 jahren mir gehts dabei blendend und hoffe endlich mal eine lösung gegen epilepsie zu finden macht weiter

24/04/2014

Alex

Hallo Leute,
Bin ebenfalls seit meinem 4ten oder 5ten Lebensjahr Epileptiker.
ich rauche seit knapp 14 Jahren Cannabis teils mit Medikation teils ohne.
war viele Jahre anfallsfrei bis ich mit 18 meine Medikation absetzen durfte.
war auch weiterhin anfallsfrei habe aber immer nebenbei Cannabis konsumiert.
JETZT KOMMT DER HAMMER!
Vor 3 Tagen habe ich beschlossen mit dem buffeln aufzuhören und es auch durchgezogen bis gestern.
Gestern um ca. 20 Uhr stand ich in der Arbeit (ich bin Koch und arbeite bei ca. 65grad celsius was bisher nie ein problem darstellte) und bekam leichte Kopfschmerzen die in den nächsten 4 Std. viel schlimmer wurden. Als ich um 23 Uhr Zuhause ankam war ich leichenblass, musste mich ständig übergeben und die Kopfschmerzen wurden unerträglich. Ich weiß nicht wie das bei euch ist aber ich spüre meine Anfälle so ca. 10 sec. bevor sie eintreten inform eines Pochens im Kopf. Dieses Pochen hatte ich gestern 5 std. lang inklusive Kopfschmerzen der übelsten Sorte.
Als ich also so im Bad lag und mich übergab griff ich zum Telefon und informierte meine Freunde darüber und ob sie mir nicht etwas Cannabis bringen könnten da ich einen Selbstversuch starten wollte. Diese Kopfschmerzen Leute.....
15 Minuten später kamen meine Freunde und stopften mir einen Topf mit Cannabis.
Ich nahm also die Bong in die Hand, und zog den Topf durch. ca 1-3 Minuten später waren das Pochen, die Kopfschmerzen, meine Blässe und die Übelkeit Geschichte.
Ich habe mich nie wirklich damit beschäftigt was meine Epilepsie ist und wie sie zustande kam da ich einfach zu ignorant war.
Seit gestern hat sich das geändert. Ich weiß nun über meine Rolando Epilepsie bescheid, kenne Risikofaktoren etz.
Ich habe 3 Augenzeugen die sahen wie Cannabis innerhalb von einer Minute wirkt und hilft.
warum muss ich oder wir Epileptiker Medikamente fressen die mich/uns aufputschen wie speed oder mich/uns total matschig in der Birne machen ?! Ich würde jedem Menschen der gegen den Einsatz von Cannabis bei Epilepsie ist nur einmal diese Kopfschmerzen erfahren lassen -.-
Ich habe meine Entscheidung das kiffen aufzuhören revidiert und werde auch in Zukunft nicht damit aufhören.

Mfg

Der ewige Kiffer Alex

24/05/2014

Leon

Hallo, habe mit 12 meine ersten Anfälle gehabt. Kam wie aus dem nichts. Hatte vor allem bei Genuss von alk kleine Anfälle, seitdem ich jedoch kiffe, kann ich sagen, dass ich jedem epileptiker eher zu Gras rate. Die Ärzte labern zwar immer das gleiche, aber mit dem Alkohol haben sie schon recht. mit dem kiffen jedoch nicht. Seitdem ich rauche wurde dies so dezimiert, dass es so gut wie weg war, meine Medikamente brauche ich jedoch trotzdem noch, aber die haben auch nicht komplett zuverlässig gewirkt, egal in welcher Dosierung. Kann also sagen, dass kiffen eher einen positiven statt negativen Effekt hat, mag jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.

23/05/2015

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.