by G.B.I. on 14/08/2017 | Anbau

Sensi Seeds-Sortenportrait: Skunk #1 Automatic

Skunk #1 Automatic Wenn eine Sorten-Legende wie Skunk #1 als automatisch blühende Version herausgebracht wird, liegt die Messlatte sehr hoch. Große Spannung war also angesagt, als Ellis D. einen Indoor-Test mit Skunk #1 Automatic durchführte, um zu überprüfen, wie nahe die automatische Version der originalen Skunk #1 qualitativ kommt. In diesem Artikel erfahrt Ihr alles Wissenswerte über diese Sorte und den Ausgang des Anbautests.


Ein 40 Jahre alter Sorten-Evergreen wird zur Auto-Version umfrisiert 

Wenn eine Sorten-Legende wie Skunk #1 als automatisch blühende Version herausgebracht wird, liegt die Messlatte sehr hoch. Denn der Auto-Abkömmling soll seiner berühmten Mutter natürlich alle Ehre machen und ebenfalls von herausragender Qualität sein. Und so setzten die Breeder  von Sensi Seeds bei der Züchtung von Skunk #1 Automatic alles daran, dieses hohe Ziel zu erreichen. Zur Ausgangssorte Skunk #1 muss man an dieser Stelle nicht mehr viel sagen – dieser bereits vor fast 40 Jahren (!) in Kalifornien entstandene Sorten-Evergreen stand Pate bei der Geburt des modernen Cannabis-Growings unter Kunstlicht und im Gewächshaus und fungierte als Motor des ab Mitte der 80er Jahre boomenden Coffeeshop- und Grow-Business in Holland. Einer der frühen holländischen Skunk-Pioniere war Sensi-Boss Ben Dronkers, dessen Sensi Seed Club und später Sensi Seed Bank maßgeblich zur Verbreitung der Skunk-Genetik beitrugen. Skunk #1, gezüchtet aus 25% Afghani, 25% Mexican Acapulco Gold und 50% Colombian Gold, war auch eine der ersten stabilen, reinerbigen Sorten und wurde deshalb auch zur weltweit am häufigsten verwendeten Kreuzungspflanze.

Maximal einfaches Anbauverhalten

Eines der Markenzeichen von Skunk #1 ist ihr unkompliziertes Anbauverhalten, und mit der Erschaffung von Skunk #1 Automatic hat Sensi Seeds die Kultur des berühmten Klassikers noch weiter vereinfacht, denn durch die automatisierte Blüte muss der Grower nun nicht mehr auf die Länge der Lichtperiode achten und die Blüte gezielt einleiten, sondern kann den Samen in die Erde stecken und die Pflanze von Anfang bis Ende einfach „machen lassen“. Ungefähr drei Wochen nach der Keimung geht Skunk #1 Automatic von selbst in die Blüte über, welche dann noch einmal 45-50 Tage dauert und große harzige Buds hervorbringt, die an den hohen Standard der berühmten Mutterpflanze heranreichen. Und das auch in Sachen Aroma, denn sie verströmen jenen typisch schärflich-süßlichen Skunk-Duft. Und auch das High von Skunk #1 Automatic wird Skunk #1-Fans nicht enttäuschen, liefert es doch die so beliebte skunkige Mixtur aus Body Stone und Up-High, körperliche Entspannung gepaart mit anregender und euphorisierender geistiger Wirkung. Die Auto-Version von Skunk #1 ist exzellent für den Anbau unter Kunstlicht geeignet, macht sich aber auch outdoors hervorragend. Dank der kurzen Kulturzeit und von der Tageslänge unabhängigen Blüte lassen sich hier bei günstigem Klima mehrere Ernten innerhalb einer Saison realisieren.

 Sensi Seeds-Sortenportrait: Skunk #1 Automatic - Sensi Seeds Blog

Ellis D. fühlte Skunk #1 Automatic auf den Zahn

Ellis D. führte einen Indoor-Test mit Skunk #1 Automatic durch. Er kennt sich mit Skunk-Genetik bestens aus und wollte prüfen, wie nahe die automatische Version der originalen Skunk #1 qualitativ kommt. Zu diesem Zweck setzte er zwei feminisierte Samen zur Keimung an, und schnell wie Rennwagen schossen die Sämlinge schon nach ca. zweieinhalb Tagen durch die Erdoberfläche und erfreuten sich einer täglichen Lichtperiode von 20 Stunden (die gesamte Kultur über). Darauf folgte ein sehr buschiges, da stark kompaktes und reich verzweigtes Wachstum mit dunkelgrünen, recht schmalen Laubblättern. Die beiden Pflanzen gingen ungefähr zu dem von Sensi Seeds angegebenen Zeitpunkt (drei Wochen) automatisch in Blüte, eine von ihnen mit zwei Wochen und vier Tagen sogar ein bisschen schneller, während es bei der anderen exakt drei Wochen dauerte. Als sich die ersten weiblichen Vorblüten zeigten, waren die Pflanzen 34 und 38 cm hoch.

In der Blütephase gaben die Pflanzen mächtig Gas

Eine Woche später begannen sie, bei der Blütenproduktion kräftig aufs Gaspedal zu drücken. Und während sie schon bald erstaunlich üppige Mengen an Blütenclustern bildeten, streckten sich die beiden Plants gleichzeitig auch noch munter. Eine von ihnen offenbarte nach Ende der gut dreiwöchigen Streckungsphase ein etwas offeneres, ausladenderes Zweiggerüst als das andere, immer noch sehr buschige Exemplar, sie blieb aber bis zum Kulturende schön kompakt und stabil. Ellis D. staunte über die eindrucksvolle, sehr dynamische Blütenentwicklung: „In dieser Sorte steckt jede Menge Blühkraft! An den Haupt- und vielzähligen Seitentrieben sind innerhalb von sechs bis sieben Wochen fette, groß dimensionierte und sehr harte Buds entstanden, die sich hinter der originalen Skunk #1 nicht verstecken müssen. Besonders beeindruckend finde ich, dass das Blüten/Blätter-Verhältnis so wahnsinnig hoch ist, solch blattarme Spitzen sind mir bei Auto-Sorten bislang nur sehr selten untergekommen – eine absolut „haarige“ Sache. Die Dichtigkeit und Härte der Buds ist enorm, sie geben keinen Millimeter nach, wenn man sie sanft drückt. Auch der schöne dichte Harzbesatz kann sich sehen lassen, wobei es interessant und auffällig ist, dass Skunk #1 Automatic sehr kurzstielige Trichome erzeugt. Was für die Potenz aber keine Rolle spielt, denn das THC reichert sich bekanntermaßen in den Harzdrüsenköpfen und nicht in den Drüsenstielen an. Geruchlich fühle ich mich ebenfalls an Skunk #1 erinnert, weil die Buds beider Pflanzen einen sehr süßen, leicht stechenden Duft verströmen.“ 

 Sensi Seeds-Sortenportrait: Skunk #1 Automatic - Sensi Seeds Blog

Ideales Indoor-Wachstumsmodell mit üppigen Erträgen

Die Pflanze, die etwas eher in Blüte gegangen war, wurde auch eher fertig, nach einer Gesamtkulturzeit von 65 Tagen konnte Ellis D. zur Schere greifen und das 68 cm hohe Exemplar ernten. Sie hatte einen kapitalen klotzigen Head-Bud sowie etliche hübsche Side-Buds gebildet, in einem normalen Größenverhältnis zueinander. Bei der zweiten, bis zum Ende sehr buschig gebliebenen Pflanze waren die Side-Buds hingegen fast so groß und dick wie der Head-Bud – ein ziemlich spektakulärer Anblick. Sie gelangte nach 69 Tagen Kulturzeit zur Reife und war am Ende 61 cm hoch. Damit erreichten beide Skunk #1 Automatic-Plants pünktlich die Ziellinie, und mit ihrem kurz-kompakten, handlichen Wachstumsmodell hatten sie sich als ideale Indoor-Pflanzen erwiesen. Nach der Trocknung erinnerten die Buds mit ihrer Unzahl von dicht platzierten bräunlich-orangefarbenen Blütennarben an einen Fuchspelz. Beim Wiegen der Ernte sollten sich Ellis D.‘s hohe Erwartungen bestätigen, denn es schlugen Erträge von 59 und 72 Gramm zu Buche. „Das ist für Auto-Plants sehr beachtlich und üppig, die Skunk-Gene haben hier zweifellos ganze Arbeit geleistet“, lobte Ellis D. Das Trockenaroma der Buds war immer noch sehr süß und etwas schärflich, hatte sich nun aber weiter ausdifferenziert und offenbarte eine Weihrauchnote sowie im Unterton etwas Waldiges, das Ellis D. an Wacholder erinnerte.

Tiefenentspannt wie nach einem ausgiebigen Saunagang

Als Ellis D. sich die erste Tüte mit Skunk #1 Automatic angesteckt hatte, legte das Auto-Gras einen rasanten Start hin, nach zwei, drei Zügen klingelte es mächtig in seinem Kopf und sein Gesicht verklärte sich zu einem Lächeln, denn er fühlte eine Euphoriewelle in sich ansteigen. Welche zunächst energiegeladen daherkam und stark anregend in seinen Gehirnwindungen pulsierte, aber ungefähr 30 Minuten später dann nach und nach einem stark ausgeprägten Kopf- und Körper-Stone wich, Ellis D. fühlte sich wohlig benommen und weich wie Wachs, tiefenentspannt wie nach einem ausgiebigen Saunagang. Mehr als anderthalb Stunden blieb die Wirkung intensiv, dann begann sie abzuflauen. „Man spürt das Skunk #1-Erbe beim Turn sehr deutlich, die Automatik-Version kommt dem heftig potenten Original auch hier erstaunlich nahe“, berichtete Ellis D, und fuhr fort: „Dazu gesellte sich ein vorzüglicher Flavour, ausnehmend süß und mit einer feinen pikanten Würze ausgestattet, von rauer Ruderalis keine Spur. Skunk #1 Automatic produziert einen sanften, „runden“ Rauch, der den Gaumen umschmeichelt und einen bleibenden Eindruck, sprich länger währenden Nachgeschmack hinterlässt. Insgesamt kann ich nichts als Lob verteilen für diesen Auto-Strain, er wird der berühmten Mutter Skunk #1 absolut gerecht und hat sie erfolgreich ins Reich der Selbstblüher überführt. Kein Zweifel, Skunk #1 ist  mit neuem Automatik-Getriebe spritzig und mit reichlich PS aus der Zucht-Garage von Sensi Seeds geschossen und hat sich gleich auf die Überholspur begeben!“

Green Born Identity – G.B.I.

 

Kulturdaten:

 

Sorte Skunk #1 Automatic
Genetik Indica-dominant
Kulturdauer 65 und 68 Tage
Medium Compo-Erde, 11 Liter-Töpfe
pH 6,4-6,7
EC max. 1,6 mS
Beleuchtung vegetativ: 1x SANlight S4W = 140 Watt

Blüte: 2x SANlight S4W = 280 Watt

Temperatur 23-28°C tagsüber, 18-20°C nachts
Luftfeuchtigkeit 60% (Wachstum), 40% (Blüte)
Bewässerung von Hand
Dünger Organic Bloom Liquid von Green Buzz Liquids
Zusatzmittel More Roots, Humin Säure Plus, Big Fruits, und Clean Fruits von Green Buzz Liquids
Höhe 61 und 68 cm
Ertrag 59 und 72 g

 

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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