In diesem Grow Report berichten wir von unseren Erfahrungen mit Neon Frost Feminisiert, einer Indica-dominanten Hybride, die wir gemeinsam mit Aficionado French Connection entwickelt haben. Die Sorte überzeugt mit kompaktem Wuchs, großer Trainierbarkeit, hohem Ertrag und außergewöhnlicher Potenz.
Totale Anbauzeit: 100 Tage
Blütephase: 72 Tage
Endhöhe: 77 cm
Endausbeute: 99 Gramm
THC-Gehalt: 26 %
Neon Frost Feminisiert ist eine 60 % Indica, die von Leo Stone in Kalifornien für Sensi Seeds Breeding Grounds 2026 entwickelt und anschließend von Aficionado French Connection in ihrer Outdoor-Zuchtanlage in Kolumbien verfeinert wurde. Als Kreuzung aus (Brawndo × Pianono) × Afghani #1 vereint sie Gene von Key Lime Pie, Sorbetto, Runtz und Trufflez.
Für diesen Grow setzten wir unsere Neon Frost Feminisierte Cannabis-Pflanze in einen 8-Liter-Kunststofftopf, der mit Lavaerde von BAC gefüllt war. Eine 1000 Watt starke HPS-Lampe von Philips Green Power diente als Beleuchtung, eingestellt auf 18/6 in der Wachstumsphase. Die Tagestemperatur im Grow-Raum lag konstant bei 23 °C, nachts sank sie auf 21 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit betrug zu Beginn 65 % und wurde mit zunehmender Reife der Pflanze schrittweise gesenkt.
Keimung & Sämling
Die Keimung verlief unkompliziert. Wir befeuchteten einige Papierhandtücher auf einem Teller, sodass sie feucht, aber nicht tropfnass waren, platzierten den Samen darauf, bedeckten ihn mit einem weiteren feuchten Tuch und steckten alles in einen offenen Plastikbeutel. Diesen stellten wir an einen warmen, dunklen Ort und ließen alles in Ruhe.
Nach ein paar Tagen hatte sich die Samenschale geöffnet und die Pfahlwurzel lugte heraus. Der Samen kam in einen angefeuchteten Steinwollwürfel (Wurzel nach unten) unter eine 600-Watt-Lampe. Frische Sämlinge verzeihen wenig. Zu viel Licht, Wärme oder Wasser kann dauerhaften Schaden anrichten.

Drei Tage später folgte die erste Bewässerung: 100 ml pH-reguliertes Wasser (pH-Wert: 6,2 | EC-Wert: 0,8) mit etwas Wurzelstimulator. Am Ende der ersten Woche zeigte unser Neon Frost Feminisierter Sämling sein erstes Blattpaar und sah kerngesund aus. Er war zu diesem Zeitpunkt 3 cm groß.
Wachstumsphase

Am Ende der zweiten Woche hatte unsere Neon Frost Feminisierte Cannabis-Pflanze kaum an Höhe gewonnen (gerade mal 4 cm), dafür entwickelte sie schnell neue Blätter. Jetzt war es Zeit für den Umzug in den 8-Liter-Kunststofftopf unter die 1000-Watt-Lampe und die erste richtige Bewässerung: täglich 200 ml Wasser (pH-Wert: 6,0 | EC-Wert: 1,4) mit flüssigen Bio Grow-Nährstoffen.


In der dritten Woche nahm das Wachstum Fahrt auf. Die Pflanze kam auf 9 cm, mehr als das Doppelte ihrer vorherigen Höhe. Sie bildete mehrere neue Blattpaare entlang recht enger Internodienabstände. Da die Blüte in der nächsten Woche starten sollte, erhöhten wir die tägliche Wassermenge auf 400 ml.
Als letzte Vorsichtsmaßnahme vor der Blüte hängten wir kleine Beutel mit Neoseiulus californicus und Amblyseius swirskii an die untersten Zweige. Diese rein symbiotischen Raubmilben richten keinen Schaden an der Cannabis-Pflanze an, machen sich aber über Schädlinge wie Thripse und Spinnmilben her, bevor diese dauerhaften Schaden anrichten können. Alle vier Wochen wurden die Beutel ausgetauscht, damit stets frischer Nachschub vorhanden war.
Blütephase


Zu Beginn der vierten Woche war es Zeit, die Blüte einzuleiten. Wir stellten den Lichtzyklus auf 12/12 um, senkten die Luftfeuchtigkeit auf 60 % und wechselten auf täglich 800 ml Wasser (pH-Wert: 6,0 | EC-Wert: 1,8) mit flüssigen Bio Flower-Nährstoffen. Am Ende der Woche stand unsere Neon Frost Feminisierte Pflanze bei 14 cm. Der Hauptstamm hatte sich spürbar gestreckt, die ersten Seitenzweige zeigten sich an den untersten Knoten, und die Fächerblätter waren schmal und gesund.


In der fünften Woche ging es langsam aber stetig weiter. Die Pflanze legte 6 cm zu und erreichte 20 cm. Ein Teil davon war frisches Blattwachstum oben, weiter unten streckte sich die Pflanze wie in der Vorblüte üblich. Während die Internodienabstände kaum zunahmen, blieben die Seitenzweige noch kurze Triebe. Da die Blüte jeden Moment einsetzen konnte, erhöhten wir die tägliche Wassermenge auf 1000 ml.


In der sechsten Woche legte die Pflanze einen Gang zu und kletterte auf 29 cm, hauptsächlich durch frisches Blattwachstum am Hauptstamm bei moderaten Internodienabständen. Die Seitenzweige entwickelten sich zusehends. Blüteanzeichen gab es noch keine, aber alles war bereit. Wir erhöhten die Wassermenge auf 1500 ml pro Tag. Dieser Wert blieb unverändert bis zum Ende des Grows.


In der siebten Woche folgte der größte Wachstumsschub des gesamten Grows: 17 cm in sieben Tagen, neue Höhe: 46 cm. Neben frischem apikalem Wachstum streckte sich die Pflanze kräftig, die Internodienabstände weiteten sich langsam aus. Die Seitenzweige waren inzwischen vollständig ausgebildet und wuchsen ebenso stark nach oben wie nach außen. Entsprechend nahm die Pflanze eine kompakte, zylindrische Form an.


In der achten Woche verlangsamte sich das Wachstum wieder, und die Pflanze schloss die Woche bei 52 cm ab. Fast alles davon war apikales Wachstum, die Seitenzweige zogen aber ordentlich mit und gaben der Pflanze langsam eine klassische Weihnachtsbaum-Form. Von der Blüte noch keine Spur, aber es war nur noch eine Frage der Zeit.


In der neunten Woche wuchs die Pflanze auf 58 cm. Das Höhenwachstum trat zunehmend in den Hintergrund. Die Seitenzweige dagegen, vor allem im unteren Bereich, legten kräftig zu. Wir sahen die ersten Blüteanzeichen: An den Blühstellen öffneten sich kleine Büschel weißer Blütenstempel. Der Hauptstamm ragte kaum noch über das untere Blätterdach hinaus. Insgesamt handelte es sich um eine kompakte, schlanke Pflanze mit vielen verzweigten Trieben.


In der zehnten Woche erreichte die Pflanze 62 cm und die Blüte lief nun richtig an. Der Hauptstamm schob sich weiter über das untere Blätterdach, die Cola nahm langsam Form an. An den untersten Zweigen machte sich das wachsende Gewicht der Buds bereits bemerkbar. Sie begannen nachzugeben, und das sollte in den nächsten Wochen nicht besser werden. Stützung brauchte es trotzdem keine.


In der elften Woche wuchs die Pflanze auf 67 cm. Die Luftfeuchtigkeit senkten wir auf 55 %. Oben dominierte längst die Hauptcola das obere Viertel der Pflanze, und wer täglich in den Grow-Room schaute, sah den Unterschied: Die Buds wurden von Tag zu Tag größer und dichter.




In der zwölften und dreizehnten Woche stand unsere Neon Frost Pflanze bei 75 cm und war kaum wiederzuerkennen: von oben bis unten dichte, klebrige Buds, die untersten Zweige weit über den rechten Winkel hinausgezogen, aber die Pflanze selbst kerngesund und üppig wie nie.





In der vierzehnten Woche ernteten wir unsere Neon Frost Feminisierte Cannabis-Pflanze.
Ernte
Als unsere Neon Frost Feminisierte Cannabis-Pflanze erntereif war, schnitten wir sie an der Basis ab, befreiten sie von den großen Fächerblättern und hängten sie kopfüber in den Trockenraum. Dort herrschten konstant 15,5 °C bei 50 % Luftfeuchtigkeit. Sie blieb hängen, bis die dünnsten Zweige beim Biegen knackten. Das dauert zwischen 10 und 20 Tagen.
Beim Trimmen war etwas mehr Geduld gefragt als sonst. Die getrockneten Buds waren ausgesprochen blättrig. Dafür waren sie groß, und die Pflanze hatte keine übermäßige Menge davon produziert. Nach dem Trimmen kamen die Blüten in Glasgefäße zur Aushärtung.
Die ersten 24 Stunden blieben die Deckel offen, damit die überschüssige Feuchtigkeit entweichen konnte. Danach wurden die Gläser verschlossen und regelmäßig gelüftet – zu Beginn mehrmals täglich, später nur noch einmal. Vier bis sechs Wochen sollte man für eine ordentliche Aushärtung einplanen. Wer das überspringt, merkt es spätestens beim Rauchen.
Das Ergebnis: 99 Gramm getrocknete Blüten mit einem THC-Gehalt von 26 %. Ganz schön beeindruckend diese Pflanze!
Terpen-Profil
Mit Beginn der Blüte machte sich unsere Neon Frost Feminisierte Cannabis-Pflanze im Raum bemerkbar: cremige Tropenfrucht mit spritzigen Limetten-Sorbetto-Akzenten aus der Pianono-Linie, dazu süße Candy-Noten und darunter sogar ein leicht chemischer Gasgeruch.
Nach der Aushärtung wurde das Profil etwas ruhiger, ohne seinen Charakter zu verlieren: tropische Fruchtnoten und Limetten-Sorbetto, schön ausbalanciert von einem scharfen Diesel-Kick mit erdigen, moschusartigen Untertönen. Beim Probieren kam zuerst ein Schub cremiges Frucht-Sherbet, der schnell in süße Limette mit tropischen Sirupnoten überging. Den Abschluss machte ein gasiger, moschusartiger Nachgeschmack mit einem langen Zitrus-Ausklang.
Die Wirkung war dynamisch und ausgewogen zugleich. Ein euphorischer Kopfschub setzte sofort ein und hob die Stimmung spürbar, selbst wenn man nicht gerade in Bestform war. Allmählich wandelte sich das in ein warmes, entspannendes Körpergefühl, das die Muskeln löste, ohne einen auf die Couch zu nageln. Kreativ, gesellig, stimmungsaufhellend: Neon Frost Feminisiert macht sich auf geselligen Abenden ebenso gut wie bei intensiven Sinneserfahrungen.
Fazit
Neon Frost Feminisiert braucht etwas mehr Zeit als vergleichbare Sorten, aber für eine so kompakte Pflanze liefert sie beeindruckende Erträge. Dazu eine außergewöhnliche Potenz und ein vielseitiges Wachstumsmuster, das sich gut trainieren lässt. Wer auf begrenztem Raum das Maximum herausholen will, ist hier genau richtig.
- Disclaimer:Die Gesetze und Vorschriften zum Cannabisanbau sind von Land zu Land unterschiedlich. Sensi Seeds rät Ihnen daher dringend, Ihre lokalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Handeln Sie nicht im Widerspruch zum Gesetz.


