Neue Cannabiszüchtungen
Zeig mir die neuen Sorten!

by Seshata on 24/04/2013 | Anbau

Was Sie über Cannabisblätter wissen müssen

Cannabisblätter Blätter sind der am besten erkennbare und bekannteste Aspekt der Cannabispflanze. Sie dienten Kunstwerken jahrtausendelang als wichtiges Motiv und zwar in so grundverschiedenen Ländern wie Japan oder Ägypten. Trotz der in den lokalen Cannabispopulationen der Natur anzutreffenden großen Vielfalt unterscheiden sich die Blätter der diversen Sorten äußerlich nicht sonderlich voneinander.


Die Phyllotaxis (Blattstellung) des Cannabisblatts

Laut Standard-Phyllotaxis sind Cannabisblätter ein Gemisch (mit multiplen Blättchen im Gegensatz zur einfachen Stellung, bei der ein einziges Blatt aus dem Stiel wächst), und sie sind dekussiert (kreuzgegenständig) statt wechselständig angeordnet. Die gegenständigen (gegenüberliegenden) Blätter erscheinen paarweise , eines an jeder Seite des Stiels, mit einem deutlichen vertikalen Zwischenraum zwischen den Blattpaaren. Die dekussierten Blätter sind gegenständig angeordnet, aber jedes neue Blattpaar bildet einen rechten Winkel zum vorhergehenden Paar. Die wechselständigen Cannabisblätter wachsen einzeln aus dem Stiel und tauschen die Seiten, wenn die Pflanze in die Höhe wächst.

Japanisches Höhlenbildnis einer Hanfpflanze. Des Weiteren werden Pferde, Menschen und Wellen dargestellt. Die Maltechnik ist simpel.

Auch wenn Cannabisblätter für gewöhnlich dekussiert angeordnet sind, können die Blätter in einem wechselständigen Muster hervorgebracht werden, wenn die Pflanze kurz vor der Blüte steht. Interessanterweise weisen regenerierte Pflanzen eine wechselständige Phyllotaxis auf. Experimente mit Hanf zeigten, dass früh gepflanzte Probeexemplare, die in geringer Helligkeit blühten, aber nicht abstarben, neue wechselständige Blätter hervorbrachten, wenn die Sonne länger schien. Das ursprüngliche neue Wachstum war einfach statt gemischt, und im Verlauf des neuen Blattwuchses erhöhte sich die Anzahl der Blättchen allmählich.

Manches weist darauf hin, dass dieses Phänomen zu vegetativem Wachstum von stark erhöhter Lebenskraft führt, auch wenn die hierfür verantwortlichen genetischen Prozesse noch nicht voll verstanden wurden. Es wird angenommen, dass sich die kreuzgegenständige Phyllotaxis in der Evolution erst vergleichsweise spät aus einem Vorfahren mit wechselständigen Blättern bildete, und dass die Gene, die die kreuzgegenständige Phyllotaxis steuern, etwa um die Zeit der Infloreszenz (Blütenstand) „ausgeschaltet“ werden.

Ein Diagramm, dass Blätter zeigt, die entlang ihres Stiels paarweise sortiert sind. Beschriftung unter den Stielen (von links nach rechts): wechselständige Blattstellung, zweizeilige Blattstellung, kreuzgegenständige Blattstellung und quirlige Blattstellung. Damit werden die verschiedenen Arten der Blatt-Arrangements beschrieben.

Unterschiede zwischen den Blättern der drei hauptsächlichen Unterarten

Lassen wir die Extravaganzen des Blattwuchses von Cannabis einmal für einen Moment beiseite und werfen einen Blick auf die Unterschiede zwischen den drei wichtigsten Unterarten von Cannabis. C. sativa -Blätter sind lang und schmal, oft mit ausgeprägt gezackten Rändern, was den Blättern ein zerklüftetes, fast stacheliges Aussehen verleiht. Die Färbung der Sativa -Blätter reicht von hellem Limonengrün bis hin zu schwärzlichem Grün bei den dunkelsten Blättern. Die größten Cannabisblätter können bis zu dreizehn Blättchen haben.

Das Diagramm zeig die verschiedenen Arten von Cannabispflanzen in einem vertikalen Arrangement. Sativa ist hellgrün gezeichnet, mit langen und dünnen Blättern. Indica ist dunkelgrün gezeichnet, mit breiteren Blättern. Ruderalis, hier mattgrün dargestellt, mit kleineren, gedrungeneren Blättern.

C. indica-Blätter sind dahingegen viel breiter; die größten weisen gewöhnlich weniger Blättchen auf – etwa sieben bis neun – als die größten Sativa -Blätter. Indica -Blätter sind häufig tief olivgrün, ganz hellgrüne Blätter kommen selten vor und sind oft ein Zeichen eines Nährstoffmangels.

C. ruderalis -Blätter sind im Allgemeinen kleiner als die der anderen Unterarten, da die reife Pflanze insgesamt viel kleiner ist, und die größten Blätter enthalten etwa fünf bis dreizehn Blättchen. Ruderalis -Blätter ähneln gewöhnlich mehr denen der Indica in Bezug auf die Breite, obwohl sie viel schmaler sein können als ein normales Indica -Blatt.

Mutierte Blattmuster bei Cannabis

Die unglaubliche, weltweite Vielfalt bei der Morphologie (Formenlehre) der Cannabissorten hat dazu geführt, dass gelegentlich einige sehr ungewöhnliche Blattmuster auftreten. Viele dieser Merkmale werden wegen ihrer äußerlichen Verschiedenheit zu „normalen“ Cannabisblättern als ausgesprochen wünschenswert betrachtet. Können sie doch in den Regionen, in denen der Anbau illegal ist, zur Tarnung eines Gewächses vor den Augen der Gesetzeshüter dienen.

Vernetzte CannabisBlätter

Vernetzte Blätter sind eine häufige Mutation, die verschiedene Züchter versucht haben zu festigen. Diese Bemühungen waren leider nicht so erfolgreich, dass vernetzte Sorten nun zum Kauf angeboten werden könnten, obgleich es früher möglich war, vernetzte Sorten wie zum Beispiel Ducksfoot in Samenform bis zur Quelle zurückzuverfolgen.

Eine Fotografie, die Cannabisblätter mit „Schwimmhäuten” zeigt.

Quirlblättrige Phyllotaxis

Die quirlblättrige Phyllotaxis ist eine weitere häufige Mutation, allerdings ist sie als Tarnungsmerkmal weniger wünschenswert, da die Pflanzen immer noch eindeutig dem Cannabis ähneln. Dennoch finden viele Züchter dieses Merkmal aus kosmetischen Gründen begehrenswert, und manche glauben sogar, dass solche Pflanzen potentere Blüten erzeugen, obwohl das nicht nachgewiesen werden konnte.

Eine Fotografie von oben, die eine junge Cannabispflanze mit wirbelförmiger Blattstellung zeigt.

Australischer Bastard-Cannabis

Der Australische Bastard-Cannabis ist wahrscheinlich die auffallendste der bisher entdeckten Cannabismutationen. Man vermutet, dass diese Mutation zuerst in entwichenen Populationen rund um Sydney gesehen wurde. Züchter versuchten, das Merkmal zu stabilisieren, jedoch ohne kommerziellen Erfolg. Diese Mutation nimmt die Form haarloser, fleischiger Blättchen an, gewöhnlich kommen nicht mehr als fünf davon auf ein Blatt. Die einzelnen Blättchen werden höchstens ein paar Zentimeter lang.

Fotografie von australischem Bastard-Cannabis. Zu erkennen sind die haarlosen, saftigen Blattfinger von nur wenigen Zentimetern Länge.

Zweifellos geht eine große Faszination von Cannabissorten aus, die dem normalen Cannabis nicht gleichen. Aber dessen ungeachtet sind die meisten Versuche, lebensfähige Sorten unter Zuhilfenahme dieser Gene zu züchten, letztlich fehlgeschlagen. Was eigentlich keine Überraschung ist, denn die besten Ergebnisse werden eben gewöhnlich durch gesunde Pflanzen erzielt, die normale Merkmale aufweisen. Doch der Erfolg der Züchtung von Ruderalis -Genmaterial (das einen geringen Anteil an Cannabinoiden enthält) mithilfe potenterer Sorten ist ein Zeichen dafür, dass weitere Forschungen bessere Resultate erreichen können.

Kommentar Abschnitt

Senden Sie den Kommentar

out of order

thanks for the information!!! very helpful!!!!

15/07/2017

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie einen Namen ein
Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
Read More