Cannabiskonsum während Schwangerschaft, Geburt und darüber hinaus

Der Cannabiskonsum während Schwangerschaft und Geburt bleibt ein kontroverses Thema. Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat einige Literatur veröffentlicht, mit widersprüchlichen Ergebnissen. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass Cannabis für einige Frauen die Morgenübelkeit sowie die ansonsten mit der Schwangerschaft verbundenen Schmerzen und Wehen lindern kann.

Die Frage, ob es schädlich ist, Cannabis während der Schwangerschaft zu konsumieren, hat in den letzten Jahren große Kontroversen ausgelöst, da das nützliche Kraut medizinisch und sozial immer mehr akzeptiert wird und die Konsumraten weiter steigen.

Nach derzeitigem Konsens kann starker Cannabiskonsum während der Schwangerschaft zu einer Verringerung des Geburtsgewichts von Säuglingen führen und möglicherweise das Risiko von Erkrankungen wie Präeklampsie erhöhen. Das Ausmaß, in dem dies geschieht, kann jedoch von der Art des Konsums und verschiedenen anderen Faktoren abhängen.

Neben vielen wissenschaftlichen Untersuchungen, die vor den Gefahren von Cannabis während der Schwangerschaft warnen, gibt es auch viele Hinweise, die auf etwas anderes hindeuten. Obwohl nicht die Mehrheitsmeinung, soll Cannabis die Geburtserfahrung verbessern, indem es Schmerzen reduziert und eine neue Perspektive bietet.

Neue Forschungen deuten auf einen Zusammenhang zwischen Cannabis und frühen Entwicklungsproblemen hin

Es kann in Ordnung sein, zu bestimmten Ereignissen während der Schwangerschaft kleine Mengen Cannabis zu verabreichen, wobei die Entscheidung für eine andere Konsummethode als das Rauchen das Risiko von Entwicklungsstörungen verringern kann. Eine Studie aus dem Jahr 2012 ergab jedoch, dass in sehr frühen Phasen der Schwangerschaft bereits geringe Schwankungen des Endocannabinoidspiegels die Embryonalentwicklung beeinflussen können. Forscher fanden heraus, dass entweder die Stillegung oder die Verstärkung der Endocannabinoid-(Anandamid)-Signalisierung über den CB1-Rezeptor bei schwangeren Mäusen die Rate verändert hat, mit der sich neue Plazentazellen (insbesondere Trophoblasten) bilden und zur Gebärmutterwand wandern.

Obwohl die Ergebnisse bei Menschen nicht reproduziert werden konnten, führte die Ähnlichkeit zwischen der Funktion des Endocannabinoidsystems bei Mäusen und Menschen zu dem Schluss, dass „die Exposition gegenüber Cannabisprodukten die frühe Embryonenentwicklung beeinträchtigen kann, die dann später in der Schwangerschaft fortgesetzt wird“.

Unter normalen Umständen verbinden sich die Trophoblasten mit dem Endometrium zu der Plazenta, so dass der Embryo die Nährstoffe erhalten kann, die er zum Überleben benötigt. Eine Verringerung der Trophoblastenmigrationsrate kann zu Unregelmäßigkeiten bei der Implantation von Föten führen, was das Risiko von Fehlgeburten und späteren Entwicklungsstörungen erhöhen kann.

Die frühe Trophoblasten-Dysfunktion wurde auch bei späteren Fehlgeburten (einige Formen) mit einer Verringerung der Plazenta-Aktivität und des fetalen Wachstums verbunden, bevor es schließlich zum Tod des Fötus kam. Es sind jedoch noch weitere Untersuchungen erforderlich, bevor zuverlässige Rückschlüsse auf den Zusammenhang zwischen Endocannabinoidspiegel und Trophoblasten-Dysfunktion gezogen werden können.

Cannabiskonsum in der frühen Schwangerschaft und Hirndysfunktion im späteren Leben

Da das Endocannabinoidsystem so eng mit der neuronalen Aktivität im zentralen Nervensystem verbunden ist, kann der Cannabiskonsum in der frühen Schwangerschaft einen Einfluss auf die frühe  Gehirnentwicklung haben. THC, das die plazentare und fetale Blut-Hirn-Schranke passieren kann, um den sich entwickelnden Fötus direkt zu beeinflussen, wird besonders als Einflussfaktor für die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten angesehen.

Eine Studie der Christchurch School of Medicine (Neuseeland) ergab jedoch, dass der mütterliche Cannabiskonsum während der Schwangerschaft zwar mit einem nachweislich geringeren Geburtsgewicht verbunden war, diese Reduktion jedoch im Durchschnitt nur 90 Gramm betrug (was statistisch als unbedeutend angesehen wird), und es gab keinen Zusammenhang mit Fehlgeburten oder postnatalen Beeinträchtigungen.

Eine Studie von 1986 untersuchte, ob es Unterschiede zwischen den Rassen gab, mit durchaus interessanten Ergebnissen. Weiße Frauen, die über regelmäßigen Cannabiskonsum während der Schwangerschaft berichteten, hatten ein signifikant höheres Risiko einer Geburt mit geringem Geburtsgewicht oder geringer Körpergröße und ein erhöhtes Risiko einer vorzeitigen Geburt. Nicht weiße Frauen waren hingegen keinem größeren Risiko ausgesetzt als dem, das bereits mit der Ethnizität konnotiert ist.

Schließlich ergab eine Studie aus dem Jahr 2018, dass der mütterliche Cannabiskonsum nicht mit psychotischen Symptomen verbunden war.

Die Auswirkungen von Kultur, Ethnizität und sozioökonomischem Hintergrund

Eine viel zitierte Studie, „Effects of Marijuana Use during Pregnancy on Newborn Cry“ (Dreher et al, 1989), zeigte, dass Säuglinge von cannabisrauchenden Müttern in Jamaika kürzere, heisere (dysphonisch) Schreie sowie eine höhere und variablere Grundfrequenz zeigten.

Diese akustischen Eigenschaften zeigen sich häufig bei Säuglingen, die ein perinatales Risiko hatten und Entwicklungsstörungen aufweisen. Interessanterweise beschränkte sich dieser Effekt auf cannabisrauchende Mütter; diejenigen, die Cannabistee konsumierten, gebaren Nachkommen mit Schreiverhalten im normalen akustischen Bereich.

Dreher fuhr fort, die neurobehavioralen Auswirkungen der pränatalen Marihuana-Exposition auf Neugeborene zu dokumentieren (24 exponierte und 20 nicht exponierte Neugeborene). Exponierte und nicht exponierte Neugeborene wurden im Alter von drei Tagen und einem Monat verglichen, von denen die Hälfte der Mütter während der Schwangerschaft unterschiedlich häufig Cannabis konsumiert hatte. Es wurde kein erkennbarer Unterschied im Geburtsgewicht zwischen den Gruppen festgestellt.

Als die Säuglinge nach der „Brazelton Neonatal Behavioral Assessment Scale (NBAS)“ getestet wurden, gab es zunächst keinen Unterschied, aber nach 30 Tagen schnitten die Nachkommen derjenigen, die Cannabis konsumierten (sowohl geraucht als auch als Tee eingenommen), signifikant besser ab, was die Reflexe und die autonome Stabilität (Fähigkeit, das autonome Nervensystem zu regulieren) betraf. Kinder von cannbaiskonsumierenden Müttern waren weniger gereizt und konnten sich leichter sozialisieren; die Mütter selbst berichteten von einer Linderung der Müdigkeit und Übelkeit während der Schwangerschaft.

Die soziale Akzeptanz von Cannabis kann das Risiko von Entwicklungsproblemen verringern

In dieser Stichprobe waren die Mütter, die Cannabis konsumierten, jedoch oft von größerer wirtschaftlicher Unabhängigkeit und genossen häufiger die Vorteile enger, umfassender sozialer Netzwerke. Dieses kulturelle Phänomen ist in Jamaika weit verbreitet, wo soziales Rauchen als Mittel zur Stärkung der Beziehungen angesehen wird.

Darüber hinaus sind kommunale Lebensformen bei den verschiedenen spiritistischen Gruppen des Landes relativ verbreitet. Je stärker der Cannabiskonsum, desto größer ist der Grad der Unabhängigkeit und sozialen Integration der Frau. Diese reiche Umgebung kann zum Teil die verbesserte Entwicklung bei den Nachkommen der Nutzer erklären.

Umgekehrt werden in den USA die Cannabiskonsumenten mit einem geringeren Bildungsniveau, einem niedrigeren Einkommen, einer größeren Abhängigkeit von Sozialhilfe und einem niedrigeren Niveau der allgemeinen Lebenszufriedenheit in Verbindung gebracht.

Die stärksten Konsumenten in der jamaikanischen Studie konsumierten täglich Cannabis, während die Probanden der Boston-Studie deutlich zurückhaltender konsumiert hatten (etwa gab es keine täglichen Konsumenten). Um den genauen Zusammenhang zwischen Problemen in der Schwangerschaft, ethnischer Herkunft und kultureller Einstellung zu Cannabis zu ermitteln, sollten weitere Studien mit dieser speziellen Fragestellung durchgeführt werden.

Cannabis während der Geburt

In der Vergangenheit wurden Cannabis und Hanf dazu verwendet, um auf natürliche Weise Wehen zu induzieren oder Blutungen zu stoppen, Schmerzen zu lindern oder den Prozess der Laktation zu starten.

Während der Geburt stellen einige Frauen fest, dass Cannabis Angst und möglicherweise sogar Paranoia auslösen kann, während andere mit einem Gefühl der Entspannung, des Humors, der Neugier und der Offenheit reagierten.

In einem Interview behauptet Ina May Gaskin, eine US-amerikanische Hebamme (in den USA Certified Professional Midwife, CPM), die als „mother of authentic midwifery“ („Mutter der authentischen Geburtshilfe“) bezeichnet wurde, dass ein Sinn für Humor und Lachen während der Geburt durchaus von Vorteil ist. Es wird angenommen, dass Cannabis sowohl einen signifikanten Einfluss auf die Kontraktionen als auch einen hormonellen Einfluss hat. Es kann auch eine neue Perspektive auf Schwangerschaft, Geburt und Empfängnis geben.

Vieles, das während der Geburt passiert, hat mit Instinkten zu tun und geschieht weit unterhalb der Ebene des bewussten Geistes. Cannabis kann einer Frau helfen, ihr Vertrauen in den Geburtsvorgang zu stärken und den Prozess nicht immer und immer wieder angstvoll zu überdenken. Frau Gaskin verweist auch darauf, dass eine Geburt so frei wie möglich gestaltet werden sollte und dass Frauen ermutigt werden sollten, ihrem eigenen Bauchgefühl zu folgen.

Historische Hinweise auf die Verwendung von Cannabis in der Hebammenpraxis

Historische Hinweise auf den therapeutischen Einsatz von Cannabis für eine Vielzahl von weiblichen Zuständen gehen bis auf das siebte Jahrhundert v. Chr. zurück. In seinem Buch „Cannabis Treatments in Obstetrics and Gynecology: A Historical Review“ schreibt Dr. Ethan Russo, dass Teile der Cannabispflanze, einschließlich ihrer Blüten und Samen, in der Antike verwendet wurden, um Kontraktionen zu induzieren, Fehl- und Totgeburten zu verhindern und postnatale Blutungen zu reduzieren.

Der Tradition nach benutzten Wikinger und die Germanen im Mittelalter Cannabis als Mittel gegen Wehen.

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren Cannabis-Tinkturen in den westlichen Kulturen ein beliebtes Produkt und es entstand eine Reihe von Rezepten auf Cannabisbasis. So waren beispielsweise nur wenige Tropfen in warmem Wasser eine wirksame Formel gegen Schmerzen bei der Geburt sowie gegen Hysterie und Menstruationskrämpfe. In der Mitte des 19. Jahrhunderts produzierte praktisch jeder Chemiker seine eigene Tinktur.

Studien über Cannabiskonsum in der Hebammenpraxis

Dr. Melanie Dreher hat zusammen mit Kollegen den Cannabiskonsum bei schwangeren Frauen in Jamaika über viele Jahre hinweg untersucht und berichtet, dass die Pflanze traditionell zur Behandlung von Übelkeit und zur Appetitanregung eingesetzt wird. Zugegebenermaßen wird der Konsum von Cannabis in Jamaika nicht offiziell gefördert, genau das Gegenteil ist der Fall. Dennoch betrachten jamaikanische Frauen den Brauch des therapeutischen Cannabiskonsums für sich und ihr ungeborenes Kind als Hilfe und Heilmittel.

In ihrer bereits erwähnten Studie über den Cannabiskonsum in der Schwangerschaft kam Dr. Dreher zu dem Schluss, dass es bisher keinen endgültigen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass der Konsum von Cannabis für den menschlichen Fötus schädlich ist.

In ihrem Buch „Marihuana Mythen, Marihuana Fakten: A Review of the Scientific Evidence“ erklären  John P. Morgan und Lynn Zimmer, dass „Marihuana keinen zuverlässigen Einfluss auf die Geburtsgröße, die Dauer der Schwangerschaft… oder das Auftreten von körperlichen Anomalien“ bei Säuglingen hat. Diese Feststellung scheint auch durch Studien in Großbritannien, den Niederlanden und Australien bestätigt worden zu sein.

Hyperemesis gravidarum (schwere Morgenübelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft)

Hyperemesis gravidarum ist gekennzeichnet durch extreme und anhaltende Übelkeit und Erbrechen während des ganzen Tages, der Nacht und auf nüchternem Magen, sowie durch Gewichtsabnahme. Hyperemesis gravidarum ist eine schwere Schwangerschaftserkrankung, die unbehandelt für Mutter und Kind tödlich sein kann. Etwa 0,3 bis 3,0 Prozent der schwangeren Frauen zeigen schwere Symptome der Hyperemesis gravidarum.

Fallstudienberichte mit werdenden Müttern beschreiben, wie Cannabis das wirksamste – und auch das einzige – Medikament ist, das gegen diese schlimmen Beschwerden hilft. Es beseitigt Übelkeit und Erbrechen, regt den Appetit an und ist ein Verdauungsmittel. In einigen Staaten der USA ist medizinisches Cannabis zur Behandlung von Hyperemesis Gravidarum zugelassen. Dies ist in Europa und in der übrigen Welt noch nicht der Fall.

Dr. Wei-Ni Lin Curry, eine von dieser Krankheit betroffene Frau, beschrieb ihre eigene Situation wie folgt:

„Etwa zwei Wochen vor der Empfängnis meiner Tochter wurde mir unglaublich übel, ich erbrach mich Tag und Nacht. … Ich erbrach Galle in allen Schattierungen und begann bald, Blut zu würgen. … Ich fühlte mich so hilflos und verzweifelt, dass ich zweimal in die Abtreibungsklinik ging, aber beide Male ging ich, ohne den Eingriff durchzuziehen. … Schließlich beschloss ich, medizinisches Cannabis auszuprobieren. …. Nur ein bis zwei kleine Züge nachts, und wenn ich es morgens brauchte, führte das zu einem ganzen beschwerdefreien Tag. Ich ging von nicht essen, nicht trinken, nicht funktionieren, und ständig erbrechen und bluten schnell zu vollständiger Heilung über. … Das Cannabis hat nicht nur mein [Leben] während meiner Hyperemesis gerettet, es hat auch das Leben meines ungeborenen Kindes gerettet.“

Cannabis im Vergleich zu anderen pflanzlichen Mitteln bei Morgenübelkeit

Es kann ratsam sein, den Konsum von Cannabis zu vermeiden, wenn man versucht, schwanger zu werden, da (ähnlich wie bei Alkohol) schon kleine Mengen in den ersten Tagen das anfängliche Wachstum des Fötus stören können. Viele Frauen entscheiden sich jedoch für Cannabistee als relativ sicheres und nebenwirkungsfreies Antiemetikum gegen anhaltende Übelkeit.

In den USA sind keine Medikamente gegen Übelkeit bei Schwangeren zugelassen, was zum Teil auf die Panik durch Thalidomid in den 1960er-Jahren zurückzuführen ist, und relativ wenige sind anderweitig erhältlich. Nach Ansicht vieler Enthusiasten ist pflanzliches Cannabis, das als Aufguss getrunken wird, einfach ein weiteres nützliches Mittel in einer naturheilkundlichen Pharmakopöe, die seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt verwendet wird.

Es wurden Studien über die Sicherheit und Wirksamkeit von gängigen pflanzlichen Antiemetika für die Schwangerschaft durchgeführt. Während die Forschung dem Ingwer bestätigt, dass er eine antiemetische Wirkung hat, die stärker ist als die eines Placebos, gibt es andererseits auch Hinweise darauf, dass er bei Ratten zu einem starken Anstieg der frühen Fehlgeburten führt.

Pfefferminze, ein weiteres weit verbreitetes Mittel gegen Übelkeit, kann ebenfalls die Blutung anregen. Ginseng kann emenagogische und abtreibende Effekte verursachen, obwohl dies umstritten ist. Es wird zwar angenommen, dass diese Vorfälle so selten auftreten, dass sie von vernachlässigbarer Bedeutung sind, aber Vorsicht ist geboten, wenn man versucht, sich mit diesen pflanzlichen Mitteln selbst zu behandeln.

Unzählige Frauen haben diese Mittel über Jahrtausende hinweg eingenommen, ohne dass eine Beeinträchtigung der allgemeinen gesellschaftlichen Gesundheit erkennbar ist. Wie bei allen Medikamenten ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, bevor man sich auf eine Behandlung einlässt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Cannabis tatsächlich sicherer ist als mehrere pflanzliche Heilmittel und auch als viele derzeit weltweit verwendete Medikamente gegen Übelkeit.

Mit zunehmender Forschung über die genauen Wechselwirkungen zwischen einzelnen Cannabinoiden und wie sie die Entwicklung des Fötus beeinflussen, wird klarer, wann man von „sicherer“ Nutzung sprechen kann und wann die Grenze zum „riskanten“ Konsum überschritten wird. Diese Klassifizierung wird von zahlreichen Faktoren abhängen, darunter die Art des konsumierten Cannabis und das Verhältnis der darin enthaltenen Cannabinoide, die Konsummethode und sogar der sozioökonomische und ethnische Hintergrund der Mutter.

  • Disclaimer:
    Dieser Artikel stellt keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt oder eine andere zugelassene medizinische Fachkraft. Sie sollten wegen etwas, das Sie auf dieser Website gelesen haben, weder zögern, Ihren Arzt aufzusuchen, noch deswegen eine medizinische Beratung missachten.

Comments

19 Kommentare zu „Cannabiskonsum während Schwangerschaft, Geburt und darüber hinaus“

  1. In der frühen Schwangerschaft (mind. bis Ende des ersten Trimesters) sollte eine Schwangere auf jegliche solcher Stoffe, wie Nikotin, Koffein, THC, Alkohol usw. verzichten. Darüber hinaus gibt es viele Krankheitsbilder bei den kleinen unschuldigen Babys, wenn Mami während der Schwangerschaft über die Stränge schlägt.

    1. Mami über die Stränge schlägt?…was für ein Unsinn.
      Die ganze Welt is ein grosser Abfallhaufen…und Mami kriegt die Schuld?
      Pfff.
      Man merkt, dass Sie keine Ahnung haben…arme Kinder.
      Cannabis kennt viel mehr Wirkstoffe als nur THC.
      CPD das ist der Stoff um den es geht. Medizinales Marihuana.

      Ich bin felsenbfest davon überzeugt, dass es uns allen gut tun würde, was Gott geschaffen hat und schon tausende Jahre besteht.
      Haltet Euch von der chemischen Keule fern…das ist das Übel und nicht Marihuana.

  2. Marie Johanna

    „Und eine andere Studie in Boston ergab, dass bei weißen Frauen, die Cannabis konsumierten, die Zahl der Geburten zurückging; zudem wurde ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten festgestellt. Dagegen war dieses Risiko bei nicht-weißen Frauen nicht erhöht, abgesehen von den bereits mit ihrer ethnischen Zugehörigkeit verbundenen Risiken.“

    Diese Aussage ist
    a) RASSISTISCH und
    b) nicht logisch

    1. Ääähmm, hattest du verstanden, was du da zitiert hast bevor du es kommentiert hast?
      Es ist gottseidank ja nun überall bekannt, dass die unterschiedlichen ethnien der welt völlig unterschiedliche hormone haben, botenstoffe etc.
      beispielsweise bekommen indische menschen bei einem mückenstich keine juckenden pusteln, da der körper diesen botenstoff dafür gar nicht produziert.
      Wenn man keine ahnung hat einfach mal den mund halten!!!!! Und nicht den menschen rassismus vorwerfen.
      Jetzt könnte man ja auch sagen, dass du ein rassist bist, weil du so denkst, dass es rassistisch gemeint war.
      Es wurde hier wirklich ein artikel hochgeladen, der viele perspektiven beleuchtet und nicht nur einseitig oder ihren interessen folgend dargestellt wird. Besser als in jeder schule oder die aufklärung durch die bundesregierung oder die pharmaindustrie. Die klären nämlich nur in ihrem interesse auf!!!

  3. lieber eine kiffende mutter anstatt eine saufenden. mütter haben sehr viel verantwortungsgefühl und übertreiben es nicht. was beim alkohol schon aufgrund der persönlichkeit verändernden eigenscahft des alkohols, in eine negative richtugn geht, da diese abstumpft und das kind vernachlässigt. beim kiffen ist der rausch kontrollierbarer und eine mutter hat einen schutzinstinkt, der durchs kiffen nicht so beeinträchtigt wird wie beim alkohol. zumindest ein kind von kiffereltern nicht seine mutter an die leverzirrhose verlieren wie ich vor wenigen jahren mitmachen musste. wenn meine mutter gekifft hätte anstatt zu trinken, so würde sie heute noch leben und immernoch so liebevoll sein wie früher vor dem einsetzen des alkoholismus. :/

  4. Ich habe noch keine Kinder allerdings sehe ich überhaupt kein Problem warum Eltern nicht Kiffen sollten. Solange man die Kids nicht zuqualmt bzw in deren Gesellschaft die Tüte weglässt oder nicht den gaznen Tag zugedröhnt durch die gegend rennt (gleiches sollte auch für den Konsum von Alkohol und Tabak gelten) finde ich das vollkommen Ok.

  5. Ich bin mir sicher,dass mehr Eltern Cannabis konsumieren,als zugegeben wird.
    Ich bin nicht dafuer,das man Cannabis als ‚Beruhigungsmittel‘ zum runter kommen BRAUCHT. Das waere voellig falsch.
    Cannabis sollte dafuer verwendet werden,um gelegentlich mal zu ‚chilln‘. Jeder der es andersverwendet und dessen Kopf sagt ‚ich brauche es‘,hat meiner Meinung nach ein Problem mit Cannabis.
    Ich selbst bin Mutter von drei Kindern,habe in meiner letzten Schwangerschaft gelegentlich geraucht,wenn dann,pur. Momentan bin ich in der Stillzeit und rauche derzeit gar nicht.
    Dennoch moechte ich,sobald ich das Stillen beendet habe,gelegentlich abends nach einem stressigen Tag mit den Kindern gern etwas rauchen und dazu stehe ich offen. Ich bin dafuer,das Kinder nicht damit konfrontiert werden&auch nicht dafuer,das man ’stoned‘ ist,bevor die Kinder im Bett sind. Cannabis ist lang nicht so schaedlich wie Alkohol oder Tabak,sollte meiner Meinung nach aber in Massen genossen werden.

  6. Ganz ehrlich? Wenn am Wochenende mein Sohn schläft gönnen wir uns auch mal ein oder 2 Joints. Und es ist nichts dabei! Ich kann trotz allem klar denken und weiß was ich tue! Man kann aber endlich entspannen und super schlafen. Und im Gegensatz zum ’normal ins Bett gehen‘ ist man morgens topfit! (ich zumindest)
    Wenn man es nicht direkt vor dem Kind macht habe ich da auch nichts gegen. Natürlich würde ich niemals einen rauchen wenn ich weiß ich gehe mit meinem Kind zum Spielplatz. Aber abends wenn er schläft? Why not? Besser als besoffen nicht mehr auf sein Leben klar zu kommen und womöglich noch wegen des Alkohols das Kind schlagen weil man aggressiv wird! Gibt es alles!

  7. Direkt vor dem Kind kiffen ist meiner Meinung nach ein No-Go. Die selbe Meinung teile ich aber auch beim Alkohol. Eltern sollten für ihre Kinder ein gutes Vorbild sein und sich nicht direkt vor ihnen wegballern.
    Wenn das Kind schläft oder so beschäftigt ist ist

  8. Erec Ortmann

    Insbesondere Eltern brauchen und verdienen Momente der Entspannung.
    Meditation ist nicht für alle und wenn es mal schnell gehen muss ist Cannabis ein echter Freund. Eine Wohltat für Körper und Geist mit oder ohne High, die vernünftige Dosierung traue ich Menschen mit Kindern zu.
    Ein klarer Vorteil für die Kinder: ihre Eltern werden ihnen hoffentlich keinen Unsinn über Cannabis erzählen, so wie andere Eltern und staatliche Stellen, sondern sie ehrlich informieren und auf das vorbereiten, was sie im Leben unweigerlich erwartet. Drogen an jeder Straßenecke.

  9. Annalena Domenig

    Ich finde, das dieses Thema sehr sehr wichtig ist und dringend thematisiert gehört, ihr habt da schon was dazu beigetragen was ich klasse finde.
    Was ich jedoch erwähnen möchte, ist, dass ich es schade finde das keine wissenschaftlichen Argumente genannt wurden, die den Lesern zur Thematik evtl. noch fehlen.
    Ich würde es noch so ergänzen:
    Es gibt auch wissenschaftliche Fakten, welche bei dem Thema meines Erachtens interessant sind. Zum Beispiel besitzen wir Menschen (auch manche Wirbeltiere) ein sogenanntes Endo-Cannabinoid System. Was bedeutet das? Wir Menschen sind selbst in der Lage Cannabinoide zu produzieren. Zum Beispiel: Im Falle einer Grippe wird das Immunsystem geschwächt, wo die Cannabinoid Rezeptoren CB1 und CB2 einschreiten. Sie produzieren die gleichen Cannabinoide welche auch in der Cannabispflanze zu finden sind, die dann unser Immunsystem wieder stärken. Das ist sehr wichtig für uns Menschen und ist ein automatischer Mechanismus unseres Körpers.
    2tes Beispiel: Mütter produzieren in der Schwangerschaft selbst Cannabinoide in der Muttermilch! Sie werden eben wie gewohnt über das Stillen dem Baby zugeführt um dieses zu stärken. Es wurde herausgefunden das eine Mutter ihrem Baby die selben Cannabinoide zuführt, wie es ein Joint tut. Natürlich nicht so viele, aber dennoch. Es ist für mich einfach wichtig das diese Information nicht vorbehalten bleibt, da es zum Gesamtbild schon etwas beiträgt. Nämlich das Cannabinoide nicht schädlich sind. Warum also sollte ein Joint, der pur geraucht wird und NICHT mit Tabak gestreckt wird, schädlich sein? Wegen dem Rauch? Okay, dann mal anders, was ist, wenn eine Mutter während der Schwangerschaft ABENDS einen Cannabis Tee trinkt? Somit entsteht kein Rauch – ergo auch keine Schäden durch den Rauch. Die indigenen Völker machen es seit Jahrtausenden so, sie verwenden Cannabis gegen SS-Beschwerden, konsumieren es jedoch in Form von Essen oder Tee. Ich persönlich glaube daher (finde noch keine aktuelle Studie) das Cannabis – wenn kontrolliert konsumiert und nicht übertrieben wird – dem Kind nicht schadet. Natürlich bin ich strikt dagegen das man von morgens bis abends eingeraucht ist, ist doch logisch! Niemand würde sowas für gut heißen, aber wer einen Joint abends raucht, wird seinem Kind nicht schaden – habe bereits 3 SS in meinem Umfeld miterlebt wo wirklich in geringem Maße konsumiert wurde und wo keinem Baby/Kind auch nur irgendwas fehlt. Wer jetzt denkt „Ja das sieht man vielleicht jetzt noch nicht“ – ich habe ebenfalls mit ein paar Müttern gesprochen welche ebenfalls gekifft hatten und deren Kinder bereits erwachsen sind: Genau das gleiche – sie sind alle normal entwickelt, haben Jobs, Kinder und Familie. Sie waren in der Schule sogar etwas besser als manch andre in der Klasse. Was für mich eindeutig zeigt das Cannabis in MAßEN nicht schädigt.

    Zum Thema kiffen nachdem das Kind auf der Welt ist: Finde ich ebenfalls nicht schlimm. Solange das Kind davon nichts mitbekommt, man in Maßen raucht und unter Tags für das Kind da ist, ist es für mich kein Problem. Das man nicht neben dem Kind rauchen sollte und auch nicht unter tags steht für mich sowieso außer Frage. Ich will jetzt auch nicht mit dem üblichen Bier/Wein Vergleich kommen, denn Cannabis hat so schon genug positive Argumente.
    Wenn ein Kind bereits schläft, angenommen es ist 9 Uhr abends, warum sollte eine Mutter/ein Vater sich keinen Joint genehmigen? Die meisten Gegner wissen gar nicht wie man sich verhält wenn man bekifft ist. Natürlich ist es psychoaktiv und natürlich ist es ein Rauschmittel, aber teilweise wird man dargestellt als wäre man auf LSD, was ich absolut nicht korrekt finde. Es sollte jeder der keine Erfahrung mit Cannabis hat zuerst mal jemanden bekifft sehen, sich das mal ansehen wie die Person reagiert, wie die Person gelaunt ist, was sie macht, bevor geurteilt/verurteilt wird. Ich kann nämlich aus jahrelanger Erfahrung sagen – ja, man hat einen bewusstseinsverändernden Zustand, ja, man ist nicht mehr fähig ein Auto zu fahren, aber das heißt nicht das man im Delirium ist. Ich habe sehr sehr oft mit meiner Mutter telefoniert wo ich eingeraucht war, ihr ist nichts aufgefallen – einfach weil man nicht wie viele erwarten, in einer Ecke sitzt und vor lauter high sein nicht mehr weiß wer man ist. Das ist definitiv falsch!

    Darum appelliere ich an alle Gegner – nehmt euch die Zeit bzw. macht euch die Mühe und setzt euch mit jemanden zusammen der Erwachsen ist, Cannabis Erfahrung hat und lasst die Person was rauchen. Ihr werdet sehen das eure Ängste, eure irrwitzigen Vorstellungen welche nur durch Gerüchte und Horrorstories geprägt sind, zu 90% unberechtigt sind.
    Ein Mensch der einen Joint geraucht hat, verhält sich, im schlimmsten Falle, wie jemand der einen Spitz hat. Wer denkt man verhalte sich wie jemand der besoffen ist, der denkt falsch.

    Das ist meine Meinung zu diesem Thema, bin vielleicht etwas abgeschweift, jedoch wollte ich das gerne loswerden. Wer es bis hier her gelesen hat, dem möchte ich danken 🙂 Wer mir dazu was sagen möchte kann mich gerne auf Facebook anschreiben – Name ist der gleiche wie jener der hier angegeben ist.
    Vielen Dank fürs lesen! Mit lieben Grüßen Annalena D.

  10. meine schwiegertochter hat auch in der schwangerschaft gekifft und geraucht , das ergrbnis, mein enkelkind ist schwer herzkrank, hat 2 op´s hinter sich und noch einige vor sich .dann kommt noch das finanzielle dazu, der letzte cent wird für `drogen´ausgegeben. und wenn keine drogen gekauft werden können dann ist die laune schlecht dann wird gestritten . sie benimmt sich dann wie ein psycho. wir alle leiden darunter. nur zur info mein sohn kifft auch, er dreht aber nicht so durch wenn kein stoff im hause ist. ich denke das meine enkelkinder ´3j. und 5 mon. das auch merken und ich kann mir nicht vorstellen das dass gut für die entwicklung ist. was kann ich nur tun

    1. würde das jetzt nicht unbeding zusammen tun.. herzfehler kommen oft vor, meistens ohne kiffende mütter. ich habe die ganze schwangerschaft stark gekifft und mein kind hat auch keinen herzfehler….

  11. Marius Müller

    Hallo Stefanie und Leser-innen,

    ich finde in dem Bericht sollte mehr auf die Gefahren von Cannabiskonsum in der Schwangerschaft eingegangen werden, auch wenn der Bericht deiner Kollegin verlinkt ist, wo darauf eingegangen wird.

    Bei der Geburt Cannabis einzusetzen ist möglich und da sehe ich auch keine Gefahren für das Kind, aber während der Schwangerschaft würde ich persönlich den Cannabiskonsum unterlassen, da von der Wissenschaft noch nicht ausreichend geklärt ist welche Auswirkungen die Cannabinoide auf das Kind haben.

    Die Gefahr einzugehen, dass das Kind vielleicht psychische Schäden bekommt wäre mir persönlich zu hoch.

    Das soll auch schon alles sein, trotzdem ein informativer Bericht!

    Beste Grüße
    Marius

  12. Hi, ein sehr wichtiges Thema.
    Ich habe in meinem Bekanntenkreis von einer erfolgreichen Geburt mithilfe von Cannabis gehört, sie war die einzige, die keinen Kaiserschnitt hatte.
    Leider wurde ihr gedroht, das Kind würde ihr genommen, wenn THCCOOH im Blut des Kindes gefunden wird, und hat ihr das Stillen verboten.
    Ich finde das Wahnsinn, auch weil die sich um ihren Tabakkonsum nicht geschert haben.
    Die Mediziner haben leider oft massive Bildungslücken, was Cannabis und das Endocannabinoidsystem angeht. Ich hoffe das ändert sich mit der geplanten Gesetzesänderung.

    Grüße

    1. mir ging es genauso. ich hatte ein PDA und so konnte man kein drogentest mehr machen.
      alle haben mich behandelt als hätte ich heroin in der schwangerschaft gespritzt. man konnte nicht glauben das das kind gesund ist.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor und Gutachter

  • Profile-image

    Sensi Seeds

    Das Sensi Seeds Redaktionsteam besteht aus Botanikern, medizinischen und juristischen Experten sowie renommierten Aktivisten wie Dr. Lester Grinspoon, Micha Knodt, Robert Connell Clarke, Maurice Veldman, Sebastian Marincolo, James Burton und Seshata.
    Weiterlesen
  • Sanjai_Sinha

    Sanjai Sinha

    Dr. Sanjai Sinha ist Mitglied der akademischen Fakultät des Weill Cornell Medicine Colleges in New York. Er verbringt seine Zeit damit, Patienten zu begleiten, Bewohner und Medizinstudenten zu unterrichten und im Gesundheitswesen zu forschen. Er genießt die Ausbildung von Patienten und die Ausübung evidenzbasierter Medizin. Sein starkes Interesse an medizinischer Überprüfung kommt von diesen Leidenschaften.
    Weiterlesen
Scroll to Top