by Stefanie on 06/02/2015 | Medizinisch

Cannabis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen – ein Erfahrungsbericht

Über 320.000 Menschen leiden in Deutschland an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, den beiden häufigsten Vertretern von wiederkehrenden oder kontinuierlich entzündlichen Erkrankungen des Darms. Cannabis kann zur Rückbildung der Symptome von Morbus Crohn beitragen, wie die Geschichte von Marco beweist.


So hilft Cannabis Marco bei Morbus Crohn

Cannabis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die häufigsten Vertreter chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen.

Marco ist Mitte 30, wohnt in Süddeutschland und leidet seit über 14 Jahren an der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn. Bereits seit einiger Zeit befasst er sich mit dem Thema Cannabis als Medizin.

Die klassische Schulmedizin hilft ihm, sagt er, aber nur mit Nebenwirkungen, wie massiven Hautveränderungen durch das Medikament Humira und bedenklichen Veränderungen der Blutwerte (um genau zu sein der Leber) durch Azathioprin. Mit Cannabis geht es ihm wesentlich besser. Es entspannt den verkrampften Bauchbereich, lindert Schmerzen, steigert den Appetit und hilft ihm, das Gewicht zu halten. Es bringt die „Freude“ am Essen zurück.

Im August 2014 hat Marco die Genehmigung für Medizinal-Hanfblüten aus der Apotheke erhalten. Der Weg dorthin war lang und hart.

Marco ist einer von vielen Patienten, die vom positiven Effekt von Cannabis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen berichten. Die Pflanze wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und appetitfördernd. Sie hilft ihm, den Alltag zu meistern und ein annähernd normales Leben zu führen.

Die Schulmedizin und Cannabis: ein steiniger Weg!

Seit über 10 Jahren ist er in regelmäßiger Behandlung bei diversen Ärzten: Gastroenterologien, Internisten, Professoren, Fachärzten. Niemand konnte oder wollte ihm auf dem Weg zur Ausnahmegenehmigung begleiten. Die Hürden waren zu groß. Was er sich alles anhören musste, um mit Ausnahmegenehmigung Cannabis als Medizin konsumieren zu können, beschreibt er mit ein paar Zitaten:

Kaufen sie sich ihre Medizin lieber hinter dem Bahnhof”

Ihnen geht es noch zu gut für eine Ausnahmegenehmigung”

Ich glaube ihnen, das es ihnen hilft. Ich kann da aber nichts machen”

Er bedauert sehr, dass sich Internisten und Fachärzte mit dem Thema Cannabis als Medizin nicht beschäftigen. Es ist an den Patienten, die eigenen Ärzte mit Informationsmaterial zu  versorgen – eine umgekehrte Welt.

Marco macht sich stark

Auch Cannabis hat Nebenwirkungen, so meint er. Die schlimmste ist die Strafverfolgung, denn nur etwas mehr als 300 Patienten in Deutschland sind im Besitz einer Ausnahmegenehmigung für Medizinal-Hanfblüten . Aber auch wenn man im Besitz einer solchen Erlaubnis ist, bedeutet es nicht, dass man seine Medizin tatsächlich bekommen kann. Immer wieder wurde über Lieferprobleme der Firma Bedrocan, die unter anderen die deutschen Apotheken mit Medizinal-Hanfblüten bestückt, berichtet. Das bedeutet, dass viele Menschen gegen Gesetze verstoßen müssen, wollen sie an ihre Medizin rankommen. Hinzu kommt, dass Patienten mit Ausnahmegenehmigung die hohen Kosten für Cannabis aus der Apotheke selbst tragen müssen.

Auf einem eigenen Blog berichtet er anonym über Aktuelles und eigene Erfahrungen mit Cannabis als Medizin bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Die 4 wichtigsten Vorteile von Cannabis bei Morbus Crohn zusammengefasst

 Cannabis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Cannabis wirkt entzündungshemmend

Von Entzündungen ist allgemein bekannt, dass sie durch das Endocannabinoide System gesteuert werden, welches eine fundamentale Rolle bei entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts spielt, da in den Eingeweiden sehr viele Cannabinoid-Rezeptoren vorhanden sind. Patienten berichten über erhebliche subjektive Besserungen, insbesondere bei Entzündungsschmerzen.

Cannabis wirkt gegen Durchfall

Cannabis kann wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften und seiner entzündungshemmenden Wirkung die Symptome von Durchfall lindern. Die Aktivierung der CB1-Rezeptoren im Magen-Darm-Trakt spielt bei der Linderung der Durchfall-Symptome durch eine Reduzierung der Darm-Motilität und der Flüssigkeitsausscheidung eine wichtige Rolle.

Cannabis wirkt gegen Schmerzen

Cannabis mildert bei Menschen, die an Morbus Crohn leiden, Schmerzsymptome, indem es als direkt entzündungshemmendes Mittel wirkt, die Schwere einer Bauchschwellung reduziert und die Durchfallsymptome lindert. Spasmen des Darms und die Ausscheidung von Flüssigkeiten werden reduziert.

Cannabis wirkt appetitanregend

Die Anwendung von Cannabis kann bei Morbus Crohn-Patienten den Appetit anregen, da es Bauchschmerzen lindert und eine exzessive Peristaltik verhindert. Darüber hinaus hilft es, Hungergefühle zu erzeugen, indem es als direkter Agonist auf bestimmte Rezeptoren im Magen-Darm-Trakt wirkt.

Ausführlichere Erklärungen zum Nutzen von Cannabis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen können im Sensi Seeds Artikel „Die 4 wichtigsten Vorteile von Cannabis bei Morbus Crohn“ nachgelesen werden.

Des Weiteren schildert das beeindruckende, inspirierende Video über Morbus-Crohn-Patientin Shona Banda den Erfolg von Cannabis als Medizin. Ihre Erfahrungen in der Behandlung ihrer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung hat sie in dem Buch „Live Free or Die“ festgehalten.

Kommentar Abschnitt

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Pete

Sehr oberflächlich. Es steht nichts darüber ob Medikamentendosis veringert werden konnte oder sogar auf ein Medikament verzichtet werden konnte. Nichts darüber wievel Cannabis eingenommen wurde etc. Viel Worte für praktisch keinerlei Aussage.
Dieser Artikel hat keinerlei Mehrwert....

29/10/2017

Norman

Pete, mit Cannabis kannste alle Schulmedikamente weglassen. Das ist ja das gute daran. Wenn du allerdings Medi hast, die bisher gut wirkt, dann nimm es unterstützend weiter und sprich mit deinem Arzt. Die Dosissenkung hängt vom Cannabiserfolg ab, welcher enorm hoch sein kann und wohl auch wird.

04/11/2017

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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