Von handgeriebenen Charas über verschiedene Formen von Dry Sift bis hin zu modernem Rosin und BHO: Haschisch hat sich vom alten Ritual zu einer potenten Kunstform entwickelt. Jede Art unterscheidet sich in Wirkung, Geschmack und Potenz und steht für Traditionen und Techniken, die bis heute lebendig sind.
Seit Jahren beherrschen hochpotente Cannabis-Konzentrate wie Shatter und Wax den Markt, vor allem in den USA und Kanada. Doch bevor Butan-Haschöl (BHO) unsere Vorstellungen von Cannabis revolutionierte, gab es Haschisch.
Dunkel, aromatisch und wunderbar geschmeidig: Haschisch ist das klassische Cannabis-Konzentrat schlechthin. Kiffer schwören seit Jahrhunderten auf seine Potenz und sein unverkennbares Aroma. Und genau wie die Sorten, aus denen es hergestellt wird, unterscheiden sich die verschiedenen Haschisch-Arten stark: von der Konsistenz über die Optik bis zur Wirkung.
Vom Dry Sift aus Marokkos Rif-Gebirge bis zum mysteriösen Black Afghan Hash, das durch Reisende auf dem Hippie Trail Berühmtheit erlangte: Haschisch kann dunkel und klebrig sein, weich und geschmeidig, würzig oder krautig – die Potenz bleibt jedoch konstant.
Traditionelle regionale Haschisch-Arten wie Charas sind zudem ein Fenster in die Vergangenheit. Sie zeigen, wie alt und tief die Verbindung zwischen Mensch und Cannabis-Pflanze wirklich ist.
Also: Lehnen Sie sich zurück, drehen Sie sich einen und kommen Sie mit auf eine Reise durch die verschiedenen Haschisch-Arten der Welt – von Dry Sift und Temple Balls über Bubble Hash bis hin zu modernen lösungsmittelbasierten Extrakten. Welche steht als Nächstes auf dem Programm?
Das Wichtigste in Kürze:
- Haschisch ist ein uraltes Cannabis-Konzentrat, das durch die Trennung von Trichomen vom Pflanzenmaterial gewonnen wird.
- Charas und Dry-Sift-Haschisch aus Asien und Nordafrika gehören zu den ältesten und traditionellsten Haschisch-Arten der Welt.
- Moderne Haschisch-Arten wie Bubble Hash, Dry Ice Hash, Rosin und BHO zeichnen sich durch höhere Potenz und frischere Terpene aus.
Was ist Haschisch?

Haschisch (umgangssprachlich oft „Hasch“ genannt) ist eine traditionelle Form von konzentriertem Cannabis und vermutlich die älteste überhaupt. Und obwohl es viele verschiedene Haschisch-Arten gibt, haben sie alle eines gemeinsam:
Alle Haschisch-Arten werden – unabhängig von ihrer Herkunft – hergestellt, indem Cannabis-Trichome vom Pflanzenmaterial getrennt und zu einem reichhaltigen, potenten Konzentrat verdichtet werden. Mehr über die besonderen Eigenschaften von Haschisch erfahren Sie in unserem Artikel Haschisch vs. Gras.
Vergleichstabelle verschiedener Haschisch-Arten
| CHARAS | DRY SIFT | BUBBLE HASH | DRY ICE HASH | ROSIN | BHO | |
| EXTRAKTION | Lösungsmittelfrei. Wird durch Reiben von frischen Cannabis-Blüten zwischen den Händen hergestellt. | Lösungsmittelfrei. Wird durch Sieben von getrocknetem Cannabis hergestellt, um Kief zu gewinnen, das dann zu Ziegeln, Sticks oder Bällen gepresst wird. | Lösungsmittelfrei. Wird durch Waschen von getrocknetem oder frisch gefrorenem Cannabis in Eiswasser hergestellt, um Trichome zu trennen und ein sandiges, pudriges Kief zu gewinnen. Kann für eine geschmeidigere Textur gepresst und gerollt werden. | Lösungsmittelfrei. Wird durch Mischen von frischem oder getrocknetem Cannabis mit Trockeneis und anschließendes Sieben hergestellt, um ein dichtes, pudriges Kief zu gewinnen. Wie Bubble Hash kann Dry Ice Hash zu einem dichten, geschmeidigen Endprodukt gepresst und gerollt werden. | Lösungsmittelfrei. Wird durch Pressen von Kief, Haschisch oder Cannabis-Blüten zwischen heißen Platten hergestellt, um ein dickflüssiges, klebriges, harzähnliches Extrakt zu gewinnen. | Lösungsmittelbasiert. Wird durch Waschen von frischem oder getrocknetem Cannabis in Butan hergestellt, anschließend wird die Mischung gereinigt, um ein hochpotentes Haschöl zu gewinnen. |
| AUSSEHEN | Dunkelbraun oder schwarz, mit einer Textur ähnlich wie Marzipan oder Kinderknete. | Golden bis dunkelbraun. Spröde und trocken, wenn ohne Hitze gepresst. Dick und klebrig, wenn erhitzt. | Hellbraun und sandig oder dick und geschmeidig, wenn gepresst. | Hellbraun, sandig oder leicht teigig, je nach Sorte und genauem Verfahren. Klebrig und geschmeidig, wenn gepresst. | Dick und sehr klebrig. Unterschiedliche Viskosität je nach Sorte und Presstechnik des Haschisch-Herstellers. | Variiert je nach Reinigungsverfahren. |
| POTENZ | 15 bis 20 % THC | 30 bis 70 % THC | Bis zu 70 % THC | Bis zu 70 % THC | Bis zu 75 % THC | Bis zu 90 % THC |
| HERKUNFT | Indien und Nepal | Afghanistan, Pakistan, Libanon und Marokko | USA | USA | USA | USA |
| VARIANTEN | Indisches Charas, nepalesische Temple Balls. | Black Afghan, Red Lebanese, Marokkanisch. | Bubble Hash, Ice Water Hash, Live Bubble Hash. | Dry Ice Hash, Live Dry Ice Hash. | Hash Rosin oder Flower Rosin. | Shatter, Wax, Crumble, Budder und Live Resin. |
Traditionelle Haschisch-Arten

Sie planen nicht, demnächst einen Flug nach Kabul zu buchen oder durch den Himalaya zu trekken, um Black Afghan oder nepalesische Temple Balls zu finden? Keine Sorge, das müssen Sie auch nicht. Im Folgenden nehmen wir Sie mit auf eine virtuelle Tour durch einige der ältesten Haschisch-Arten der Welt.
Handgeriebenes Haschisch (Charas)

Herkunft: Indien, Nepal
Methode: Wird durch Reiben von frischen Cannabis-Blüten zwischen den Händen hergestellt; das Harz, das sich dabei ablagert, wird gesammelt.
Eigenschaften: Dunkel und klebrig, aber dennoch formbar, mit einer Textur ähnlich wie Marzipan oder Kinderknete und einer Farbe wie dunkle Schokolade oder Kaffee.
Charas stammt vom indischen Subkontinent und ist vor allem in Indien und Nepal verbreitet. Anders als Haschisch aus Marokko, dem Libanon oder Afghanistan wird Charas aus frisch geschnittenen Cannabis-Blüten hergestellt, die nicht getrocknet wurden.
Im Himalaya bewahren ländliche Dörfer wie Manali in Indien oder Batase in Nepal die uralte Kunst der Charas-Herstellung. Einheimische (oft Frauen) sitzen still auf den Berghängen und stellen Charas von Hand her, neben Bündeln frisch geernteter Cannabis-Blüten.
Zuerst entfernen sie die Fächerblätter mit Zeigefinger und Daumen wie mit einer Gartenschere. Dann nehmen sie einzelne Blüten und rollen sie sanft in kreisförmigen Bewegungen zwischen den Handflächen.
Kinder sitzen dabei und beobachten ihre Mütter bei der Arbeit oder spielen in den nahegelegenen Hanffeldern. Mönche sind meist nicht weit entfernt und rauchen aus Chillums, gefüllt mit genau dem Charas, das die Frauen herstellen.
Mit der Zeit lösen die sanfte Reibung und Wärme die Trichome, die sich als dunkelbraunes Harz auf den Händen ablagern. Da Charas aus frischem Cannabis hergestellt wird, bleiben viele flüchtige, hitzeempfindliche Monoterpene erhalten – bis zu 80 % davon gehen normalerweise beim Trocknen verloren.
Zum Schluss sammeln die Frauen das Harz von mehreren Blüten und rollen es zu dunklen Sticks oder Bällen. Die kann man direkt rauchen oder erst noch aushärten lassen, damit sich die Aromen intensivieren.
In Indien wird Charas meist zu dunklen Sticks geformt, manchmal auch „Finger-Hasch“ genannt. Nepal dagegen ist bekannt für seine Temple Balls: handgerollte Charas-Kugeln mit einem charakteristischen Glanz, fast wie ein Spiegel. Woher der kommt? Frenchy Cannoli erklärt in seinen Haschisch-Workshops, dass langes Aushärten die Öle im Haschisch leicht voneinander trennt. Und genau das erzeugt diesen Effekt.
Verwendung: Charas wird traditionell in einem Chillum geraucht. Es gehört fest zu den spirituellen und religiösen Praktiken der Region, vor allem im Shivaismus, einer hinduistischen Tradition, die Shiva verehrt.
Sadhus und besonders Naga Babas (heilige Männer, die dem Besitz abgeschworen haben und ihr Leben der spirituellen Befreiung widmen) mischen Charas mit Tabak und füllen es ins Chillum. Bevor sie rauchen, wenden sie sich an Shiva und widmen ihm den Rausch.
Dann halten sie die Pfeife mit beiden Händen, formen die Hände um das Mundstück und inhalieren, ohne das Chillum direkt mit den Lippen zu berühren. Für die Sadhus ist Charas ein spirituelles Hilfsmittel: Es zentriert den Geist, hilft bei der Meditation und lässt ihr Bewusstsein mit dem Universum verschmelzen.
Natürlich ist das Rauchen von Charas nicht auf den Shivaismus beschränkt. In ganz Indien und Nepal wird es auch zu Freizeitzwecken konsumiert, vor allem unter jungen Leuten. Statt ein Chillum zu verwenden, mischen viele es einfach mit Tabak aus Zigaretten. Westliche Konsumenten machen es anders: Sie verdampfen Charas oder verarbeiten es zu Edibles.
Dry-Sift-Haschisch (Trockensieb-Hasch)

Herkunft: Marokko, Afghanistan, Libanon, Pakistan
Methode: Wird durch Dreschen oder Schlagen von getrockneten Cannabis-Blüten über feinen Sieben hergestellt, um Kief zu gewinnen, das anschließend zu Ziegeln gepresst wird.
Eigenschaften: Dry Sift kann farblich von golden und sandig bis rötlich-braun oder dick und ölig-schwarz variieren. Die Textur variiert ebenfalls je nach Verarbeitung – von trocken und bröckelig bis weich und geschmeidig.
Dry Sift ist die gängige Haschisch-Art in Marokko, Afghanistan, dem Libanon und Pakistan. Anders als Charas, das aus frischem Cannabis hergestellt wird, stammt Dry Sift von Pflanzen, die in großen, trockenen Freilandfeldern angebaut und getrocknet werden. Sie werden zunächst zu Kief verarbeitet und dann zu Haschisch gepresst.
Black Afghan Hash (Schwarzer Afghane)
In Afghanistan bauen Bauern seit Generationen Cannabis in großen Freilandfeldern an – oft die einzige Kulturpflanze, die ihnen zugänglich ist oder das raue lokale Klima verträgt. Sie ernten die Pflanzen meist spät und trocknen sie direkt auf den Feldern unter der Sonne.
Dann beginnt in den kühlen Lehmhäusern die Haschisch-Herstellung. Zuerst schlagen und stampfen die Bauern ganze Pflanzen (Blätter, Blüten, Stängel und Samen) zu trockenem Mulch. Anschließend sieben sie das Pflanzenmaterial durch ein Tuch und gewinnen so ein feines, goldenes Pulver voller kristalliner Trichome. Zum Schluss wird das Pulver zu harten Ziegeln gepresst, um den Transport zu erleichtern.
Afghanistan ist der weltweit größte Haschisch-Produzent. Das Haschisch aus ländlichen Regionen wie Balkh und Kandahar findet seinen Weg bis nach Europa und in andere Teile Asiens. Dort wird es oft als Black Afghan verkauft, ein Name, der für erstklassige Qualität steht. Die erste Siebung gilt als die reinste und erzielt die höchsten Preise, spätere Siebungen sind günstiger und enthalten mehr Pflanzenreste.
Marokkanisches Haschisch

In Marokko läuft die Haschisch-Herstellung etwas anders ab. Wer an den Ausläufern des Rif-Gebirges steht, ist von grünen Cannabis-Feldern umgeben, so weit das Auge reicht. Auch hier ernten die Bauern ihre Pflanzen eher spät, meist Ende Oktober oder sogar im November.
In kühlen, dunklen Räumen der Bauernhäuser (manchmal direkt neben den Schlafräumen der Kinder) trocknet Cannabis im Schatten. Nach mehrwöchiger Trocknung entfernen die Bauern die Fächerblätter und trennen die Blüten von den Stängeln, bevor sie diese auf feine Tücher häufen, die über Eimern oder Wannen gespannt sind.
Dann decken sie das Pflanzenmaterial mit Plastik ab und schlagen sanft mit Hanfstängeln darauf. Das klingt nicht nur schön rhythmisch, sondern löst durch die Erschütterung auch die Trichome und drückt sie durch das Tuch in den Behälter darunter.
Anschließend sammeln die Bauern das feine, pudrige Harz und pressen es zu Bällen, Sticks oder Ziegeln. Manche Bauern erhitzen und pressen das Harz dabei, sodass einige Trichome ihre Öle freisetzen und beim Pressen eine feste, klebrige Masse bilden.
Verwendung: Dry-Sift-Haschisch wird zu Freizeitzwecken konsumiert und ist in Afghanistan, Pakistan, anderen Teilen des Nahen Ostens sowie in Marokko sehr beliebt. Es wird meist mit Tabak gemischt, damit es gleichmäßiger und sanfter abbrennt.
In Afghanistan und den umliegenden Regionen wird Dry-Sift-Haschisch als Chars bezeichnet. Ältere Männer in ländlichen Gegenden rauchen es durch wassergekühlte Hookah-Pfeifen in öffentlichen Haschisch-Lokalen, während jüngere Generationen es privat in Form von Zigaretten rauchen. In Marokko heißt Haschisch Hashish oder Chira und wird ebenfalls mit Tabak geraucht.
Pollen-Haschisch

Pollen-Haschisch (auf Deutsch meist nur Pollen genannt) ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Kief – also Haschisch, das nicht gepresst wurde und die natürliche, feine, pudrige Form der von Cannabis-Pflanzen getrennten Trichome bewahrt. Hier erfahren Sie mehr über Kief und wie man es raucht.
Full-Melt-Haschisch

„Full Melt“ ist ein Begriff für hochwertiges Haschisch, das keine Pflanzenverunreinigungen enthält. Haschisch, das Feuer fängt, gilt als minderwertig, da es Pflanzenmaterial wie Blätter, Samen oder Stängel enthält, die beim Erhitzen in Flammen aufgehen. Haschisch, das nur aus Harz besteht, schmilzt dagegen und raucht, ohne tatsächlich Feuer zu fangen.
Moderne Haschisch-Arten

Handgeriebenes Charas und Dry-Sift-Haschisch werden nach traditionellen Verfahren hergestellt, die Jahrtausende zurückreichen.
Archäologische Quellen wie das Babur-nama (die Memoiren des Mogul-Kaisers Ẓahīr-ud-Dīn Muhammad Bābur) zeigen beispielsweise, dass der Haschisch-Konsum in Regionen wie dem heutigen Afghanistan mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht (wahrscheinlich sogar noch viel weiter).
Seitdem hat sich viel verändert. Heute gehen Haschisch-Hersteller schonender mit ihren Pflanzen um. Das Ergebnis: Extrakte mit anderen Aromen, Geschmacksprofilen und Wirkungen. Im Folgenden stellen wir drei der bekanntesten modernen Haschisch-Arten vor: Bubble Hash, Dry Ice Hash und Rosin.
Bubble Hash (Eiswasser-Hasch)

Herkunft: USA
Methode: Wird hergestellt, indem gefrorene Cannabis-Blüten in Wasser und Eis gewaschen werden, wodurch sich die Trichome vom Pflanzenmaterial lösen.
Eigenschaften: Hell, goldbraun mit einer trockenen, sandigen Konsistenz. Kann zu klebrigen, dichten Bällen, Sticks oder Riegeln gepresst oder gerollt werden.
Bubble Hash entstand Ende der 80er-Jahre. Die Technik wird oft dem niederländischen „König des Cannabis“ Nevil Schoenmakers zugeschrieben, der sie angeblich von einem amerikanischen Kollegen lernte. Nevil gab das Wissen an Sam The Skunkman weiter, der 1988 in der November-Ausgabe von High Times die erste Anleitung zur Herstellung von Bubble Hash veröffentlichte.
Sams Methode war simpel: 1 Teil gemahlenes Cannabis mit 20 Teilen Eiswasser in einem Eimer mischen, einige Minuten sanft umrühren und abwarten. Die kalte Temperatur und die leichte Bewegung lösen ganze Trichomköpfe, die aufgrund ihres Gewichts auf den Boden des Wassers sinken.
Ursprünglich nutzte Sam gemahlenes Cannabis, vermutlich ganz normales, getrocknetes Gras. Heute arbeiten die meisten Bubble-Hash-Hersteller mit frisch gefrorenem Cannabis. Das Einfrieren macht die Trichome spröde, sodass sie sich leichter lösen. Und weil frische Blüten verwendet werden, bleiben mehr Terpene erhalten. Das Haschisch wird aromatischer.
Bis heute ist Sams Methode die Basis für Bubble Hash. Deutlich einfacher wurde der Prozess allerdings, als „Hash Queen“ Mila Jansen den Ice-O-Lator® erfand. Mit diesem System aus Netzbeuteln lässt sich Bubble Hash mithilfe verschiedener Mikron-Filter noch weiter reinigen.
In den letzten Jahren kam Piatella-Hasch dazu, eine noch raffiniertere Variante. Dabei wird hochwertiges Eiswasser-Haschisch luftdicht bei kontrollierter Luftfeuchtigkeit ausgehärtet. Es entsteht eine glänzende, cremige Textur, fast wie Pastete. Die Terpene bleiben so besonders gut erhalten, und das Haschisch bleibt frisch.
Sobald Bubble Hash gewonnen wurde, muss es vor dem Konsum vollständig trocknen. Manche Hersteller wie Frenchy Cannoli gehen noch einen Schritt weiter: Sie pressen das Eiswasser-Haschisch mit Flaschen voll heißem Wasser. Das ist nicht unbedingt nötig, aktiviert aber einen Teil des Harzes und gibt dem Haschisch eine geschmeidige, charasähnliche Konsistenz.
Dry Ice Hash (Trockeneis-Hasch)

Herkunft: USA
Methode: Wird hergestellt, indem Blüten oder Trim mit Trockeneis gemischt werden, um Trichome zu trennen und ein dichtes, sandiges Haschisch zu erzeugen.
Eigenschaften: Hell, goldbraun mit einer fast teigigen Konsistenz.
Dry Ice Hash ist die Weiterentwicklung von Bubble Hash. Leider ist nicht klar, wer diese Technik erfunden hat, aber eins ist sicher: Wer auch immer es war, wusste genau, was er/sie tat. Das Ergebnis ist phänomenal.
Der Prozess ist simpel: 1 Teil frische Cannabis-Blüten oder Trim (Verschnitt beim Beschneiden der Blüten) mit 0,5 bis 1 Teil Trockeneis in einem Eimer mischen, die Mischung leicht schütteln, damit sich alles gut verbindet, und dann durch Bubble- oder Ice-O-Lator®-Beutel sieben.
Das Trockeneis friert die Trichome an den Blüten oder am Trim sofort ein, sodass sie sich bei der geringsten Bewegung vom Pflanzenmaterial lösen. Das Ergebnis: ein dichtes, goldenes Haschisch voller Potenz und Aroma.
Rosin

Herkunft: USA
Methode: Wird hergestellt, indem Blüten mit Druck und Hitze gepresst werden, wodurch die Trichome schmelzen und sich in ein flüssiges, klebriges Konzentrat verwandeln.
Eigenschaften: Rosin variiert je nach Sorte und Blütenqualität stark in Farbe und Konsistenz. Von goldenem Sirup über harziges Öl bis hin zu dickem, geschmeidigem Haschisch wie Charas ist alles möglich.
Rosin gehört heute zu den beliebtesten Haschisch-Arten weltweit. Kein Wunder: Es ist einfach herzustellen und liefert einen intensiven, aromatischen Rauch.
Die Technik entdeckte der Grower Phil Salazar 2015 in Südkalifornien. Er presste Blüten, Trim, Kief oder Haschisch zu einem reichhaltigen Extrakt. Anfangs nutzte er dafür ein gewöhnliches Glätteisen, um sein Bubble Hash zu kompakten Ziegeln zu pressen.
Als ihm das Haschisch ausging, probierte Salazar die Methode mit seinen Blüten aus. So entstand Rosin.
Heute greifen Einsteiger immer noch zum Glätteisen. Wer mehr rausholen will, nutzt eine professionelle Rosin-Presse. Damit lässt sich viel mehr Druck aufbauen und die Temperatur präzise steuern. Die Ausbeute steigt, die Terpene bleiben besser erhalten.
Live Rosin

Live Rosin wird aus Kief von frisch gefrorenem Cannabis hergestellt und ist in nordamerikanischen Dispensaries sehr beliebt. Je nach Verarbeitung entsteht ein dickes, klebriges Extrakt, in dem sich THC-Kristalle optisch von den Terpenen trennen.
Live Resin

Live Resin ist eine BHO-Variante aus frischen Cannabis-Pflanzen. Es hat typischerweise eine klebrige, sämige Konsistenz und wird ebenfalls auf verschiedene Weisen ausgehärtet, um eine Trennung von THC-Kristallen und Terpenen zu erreichen.
Lösungsmittelbasierte Haschischöle (wie BHO)

Herkunft: USA
Methode: Wird hergestellt, indem Cannabis-Blüten oder Trim mit Butan, Propan oder anderen Lösungsmitteln extrahiert werden, um Trichome zu gewinnen.
Eigenschaften: Haschöle haben eine goldene Farbe und unterschiedliche Texturen – von sprödem Shatter über klebriges Wax bis hin zu cremigem Budder, je nach Herstellungsverfahren.
Wie der Name schon sagt, nutzen lösungsmittelbasierte Haschischöle Lösungsmittel, um Cannabis-Trichome von Blüten oder vom Trim zu trennen (meist Butan, Propan oder CO2). Die Lösungsmittel werden dann entfernt, und das Extrakt wird durch Trocknen, Aufschlagen oder Rühren weiterverarbeitet. Je nach Methode entstehen unterschiedliche Texturen. Am Ende erhält man ein extrem potentes Extrakt mit bis zu 90 % THC.
Allerdings: Viele Raucher betrachten BHO und ähnliche lösungsmittelbasierte Extrakte nicht als echtes Haschisch. Der Grund ist simpel – traditionell wird Haschisch ohne Lösungsmittel hergestellt. Bei Sensi Seeds sehen wir gute Argumente auf beiden Seiten. Was meinen Sie?
Schreiben Sie uns in den Kommentaren: Ist modernes BHO für Sie Haschisch oder nicht? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!
BHO-Vergleichstabelle
| Alle BHO-Varianten werden durch Waschen von Cannabis in Butan hergestellt. Die Reinigungsmethode bestimmt, welche Textur und welches Aussehen am Ende entsteht: |
| SHATTER | WAX/CRUMBLE | LIVE RESIN/SAUCE | BUDDER |
| Fest, transparent und glasartig. Wird hergestellt, indem BHO in Schalen gegossen und ohne Rühren gereinigt wird. | Fest und trocken, mit einer Konsistenz ähnlich wie Kerzenwachs. Wird hergestellt, indem BHO während der Reinigung gerührt wird. | Wird aus schockgefrorenem Cannabis hergestellt und ergibt ein dickes, zähflüssiges, sämiges Extrakt, das kühl gelagert werden muss, um ein Schmelzen zu vermeiden. | Hell und cremig. BHO wird während des Reinigungsprozesses kräftig aufgeschlagen, wodurch ein Produkt mit dicker, butterartiger Konsistenz entsteht. |
Die richtige Haschisch-Art wählen

Die wunderbare Welt des Haschisch steckt voller unterschiedlicher Texturen, Aromen und Potenzen. Die „richtige“ Wahl hängt also von Ihren persönlichen Vorlieben und Ihrer Toleranz ab. Hier ein Überblick:
- Dry Sift oder Charas für einen milden, sanften Rauch. Ideal für alle, die zum ersten Mal Haschisch ausprobieren.
- Bubble Hash oder Dry Ice Hash für mehr Potenz und frischere Aromen und Geschmacksnoten (besonders bei Verwendung von frischem Pflanzenmaterial).
- Rosin für noch mehr Potenz.
- BHO für maximale Potenz in verschiedenen Texturen, Aromen und Geschmäckern.
Verschiedene Haschisch-Arten: Häufig gestellte Fragen

Charas, Dry Sift, Bubble Hash, Dry Ice Hash und Rosin sind die wichtigsten Haschisch-Arten.
Traditionelles Haschisch wird ohne Lösungsmittel hergestellt, indem die Trichome von Hand vom Cannabis-Pflanzenmaterial getrennt werden. Bei Haschischöl kommen dagegen Lösungsmittel wie Butan, Propan oder CO2 zum Einsatz, um Trichome von Cannabis-Blüten und vom Trim zu trennen.
Traditionelle Hasch-Arten wie Charas und Dry Sift sowie Bubble Hash und Dry Ice Hash werden alle ohne Lösungsmittel hergestellt.
Charas, Dry Sift und Bubble Hash sind sehr einfach zu Hause herzustellen – ideal für Einsteiger in die Haschisch-Herstellung. Dry Ice Hash ist etwas anspruchsvoller, während BHO niemals zu Hause hergestellt werden sollte, da die Produktion sehr gefährlich ist.
Das hängt davon ab, was Sie unter „rein“ verstehen. Wenn Sie Potenz meinen, dann sind Rosin oder Butan-Haschischöl (BHO) die potentesten Formen. Traditionell betrachtet sind Charas und Dry Sift die reinsten Formen von Hasch.
Haschisch-Neulinge sollten zunächst mit mittelstarken Varianten wie Charas oder Dry Sift beginnen, bevor sie zu potenteren Varianten übergehen.
Welche Haschisch-Art rauchen Sie als Nächstes?

Beim Haschisch-Rauchen geht es um das Erlebnis. Anders als normales Gras liefert Haschisch einzigartige Aromen und Geschmäcker: von kräftig und würzig bis frisch und fruchtig.
Schreiben Sie uns in den Kommentaren, welche Haschisch-Arten Sie am liebsten mögen und welche Sie sich für Ihre nächste Session besorgen werden!
- Disclaimer:Die Gesetze und Vorschriften zur Verwendung von Cannabis sind von Land zu Land unterschiedlich. Sensi Seeds rät Ihnen daher dringend, Ihre lokalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Handeln Sie nicht im Widerspruch zum Gesetz.





Hallo,
könnte man aus PflanzenRestMaterial, also aus den Stielen und Blattmaterial nach der Ernte noch was in Richtung Hasch rausholen?! (halbes KG)
Willst du das wissen, besorge dir ein Mikroskop.
hey voll cool! ich liebe hasch
Muss man das matrieal zum trocken sieben heckseln?
Am liebsten ja