Wie macht man Hasch? Dry Sift, Charas und Bubble Hash

Haschisch, das ursprüngliche lösungsmittelfreie Konzentrat, geht auf die 900er Jahre zurück. Es wurde durch Extraktion und Komprimierung eines feinen Puders (Kief) hergestellt. Erfahren Sie, wann Ihre Pflanzen für die Haschischproduktion reif sind wie man Dry Sift, Charas, Eishasch, Bubble-Hasch, Fingerhasch und Scherenhasch herstellt und Kief presst.

Haschisch bzw. Hasch wurde als religiöses und spirituelles Sakrament, als Medizin und als beliebtes und harmloses Mittel zur Entspannung verwendet. Sowohl der Konsum als auch die Herstellung von Haschisch sind in vielen Kulturen rund um die Welt eine jahrtausendealte Tradition.

Wie macht man Hasch? Zunächst ein Blick zurück auf die Geschichte.

Geschichte der Haschischherstellung

Traditionell wurde jahrhundertelang das gesamte Haschisch von Hand gerieben – ein mühsames, langsames und arbeitsintensives Handwerk. Für die Verarbeitung waren viele Arbeitskräfte nötig. Diese Methode wird auch heute noch angewandt. Traditionell produziertes Haschisch wird als handgeriebenes Haschisch oder Charas bezeichnet.

Die Erfindung moderner Trockensiebtechniken zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert beschleunigte den Prozess und ermöglichte die Herstellung größerer Mengen Haschisch.

Mehrere Siebe mit unterschiedlicher Größe

Das traditionell zum Sieben von Haschisch verwendete Einzelsieb hatte seine Tücken. Wenn das verwendete Sieb zu groß war, befanden sich Rückstände und zu viel Pflanzenmaterial im Endprodukt. Bei zu kleinen Sieben gingen die großen, ausgereiften Harzdrüsen verloren, während die unreifen Trichome im Haschisch landeten.

Indem man ein einzelnes Sieb durch mehrere unterschiedlich große Siebe ersetzte, konnte man den Filterungsprozess verfeinern und das Haschisch reiner und potenter machen. Während der „Hippie- und Haschisch-Trail“-Ära sind die meisten Haschisch produzierenden Länder, die von Westlern bereist wurden, auf unterschiedlich große Siebe umgestiegen.

Heutzutage sind speziell für die Haschischproduktion und die Harzextraktion geeignete Siebe erhältlich, die in der Regel eine Größe von 25-200 Mikron haben.

Der Pollinator

Es war Mitte November 1994 auf dem High Times Cannabis Cup in Amsterdam, als Mila Jansen das erste Modell des Pollinator dem Publikum vorstellte.

Der Pollinator war ursprünglich aus einem alten Wäschetrockner gebaut, bei dem das Heizsystem herausgerissen und ein Sieb um die Trommel gewickelt war. Der Pollinator ermöglichte die schnelle Verarbeitung großer Mengen von Cannabis zu Trichomen oder Kief. Das erste Verkaufsmodell ging an unseren Firmengründer Ben Dronkers.

Der Pollinator wurde im Laufe der Jahre mehrmals verbessert. Cannabis-Liebhaber konnten erstmals ihre Buds verarbeiten und trimmen und in etwa 10 bis 15 Minuten Haschisch von anständiger Qualität herstellen.

Wegen ihres Beitrags zur Haschisch-Kultur wurde Mila als „Hash Queen“ benannt. Sie dokumentierte ihr Leben und ihre Arbeit in einem Buch mit dem Titel „How I Became The Hash Queen“.

Ice-O-Lator-Beutel, Bubble-Beutel und Eiswasser-Extraktion

Einige Jahre, nachdem der Pollinator in der Cannabis Community eingeführt wurde, entwickelte Mila „Ice-o-Lator-Beutel“. Dabei handelte es sich um Nylonsäcke mit einem am Boden angebrachten Sieb, das die Trichome herausfilterte, die auf den Boden sanken, während der Rest des Pflanzenmaterials im Sack blieb.

Das Verfahren und die Technik wurden von Marcus „Bubble Man“ Richardson perfektioniert. Die Basis für die Eishasch-Herstellung war gelegt. Marcus versah das Filtersieb mit unterschiedlich großen Öffnungen und fügte weitere Beutel hinzu. Diese „verbesserten“ Beutel werden gemeinhin als „Bubble Bags“ bezeichnet und das auf diese Weise hergestellte Haschisch heißt „Bubble Hash“.

Bubble-Beutel sind Stoffbeutel mit unterschiedlich großen Maschen am Boden. Die Beutel funktionieren nach demselben Prinzip wie unterschiedlich große Siebe, verwenden aber Wasser, um die Harzdrüse aus dem Material zu extrahieren. Nach dem Sammeln wird das Kief getrocknet, bevor es gepresst wird.

Es gibt viele verschiedene Marken, Fabrikate und Modelle, die aber alle auf die gleiche Weise funktionieren. Beutel mit Maschen an den Seiten sind besser, weil sie mehr Material durchlassen.

Bubbleator

Der „Bubbleator“ ist im Grunde eine Mini-Waschmaschine, die mit Cannabis gefüllt wird. Durch das Drehen und Rühren des Cannabis wird der Prozess der Trennung von Wasser und Eis erheblich erleichtert.

Das Material im Inneren ist ein Waschbeutel, der das Cannabis sorgfältig umrührt. Dies ermöglicht eine außergewöhnliche Trichomextraktion, ohne dass das Pflanzenmaterial zerstört wird.

Wie stellt man Haschisch her?

Es gibt zwei traditionelle Methoden zur Haschischherstellung:

  • Reiben des Pflanzenmaterials mit den Händen: So werden handgeriebenes Haschisch und Charas hergestellt.
  • Trockensieben, wobei das Cannabis durch ein oder mehrere feine Siebe gepresst wird. So werden Dry-Sift-Haschisch, Kief, Resin bzw. Harz, Eishasch und Bubble Hash hergestellt.

Bei der Arbeit mit Trichomen, Kief oder Haschisch ist es clever, in einer kälteren Umgebung zu arbeiten. Niedrigere Temperaturen verhindern, dass die Harzköpfe schmelzen und die flüchtigsten Verbindungen wie Terpene entweichen.

Wenn Sie Ihr Cannabis über Nacht in den Gefrierschrank legen, können Sie mehr Kief extrahieren. Die Trichome werden brüchiger und lösen sich leichter ab, egal ob sie trocken gesiebt oder mit Eiswasser extrahiert werden. Zwischen den Durchgängen muss das Material nicht in den Gefrierschrank zurückgelegt werden.  

Wie macht man Charas?

Der Hauptunterschied zwischen Charas und allen anderen Arten von Haschisch besteht darin, dass es aus lebenden Pflanzen und nicht aus getrocknetem Material hergestellt wird. In Nordindien, Pakistan und Nepal wird Charas nach wie vor traditionell von Hand gerieben.

Was Sie zur Herstellung von Charas benötigen:

  • Saubere Hände
  • Pflanzen, die etwa 2 bis 3 Wochen vor dem Ende der Blütezeit stehen
  • Ein Messer, um das Harz abzuschaben

So können Sie in 5 Schritten selbst Charas herstellen

  1. Sie beginnen mit dem Abzupfen der größeren Blätter und dem leichten Beschneiden der Blüten. Je mehr Blattmasse entfernt wird, desto besser!
  2. Legen Sie eine oder mehrere kleinere Blüten zwischen Ihre Handflächen, drücken Sie diese leicht an und reiben Sie langsam Ihre Hände aneinander. Bewegen Sie die Blüte langsam auf und ab und reiben Sie von oben nach unten. Anfangs sollten Sie nicht zu viel Druck ausüben oder zu schnell reiben, da sonst die Harzdrüsen abfallen. Geduldige Menschen produzieren das beste Charas!
  3. Das Reiben der Blüten in Kombination mit Ihrer Körperwärme löst die Harzdrüsen in den Blüten und die Trichome beginnen, an Ihren Handflächen zu kleben. Die Geschwindigkeit und sollte langsam erhöht werden. Sie können mit der Zeit etwas mehr Druck ausüben. Seien Sie aber nicht zu grob, sonst machen Sie die Blüte kaputt. Reiben Sie so lange, bis alles Harz extrahiert ist.
  4. Sobald kein Harz mehr aus der Blüte austritt, legen Sie diese in Ihre Handfläche und drücken mit Ihrem anderen Daumen darauf. Dadurch wird das restliche Harz aus der Blüte gezogen. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis keine Blüten mehr übrig sind oder Sie genug Charas haben.
  5. Am Ende werden Ihre Hände mit klebrigen, harzigen Trichomen bedeckt sein, die Sie jetzt nur noch abkratzen müssen. Wenn Sie Ihre Hände aneinander reiben, werden die meisten Stücke zusammenkleben. Mit einem größeren Stück können Sie die kleineren Stücke aufheben, die noch an Ihren Handflächen kleben. Sobald Ihre Hände sauber sind und das Charas zusammenklebt, sind Sie fertig. Gratulation!

Das Reiben von Charas ist eine langsame und anstrengende Arbeit. Rechnen Sie pro Tag nicht mit mehr als fünf bis acht Gramm. Charas ist so bedeutend, dass es sogar eine eigene Standardeinheit gibt, die „Tola“ (11,7 Gramm).

Wenn die Blüten getrimmt werden, klebt das Harz nicht nur an den Händen und Fingern, sondern auch an der Schere. Wenn man es abkratzt und auffängt, erhält man ein Produkt, das Charas ähnelt. Es wird als „Fingerhasch“ oder „Scherenhasch“ bezeichnet und enthält Harz gemischt mit vielen Verunreinigungen. Nach einem langen Tag des Trimmens ist es eine schöne Belohnung!

Wie macht man Dry-Sift-Hasch (Trockensiebhasch)?

Dry-Sift-Hasch wird traditionell in Haschisch produzierenden Regionen wie Afghanistan, Marokko und Libanon hergestellt. Unter westlichem Einfluss haben mehrere Siebe in verschiedene Größen ein einzelnes Sieb ersetzt.

Traditionell wurde beim Trockensieben ein feines Sieb in einen Eimer oder Behälter gestellt. Anschließend wurde das getrocknete und zerkleinerte Material darauf gelegt und abgedeckt. Dann schlug man 15 bis 20 Minuten lang mit Stöcken auf das Sieb. Der Vorgang wurde so lange wiederholt, wie Kief gesammelt wurde.

Wie man Haschisch auf die altmodische Art zubereitet

  • Ein feines Sieb, Seidensieb oder Netz (idealerweise ein paar verschiedene Größen)
  • Cannabis-Blüten oder ähnlich
  • Ein Blatt Backpapier
  • Eine kunststoffbeschichtete Karte, um das Harz abzuschaben
  • Einen Pinsel

So können Sie in 5 Schritten selbst Dry-Sift-Hasch herstellen

  1. Legen Sie Ihre Buds oder Ihr Ausgangsmaterial über Nacht in den Gefrierschrank. Durch das Einfrieren der Blüten lassen sich die Harzdrüsen leichter ablösen.
  1. Breiten Sie das Backpapier auf Ihrer Arbeitsfläche aus und legen Sie Ihr Sieb darauf. Wenn Sie mehrere Siebe verwenden, legen Sie diese in der Reihenfolge ihrer Größe übereinander (das kleinste Sieb liegt unten).
  1. Verteilen Sie Ihre Buds gleichmäßig auf dem Sieb. Nicht zu viel auf einmal – es ist besser, wenn Sie mit weniger Material beginnen. Schütteln Sie die Buds anfangs nicht zu sehr und klopfen Sie behutsam auf die Seiten des Siebs.
  1. Die erste Ladung ist die beste Qualität, wobei das aus dem kleinsten Sieb gesammelte Kief besonders hochwertig ist. Manche Leute halten ihre Durchgänge oder Siebgrößen getrennt, andere kombinieren sie – es liegt an Ihnen, was Sie bevorzugen. Wenn Sie das Material aus den verschiedenen Sieben kombinieren, produzieren Sie ein reichhaltigeres Endprodukt mit dem Besten aus der Pflanze.
  1. Im zweiten Durchgang sollten Sie das Material etwas mehr aufrühren. Klopfen Sie jetzt auf die Buds selbst und üben Sie etwas Druck aus. Reiben und schütteln Sie sie sanft auf dem oberen Sieb. Sie sollten das Material nicht mit Gewalt auf das Sieb drücken, da sich dadurch Verunreinigungen mit Ihrem Kief vermischen könnten. Wiederholen Sie diesen Vorgang so lange, bis sich das Harz gesammelt hat. Jeder neue Durchgang wird jedoch von geringerer Qualität sein.

Um das Harz von den Sieben und der Oberfläche aufzusammeln, können Sie eine Plastikkarte verwenden und das Kief einfach abkratzen. Alternativ sammeln Sie die restlichen Stücke mit einem Pinsel. Abhängig von der Größe der Siebe, der Anzahl der Durchgänge und der Qualität des Ausgangsmaterials sind 10 bis 15 % des Rückgewichts ein guter Wert.

Wie macht man aus Kief Haschisch?

Sobald Sie Ihr Kief gesammelt haben, sei es durch Trockensiebung oder Wasserextraktion, müssen Sie alle Harzköpfe zusammenpressen, um daraus Haschisch zu machen. Es gibt ein paar Techniken, wie das klappt. Die wohl einfachste und beste ist diejenige des verstorbenen Haschischmeister Frenchy Cannoli.

Was Sie brauchen:

  • Eine mit kochendem Wasser gefüllte 1- bis 2-Liter-Flasche
  • Einen Ziplock- bzw. Druckverschlussbeutel oder eine nicht klebende, durchsichtige Folie aus Plastikpapier
  • Kief
  • Küchenhandschuhe

Geben Sie Ihr Kief in einen Druckverschlussbeutel und beginnen Sie es vorsichtig zu rollen. Dazu verwenden Sie eine mit kochendem Wasser gefüllte Flasche. Kochendes Wasser hat die ideale Temperatur für die Decarboxylierung und reicht aus, um die Harzköpfe zusammenzuschmelzen.

Wenn Sie die Wasserflasche auf den Beutel stellen, schmilzt das Harz. Verwenden Sie eine durchsichtige Flasche, um das Ganze zu beobachten. Achtung: Die Flasche kann heiß werden, deshalb sollten Sie Küchenhandschuhe tragen.

Eine als Nudelholz verwendete Flasche sorgt dafür, dass das Kief zusammenklebt und dunkler wird. Sobald Sie das Kief auf einer Seite gleichmäßig gerollt haben, was normalerweise 5 bis 10 Minuten dauert, drehen Sie den Beutel um und wiederholen den Vorgang.

Jedes Mal, wenn Sie auf eine Seite Druck ausüben, kommen auf der anderen Seite hellere Stücke heraus. Dieser Vorgang sollte dreimal wiederholt werden. Wenn das Wasser in der Flasche abgekühlt ist, ersetzen Sie es mit frischem kochendem Wasser.

Beim Kief rollen müssen alle Membrane der Trichomköpfe zerstört und zu einer einzigen Masse zusammengefügt werden. Das Kief sollte gleichmäßig verteilt werden, damit es die gleiche Dicke hat. Die Farbe des Haschischs ist ein guter Anhaltspunkt – Abweichungen sind nicht wünschenswert.

Ihr Kief sollte jetzt zu einem schönen dunklen Haschisch gepresst sein. Sie können es zu einer Kugel rollen oder zu einem Block pressen und anschließend genießen.

Wie macht man Eishasch (Isolator) oder Bubble Hash?

Die Produktion von Eishasch oder Bubble Hash läuft fast gleich wie diejenige von Trockensiebhasch (mit mehreren Sieben), allerdings wird Wasser zum Extrahieren und Sammeln des Harzes verwendet. Wenn man das Material über längere Zeit immer wieder aufrührt, während es mit Wasser durchspült wird, lässt sich mehr Harz gewinnen als beim Trockensieben.

Der erste historische Bericht über die Verwendung von Wasser zur Gewinnung von Cannabisharz stammt aus „The Cultivation and Use of Ganja, Ganja as an Article of Commerce, S. 7–8, 1893“. In dem Bericht heißt es, dass das in den Vierteln von Hirát und Persien hergestellte Charas manchmal mit warmem Wasser zu einer homogenen Masse geschmolzen wurde.

Der Bericht fügt an, dass das Wasser „die Droge von pflanzlichen Haaren und Blattfragmenten befreite“, was sie von „weicherer Konsistenz … reiner und kräftiger als Charas aus anderen trans-himalayischen Bezirken“ machte.

Viele Cannabis-Liebhaber haben in der Vergangenheit mit verschiedenen Extraktionsmethoden experimentiert und alle Arten von Konzentraten und Extrakten hergestellt. Aber erst mit der Erfindung der „Bubble Bags“ wurde Eishasch wirklich populär.

Was Sie brauchen:

  • Zwei Eimer
  • Cannabis-Blüten oder ähnlich
  • „Bubble Bags“ in verschiedenen Größen
  • Eis und Wasser
  • Backpapier
  • Etwas zum Mischen, z. B. einen Holzlöffel oder einen elektrischen Farbmischer
  • Ethanol-Alkohol in Lebensmittelqualität
  • Sieb

So können Sie in 5 Schritten Eishasch herstellen

  1. Legen Sie Ihr Material über Nacht in den Gefrierschrank. Dadurch werden die Harzköpfe leichter herausgelöst (wie bei der Trockensiebung). Geben Sie wenn möglich etwas Eis zum Wasser hinzu.
  1. Legen Sie die Beutel der Größe nach ineinander, wobei der kleinste unten und der größte oben liegen sollte. Wickeln Sie die Beutel über den Eimer und befestigen Sie sie an ihrem Platz.
  1. Geben Sie Ihr Cannabis in den anderen Eimer, fügen Sie eine großzügige Menge Eis hinzu und tauchen Sie das Material vollständig in das Wasser ein. Rühren Sie die Mischung etwa 10 bis 15 Minuten lang um.
  1. Gießen Sie die Mischung vorsichtig in den anderen Eimer mit den „Bubble Bags“ und lassen Sie die Mischung weitere 10 bis 15 Minuten ruhen. Was übrig bleibt, ist Kief von unterschiedlicher Qualität. Wie beim Trockensieben enthält der unterste Beutel die beste Qualität, während der oberste Beutel weniger gutes Material enthält.
  1. Nehmen Sie jeden Beutel vorsichtig heraus und entfernen Sie das Kief. Sie können etwas mehr Eis und Wasser in die Beutel geben und diese ein wenig schütteln und abtropfen lassen, bevor Sie die Beutel entfernen. So können Sie das restliche Harz auffangen.

Wiederholen Sie diesen Vorgang so lange, wie Sie Harz sammeln. Genau wie bei der Trockensiebung wird der erste Durchgang die beste Qualität liefern. Achten Sie darauf, dass Ihre Siebe sauber sind. Sie sollten nach jedem Durchgang mit Wasser gereinigt werden. Das Bodensieb ist zu fein und kann leicht verstopfen. Weichen Sie es daher zuerst ein und reinigen Sie es mit Alkohol.

Sobald Sie Ihr Kief gesammelt haben, müssen Sie es trocknen. Auch hier gilt: Manche mischen gerne verschiedene Größen, andere ziehen es vor, getrennt zu arbeiten. Nehmen Sie Ihr Harz und lassen Sie es durch ein Sieb laufen. Dadurch wird es in kleinere Stücke zerbrochen, die Sie gleichmäßig auf einem Blatt Backpapier ausbreiten können. Je besser Sie es verteilen, desto besser gelingt die Trocknung. Es lohnt sich, mehrere Blätter Papier zu verwenden, anstatt sie zusammenzustopfen.

Ein Raum mit einer stabilen Temperatur von 12 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 35 % sorgt für die optimalen Trocknungsbedingungen für Harz und Hasch. Beachten Sie, dass der Trocknungsprozess für die Herstellung von hochwertigem Eishasch entscheidend ist – stabile und angemessene Bedingungen sind unerlässlich. Je nach Ausgangsmaterial benötigt Kief 5 bis 15 Tage zum Trocknen.

Nach dem Trocknen können Sie die gleiche Methode wie oben anwenden, um Ihr Kief zu Haschisch zu pressen.

Anstatt einen Eimer zu verwenden und es manuell zu mischen, können Sie eine tragbare Mini-Waschmaschine verwenden. Legen Sie Ihr Material in die Waschmaschine, füllen Sie diese mit Eis und gießen Sie dann Wasser hinein, um das Material vollständig zu durchtränken. Wenn Sie Ihre Waschgänge wiederholen, schmilzt das Eis. Sie müssen mit der Zeit mehr Eis hinzufügen, um die Temperatur kalt genug zu halten.

Alternativ können Sie für die Trocknung auch einen Gefriertrockner nutzen. Für „lagerstabile“ Bedingungen, die sicherstellen, dass Sie Ihr Harz oder Hasch jahrelang lagern können, ohne dass es schimmelt, sollte Ihr Endprodukt eine Wasseraktivität von 0,60 % haben.

Wenn Sie mit „frisch gefrorenem“ oder getrocknetem Material beginnen, lassen Sie es ein paar Minuten einweichen, bevor Sie es umrühren. Dadurch kann das Material rehydrieren, was die Extraktion des Harzes etwas erleichtert.

Wann ist die beste Zeit, um Ihre Pflanzen für die Haschherstellung zu ernten?

Wenn Sie Cannabis-Pflanzen für die Herstellung von Haschisch ernten, sollten Sie Ihre Pflanzen in der Regel 10 bis 15 Tage länger reifen lassen als bei der Ernte von Blüten. Die zusätzliche Zeit ist notwendig, damit sich das Harz in den Trichomen vollständig entwickeln kann.

Die Narben sollten braun sein und beginnen, abzufallen. Das Deckblatt ist zu dem Zeitpunkt sehr prall. Noch besser wäre es natürlich, sich die Trichome selbst genauer anzusehen. 

Trichome im Fokus

Mit zunehmender Reife der Pflanzen verändern die Trichomdrüsen ihre Farbe, die von durchsichtig über trüb weiß bis bernsteinfarben reicht. Entgegen der landläufigen Meinung, zumindest wenn es um die Herstellung von gutem Haschisch geht, sagen die Farbe und Größe der Drüsen nicht viel über den Reifegrad der Harzdrüsen aus.

Die Farbe der Drüsen hängt von der Genetik und der Lichtquelle ab. Die Veränderung der Trichomfarbe zeigt die „Reifung“ der Cannabinoide und deren Abbau an. Dies entspricht nicht unbedingt der Reife der Harzdrüsen selbst.

Harzdrüsen haben eine Schutzfunktion und helfen der Cannabis-Pflanze, Pollen abzufangen. Sie sind nicht vom Blütezyklus selbst abhängig. Je näher man jedoch dem Höhepunkt des Blütezyklus kommt, desto mehr Harz bildet sich in den Trichomdrüsen.

Die Harzdrüsen setzen sich am Stamm fest, so wie sich die alten Früchte oder Blätter am Zweig festsetzen (Abszission). Der beste Indikator für die Reife der Harzdrüsen ist die Größe der Abszission. Je reifer die Drüse ist, desto kleiner ist die Abszission. Wenn die Drüsen voll ausgereift sind, fallen sie ab – genau wie alte Früchte oder Blätter.

Moment mal, was ist mit Shatter, Wachs, Rosin und dem ganzen Rest?

Nun, nichts gegen unsere amerikanischen Freunde, aber für den Rest der Welt bedeutet Haschisch etwas anderes. Denken Sie an „American Football“: Für den Rest der Welt bedeutet „Football“ etwas anderes und genau so ist es auch beim Hasch.

Verstehen Sie uns nicht falsch: Wir wollen damit nicht sagen, dass diese Produkte nicht großartig, stärker und sauberer sind, aber sie entsprechen nicht der traditionellen Form der Haschischherstellung. Viele Haschisch-Traditionen sind Tausende von Jahren alt und einige sind tief in den Alltag eingebettet. Keine Frage: Die ursprüngliche Haschischkultur war und ist von großer Bedeutung.

Die Cannabis-Kultur und die Cannabis-Industrie sind kein neues Phänomen. Sie werden nur (wieder) legal.

  • Disclaimer:
    Die Gesetze und Vorschriften zur Verwendung von Cannabis sind von Land zu Land unterschiedlich. Sensi Seeds rät Ihnen daher dringend, Ihre lokalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Handeln Sie nicht im Widerspruch zum Gesetz.

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