by Scarlet Palmer on 06/05/2016 | Konsum

10 Gründe, warum Hanfsamen die beste Proteinquelle sind

Hanfsamen Es gibt mehrere leicht erhältliche Proteinquellen. Was macht Hanf zur besten von ihnen? Hier lesen Sie zehn Gründe, warum Sie Ihre Ernährung um Hanfsamen ergänzen sollten.

10 Gründe, warum Hanfsamen die beste Proteinquelle sind

Protein ist für die Gesundheit lebenswichtig, da es aus Aminosäureketten zusammengesetzt ist, die den Körper mit Bestandteilen des Hämoglobins (das den Sauerstoff im Blut transportiert), Antikörpern zur Bekämpfung von Infektionen, einer großen Zahl von Hormonen und mit Enzymen versorgen, die sämtliche chemischen Reaktionen in Zellen ermöglichen. Anders als Fette und Zucker können Proteine nicht vom menschlichen Körper gespeichert werden, sodass man sie täglich zu sich nehmen muss. Wenn wir die erforderliche Proteinmenge nicht täglich erhalten, baut unser Körper Muskelgewebe ab, um den Mangel auszugleichen.   Da wir nun wissen, warum Proteine so wichtig sind, wollen wir einmal untersuchen, warum Hanfsamen die beste Proteinquelle sind.

1. Hanfsamen enthalten alle neun lebenswichtigen Aminosäuren

Von den zwanzig Aminosäuren, die wir benötigen, sind neun als „lebenswichtig“ eingestuft worden.  Das sind diejenigen, die unser Körper nicht aus anderen Aminosäuren und Stoffwechselpartikeln synthetisch herstellen kann. Daher müssen wir sie mit unserer Nahrung aufnehmen. Hanfsamen enthalten bedeutende Mengen von allen neun lebenswichtigen Aminosäuren. Deshalb sind sie perfekt geeignet, sicherzustellen, dass Ihr Körper jeden Tag richtig ernährt wird.


2. Hanfsamen enthalten mehr verwertbares Protein pro Gramm als nahezu alle anderen Nahrungsmittel

Hanfsamen enthalten 25 Gramm Protein pro 100 Gramm. Das ist ein höherer Gehalt als in jedem anderen pflanzlichen Nahrungsmittel, und sogar mehr oder genauso viel wie in beinahe allen Fleisch- und Fischsorten.  Auf dem Papier scheint Soja den Hanf als Proteinquelle in einiger Hinsicht zu übertreffen. So enthält Hanf 25 % Protein, Soja dagegen 32 %. Außerdem enthält Soja etwas höhere Konzentrationen von acht der neun lebenswichtigen Aminosäuren. Doch es kommt vor allem darauf an, wie viele dieser Proteine der Körper tatsächlich verwerten kann. Im Gegensatz zu Hanfsamen enthält Soja hohe Konzentrationen an Trypsinhemmern (siehe unten), die verhindern, dass sein gesamtes Protein und die lebenswichtigen Aminosäuren vom Körper aufgenommen werden.


3. Hanfsamen enthalten keine Trypsinhemmer

Trypsin ist ein Verdauungsenzym, das von der Pankreas (Bauchspeicheldrüse) als Trypsinogenabgesondert wird. Die wesentliche Funktion des Trypsins ist die Proteinaufspaltung im Dünndarm, sodass der Körper alle verfügbaren Aminosäuren und andere in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe verwerten kann. Trypsinhemmer blockieren die Funktion dieses Enzyms, daher wird weniger Protein aufgespalten und verdaut. Hanfsamen haben im Gegensatz zu anderen Proteinquellen in Nahrungsmitteln den seltenen Vorteil, keine Trypsinhemmer zu enthalten, sodass dem Körper alle Proteine und lebenswichtigen Aminosäuren, die sie enthalten, zur Verfügung stehen.   Fleisch, Nüsse, Soja, Limabohnen und rohes Eiweiß enthalten dagegen stets auch Trypsinhemmer.

 


4. Hanfsamen enthalten leicht verdauliche Proteine

Durch seine dichten, faserhaltigen Tiermuskeln ist Fleisch schwer verdaulich und erfordert eine stärkere Sekretion von Säuren und Enzymen.  Milchprodukte, die viel Laktose enthalten, sind ebenfalls schwer verdaulich und können Gase, Blähungen und Durchfall erzeugen. Nüsse enthalten Phytinsäure, die unverdaulich ist und bei manchen Menschen Übelkeit hervorrufen kann; außerdem blockiert sie die Absorption von Zink und Eisen, die für eine gute Gesundheit ebenfalls essenziell sind (und die auch in Hanfsamen stecken!). Proteine aus Eiern werden schwer verdaulich, wenn diese gekocht werden. Und obwohl Bohnen eine gute Proteinquelle sind, enthalten sie Saponine, die die Proteinverdauung verhindern, sowie Phytinsäure. Alles in allem gehören Hanfsamen – die Edestin und Albumin enthalten, zwei hochwertige Proteine – unzweifelhaft zu den am leichtesten verdaulichen Proteinen.


5. Hanfsamen enthalten genau den richtigen Anteil an lebenswichtigen Fettsäuren; 2,5:1

Hanfsamen und Hanfsamenöl sind extrem reichhaltige Quellen der lebenswichtigen Fettsäuren Linolsäure, besser bekannt als Omega-6-Fettsäure, und Alpha-Linolensäure , auch Omega-3-Fettsäure genannt. Wie die oben erwähnten, lebenswichtigen Aminosäuren werden sie als „lebenswichtig“ eingestuft, weil sie für die Gesundheit unverzichtbar sind; dennoch können sie nicht vom menschlichen Körper erzeugt werden und müssen deshalb mit der Ernährung zugeführt werden. Ebenso lebenswichtig wie diese Fettsäuren selbst ist die Menge, in der sie konsumiert werden, denn davon hängt es ab, ob der Körper die beiden Säuren richtig absorbieren und verwerten kann.  Ein Übermaß an Omega-6-Fettsäuren kann nämlich ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Noch vor nicht allzu langer Zeit – 1995 – glaubte man, das ideale Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 sei 5:1 und 10:1.  Doch neuere Forschungsergebnisse ergaben, dass diese Anteile ungesund hoch sind. Heute weiß man, dass das gesündeste Verhältnis zwischen 2:1 und 3:1 liegen sollte. Interessanterweise findet man dieses Verhältnis für gewöhnlich in den traditionellen Ernährungsweisen Japans und der Mittelmeerregion; und beide Regionen weisen auch eine historisch niedrige Rate an Herzkrankheiten auf. Mit Anteilen von rund 2,5:1 besitzen Hanfsamen also das ideale Verhältnis. Zum Vergleich: Soja hat ein Verhältnis von 7:1.


6. Der Anbau von Hanfsamen ist umweltfreundlich

Die Vorzüge des Anbaus von Hanf sind schon oft beschrieben worden: Er benötigt weniger Wasser, Dünger und Pestizide als andere Nahrungspflanzen, außerdem verbessert er den Boden für die folgenden Anbaupflanzen, anstatt ihn auszulaugen. Darüber hinaus kann er große Mengen Kohlendioxid binden, sowohl beim Anbau als auch bei der Verwendung als Baumaterial und für die Textilindustrie. Dagegen ist die Fleischindustrie nicht nur umweltschädlich, sondern verursacht auch äußerst hohe Kohlendioxidemissionen. Eine Studie über das Potenzial der Landwirtschaft, Kohlendioxid zu „senken“ statt es zu erzeugen, ruft zu einem radikalen Wandel der Anbaupraktiken auf und stellt fest, dass Hanf für den Bedarf nach einem proteinreichen Anbauprodukt perfekt geeignet ist.


7. Hanfsamen sind von Natur aus antiallergisch

Viele der üblichen Proteinquellen können allergische Reaktionen hervorrufen. Nüsse und Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Erdnüsse, aber auch Eier, Fisch, Meeresfrüchte und Milchprodukte sind allseits bekannte Allergene, die manchmal sogar zum Tod führen können.  Menschen, die unter Zöliakie leiden, vertragen kein Gluten und können somit keine Nahrungsmittel wie Weizen, Gerste und Roggen essen, die allesamt Proteinquellen sind. Hanfsamen enthalten kein Gluten, und soweit bisher bekannt ist, rufen sie auch keine allergischen Reaktionenhervor. Es muss jedoch beachtet werden, dass dieselben gerinnungshemmenden Eigenschaften in Hanfsamen, die das Risiko von Blutgerinnseln (siehe unten) vermindern, Probleme bei Blutern sowie bei Menschen verursachen können, die blutverdünnende Medikamente wie Warfarin einnehmen müssen. Wenn Sie also zu einer dieser beiden Gruppen gehören, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt konsultieren, bevor Sie große Mengen Hanfsamen verzehren.


8. Hanfsamen sind erkennbar frei von Schad- und Zusatzstoffen

Verarbeitete Lebensmittel, insbesondere Fleisch, werden so behandelt und verpackt, dass sie möglichst attraktiv aussehen. Hierbei werden für gewöhnlich Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und Füllstoffe zugesetzt, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind, aber dem Körper schaden können. Außerdem gibt es in einem Großteil der Produktionskette einen Mangel an Transparenz. So konnte zum Beispiel als Rindfleisch deklariertes Fleisch verkauft werden, bei dem es sich in Wahrheit um Pferdefleisch handelte, das nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt oder zugelassen war, wie erst kürzlich geschehen. Hanfsamen und Hanfsamenöl haben dagegen den Vorteil, dass man das bekommt, was man sieht! Darüber hinaus bedeutet das Ethos, das mit dem Hanfanbau meist einhergeht, dass die Erzeuger derartige unsaubere Praktiken im Allgemeinen ablehnen, statt sich damit auf Kosten des Wohls der Verbraucher zu bereichern.


9. Hanfsamen lindern Entzündungen, senken den Cholesterinspiegel und vermindern das Risiko von Blutgerinnseln

Das oben erwähnte Verhältnis der lebenswichtigen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 ermöglicht es dem Körper, die Omega-3-Fettsäuren voll zu verwerten, und von allen mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind diese wohl am gesündesten. Verschiedene Studien haben bestätigt, dass der Konsum großer Mengen von Omega-3-Fettsäuren keinerlei negative Nebenwirkungen hat und dass negative Nebenwirkungen nur in Verbindung mit einer zu großen Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren auftreten; d.h. wenn das Verhältnis der beiden nicht ausgeglichen ist. Omega-3-Fettsäuren haben unter anderem folgende positive Effekte: Senkung des Blutdrucks und des Cholesterinspiegels, Regulierung und Normalisierung des Fettstoffwechsels, verminderte Abhängigkeit von Insulin bei Diabetikern, eine allgemeine Ankurbelung des Stoffwechsels, eine bessere Membranfluidität und deutliche entzündungshemmende Wirkungen, was besonders Menschen hilft, die unter Arthritis leiden.


10. Mit Hanfsamen lässt sich jede Ernährung ganz einfach ergänzen

Ein Faktor, der viele Menschen von einer Änderung ihrer Ernährungsgewohnheiten abhält, sind unangenehm lange Zubereitungszeiten oder die Notwendigkeit, in ihrem ohnedies vollen Terminkalender komplizierte neue Rezepte unterzubringen.  Doch das Außergewöhnliche an einem gesunden Lebensmittel wie Hanfsamen ist, dass sie nicht zubereitet werden müssen! Man sollte sie am besten roh verzehren, da sich oberhalb von 180°C in den Samen chemische Veränderungen vollziehen. Sie sind also eine ideale Zutat zu Salaten und Müslis. Wenn sie jedoch warmen Gerichten direkt vor dem Servieren beigefügt werden, bleiben all ihre Nährstoffe erhalten.  Dazu kommt ihr ausgesprochen subtiler, fast neutraler Geschmack, der es unglaublich leicht macht, sie in Ihre normale Ernährung einzubeziehen.  Das gilt sowohl für normale als auch für spezielle Ernährungsgewohnheiten.  Hanfsamen können beispielsweise Baked Beans, Kartoffelpüree, Pastasaucen, Suppen und Eintöpfen hinzugefügt werden. Hanfsamen passen immer perfekt, egal ob Sie sich vegetarisch, vegan, glutenfrei, mit Paläo-Diät, laktosefrei, zuckerfrei, makrobiotisch oder mit Rohkost ernähren.



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Paula

hallo, eine frage: enthält hanfsamen auch phytinsäure und lektine? lg

16/02/2017

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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