Peace Love & Harmony Feminisiert

Peace Love & Harmony Feminisiert

In diesem Grow-Report berichten wir über unsere Erfahrungen mit Peace Love & Harmony, einer 50/50-Hybride mit sativa-typischem, gestrecktem Wuchs, aber der kompakten Höhe und den dichten Buds einer Indica. Sie ist ideal für fortgeschrittene Anbautechniken. Der kräftige Geruch ist nicht ohne, aber indoor gut machbar.

Totale Anbauzeit: 88 Tage

Blütephase: 28 Tage

Endhöhe: 93 cm

Endausbeute: 102 Gramm

THC-Gehalt: 21,73 %

Wie gewohnt verwendeten wir einen 8-Liter-Plastiktopf, gefüllt mit BAC-Lavaerde und bedeckt mit einer dünnen Schicht Steinwollwürfel. Darüber: eine 1000-Watt-Philips-Green-Power-HPS-Lampe, drei Meter über unserer Peace Love & Harmony Feminisiert Cannabis-Pflanze montiert. Beleuchtet wurde während der Wachstumsphase im 18/6-Rhythmus. In der Blütephase wechselten wir auf 12/12.

Tagsüber lag die Temperatur konstant bei 23 °C, nachts sank sie auf 21 °C. In der Wachstumsphase hielten wir die relative Luftfeuchtigkeit bei 65 % und senkten sie mit zunehmender Reife der Pflanze schrittweise ab.

Keimung & Sämling

Um unserer Peace Love & Harmony Feminisiert die besten Chancen zu geben, mussten wir zunächst unsere Samen keimen lassen. Dazu haben wir die branchenübliche Papierhandtuchmethode verwendet, da dies die schnellste, einfachste und zuverlässigste Methode zum Keimen von Hanfsamen ist.

Zuerst falteten wir ein paar Papiertücher und legten sie auf einen Teller. Dann gaben wir so viel Wasser hinzu, dass sie feucht, aber nicht tropfnass waren. Die Samen verteilten wir mit ein paar Zentimeter Abstand zueinander auf dem Tuch und deckten sie mit einem weiteren feuchten Papiertuch ab. Anschließend kam das Ganze in eine offene Plastiktüte und an einen warmen Ort.

Nach gut einem Tag war der Samen aufgeplatzt. Die kleine Pfahlwurzel ragte etwa einen Zentimeter heraus. Damit war er bereit für den nächsten Schritt: Wir setzten ihn in einen feuchten Steinwollwürfel, natürlich mit der Pfahlwurzel nach unten. Anschließend kam der Würfel unter eine LED-Lampe mit 600 Watt. In diesem frühen Stadium sind Sämlinge extrem empfindlich, deshalb ließen wir ihn die nächsten Tage in Ruhe, damit er ungestört Wurzeln schlagen konnte.

Nach drei Tagen war es so weit: Unsere Pflanze bekam zum ersten Mal 100 ml pH-neutrales Wasser (pH-Wert: 6,2 | EC-Wert: 0,8), gemischt mit einer kleinen Menge Wurzelstimulans. Am Ende der ersten Woche sah sie gesund aus, war 8 cm hoch und die ersten Wurzeln traten unten aus dem Steinwollwürfel aus. Zeit fürs Umtopfen. Wir setzten die Pflanze in den 8-Liter-Plastiktopf und stellten sie unter die 1000-Watt-Lampe. Zum Schluss gab’s die erste richtige Düngung: 100 ml Wasser (pH-Wert: 6,0 | EC-Wert: 1,4) mit Bio Grow-Flüssigdünger.

Wachstumsphase

In der zweiten Woche hat sich die Höhe unserer Peace Love & Harmony Feminisiert Cannabis-Pflanze fast verdoppelt. Wir notierten 15 cm. Bis zum Ende der Woche hatte sie mehrere neue Blattpaare gebildet, verteilt entlang leicht gestreckter Internodien. Die Blätter waren kurz und breit, mit einer gesunden grünen Farbe. Da in der nächsten Woche weiteres schnelles Wachstum zu erwarten war, erhöhten wir die Bewässerungsmenge auf 200 ml.

In der dritten Woche legte unsere Pflanze ihr bisher größtes Wachstum hin: 20 cm Zuwachs und damit eine neue Höhe von 35 cm. Für eine so junge Pflanze ist das beachtlich, und zusammen mit dem wachsenden Internodienabstand war uns klar, dass sie sich zu einem echten Monster entwickeln wird. Gegen Ende der Woche hatten die unteren Zweige fast die Höhe des Hauptstamms erreicht, und die Pflanze nahm eine rundliche, buschige Form an. An den Spitzen zeigten die Blätter bereits eine leichte Krümmung. Das kann verschiedene Gründe haben, ist bei so schnellem Wachstum aber nicht ungewöhnlich. Wir rechneten damit, dass sich das innerhalb einer Woche wieder normalisiert – vor allem, da wir ab sofort auf 400 ml Wasser pro Tag erhöhten.

Bevor wir in die Blütephase gingen, trafen wir noch eine letzte Vorsichtsmaßnahme. Wir hängten kleine Beutel mit Neoseiulus californicus und Amblyseius swirskii an die unteren Zweige. In jedem Beutel befanden sich Hunderte Insekten, die in Symbiose mit Cannabis leben. Statt der Pflanze zu schaden, fressen sie Schädlinge wie Thripse und Spinnmilben. Damit die Truppe nicht schlappmacht, ersetzten wir die Beutel alle vier Wochen.

Blütephase

Zu Beginn der vierten Woche stellten wir die Beleuchtung auf einen 12/12-Zeitplan um und leiteten damit die Blütephase ein. Ab diesem Zeitpunkt gaben wir täglich 800 ml pH-ausgeglichenes Wasser (pH-Wert: 6,0 | EC-Wert: 1,8), gemischt mit Bio Flower-Flüssigdünger. Außerdem senkten wir die Luftfeuchtigkeit auf 60 %. Am Ende der Woche war unsere Pflanze 48 cm hoch. Die unteren Zweige hatten noch immer fast die gleiche Höhe wie der Hauptstamm, und die Internodien waren außergewöhnlich lang.

In der fünften Woche ließ das Höhenwachstum etwas nach. Unsere Pflanze legte nur 8 cm zu und kam am Ende der Woche auf 56 cm. Nach dem bisherigen Tempo und den langen Internodien hatten wir mit mehr gerechnet. Dafür machten die Seitenzweige ordentlich Eindruck: Sie entwickelten sich prächtig und gaben der Pflanze eine klassische Weihnachtsbaumform. Ein schöner Reminder daran, dass diese Sorte eben auch zu 50 % Indica ist. Erste Blüteanzeichen wurden sichtbar, und um die Pflanze bestmöglich zu unterstützen, erhöhten wir die tägliche Bewässerungsmenge auf 1000 ml.

In der sechsten Woche war unsere Pflanze auf 67 cm herangewachsen, und der Hauptstamm ragte deutlich über das untere Blätterdach hinaus. Entlang jedes Zweigs hatten sich inzwischen Vorblüten gebildet, mit auffallend weitem Abstand zueinander – ein klares Zeichen für den 50%igen Sativa-Anteil dieser Sorte. Noch handelte es sich größtenteils um kleine Büschel von Blütenstempeln, aber der Anfang war vielversprechend. Da die volle Blüte jederzeit einsetzen konnte, erhöhten wir die tägliche Bewässerungsmenge auf 1500 ml.

Die siebte Woche brach an und unsere Pflanze wuchs weiter. Die neue Höhe: 73 cm. Auch die Blüten wurden merklich größer. Wir konnten ihnen regelrecht beim Wachsen zusehen. Insgesamt sah die Pflanze großartig aus. Die Hauptcola dominierte das obere Drittel, während die unteren Zweige mit schönen Buds bedeckt waren.

In Sachen Höhe tat sich in der achten Woche nicht mehr viel. Unsere Pflanze war inzwischen 79 cm groß. Sie steckte ihre gesamte Energie in die Blütenbildung, was man an der praktisch fertigen Hauptcola sah. An den übrigen Blütenstellen wuchsen die Buds aber munter weiter. Besonders dicht waren sie noch nicht, aber ihre Größe beeindruckte uns. Die gesamte Pflanze war rundum mit Blüten bedeckt.

In der neunten Woche erreichte unsere Peace Love & Harmony Feminisiert eine Höhe von 84 cm. Die Buds wurden von Tag zu Tag größer. An der Spitze bildete sich eine bildschöne Hauptcola, während die unteren Bereiche wie ein dichter Wald aus kompakten, kegelförmigen Blüten aussahen. Um in dieser entscheidenden Phase Schimmel vorzubeugen, senkten wir die Luftfeuchtigkeit auf 55 %.

In der zehnten Woche wuchs der Hauptstamm weiter. Unsere Pflanze brachte es nun auf 88 cm Gesamthöhe. Die Buds waren inzwischen deutlich dichter geworden und begannen, leuchtend orangefarbene Blütenstempel zu entwickeln. Wir wussten, dass die Ernte nicht mehr weit war. Viel mehr blieb uns jetzt nicht mehr zu tun.

In der elften Woche erreichte unsere Pflanze eine Höhe von 91 cm. Das lag vor allem an der Hauptcola, die sich noch ein Stück nach oben ausstreckte und deutlich dicker wurde. Auch die Buds wurden immer dichter. Die Ernte war zum Greifen nah, keine Frage.

Ende der zwölften Woche war es schließlich so weit: Wir konnten unsere Peace Love & Harmony Feminisiert ernten. Mit einer Endhöhe von 93 cm nach zwölf Wochen hinterließ sie einen starken Eindruck. Wir waren gespannt auf das Ergebnis.

Ernte

Als es Zeit für die Ernte war, schnitten wir unsere Peace Love & Harmony Feminisiert an der Basis ab. Danach entfernten wir die Fächerblätter und hängten die Pflanze kopfüber in einen dunklen Raum. Die Temperatur lag konstant bei 15,5 °C, die relative Luftfeuchtigkeit bei 50 %. Dort blieb sie so lange hängen, bis die kleineren Zweige beim Biegen brachen. Meistens dauert das zwischen 10 und 20 Tagen.

Sobald die Pflanze ausreichend getrocknet war, entfernten wir die Buds und trimmten sie zurecht, bevor wir sie zum Aushärten in Gläser legten. Unsere Pflanze war zwar dicht bewachsen, aber ein Großteil davon bestand aus Fächerblättern, die wir bereits im vorherigen Schritt entfernt hatten. An den verbleibenden Blüten waren nur noch wenige kleine Blätter zu sehen, die zudem locker verteilt waren; das Trimmen war entsprechend einfach.

Abschließend ließen wir die Gläser einen ganzen Tag lang offen, damit ein Großteil der verbliebenen Feuchtigkeit verdunsten konnte. Danach verschlossen wir die Gläser und öffneten sie über mehrere Wochen hinweg mehrmals täglich für etwa eine Stunde. Grower bezeichnen dies als „Burping“. Nach und nach senkten wir die Frequenz des Burping auf einmal pro Tag, bis die Buds fertig waren. Der gesamte Aushärtungsprozess dauert in der Regel 4 bis 6 Wochen. Aufgepasst: Überspringen Sie diesen Schritt, werden Ihre Blüten nicht ihr volles Potenzial entfalten.

Dieser Grow lieferte 103 Gramm getrocknete Blüten mit einem THC-Gehalt von 21,73 %.

Terpen-Profil

Je näher unsere Peace Love & Harmony Feminisiert der Ernte kam, desto deutlicher wurde ihr Geruch. Und der war ziemlich intensiv. Grower, die auf Diskretion achten müssen, sollten das während der Blütephase im Hinterkopf behalten. Wenn Geruchsneutralität wichtig ist, sind zusätzliche Maßnahmen empfehlenswert. Der Duft war frisch, ein bisschen säuerlich und hatte überraschend klare Mandarinennoten. Dazu kamen süße, fruchtige Anklänge von der Runtz-Seite.

Nachdem wir unsere Blüten getrocknet hatten, entwickelten sie ihren charakteristischen Duft: ein köstliches Aroma, das von Mandarine und tropischen Früchten dominiert wurde und sogar ein bisschen nach Süßigkeiten roch. Der Geschmack war ebenso köstlich: erst Zitrus, danach Süßigkeiten und schließlich ein sanfter, leicht cremiger Abgang mit langanhaltender Zitrusnote.

Die Wirkung von Peace Love & Harmony Feminisiert war eindeutig Indica, mit nur einer Spur Sativa. Zuerst spürten wir ein zerebrales High, das den Kopf in Bewegung brachte. Kurz darauf setzte eine tiefe körperliche Entspannung ein, die uns voll erwischte. Insgesamt eignet sich diese Sorte ideal, um einen geselligen Abend ausklingen zu lassen oder gemütlich ein paar Dinge im Haushalt zu erledigen.

Fazit

Alles in allem hat uns Peace Love & Harmony Feminisiert richtig Spaß gemacht. Die Pflanze bleibt kompakt, liefert aber trotzdem beeindruckende Erträge. Neben der wuchtigen Hauptcola haben auch die unteren Zweige schöne, dichte Buds produziert. Sie stecken voller Harz und sind damit perfekt für Extrakte. Für Indoor-Grower ist diese Sorte definitiv zu empfehlen. Einzig der kräftige Geruch sollte nicht unterschätzt werden.

  • Disclaimer:
    Die Gesetze und Vorschriften zum Cannabisanbau sind von Land zu Land unterschiedlich. Sensi Seeds rät Ihnen daher dringend, Ihre lokalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Handeln Sie nicht im Widerspruch zum Gesetz.

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