by Martijn on 28/10/2013 | Konsum Medizinisch

Verschiedene Möglichkeiten der Einnahme von medizinischem Cannabis

Konsum Die heilsame Wirkung von Cannabis spricht sich in der Öffentlichkeit immer mehr herum, und auch die Zahl der Länder und der amerikanischen Bundesstaaten, die die Pflanze anerkennen, steigt unaufhörlich - vor allem unter den medizinischen Konsumenten -, daher wächst nun der Bedarf an alternativen Konsummethoden. Denn auch wenn das allseits bekannte Rauchen eines Joints oder Bongs nach wie vor üblich ist, gibt es gesündere Methoden des Cannabiskonsums.


Die heilsame Wirkung von Cannabis spricht sich in der Öffentlichkeit immer mehr herum, und auch die Zahl der Länder und der amerikanischen Bundesstaaten, die die Pflanze anerkennen, steigt unaufhörlich – vor allem unter den medizinischen Konsumenten -, daher wächst nun der Bedarf an alternativen Konsummethoden. Denn auch wenn das allseits bekannte Rauchen eines Joints oder Bongs nach wie vor üblich ist, gibt es gesündere Methoden des Cannabiskonsums.

Verschiedene Möglichkeiten der Einnahme von medizinischem Cannabis

Sensi Seeds stellt erfreut fest, dass eine wachsende Anzahl von Ländern Cannabis gegenüber eine nachgiebigere Haltung einnehmen.  Und zwar zumeist deshalb, weil man Patienten Zugang zu medizinischem Cannabis gewähren möchte, wie es kürzlich zum Beispiel Frankreich getan hat; aber immer häufiger wird auch die Legalisierung des Konsums als Genussmittel erwogen oder sogar gesetzlich geregelt, wie in Ecuador, Uruguay und in zwei Staaten der USA.

Insbesondere  auf Nichtraucher, die Zugang zu medizinischem Cannabis in seiner natürlichen Form haben oder erhalten, kann die Beigabe von Tabak abschreckend wirken. Patientenvereinigungen, die sich mit alternativen Heilmethoden beschäftigen, werden deshalb regelmäßig gefragt, ob es auch andere Möglichkeiten der Einnahme gibt. Und die gibt es tatsächlich. Cannabis lässt sich nämlich hervorragend in allerlei Speisen und Getränken verarbeiten, und er kann sogar auf eine für die Gesundheit praktisch unbedenkliche Weise inhaliert werden. Die diversen Einnahmemethoden haben jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Art, wie der Effekt zustande kommt und wie lange er anhält.  Um den Patienten bei der Wahl der für sie besten Option zu helfen, wird Sensi Seeds in diesem Artikel einige Unterschiede zwischen den Methoden erläutern.  In jedem Fall empfiehlt Sensi Seeds, stets zuerst einen Facharzt zu konsultieren, wenn die Einnahme von medizinischem Cannabis erwogen wird.

Verdampfung in einem Vaporizer

Der Gebrauch eines Vaporizers beziehungsweise Verdampfers stellt eine effektive und saubere  Einnahmemethode von Cannabis dar.  Hierbei handelt es sich um ein Gerät, das Cannabis auf eine Temperatur zwischen 180 und 220 Grad Celsius erhitzt. Es findet jedoch keine Verbrennung statt, und daher werden keine oder sehr geringe Mengen von schädlichen Nebenprodukten wie Benzol-, Teer- und Kohlenstoffteilchen freigesetzt; nur die Wirkstoffe verdampfen. Zugleich sorgt die kontrollierte Erhitzung dafür, dass das Verdampfen wesentlich effizienter ist als das Rauchen. Denn es werden bis zu 95 % der Wirkstoffe wie THC und CBD aufgenommen, weshalb man auch geringere Mengen benötigt, um denselben Effekt zu erreichen. Im Gegensatz dazu geht bei der unkontrollierten Verbrennung beim Rauchen eines Joints ein großer Teil des Cannabis verloren geht. Und schließlich stellt sich der Effekt rasch ein, was beispielsweise bei der Bekämpfung akuter Schmerzen als sehr wohltuend empfunden wird.

Da Vinci Vaporizer
Da Vinci Vaporizer

 

Die Methode der Erhitzung von Kräutern zur Extraktion bestimmter Wirkstoffe stammt aus dem alten Ägypten, ist also schon seit Jahrtausenden bekannt. Damals legten die Ägypter Steine ins Feuer, bis sie glühend heiß wurden. Dann holten sie die Steine aus dem Feuer und legten aromatische Kräuter darauf. Infolge der Hitze wurden die flüchtigen Öle in den Kräutern freigesetzt, und so entstand ein angenehm duftender Dampf, ohne dass die Luft durch Rauch verschmutzt wurde.

Das Verdampfen heilsamer Kräuter wie Cannabis basiert auf genau demselben Prinzip. Es ist Frank William Wood zu verdanken – besser bekannt unter seinem Pseudonym Eagle Bill Amato (USA, 1942 – 2005) – dass zahlreiche Menschen nun von dieser Methode Gebrauch machen können. Dieser Cannabisaktivist und Vorkämpfer für medizinischen Cannabis hat das Prinzip 1993 durch einen kalifornischen Cannabiszüchter entdeckt. Der hatte einen primitiven Vaporizer hergestellt, in dem Cannabis mit einer Heizpistole erwärmt wurde. Wood erkannte sofort, welche medizinischen Vorteile mit diesem System verbunden waren. Er verbesserte den Entwurf und brachte die „Eagle Bills Friedenspfeife der Zukunft“ auf den Markt.  Im Jahr 2004 wurde er unter anderem hierfür mit einem Cannabis Culture Award ausgezeichnet.

Eagle Bill Amato
Eagle Bill Amato

Woods Entwurf besteht aus Glas, und die Kugel am unteren Ende muss mithilfe eines Butangasfeuerzeugs erhitzt werden. Das Modell wurde im Laufe der Jahre mehrmals verbessert und ist noch immer einer der am weitesten verbreiteten Verdampfer. Inzwischen werden auch zahllose elektronische Varianten angeboten, von denen manche nicht größer sind als ein Päckchen Zigaretten.  Diese modernen Geräte erhitzen Cannabis mithilfe eines Heizungselements, bis er exakt die richtige Temperatur erreicht hat.

Essen: Kraftvoller Effekt, der länger anhält

Cannabis kann auch bestens mithilfe von Speisen aufgenommen werden. Der Pluspunkt dieser Einnahmemethode ist ihre besonders kraftvolle und lang anhaltende Wirkung. Dadurch eignet sie sich vor allem für chronische Erkrankungen, bei denen eine konstante Einnahme von Medikamenten erwünscht ist.

Viele Menschen glauben, die dauerhafte und kraftvolle Wirkung nach dem Verzehr von Cannabis sei der Tatsache zu verdanken, dass das Blut über den Verdauungsprozess mehr Wirkstoffe aufnehmen könne.   In Wahrheit ist es genau umgekehrt. Beim Rauchen eines Joints werden circa 20 Prozent der verwendeten Cannabismenge aufgenommen,  beim Essen jedoch lediglich 6 Prozent. Ein großer Teil des aufgenommenen Cannabis wird nämlich durch den Verdauungsprozess zersetzt, und der im Körper verbleibende Rest wird im nächsten Schritt von der Leber abgebaut. Dass die Wirkung dennoch intensiver und nachhaltiger ist, liegt daran, dass die Wirkstoffe vom Blut wesentlich langsamer aufgenommen werden als beim Rauchen oder Verdampfen.  Hierdurch baut sich die Wirkung nur langsam auf und kann daher viel länger aufrechterhalten werden.  Manchmal sogar bis zu 8 Stunden lang.

Allerdings sind mit dieser Methode auch Risiken verbunden. Beim Rauchen oder Verdampfen kann man den Effekt recht gut kontrollieren. Falls die Wirkung zu heftig ausfällt, hört der Konsument einfach mit dem Inhalieren auf, und schon bald lässt die Wirkung nach.  Dagegen dauert es beim Essen einige Zeit, bis die Wirkung einsetzt. In manchen Fällen sogar erst anderthalb Stunden nach der Einnahme. Darum könnte man geneigt sein, noch mehr Cannabis aufzunehmen, weil man zunächst annimmt, dass die Wirkung ausbleibt.  Hierdurch nimmt ein Konsument womöglich eine zu große Menge auf, was zur Folge hat, dass die Wirkungen zu intensiv ausfallen und zu lange anhalten. Deshalb ist zu empfehlen, die mit dem Essen aufgenommene Cannabismenge langsam zu steigern; beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis oder essen Sie eine geringe Menge der Speise und steigern Sie die Menge von Tag zu Tag, bis das gewünschte Resultat erreicht ist.

Medizinisches Cannabis in Getränken

Eine weitere Methode der Einnahme von medizinischem Cannabis ist das Trinken, wobei Milch und Tee die gebräuchlichen Darreichungsformen sind.  Berücksichtigen Sie auch beim Trinken von Cannabisgetränken, dass es anderthalb Stunden dauern kann,  bis die Wirkung eintritt.

Verschiedene Möglichkeiten der Einnahme von medizinischem Cannabis

Die Sitte des Konsums von Cannabistee stammt aus China, wo sie bereits um 3000 v. Chr. bekannt war. Schon in dieser Zeit wurde die Hanffaser zur Herstellung von Seilen verwendet, und Cannabis wurde als fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin betrachtet. Einer chinesischen Legende zufolge ist Shen Nong (oder Shennong), eine Figur aus der chinesischen Mythologie, einer der Begründer dieser Heilkunde. Außerdem soll er zufällig den Tee erfunden haben, als er in einem Wald Wasser kochte: Nachdem einige Blätter ins Wasser gefallen waren, entstand ein angenehmes Aroma, das dem Wasser einen köstlichen Geschmack verlieh.  Dass der Gebrauch von Cannabis in Getränken in Asien nichts Ungewöhnliches ist, zeigt übrigens auch die Bhang-Tradition in Indien. Zu diesem Thema hat Sensi Seeds bereits einen Artikel veröffentlicht.

Raw Cannabis

Der amerikanische Arzt William Courtney hat kürzlich Forschungsergebnisse präsentiert, die belegen, dass der Gebrauch von frischem „raw (rohem) Cannabis“ in Fruchtgetränken einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung und Heilung diverser Krankheiten leisten kann.   Mit raw Cannabis meint Courtney die Verwendung so gut wie aller Pflanzenteile bei der Zubereitung von Fruchtsäften und Salaten. Einer der Vorteile ist beispielsweise, dass psychedelische Effekte auf ein Mindestmaß begrenzt werden, da hierbei auch Pflanzenteile verarbeitet werden, die kaum bewusstseinsverändernde Cannabinoide enthalten. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, empfiehlt Courtney, täglich folgende Gerichte und Mengen zu verzehren: 4 bis 8 Unzen (1 Unze = circa 30 Gramm) Pflanzenteile (Blätter, Stiel, Blüten) in einem Smoothie; 5 mg Cannabidiol (CBD) pro Kilogramm Körpergewicht; einen Salat mit Hanfsamen und 50 mg THC in 5 Dosierungen. 4 bis 8 Unzen (1 Unze = circa 30 Gramm) Pflanzenteile (Blätter, Stiel, Blüten) in  einem Smoothie,  5 mg Cannabidiol (CBD) pro Kilogramm Körpergewicht, einen Salat mit Hanfsamen und 50 mg THC in 5 Dosierungen. Klicken Sie hier für weitere Informationen über diese Methode.

Verschiedene Möglichkeiten der Einnahme von medizinischem Cannabis

Sensi Seeds stellt erfreut fest, dass immer mehr Menschen Zugang zu medizinischem Cannabis erhalten.  Zugleich hat das Unternehmen erkannt, dass dadurch auch eine Menge Fragen auftauchen. Sensi Seeds veröffentlicht täglich relevante Artikel in seinem Blog, um diese Fragen zu beantworten und die Menschen über die verschiedenen Möglichkeiten der Einnahme von medizinischem Cannabis aufzuklären. Und nicht zuletzt geht es dem Unternehmen darum, die Pflanze von ihrem negativen Image zu befreien.

 

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