VPD-Tabelle für Cannabis: Optimale Bereiche für Sämlinge, Wachstumsphase & Blüte

Das Dampfdruckdefizit (kurz VPD) ist der Schlüssel zu optimaler Nährstoffaufnahme, kräftigem Wachstum und harzreicher Blütenproduktion. Lernen Sie, wie Sie den VPD-Wert in Ihrem Grow-Room oder -Zelt berechnen und kontrollieren – von der Sämlingsphase über die Wachstums- bis zur Blütephase – und holen Sie mit jeder Ernte das Maximum heraus.

Für Einsteiger und fortgeschrittene Grower reicht es oft aus, grundlegende Umgebungsfaktoren wie Beleuchtung, Belüftung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Griff zu haben, um gesunde Cannabis-Pflanzen zu ziehen und hochwertige Blüten zu ernten. Erfahrene Grower gehen jedoch einen Schritt weiter: Mit VPD-Tabellen für Cannabis schöpfen sie das genetische Potenzial ihrer Pflanzen voll aus.

Das VPD geht über einfache Werte wie Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit hinaus. Es ermöglicht Growern, die Transpiration zu steuern (den Motor der Nährstoffaufnahme) und ihre Pflanzen gezielt in vegetatives oder generatives Wachstum zu lenken, um erstklassige Erträge zu erzielen.

Im Folgenden erklären wir, wie VPD-Tabellen für Cannabis funktionieren, und zeigen Ihnen:

  • Wie das VPD die Transpiration beeinflusst und damit bestimmt, wie schnell Ihre Pflanzen Wasser und Nährstoffe aus dem Substrat aufnehmen.
  • Wie Sie das VPD nutzen, um Ihre Pflanzen gezielt in vegetatives oder generatives Wachstum zu lenken.
  • Welche idealen VPD-Bereiche für die einzelnen Phasen gelten:
    • Sämlinge/Klone: 0,4–0,8 kPa
    • Wachstumsphase: 0,8–1,0 kPa
    • Generatives Wachstum (Blüte): 1,2–1,5 kPa
  • Wie Sie den VPD-Wert mithilfe der Blatttemperatur präzise berechnen.
  • Wie Sie den VPD-Wert während der Dunkelphase optimieren, indem Sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen und den Taupunkt vermeiden.
  • Wie Sie den VPD-Wert in CO2-angereicherten Anlagen erhöhen, in denen Pflanzen weniger transpirieren und höhere Temperaturen vertragen.

Was ist das Dampfdruckdefizit (Vapour Pressure Deficit / VPD)?

Das VPD misst den Unterschied im Wassergehalt zwischen den Blättern Ihrer Pflanzen und ihrer Umgebung. Es wird in Kilopascal (kPa) angegeben und ermöglicht es Ihnen, bei präziser Kontrolle die Transpirationsrate zu maximieren, um Ihre Pflanzen gezielt in die Wachstums- oder Blütephase zu lenken.

Die klassische VPD-Definition

Wer nach VPD sucht, stößt fast überall auf diese Lehrbuchdefinition:

„Das Dampfdruckdefizit (Vapour Pressure Deficit) ist die Differenz zwischen dem aktuellen Feuchtigkeitsgehalt der Luft und der maximalen Feuchtigkeitsmenge, die die Luft aufnehmen könnte, bevor sie den Sättigungspunkt erreicht (d. h. den Taupunkt).“

Wir finden jedoch, dass diese Definition dem wahren Potenzial des VPD nicht gerecht wird. Treffender lässt es sich als treibende Kraft der Pflanzentranspiration beschreiben: Das VPD vergleicht den Wassergehalt zwischen Blätterdach und Wachstumsumgebung und zeigt Ihnen damit, wie viel Wasser (und wie viel Dünger) Ihre Pflanzen aus dem Substrat ziehen können.

Maximale Transpiration: Was passiert, wenn das VPD bei Cannabis optimal ist?

Das optimale VPD für Cannabis liegt bei reifen Pflanzen zwischen 0,8 und 1,5 kPa. In diesem Bereich ist die Luft im Grow-Room warm und trocken, während die Pflanzen selbst gut mit Wasser versorgt sind.

Dieses Defizit erzeugt einen natürlichen Sog, der Feuchtigkeit von den Wurzeln durch das Xylem (Holzgewebe) nach oben und schließlich durch die Spaltöffnungen nach außen zieht. Alle Pflanzen sind auf diesen Prozess (die Transpiration) angewiesen, um Wasser und Nährstoffe aus dem Substrat aufzunehmen.

Wenn Sie das VPD in Ihrem Grow-Room optimieren, transpirieren Ihre Pflanzen kräftig: In der Wachstumsphase fördert das üppiges Blattwachstum, in der Blüte dichte, harzreiche Buds. Wie Sie weiter unten sehen werden, ist ein höheres VPD entscheidend für generatives Crop-Steering.

Wird das VPD jedoch zu hoch getrieben, transpirieren die Pflanzen zu stark und laufen Gefahr, auszutrocknen. Die Folge: Sie schließen ihre Spaltöffnungen vollständig und stellen die Fotosynthese ein. Ist das VPD hingegen zu niedrig, bleiben die Spaltöffnungen zwar weit geöffnet, aber das fehlende Druckdefizit sorgt dafür, dass die Pflanzen nur langsam transpirieren und weniger Wasser und Nährstoffe aus dem Substrat ziehen.

Wie wird das VPD für Cannabis berechnet?

Um einen genauen VPD-Wert für Cannabis zu ermitteln, brauchen Sie drei Schlüsselgrößen:

  • Umgebungstemperatur. Sie gibt an, wie viel Feuchtigkeit die Luft in Ihrem Grow-Room oder -Zelt aufnehmen könnte, bevor sie den Sättigungspunkt erreicht.
  • Relative Luftfeuchtigkeit (RH). Sie gibt an, wie viel Feuchtigkeit die Luft aktuell enthält.
  • Blatttemperatur (LST). Sie bestimmt den Dampfdruck im Blattinneren (gesunde Cannabis-Blätter sind nahezu zu 100 % gesättigt).

Mit diesen drei Werten berechnen Sie den Dampfdruck Ihrer Umgebungsluft und ziehen ihn vom Dampfdruck der Blätter ab, um das Defizit zu ermitteln.

Blatttemperatur (LST): Der Schlüssel zur VPD-Kontrolle (und die Schwachstelle vieler VPD-Tabellen)

Viele Grower machen den Fehler, die Bedingungen in ihrem Grow-Room mit einem Thermo-Hygrometer zu messen und die Blatttemperatur dann einfach zu schätzen. Das ist verständlich – viele ältere VPD-Tabellen für Cannabis geben an, die Blatttemperatur liege in der Regel nur 1–3 °C unter der Umgebungstemperatur, und verleiten Grower so zu dieser Annahme.

In der Praxis kann die Blatttemperatur jedoch stark variieren, abhängig von:

  • Der Art der verwendeten Grow-Lampen. Natriumdampf-Hochdrucklampen (HPS) und Metallhalogenidlampen (MH) erzeugen deutlich mehr Restwärme als LEDs und beeinflussen die Umgebungstemperatur im Grow-Room oder -Zelt entsprechend stärker.
  • Dem Abstand zwischen Lampen und Blätterdach. Je näher die Lampen an den Blättern, desto höher die Blatttemperatur.
  • Der Belüftung im Grow-Room. Ventilatoren und Abluft senken sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit.
  • Dem lokalen Klima, das die Bedingungen im Grow-Room oder -Zelt direkt beeinflusst.

Das Infrarot-Thermometer: unverzichtbar für präzise VPD-Messungen

Noch einmal zur Erinnerung: Das VPD misst den Dampfdruckunterschied zwischen dem wassergesättigten Blattinneren und der Umgebungsluft. Da die Temperatur bestimmt, wie viel Feuchtigkeit die Luft aufnehmen kann, ist eine genaue VPD-Berechnung ohne Kenntnis der genauen Temperatur Ihres Blätterdachs nicht möglich.

Vertrauen Sie deshalb nicht blind auf VPD-Tabellen für Cannabis. Ein Infrarot-Thermometer (IR-Thermometer) gehört zur Grundausstattung: Messen Sie regelmäßig die Blatttemperatur an verschiedenen Stellen des Blätterdachs, um einen verlässlichen Durchschnittswert zu erhalten. Die Schwankungen können erstaunlich groß sein.

Hinweis zur LED-Revolution

Der Wechsel zu LED-Grow-Lampen hat die VPD-Steuerung grundlegend verändert. HPS-Lampen und MH-Lampen, die noch vor 20 Jahren den Indoor-Anbau dominierten, erzeugten erhebliche Infrarotwärme, die Blattgewebe und Umgebungsluft direkt aufheizte.

Moderne LED-Grow-Lampen sind deutlich effizienter und geben entsprechend weniger Wärme ab. Um die niedrigeren Blatt- und Raumtemperaturen auszugleichen, setzen LED-Grower heute häufig auf Zusatzheizungen und Luftbefeuchter, um Stoffwechsel und Raumklima auf das gewünschte VPD-Niveau zu bringen.

So können Sie das VPD messen und berechnen (Schritt für Schritt)

Bereit, das Dampfdruckdefizit beim Anbau von Cannabis selbst zu messen? So gehen Sie vor:

  1. Messen Sie mit einem Thermo-Hygrometer die Umgebungstemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit in Ihrem Grow-Room oder -Zelt.
  2. Messen Sie mit einem IR-Thermometer die Blatttemperatur.
    a. Nehmen Sie nicht nur eine einzige Messung vor. Messen Sie die Blatttemperatur sowohl direkt unter den Grow-Lampen als auch an Blättern, die etwas tiefer oder im Schatten hängen.
    b. Addieren Sie alle Messwerte und teilen Sie die Summe durch die Anzahl der Messungen, um die durchschnittliche Blatttemperatur zu ermitteln.
  3. Geben Sie Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit und durchschnittliche Blatttemperatur in eine VPD-Tabelle oder einen VPD-Rechner für Cannabis ein. Der VPD-Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Dampfdruck des Blattes (VP Blatt) und dem der Luft (VP Luft).

Profi-Tipp: Smarte Sensoren berechnen den VPD-Wert automatisch. Das ist praktisch, aber kein Grund, ganz auf manuelle Messungen zu verzichten. Eine Kontrolle pro Woche reicht, um kleine Messfehler frühzeitig zu erkennen und die Bedingungen ggf. anzupassen.

VPD-Tabelle für Cannabis: Die optimalen Bereiche

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die idealen VPD-Bereiche für jede Phase des Lebenszyklus – von der Anzuchtphase (Sämlinge und Klone) über die Wachstumsphase bis zur Blüte.

Anzuchtphase: VPD für Klone und Sämlinge

Idealer VPD-Wert: 0,4–0,8 kPa

Klone und Sämlinge verfügen kaum oder noch gar nicht über ein ausgebildetes Wurzelsystem. Ein zu hohes VPD entzieht ihnen zu viel Feuchtigkeit und führt zu Wachstumshemmungen oder Umfallkrankheit. Ein niedriges VPD in der Anzucht- und Sämlingsphase minimiert den Feuchtigkeitsverlust und fördert das Wurzelwachstum.

Blattwachstum: VPD-Bereich in der Wachstumsphase

Idealer VPD-Wert: 0,8 (frühes Wachstum / späte Anzucht) – 1,0 kPa

In der Wachstumsphase geht es vor allem darum, möglichst schnell Biomasse aufzubauen und gut strukturierte Pflanzen zu entwickeln, die später einen hohen Blütenertrag liefern. Starten Sie mit einem VPD von 0,8 kPa gegen Ende der Sämlingsphase und erhöhen Sie ihn auf bis zu 1,0 kPa in der Mitte der Wachstumsphase. In diesem Bereich transpirieren Ihre Pflanzen optimal, nehmen Nährstoffe und Wasser effizient auf und absorbieren das CO2, das sie für die Fotosynthese benötigen.

Blüte: Optimales VPD für die Blütephase

Idealer VPD-Wert: 1,2–1,5 kPa

In der Blüte setzen erfahrene Grower gezielt auf Trockenstress als Mittel des generativen Crop-Steerings. Indem sie das VPD erhöhen und die Luft trockener machen, regen sie ihre Pflanzen zur verstärkten Produktion von Abscisinsäure an – einem Hormon, das die Blütenbildung stimuliert.

Ein höheres VPD bedeutet außerdem trockenere Luft – die beste Vorbeugung gegen Blütenfäule (Botrytis) und Echten Mehltau in der Spätblüte.

Hinweis zu Nachtzyklen und CO2

Das VPD tagsüber zu managen ist nur die halbe Miete. Viele Grower machen den Fehler, das VPD in ihrem Grow-Room während der Dunkelphase völlig außer Acht zu lassen.

Grow-Lampen (auch LEDs) sind in kleinen Zelten und Räumen meist die wichtigste Wärmequelle. Wenn sie ausgehen, fällt die Temperatur oft rapide ab, das VPD sinkt und es bildet sich Tau.

Der Taupunkt (DP): Wie Sie Feuchtigkeitsspitzen und „Nachtschweiß“ vermeiden

Fällt die Nachttemperatur in Ihrem Grow-Room oder -Zelt zu stark, erreichen Sie den Taupunkt – den Moment, in dem die Luftfeuchtigkeit an Blättern und Blüten kondensiert. Dieser sogenannte „Nachtschweiß“ ist eine der häufigsten Ursachen für Blütenfäule und Echten Mehltau in der Blüte.

Die wirksamste Gegenmaßnahme: ein Luftentfeuchter, der abends läuft und verhindert, dass das VPD zu stark abfällt.

Der CO2-Faktor: Ideale VPD-Werte bei CO2-Supplementierung

Bei CO2-Supplementierung empfiehlt sich ein VPD von 1,1–1,2 kPa in der Wachstumsphase und 1,5+ kPa in der Blüte. Am einfachsten lässt sich das durch eine Erhöhung der Umgebungstemperatur erreichen.

Pflanzen in CO2-angereicherten Grow-Rooms vertragen höhere Temperaturen, und wärmere Luft verstärkt den Transpirationssog, indem sie mehr Feuchtigkeit von der Blattoberfläche aufnimmt. Wird das VPD nicht entsprechend angepasst, können Wachstumshemmungen auftreten, weil die Pflanzen Schwierigkeiten haben, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen (besonders immobile Nährstoffe wie Kalzium und Magnesium).

Praktisches Crop-Steering: So können Sie in Ihrem Grow-Room das VPD anpassen (Schritt für Schritt)

Erstklassiger Cannabis-Anbau bedeutet nicht, auf Umweltveränderungen zu reagieren, sondern die Umgebung aktiv zu kontrollieren, um die Pflanzen gezielt in vegetatives oder generatives Wachstum zu lenken. Das VPD spielt dabei eine zentrale Rolle. So erhöhen oder senken Sie den VPD-Wert und optimieren Ihre Erträge:

VPD senken

  1. Nutzen Sie einen Luftbefeuchter, um die relative Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Das ist der schnellste Weg, das Defizit zu verringern und übermäßige Transpiration zu stoppen.
  2. Ohne Luftbefeuchter lässt sich die Luftfeuchtigkeit auch so erhöhen:
    a. Stellen Sie Wasserschalen in Ihren Grow-Room, um die Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung zu steigern.
    b. Besprühen Sie Ihre Pflanzen (nur in der Wachstumsphase). Das bringt zusätzliche Feuchtigkeit in die Luft.
    c. Reduzieren Sie Abluft- und/oder Umluftventilation. So bleibt mehr Feuchtigkeit im Zelt, während die Pflanzen transpirieren.
  3. Wenn nötig, senken Sie die Umgebungstemperatur:
    a. Dimmen Sie Ihre Lampen oder rücken Sie sie weiter vom Blätterdach weg.
    b. Nutzen Sie eine Klimaanlage.

VPD erhöhen

  1. Nutzen Sie einen Luftentfeuchter, um die relative Luftfeuchtigkeit zu senken.
  2. Ohne Luftentfeuchter lässt sich die Luftfeuchtigkeit im Grow-Room/Zelt auch so senken:
    a. Erhöhen Sie die Belüftung.
    b. Gießen Sie Ihre Pflanzen seltener (wenn möglich).
    c. Entblättern Sie Ihre Pflanzen regelmäßig (in der Wachstumsphase).
  3. Wenn nötig, erhöhen Sie die Umgebungstemperatur:
    a. Erhöhen Sie die Lichtintensität.
    b. Reduzieren Sie die Umluft- und Abluftventilation.

Cannabis-VPD-Fehlersuche: Anzeichen für zu hohes oder zu niedriges VPD

Symptome bei zu hohem VPD:

Häufige Anzeichen und Symptome bei zu hohem Cannabis-VPD:

  • Umfallkrankheit (bei Sämlingen oder Klonen). Das VPD treibt die Transpiration an und kann Sämlinge und Klone mit noch unvollständig entwickeltem Wurzelsystem austrocknen.
  • Nach oben gekräuselte Blätter („Taco“). Um Feuchtigkeit zu sparen, rollen Cannabis-Pflanzen ihre Blätter ein und verringern so die Oberfläche, die der trockenen Luft ausgesetzt ist.
  • Verbrannte Blattspitzen/-ränder. Ein zu hohes VPD entzieht den Pflanzen zu viel Feuchtigkeit, was das Blattwerk verbrennt und austrocknet.
  • Wachstumshemmungen. Um einer Austrocknung vorzubeugen, schließen die Pflanzen ihre Spaltöffnungen. Die CO2-Aufnahme und die Fotosynthese werden unterbrochen.

Symptome bei zu niedrigem VPD:

Häufige Anzeichen und Symptome bei zu niedrigem Cannabis-VPD:

  • Nährstoffstau. Der EC- oder PPM-Wert im Substrat kann durch Düngeransammlungen zu hoch werden. Auch wenn Sie Ihre Pflanzen ausreichend versorgen, können sie die Nährstoffe nicht aufnehmen, wenn das VPD für eine ausreichende Transpiration zu niedrig ist.
  • Nährstoffmangel. Ein zu niedriges VPD beeinträchtigt die Fähigkeit Ihrer Pflanzen, immobile Nährstoffe wie Kalzium, Schwefel, Eisen, Bor und Kupfer aufzunehmen, was zu Mangelerscheinungen führt. Wie Sie häufige Cannabis-Mangelerscheinungen erkennen, erfahren Sie hier.
  • Überwässerung. Da die Pflanzen kaum Wasser aus dem Substrat ziehen, bleibt es lange feucht. Die Wurzeln werden regelrecht erstickt, und es zeigen sich typische Überwässerungssymptome. Wie Sie Überwässerung erkennen, beheben und verhindern, erfahren Sie hier.
  • Blütenfäule (Botrytis). Stillstehende, feuchtigkeitsreiche Umgebungen bieten Krankheitserregern ideale Bedingungen. In dichten Blüten eingeschlossene Feuchtigkeit begünstigt Botrytis, die ganze Colas zum Faulen bringen kann.
  • Echter Mehltau. Wie Botrytis gedeiht Echter Mehltau in feuchten Umgebungen mit niedrigem VPD. Wie Sie Echten Mehltau und Blütenfäule erkennen und vorbeugen, erfahren Sie hier.

Häufig gestellte Fragen zum VPD bei Cannabis

Wie lese und verwende ich eine VPD-Tabelle für Cannabis?

Klassische VPD-Tabellen zeigen die idealen VPD-Bereiche für Cannabis in der Wachstums- und Blütephase. Messen Sie die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit in Ihrem Grow-Room sowie die durchschnittliche Blatttemperatur im Blätterdach, und berechnen Sie dann mithilfe eines VPD-Rechners das Dampfdruckdefizit zwischen der Luft und den Blättern Ihrer Pflanzen. Halten Sie sich an die in der Tabelle empfohlenen VPD-Werte (in der Regel grün markiert) und messen Sie die Blatttemperatur stets genau. Geschätzte Werte führen zu ungenauen Ergebnissen.

Wie beeinflusst das VPD Transpiration und Nährstoffaufnahme?

Das VPD bestimmt, wie effizient Wasser vom Substrat durch die Pflanze und über die Transpiration zurück in die Atmosphäre gelangt. Je größer das Dampfdruckdefizit in Ihrem Grow-Room, desto mehr Wasser verdunstet über die Blätter und desto mehr Wasser und Nährstoffe nehmen Ihre Pflanzen aus dem Substrat auf.

Ist der Dampfdruck des Blattes wichtiger als der Dampfdruck der Raumluft?

Die Messung des Blattdampfdrucks ist entscheidend für eine genaue VPD-Berechnung. Wer sich nur auf den Dampfdruck der Raumluft und eine geschätzte Blatttemperatur verlässt, arbeitet mit Näherungswerten und erhält keine verlässlichen Aussagen über die tatsächlichen Bedingungen im Grow-Room oder -Zelt.

Kann ich das VPD ignorieren, wenn ich draußen im Boden anbaue?

Das VPD ist relevant, egal ob Sie in Erde, Torf, Kokos oder in Hydrokultur anbauen. Im Freiland lässt es sich zwar schwerer kontrollieren, aber eine regelmäßige Messung gibt Ihnen wertvolle Hinweise darauf, wie effizient Ihre Pflanzen transpirieren.

Wie korrigiere ich das VPD in meinem Grow-Zelt oder Grow-Room?

Ist das VPD zu hoch, erhöhen Sie die relative Luftfeuchtigkeit – am einfachsten mit einem Luftbefeuchter. Ist das VPD zu niedrig, senken Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Luftentfeuchter.

Messen Sie das VPD in Ihrem Grow bereits? Erzählen Sie uns in den Kommentaren, wie es Ihren Anbau verändert hat!

  • Disclaimer:
    Die Gesetze und Vorschriften zum Cannabisanbau sind von Land zu Land unterschiedlich. Sensi Seeds rät Ihnen daher dringend, Ihre lokalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Handeln Sie nicht im Widerspruch zum Gesetz.

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    Steven Voser

    In der Schweiz geboren, in Australien aufgewachsen und nun in Südamerika unterwegs, ist Steven ein erfahrener Cannabis-Journalist. Ob er aus dem Hafen von Buenos Aires oder dem bolivianischen Altiplano schreibt, Stevens Arbeit beleuchtet die lange Geschichte und reiche Kultur der Cannabis-Pflanze sowie die undurchsichtige Gesetzeslandschaft, in der sie sich heute noch bewegt.
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