by Seshata on 20/02/2018 | Anbau

Wie man eine Freiland-Cannabissorte auswählt

Outdoor Strain Cannabis kann unter bemerkenswert vielfältigen Umweltbedingungen gedeihen, weshalb sich naturalisierte Populationen mühelos über die ganze Welt ausgebreitet haben. Heute haben Samenunternehmen Freilandsorten für spezifische Lebensräume entwickelt, die dort nicht nur wachsen und gedeihen können, sondern auch in der Lage sind, fortwährend Cannabinoide zu erzeugen.


Freilandcannabis im äußersten Norden und Süden

Wenn die Wahl einer Freilandsorte ansteht, sind in erster Linie die klimatischen Bedingungen zu berücksichtigen. Daher sind die Auswahlmöglichkeiten der Menschen, die im hohen Norden der nördlichen Hemisphäre oder im tiefen Süden der südlichen Hemisphäre leben (in den borealen oder subpolaren Klimazonen), stark eingeschränkt. Je weiter man vom Äquator entfernt lebt, desto kürzer ist die Anbausaison, da die winterliche Kälte einen weiteren Anbau unmöglich macht.

Zudem können die Temperaturen ganzjährig zu niedrig sein, sodass man viele Cannabissorten selbst im Hochsommer nicht anbauen kann. Denn die meisten Cannabissorten brauchen gleichmäßig warme Temperaturen, um ein kraftvolles vegetatives Wachstum zu entwickeln; zwar bevorzugen sie während der Blütezeit etwas kühlere Temperaturen, extreme Kälte oder Frost können sie jedoch nicht ertragen. Im Allgemeinen kann Cannabis bis zum 60. Nördlichen Breitengrad erfolgreich angebaut werden—obgleich berichtet wird, dass Hanf in Skandinavien sogar noch am 67. Breitengrad wachsen kann.


Die Intensität des Lichts verringert sich proportional zur Entfernung vom Äquator, weshalb die Pflanzen selbst im Sommer über weniger Lumen verfügen als ihre Artgenossen in gemäßigten und tropischen Gegenden. Und da die Cannabinoidproduktion (insbesondere von THC) in erster Linie von der Lichtintensität abhängt, besitzen Hanf und Ruderalissorten, die man in den nördlichen Breiten findet, einen geringen THC-Gehalt (dennoch können sie hohe Konzentrationen an CBD und anderen Cannabinoiden aufweisen).

Manche im Handel erhältlichen Sorten sind speziell für extrem nördliche/südliche Klimazonen entwickelt worden. Diese Sorten beenden ihren Wachstumszyklus besonders früh; es handelt sich um ausgesprochen frost- und kältebeständige Züchtungen, die trotzdem erhebliche Mengen an Cannabinoiden produzieren, einschließlich THC.

Schauen Sie sich diese Sorten an für extrem nördliches oder südliches Klima: Hindu Kush Automatic und Early Skunk, das auch feminisiert erhältlich ist.

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Freilandcannabis in den gemäßigten Zonen

Den Züchtern in kühlen-gemäßigten Klimazonen steht ebenfalls eine beschränkte Auswahl an Sorten zur Verfügung, aber dank der günstigeren Bedingungen in Bezug auf Temperaturen und Anbausaison können sie im Vergleich zu Züchtern aus extrem nördlichen und südlichen Zonen bessere Erträge erzielen. In den kühlen-gemäßigten Zonen herrschen für gewöhnlich zu niedrige Temperaturen, sodass die Blüte bis Mitte/Ende Oktober nicht erfolgreich vollendet werden kann. Daher sollten Züchter in den kühlen-gemäßigten (sowie in den borealen und subpolaren) Zonen auch eine Forcierung der Blüte in Betracht ziehen, um die Chancen auf eine ertragreiche Ernte zu verbessern.

Die warmen-gemäßigten Zonen bieten der Mehrheit der Cannabissorten, die für den kommerziellen Anbau entwickelt werden, ideale Bedingungen. Hier ist das Klima durch lange, sonnige Sommer und milde Winter gekennzeichnet. Die saisonalen Schwankungen der Tageslänge dienen den Pflanzen als klares Signal für die Einleitung der Blüte, wenn es zur Zeit der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche nur noch zwölf Tageslichtstunden gibt. In diesen Regionen herrschen für gewöhnlich bis weit in den November hinein oder gar bis Anfang Dezember günstige Temperaturen für die Blütenproduktion, sodass sowohl lange blühende, sativa-dominierte als auch indica-dominierte Sorten gedeihen. Eine Auswahl an Sorten, die sich für warme-gemäßigte Zonen eignen, finden Sie hier.

Gute Sorten für gemäßigte Zonen sind Early Pearl und Guerrilla’s Gusto.

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Freilandcannabis in den äquatorialen und tropischen Zonen

In den Tropen und in der Nähe des Äquators ist die Auswahl an Sorten, die ein Freilandzüchter erfolgreich anbauen kann, durch die extrem heißen Temperaturen und die fehlenden saisonalen Schwankungen der Tageslänge begrenzt. Je näher man am Äquator lebt, desto schwieriger wird es, gemäßigte Sorten zum Blühen zu bringen und gute Erträge zu erzielen, da diese Sorten lange Sommertage und eine eindeutig erkennbare Abnahme des Tageslichts benötigen, um blühen zu können.

In einem konstanten 12/12-Lichtzyklus beginnen die gemäßigten Sorten zu blühen, bevor sie die Gelegenheit hatten, eine bestimmte Wachstumsperiode optimal auszunutzen. Gewächshauszüchter haben während der Wachstumsperiode eventuell die Möglichkeit, für zusätzliche Beleuchtung zu sorgen. In diesem Fall steht eine erheblich größere Auswahl an Sorten – einschließlich der gemäßigten – zur Verfügung, auch wenn diejenigen Sorten wahrscheinlich bessere Erträge liefern, die höhere Temperaturen während der Blütezeit vertragen können.

Züchter, die nicht von zusätzlicher Beleuchtung während der Wachstumsperiode profitieren können, sollten sich in den äquatorialen Regionen auf die äquatorialen Landsorten und die handelsüblichen Hybriden konzentrieren, die von der Sativa dominiert werden. Diese Sorten sind an eine lang anhaltende, langsame Wachstumsperiode gewöhnt, die sich (ungefähr) am 12/12-Zyklus orientiert, und sie beginnen zu blühen, wenn die Pflanze die nötige Reife erreicht hat (in manchen tropischen Gebieten können allerdings geringfügige saisonale Schwankungen der Tageslänge eine weitere Rolle spielen). Bei diesen Sorten kann die Blüte auch vorzeitig eingeleitet werden (bevor die Pflanze die gigantische Höhe erreicht, die bei äquatorialen Sorten oft beobachtet wird), indem die dunkle Periode des Tages auf dreizehn oder vierzehn Stunden erhöht wird.

Für äquatoriale und tropische Zonen empfehlen wir die Sorten Durban und Jamaican Pearl.

Für äquatoriale und tropische Zonen empfehlen wir die Sorten Durban und Jamaican Pearl.

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Weitere klimatische Erwägungen bei der Auswahl der Freilandsorten

Außer der Temperatur und den Tageslichtstunden gibt es nur noch einen sehr wichtigen Umweltfaktor: die Feuchtigkeitsmenge. Zwischen Orten, die auf demselben Breitengrad liegen, kann es gewaltige Unterschiede geben, die ausschließlich den verschiedenen Niederschlagsmengen zuzuschreiben sind – in der nördlichen Hemisphäre befinden sich die regenreichsten Zonen zumeist längs der westlichen Küste einer Landmasse, während diese Zonen in der südlichen Hemisphäre für gewöhnlich an der Ostküste liegen.

Der Grund für dieses Phänomen ist die Richtung der vorherrschenden Winde, die die Feuchtigkeit über die Ozeane zum Festland transportieren. Doch die Regel kennt auch Ausnahmen—beispielsweise regnet es im Osten der USA im Allgemeinen mehr als im Westen; hierfür sind die von Norden nach Süden verlaufenden Meeresströmungen verantwortlich, aufgrund derer der Pazifik auf denselben Breitengraden kälter ist als der Atlantik (der wiederum durch von Süden nach Norden verlaufende Strömungen vom Äquator erwärmt wird).

Generell lässt sich sagen: Je näher man am Meer lebt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Klima feucht ist. Dagegen ist die Wahrscheinlichkeit eines trockenen Klimas im Inneren einer Landmasse größer (insbesondere bei einem so großen Kontinent wie Afrika oder Eurasien). Wenn man in einer feuchten oder küstennahen Klimazone lebt, sollte man auf jeden Fall Sorten wählen, die über eine gute Resistenz gegen Schimmel verfügen. Die meisten Cannabissorten sind von Natur aus besser an halbtrockene Umweltbedingungen angepasst, daher sind Züchter im Landesinneren oder in den kontinentalen Zonen in Bezug auf die Auswahl der Sorten oft weniger eingeschränkt. Begrenzte Auswahlmöglichkeiten haben jedoch auch Menschen in extrem trockenen Zonen, da Cannabis erhebliche Mengen Wasser benötigt.

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OldMan

Schade , so viele Sorten , die kann Ich im Leben gar nicht alle ausprobieren und WithWidow zum Beispiel ist nicht gleich WithWidow Sensiseed WW ist anders als WedseedShop oder anders als GreenHaus und so gehts weiter NothernLights gibts verschidene u.s.w.Denke aber auch mehr oder weniger ist die Wirkung gleich.Ein Unterschied zwischen Indika und Sativa besteht allerdings schon.Denke bin auch eher der Sativa Typ da ich an einem nevigen BodyStone nichts finden Kann Erinnert irgendwie an starke Schmetterlinge im Bauch und mulmiges Gefühl.

23/02/2018

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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