Was ist „Skunk Weed“? Eine Skunk-Anleitung für Anfänger

Im Englischen wurde „Skunk“ zum Slangausdruck für jede potente, THC-reiche Cannabissorte. Die Medien verwenden „Skunk“ oft zur Umschreibung von „Straßen-Gras“, meist in abwertender Form. Tatsächlich ist Skunk #1 der offizielle Name einer der ältesten, beliebtesten Cannabissorten, und es gibt eine „Skunk-Familie“ aus seinen Nachkommen.

Um den Begriff „Skunk“ ranken sich jede Menge Gerüchte und Fehlinformationen. Viele Cannabisfreunde kennen Skunk #1 jedoch als legendäre Sorte, die zur Züchtung zahlloser moderner Sorten verwendet wurde. Allerdings benutzen die meisten Mainstream-Medien „Skunk“, wenn sie starkes „Straßen-Gras“ meinen (und „Straßen-Gras“ wird mit illegalem Cannabis gleichgesetzt).

Manche Medienunternehmen (vor allem die Tabloid-Presseorgane, die mehr an Clickbaits (Klickködern) als an Fakten interessiert sind) haben sich sogar zu der Behauptung verstiegen, „Skunk“ sei eine besonders gefährliche neue Cannabissorte, die sich sowohl von Hasch als auch vom „Straßen-Gras“ der 1960er- bis 1980er-Jahre komplett unterscheidet. Kein Wunder also, dass die Frage „Was ist Skunk?“ Verwirrung und Ängste bei den Leuten ausgelöst hat, die durch diese Art der unverantwortlichen Berichterstattung irregeführt wurden. In dieser undurchsichtigen Situation will diese Anleitung für Anfänger für Aufklärung sorgen.

Welche Art von Cannabis ist Skunk?

Alle Mitglieder der Skunk-Familie stammen von Skunk #1 ab. Diese Elternsorte ist eine Hybride aus Acapulco Gold, Colombian Gold und Afghan. Acapulco Gold und Colombian Gold sind Sativa-Landrassensorten, die in der Region um Acapulco in Mexiko beziehungsweise im Santa-Marta-Gebirge in Kolumbien beheimatet sind. Und in Afghanistan gedeihen potente, robuste Indica-Landrassen.

Die Kombination dieser Gene ergab eine neue Sorte, die nicht nur das anregende High und die Zitrusaromen ihres Sativa-Anteils bot, sondern auch die kurze Blütezeit, die wohlige Entspannung und die großen Erträge, die für Indicas typisch sind. Skunk #1 von Sensi Seeds ist einfach anzubauen und somit gerade für Anbauneulinge empfehlenswert, zudem ist sie durchaus erschwinglich.

Woher kommt Skunk?

Skunk #1 ist keineswegs ein neuer Cannabistyp, der erst in den letzten Jahren aufgetaucht ist (wie oft fälschlicherweise berichtet wird), sondern wurde ursprünglich in den 1970er-Jahren gezüchtet. Manchen Berichten zufolge fand die Originalkreuzung sogar schon 1969 in der Bay Area von San Francisco, Kalifornien, statt. In den USA wurden die Samen von Skunk #1 bis 1980 verkauft.

Zwar könnten einige Exemplare in den späten 1970er-Jahren auch bis nach Europa gelangt sein, doch belegt ist, dass Skunk #1 in Samenform erstmals 1982 in den Niederlanden ankam. Diese Gene sind bis heute erhalten geblieben. Daher ist Skunk #1 nach wie vor eine der zuverlässigsten und einheitlichsten Cannabissorten, die es gibt. Sie ist wahrscheinlich die Elternsorte von mehr Cannabissorten als jede andere Hybride.

Warum wird der Ausdruck „Skunk“ für Cannabis verwendet?

„Skunk“ ist der Name eines nordamerikanischen Säugetiers, und dieses ist untrennbar mit der Slang-Bedeutung für Cannabis verbunden. Denn eines der typischen Merkmale der Sorte seines potenten Namensvetters ist der Geruch, der an den vom Tier verströmten übelriechenden Duft erinnert. Die Schärfe des Geruchs ist in einigen der Hybriden, die aus dem Original gezüchtet wurden, stärker entwickelt, beispielsweise bei Shiva Skunk; viele andere (wie Sensi Skunk) neigen eher zu der scharf-süßen Zitrusvariante.

Skunk #1 war eine regelrechte Revolution für Cannabisgrower (insbesondere in kühleren Klimazonen), und daher überrascht es nicht, dass die Bezeichnung „Skunk“ zum Synonym für starken, samenlosen und hochwertigen Cannabis wurde. Vergleichbar mit Coca-Cola, das 1886 auf den Markt kam; der daraus entstandene Name „Cola“ gilt heute als Gattungsbegriff.

Zwei Arten der Interpretation von „Skunk“-Cannabis

Die Verwirrung in Bezug auf den Begriff entstand vor allem durch die Tatsache, dass mit Skunk zwei verschiedene Dinge gemeint sind: Der Name einer berühmten Cannabissorte und ein umgangssprachlicher Ausdruck für starkes „Straßen-Gras“.

Das bedeutet aber nicht, dass beides nicht miteinander verwechselt wird. Wenn eine Person den Ausdruck „Skunk“ verwendet, könnte sie über die Cannabissorte, über ein Mitglied der Skunk-Cannabisfamilie (ein Nachkomme von Skunk #1) oder auch über irgendeine sehr aromatische und potente Cannabissorte sprechen.

Ist Skunk gefährlicher als Cannabis?

Diese Frage wird häufig in den Massenmedien diskutiert, obwohl sie genauso unsinnig ist wie die Frage: „Ist Rotwein gefährlicher als Alkohol?“ oder  „Sind Hosen gefährlicher als Kleider?“ Die ursprüngliche Quelle für diese Behauptungen wurde 2009 im British Journal of Psychiatry veröffentlicht; der Text assoziiert „Skunk“ eindeutig mit „Sinsemilla“- (samenlosem) Cannabis („78 % der Fallgruppe konsumierte hochpotentes Cannabis (sinsemilla, ,Skunk‘)”).

Diese Verwechslung von echten Skunk-Sorten mit allen samenlosen und daher potenten Cannabissorten taucht mehr als ein Jahrzehnt nach dem ursprünglichen Fehler immer wieder auf. Angeblich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Geisteskrankheiten wie zum Beispiel Schizophrenie; Menschen mit entsprechender Veranlagung oder mit Familien, in denen Geisteskrankheiten vorkamen, sollten sich von einem Arzt beraten lassen, bevor sie den Konsum von Cannabis überhaupt erwägen.

Leider ist diese Korrelation so oft als Kausalzusammenhang dargestellt worden, dass viele Menschen dies für eine Tatsache halten, trotz der Notwendigkeit weiterer Studien und obwohl es sogar Hinweise darauf gibt, dass Cannabinoide – insbesondere CBD – Menschen helfen können, die unter einem von zahlreichen psychischen Problemen leiden, zum Beispiel Angst und PTSD.

Einmal abgesehen vom Problem der Veranlagung für psychische Erkrankungen, die relevantere Frage ist doch: „Ist starkes Cannabis gefährlicher als schwaches Cannabis?“ Das ist vergleichbar mit der Frage: „Ist Whisky gefährlicher als Bier?“; die Antwort lautet ja, wenn man den Whisky genauso konsumiert wie das Bier, und wenn man es nicht genießt, stark betrunken zu sein. Klar ist aber auch, dass der Vergleich an einem bestimmten Punkt endet: Es ist physisch unmöglich, so viel Cannabis aufzunehmen, dass man daran stirbt, wogegen es 2017 in Großbritannien insgesamt 7.697 Todesfälle aufgrund von Alkohol gab.

Ist Cannabis wirklich stärker geworden?

Nachdem bereits festgestellt wurde, dass Skunk #1 eine Cannabissorte mit einer ganzen Familie von verwandten Sorten ist, untersuchen wir nun die Stärke und den Cannabinoidanteil von „Straßen-Gras“, denn diese Faktoren haben den größten Einfluss auf die Effekte.

Man darf nicht vergessen, dass die Cannabiszucht im Westen während der 1970er-Jahre erstmals auf kommerziellem Niveau betrieben wurde. Seitdem sind die THC-Anteile in Cannabisproben ständig gestiegen, da Züchter und Grower Hybriden entwickelt haben, um sie zu erhöhen.

Viele Jahre lang wusste man nicht, dass CBD die unerwünschten Effekte von THC mildert, zum Beispiel Gedächtnislücken, Paranoia und Ängste (übrigens: Sogar diese Studie bezieht sich auf „Skunk“, obwohl nichts darauf hinweist, dass das betreffende Cannabis tatsächlich eine Skunk-Sorte ist). Deshalb forcierten einige Züchter die Entwicklung immer höherer Anteile von THC im Verhältnis zu CBD, nicht ahnend, dass sie Sorten erzeugten, die für manche Konsumenten ein höheres Risiko von Problemen mit sich brachten.

Parallel zur Entwicklung von THC-reicheren Cannabissorten wurden die Indoor-Anbausysteme verbessert. Effektivere Beleuchtung, fortschrittlicher, speziell für Cannabis entwickelter Dünger sowie die im Internet auf einmal zugänglichen Anbauinformationen, die zuvor schwer zu finden waren – all das hat in den letzten beiden Jahrzehnten zur zunehmenden Stärke von „Straßen-Gras“ beigetragen.

Cannabis wurde also immer stärker, und das entsprach im Allgemeinen auch der subjektiven Erfahrung der Cannabiskonsumenten. Da der Krieg gegen die Drogen weiterging, war Cannabis ein bevorzugtes Angriffsziel für die Medien, und „Skunk“ wurde zu einem gängigen Medienbegriff für starkes Cannabis, das zu schweren Rauschzuständen führt. Ironischerweise ist es viel wahrscheinlicher, dass es sich bei dem betreffenden Cannabis nicht um die vergleichsweise milde Skunk #1 handelte, sondern um neuere Sorten mit einem weit weniger ausgewogenen Anteil von THC zu CBD.

Skunk-Sorten von Sensi Seeds

Wie bereits erwähnt, wurde Skunk #1 dank ihrer charakteristischen Stärke und Potenz als Elternsorte für viele andere Skunk-Sorten ausgewählt. Als einer von nur einer Handvoll Züchtern, die das 1982 aus den USA eingeführte Originalerbgut von Skunk #1 erhielten, hat Sensi Seeds seither zahlreiche interessante Skunkhybriden entwickelt.

Skunk #1

Die ursprüngliche Skunk-Sorte ist Skunk #1. Seit den 1970er-Jahren gehörte sie zu den Sorten, die den stärksten Einfluss auf die Cannabisgene ausgeübt haben. Sie besitzt den charakteristischen süßen, unangenehmen Geruch und ist allgemein für ihr euphorisches und dennoch entspanntes High bekannt. Eine typische Hybridsorte, die die besten Seiten der Indica und der Sativa zur Geltung bringt.

Super Skunk

Super Skunk wurde mithilfe von Skunk #1 und einer potenten afghanischen Haschsorte gezüchtet. Super Skunk wurde bald nach ihrer Markteinführung in den 1990er-Jahren mit einem Cannabis Cup ausgezeichnet. Diese Sorte riecht extrem scharf und hat dicke, dichte und harzige Blüten. Sie schmeckt süß und bewirkt typische körperlich entspannende Effekte.

Early Skunk

Early Skunk ist eine von Sensi Seeds gezüchtete Freilandsorte. Sie ist ebenfalls eine stolze Gewinnerin des Cannabis Cups. Gezüchtet aus Skunk #1 und Early Pearl, ist diese Sorte eine einfach anzubauende, von der Indica dominierte Hybride. Sie wird wegen ihrer kurzen Blütezeit und ihrer gewaltigen Ernten bevorzugt. Den Konsumenten bietet sie ein euphorisches und entspannendes High mit Glücksgefühlen und Tendenzen zu Kreativität und zielgerichteter Aufmerksamkeit.

Skunk Kush

Auch Skunk Kush ist mithilfe von Skunk #1 und einer starken afghanischen Sorte gezüchtet worden. Die betreffende afghanische Sorte heißt Hindu Kush, daher der Name der Sorte Skunk Kush. Die Sativa/Indica-Hybride bewirkt einen kraftvollen Body Stone, der von verträumten Kicheranfällen mit geröteten Augen belebt wird.

White Skunk

White Skunk stammt von der White Label Seed Company, einem Schwesterunternehmen von Sensi Seeds, und wurde mithilfe der Skunk und Sativagenen gezüchtet. Sie besitzt denselben klassischen Geruch wie ihr Skunk-Elternteil, aber die großen, offenen Blüten weisen auf ihre Sativagene hin. Sie zeichnet sich durch einen Bitterorangen-Duft aus, und ihre Konsumenten fühlen sich zumeist euphorisch, entspannt und konzentriert.

Sensi Skunk

Sensi Skunk ist eine spezielle Skunk-Sorte, da sie nicht den typischen scharfen, erdigen Geruch, sondern ein Zitrusaroma verströmt. Sie ist ganz überwiegend von der Indica dominiert und verursacht die Art von entspannenden, beruhigenden Effekten, die für viele Indica-Sorten kennzeichnend sind. Konsumenten zufolge sind ihre schlaffördernden Effekte gut für den Stressabbau, das Einschlafen und die Muskelentspannung geeignet.

Shiva Skunk

Shiva Skunk ist die stärkste Skunk-Sorte, die Sensi Seeds bislang erzeugt hat. Sie wurde mithilfe der berühmten Northern Lights #5 von Sensi Seeds und Skunk #1 gezüchtet. Von ihrem Skunk-Elternteil erhält Shiva Skunk das typische Skunkaroma, während die enormen Erträge von ihrem Northern Lights-Elternteil stammen. Ihre Effekte tendieren mehr zu Northern Lights, einem potenten Stone. Shiva Skunk wird von vielen Menschen vorzugsweise abends konsumiert.

Angesichts der vielen Sorten, denen Skunk #1 als Elternteil diente, kann man sicherlich davon ausgehen, dass die Skunkgene auch für künftige Sorten eine wichtige Rolle spielen werden. Sie ist eine der stabilsten Sorten, die es gibt, und besitzt ein Erbgut, das zahllose heutige Cannabissorten beeinflusst hat.

Die Verwirrung in Bezug auf das Wort „Skunk“ ist lediglich semantischer Natur und könnte leicht aufgeklärt werden, und zwar mithilfe einer besseren Information der Allgemeinheit über die Züchtungsgeschichte der Skunk #1-Sorte, und zudem dürfte die Sorte nicht mehr so oft als Spitznamen für jedes potente, samenlose Cannabis verwendet werden.

  • Disclaimer:
    Die Gesetze und Vorschriften zur Verwendung von Cannabis sind von Land zu Land unterschiedlich. Sensi Seeds rät Ihnen daher dringend, Ihre lokalen Gesetze und Vorschriften zu befolgen. Handeln Sie nicht im Widerspruch zum Gesetz.

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    Das Sensi Seeds Redaktionsteam besteht aus Botanikern, medizinischen und juristischen Experten sowie renommierten Aktivisten wie Dr. Lester Grinspoon, Micha Knodt, Robert Connell Clarke, Maurice Veldman, Sebastian Marincolo, James Burton und Seshata.
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