by Diana on 15/04/2016 | Anbau

Willkommen, Outdoor-Growing!

Outdoor Natürlich hat jeder von uns seine Lieblingssorte, die er nach dem langen, harten Winter gern pflanzen möchte. Und natürlich sieht die Sache völlig verschieden aus, wenn jemand in Russland oder aber in Spanien wohnt. Trotzdem gibt es genug Sorten für jede Region auf der Welt.


Willkommen Outdoor-Growing

Der Startschuss für das Outdoor-Growing ist gefallen – also haben wir hier ein paar Ratschläge, um diese Saison in vollen Zügen zu genießen.

Natürlich hat jeder von uns seine Lieblingssorte, die er nach dem langen, harten Winter gern pflanzen möchte. Und natürlich sieht die Sache völlig verschieden aus, wenn jemand in Russland oder aber in Spanien wohnt. Trotzdem gibt es genug Sorten für jede Region auf der Welt.

Sobald Sie Ihre Lieblings-Cannabissorte ausgewählt haben, ist natürlich der erste Schritt, diese zur Keimung zu bringen. Es versteht sich von selbst, dass dies korrekt durchgeführt werden muss, da die Samen sonst nicht mehr verwendet werden können.  Seien Sie geduldig und denken Sie daran, dass manche Samen länger brauchen als andere, bis sie „aufgehen“. Für beste Resultate folgen Sie am besten dieser Keimmethode.

Das Gute am Outdoor-Growing – und wofür wir den Frühling so lieben – ist, dass wir mit geringem Aufwand gute Ernteergebnisse erzielen können, was in den heutigen Zeiten sicher nicht wenigen gelegen kommt.

Sobald wir uns über die erforderlichen Bedingungen im Klaren sind, d.h. über den passenden Anbauort, die Outdoor-Anbaumethode, die wir anwenden möchten, und die Sorte, die unserem Bedarf am besten entspricht, können wir loslegen.

Shiva Skunk feminisiert, draußen angebaut
Shiva Skunk feminisiert, draußen angebaut

Entscheidend ist das Klima

Eines der wichtigsten Dinge, die man auf jeden Fall beachten muss, ist das Klima. Natürlich hat jeder von uns seine Lieblingssorte, die er nach den langen, harten Wintermonaten gern pflanzen möchte. Und natürlich sieht die Sache völlig verschieden aus, wenn jemand in Russland oder aber in Spanien wohnt.  So sehr es manchen in der Seele schmerzt: Das echte Outdoor-Growing ist ein Privileg, und zwar für diejenigen, die in bestimmten Gegenden wohnen, wo die Tage länger sind als in anderen Gegenden der Erde. In Westeuropa z. B. haben die Tage im Monat März schon ganze 12 lange, schöne und helle Stunden Sonne. Im Laufe der Monate erhöht sich diese Sonnenstundenzahl und kann im Juni bis zu 16 Stunden betragen.

Es versteht sich von selbst, dass das sonnige mediterrane Klima der langen Sommer hervorragend für den Outdoor-Grow fast jeder Cannabissorte geeignet ist. Dieses Klima genießen fast alle Orte auf der Südhalbkugel, viele Orte unterhalb des 45. Breitengrades und fast alle Orte unterhalb des 40. Breitengrades auf der Nordhalbkugel. Bei einer guten Samenwahl erhält man dort saftige und feste Buds mit einem hohen Harzanteil.

Cannabis für den Outdoor-Grow in gemäßigten Klimazonen

In den kühl-gemäßigten Klimazonen sind die Grower bei der Sortenwahl zwar etwas eingeschränkt, können aber immer noch bessere Ergebnisse erzielen als Grower aus dem extremen Norden bzw. Süden, da die Temperaturen und der Anbauzyklus bei ihnen günstiger sind. In den kühl-gemäßigten Klimazonen sinken die Temperaturen in der Regel zu stark ab, als dass die Blüte bis Mitte oder Ende Oktober erfolgreich abgeschlossen werden kann. Grower, die in diesen Zonen anbauen, können auch in Betracht ziehen, die Blüte vorzeitig herbeizuführen, um die Wahrscheinlichkeit einer guten Ernte zu erhöhen.

Für diese Klimatypen werden widerstandsfähigere und früher blühende Sorten verwendet wie etwa die feminisierte die Early Skunk Feminisiert und die Jamaican Pearl. Diese Sorten wurden speziell für den Anbau im Freien in nördlichen Regionen gezüchtet. Sie sind in der Lage, auf Breitengraden von ca. 50° N und in einigen Fällen sogar von 60° N zu wachsen und zu blühen.

Die warm-gemäßigten (bzw. subtropischen) Klimazonen sind die perfekte Umgebung für die meisten der für den kommerziellen Anbau gezüchteten Cannabissorten. Hier zeichnet sich das Klima durch lange und sonnige Sommer und milde Winter aus, und die jahreszeitabhängige Tageslänge gibt den Pflanzen ein klares Signal für das Einsetzen der Blütezeit, wenn sich das Tageslicht beim Herbst-Äquinoktium auf zwölf Stunden reduziert. In diesen Zonen sind die Temperaturen im Allgemeinen für die Produktion von Buds bis in den November hinein oder sogar bis Anfang Dezember günstig, weshalb Sativa-dominante Sorten mit langer Blütezeit gut handhabbar sind und Indica-dominante Sorten ein starkes Wachstum zeigen.

Cannabis für den Outdoor-Grow in tropischen und Äquator-Klimazonen

In den tropischen Klimazonen in der Nähe des Äquators schränken die heißen Temperaturen und die jahreszeitenunabhängige Tageslänge die Zahl der Sorten ein, die ein Outdoor-Grower erfolgreich anbauen kann. Je näher man an der Äquatorlinie ist, desto schwieriger gestaltet sich der Anbau und die erfolgreiche Blüte bei den Sorten für ein gemäßigtes Klima, da bei ihnen lange Tage während des Sommers sowie eine deutliche Abnahme des Tageslichts im Herbst erforderlich sind, um die Blüte einzuleiten

Neben der Temperatur und den Tageslichtstunden ist der wichtigste Umweltfaktor der Feuchtigkeitsgrad. Es kann große Unterschiede bei Orten auf dem gleichen Breitengrad geben, die sich ausschließlich den Niederschlagsschwankungen verdanken. Daher ist es wichtig, auch  diesen Faktor bei jedem Outdoor-Grow zu berücksichtigen.

Vorteile des Outdoor-Grows im Erdreich oder in Pflanzentöpfen

Afghani #1 draußen im Topf
Afghani #1 draußen im Topf

So wie Seshata in einem ihrer Artikel erklärt hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Freilandanbau von Cannabis anzugehen. Einige Grower ziehen es vor, die Samen bzw. Sämlinge einfach direkt im Boden einzupflanzen, während andere ihre Pflanzen lieber in Pflanztöpfe oder Pflanzkübel setzen. Wie immer, hat jede Methode ihre Vor- und Nachteile. Um die Frühlingszeit willkommen zu heißen, wollen wir uns hier auf die Vorteile konzentrieren.

Vorteile des Anbaus in Töpfen

Einer der klarsten Vorteile des Outdoor-Grows in Töpfen ist die Tatsache, dass Ihre Pflanzen einfach zu transportieren sind. Dies bringt eine Flexibilität mit sich, die der Grower, der direkt im Boden anpflanzt, schlicht nicht hat. Wenn Sie z. B. in einer Klimazone mit gelegentlich extremen Wetterverhältnissen leben, kann die Möglichkeit, die Pflanzen an einen sicheren Ort zu transportieren, ein großer Vorteil sein. Wenn Sie Ihre Pflanzen Stürmen, Orkanböen, anhaltenden Regenfällen, Schneeregen oder Hagel aussetzen müssen, kann das ein böses Ende haben und die harte monatelange Arbeit in nur einer Nacht zunichte gemacht werden. Und wenn Sie zu einer Jahreszeit anbauen, in der die Anzahl der Tageslichtstunden nicht optimal ist, kann der Transport der Pflanzen in Räumlichkeiten mit künstlichem Licht (bzw. in einen abgedunkelten Raum, wenn die Tage zu lang sind, um so die Blüte einzuleiten) der entscheidende Unterschied zwischen einer guten Ernte und keiner Ernte sein.

Ein weiterer Vorteil des Outdoor-Grows in Töpfen ist die Möglichkeit, die Wachstumsrate und die mögliche finale Größe der Pflanzen zu kontrollieren, was von Nutzen sein kann, wenn der Anbau versteckt erfolgen muss. Das ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass einige Cannabissorten (Sativa-dominante Sorten und Sativa-dominante Hybriden) über eine Größe von zwei Metern leicht hinauskommen.

Außerdem ist der Anbau in Töpfen besonders einfach, da die Pflanzen nicht viel Substrat benötigen. Darüber hinaus ist man mit dieser Anbaumethode in der Lage, die Konsistenz und Qualität des Nährmediums zu überwachen sowie eventuell auftretende Probleme einfach durch Umtopfen in einen neuen Topf mit neuem Substrat zu lösen. Sie können sicher sein, dass Ihre Töpfe nur das beinhalten, was sie selbst hinzugegeben haben, und dass sich das nicht mit der Erde der Umgebung vermischt. Dies kann auch dazu beitragen, unerwünschte Schädlinge und Bakterien fernzuhalten, obgleich in einer Umgebung unter freiem Himmel ein vollständiges Fernhalten natürlich nicht möglich ist.

Autoflowering-Sorten sind ideal für einen Grow in Töpfen, da sie eine einfache Ernte von hochwertigem Cannabis ermöglichen, denn die Blüte setzt ohne Veränderung der Lichtzyklen und ohne Entfernung der männlichen Pflanzen ein.  Sorten wie Mother Finest oder Northern Lights Automatic, beide von Sensi Seeds, können unter freiem Himmel im warmen und sonnigen Mittelmeerklima sehr gut funktionieren.  Außerdem ist mit diesen Sorten die Ernte schnell möglich und enthält viele süße und saftige Buds .

Vorteile des Bodenanbaus

Der eindeutige Vorteil eines Auspflanzens der Sämlinge direkt in den Boden besteht darin, dass sie vollen und uneingeschränkten Zugang zu allen Nährstoffen und zur Feuchtigkeit haben, so weit ihre Wurzeln reichen. Da die Wurzeln in der Lage sind, frei nach unten zu wachsen, können sie so ihren Wasserbedarf aus dem Grundwasser stillen. Dadurch können die Pflanzen ihr ganzes Potenzial an Größe, Kraft und Ergiebigkeit entfalten,  und das bedeutet auch, dass weniger Pflege erforderlich ist. Wenn Sie einen Guerilla-Grow an einem normalerweise schwer zugänglichen Ort durchführen, ist es meist ratsam, direkt im Boden zu pflanzen.

Ein weiterer Vorteil der direkten Bodenpflanzung ist die Reduzierung der Kosten des Grows. Auch wenn der Erwerb von Töpfen in der Regel nicht zum Ruin führt, ist es gut, die Kosten niedrig zu halten, sowohl beim kleinsten Hobbygärtner wie bei den echten Grow-Experten. Wenn man berücksichtigt, dass der Grow in Töpfen im Allgemeinen mehrere Umtopfungen im Laufe des Lebenszyklus der Pflanzen erfordert, können allein die Kosten für die Töpfe  für einen Hobbyzüchter mehr als hundert, und für alle, die im großen Maßstab anbauen, wahrscheinlich tausende Euro betragen.

Der Guerilla-Grow

Der Guerilla-Grow ist eine Welt für sich. Wie die meisten von Ihnen wissen, wird diese Anbauart gewählt, wenn jemand, kurz gesagt, nicht möchte, dass seine Plantage entdeckt wird. Dazu sucht der „Guerilla-Grower“ nach verborgenen Plätzen inmitten der Natur, die üppig bewachsen sind, um die Sicht für Schaulustige zu erschweren, und die den Temperatur-, Licht- und Feuchtigkeitsbedingungen der Pflanzen entsprechen. Das Ziel ist, dass die Natur selbst in der Lage ist, für die Pflanzen zu sorgen, ohne dass der Gärtner deren Entwicklung viel beobachten muss. Das bedeutet aber nicht, dass die Cannabissamen mitten im Nirgendwo ausgepflanzt werden können und man danach einige Monate verschwinden kann, sondern dass man sich nur etwas weniger um die Pflanzen kümmern muss, je besser die Bedingungen und die Vorplanung sind. Je nach den Umständen ist es auch nicht besonders ratsam, an dem betreffenden Ort besonders oft gesehen zu werden…

Der richtige Erntezeitpunkt

Jack Herer draußen und erntereif
Jack Herer draußen und erntereif

Wenn die unheilvollen Schädlinge ferngehalten werden konnten und sich Ihre Pflanzen wie gewünscht entwickelt haben, ist die Zeit reif für die Ernte. Das ist der einmalige und beglückende Moment, bei dem der Gärtner schließlich die Früchte seiner Arbeit sehen kann, erleichtert aufatmet und sich wohlverdient auf die Schulter klopfen kann.

Es gibt verschiedene Verfahren, Cannabis zu ernten. Für welches man sich entscheidet, hängt von der Erfahrung des Züchters oder von seinen Zielen ab, zu denen beispielsweise auch der Verkauf gehören kann.

Man kann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, wann der richtige Zeitpunkt für die Cannabisernte ist. Eine der altmodischsten, aber vielleicht effektivsten Methoden ist, dass der Grower die Pflanzen einfach regelmäßig beobachtet, um zu sehen, wann der beste Zeitpunkt für die Ernte gekommen ist. So kann er sich vergewissern, ob der richtige Zeitpunkt gekommen oder ob es besser ist, noch ein wenig länger zu warten.

Vielleicht ist das aber auch eine zu ungenaue Methode, die aufgrund fehlender Erfahrung im Anbau von Cannabis auch nicht von jedem angewendet werden kann. Wenn Sie also jemand kennen, der die gleiche Sorte schon einmal gepflanzt hat, zögern Sie nicht, ihn nach seiner Meinung zu fragen.

So können Sie viele Informationen erhalten, denn je nach Sorte erfolgt die Ernte oft zu verschiedenen Zeitpunkten. Deshalb ist es auch wichtig zu wissen, welche Sorte wir pflanzen. Zu beachten ist auch, dass die Ernte in einem Jahr früher und in einem anderen Jahr später stattfinden kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Ihre geliebte Pflanze darf keinerlei Dünger mehr in der Woche vor der Ernte erhalten. Was Sie ihr jedoch sehr wohl geben sollten, ist viel Wasser, denn auf diese Weise verbessern Sie den Geschmack des Cannabis.

Übung macht den Meister

Wie Sie bereits festgestellt haben werden: Das Outdoor-Growing ist nicht so einfach und es ist nicht damit getan, ein paar Samen auf den Boden zu werfen in der Hoffnung, dass sie wachsen. Um sich einer guten Ernte zu versichern, müssen Outdoor-Grower erst einmal viel Wissen sammeln und den lokalen Boden analysieren, den Pflanzort vorbereiten und die geeigneten Methoden der Schädlingsbekämpfung bedenken, neben viel Pflege und Sorgfalt natürlich. Vergewissern Sie sich, dass der Boden vorbereitet und der für das Outdoor-Growing ausgesuchte Ort sonnig, geschützt und gut bewässert ist und der Boden eine gute Wasserdurchlässigkeit besitzt.

Der zentrale und wichtigste Punkt ist aber, dass uns im Frühling alles etwas leichter von der Hand geht. Es herrschen gute Laune und Optimismus, die Leute sehen schöner aus, die Sonne scheint wieder länger, und die Terrassen unserer Lieblingscafés in der Stadt sind mit Leben gefüllt. Im Frühling ist alles einfacher. Und das gilt wie immer auch für Cannabis. Die gute Stimmung schlägt auch auf das Cannabis durch, und es schmeckt deshalb noch besser. Wenn also einige grundlegende Faktoren wie der Breitengrad Ihres Standortes und die für Ihr Klima geeignetsten Sorten bedacht sind, kann schon der kommende Frühling der ideale Moment sein, mit der Arbeit am eigenen, perfekten Cannabis-Grow zu beginnen.

Viel Glück bei Ihrem Outdoor-Grow und viel Spaß beim Rauchen!

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.