5 Unterschiede zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis

Unterschiede Immer mehr Länder und Staaten in den USA legalisieren Cannabis zur medizinischen Verwendung. Einige Länder und Staaten haben auch den rekreativen Konsum legalisiert. Aber was ist nun eigentlich der Unterschied zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis? Mehr darüber lesen Sie in diesem Artikel.


5 Unterschiede zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis

Bereits seit Jahren wirbt Sensi Seeds mit den medizinischen Eigenschaften von Cannabis. Die diesbezüglichen Kenntnisse sind aus vielerlei Gründen in Vergessenheit geraten, obwohl medizinisches Cannabis bereits vor Tausenden von Jahren bekannt war. Glücklicherweise erlebt dieses natürliche Medikament zurzeit ein glorreiches Comeback.

Gleichzeitig ist Cannabis weltweit die am häufigsten konsumierte rekreative Droge. Gemäß einem Bericht der United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) aus dem Jahr 2012 ist Cannabis populärer als Heroin, Kokain, Amphetamine, MDMA (xtc) und andere illegale Drogen. Ein vielseitiges Medikament ist also gleichzeitig die populärste rekreative Droge. Daher stellt sich die Frage, welches nun genau die Unterschiede zwischen dem rekreativen und dem medizinischen Cannabiskonsum sind. Und wie groß sind diese Unterschiede eigentlich?

Eine komplexe Frage, deren Antwort sich nicht in ein paar Absätzen erläutern lässt. Durch die Betrachtung dieser 5 Unterschiede gelangen wir allerdings zu einer interessanten Schlussfolgerung.

Unterschiede zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis im Altertum

Das Wort „Cannabis“ in 8 antiken Sprachen, ausgestellt im Hash Marihuana & Hemp Museum Amsterdam.
Das Wort „Cannabis“ in 8 antiken Sprachen, ausgestellt im Hash Marihuana & Hemp Museum Amsterdam.

Die Menschheit ist sich bereits seit Tausenden von Jahren von der vielseitigen Wirkung von Cannabis und industriellem Hanf bewusst. Es gibt zahllose archäologische Funde und alte Texte, aus denen hervorgeht, dass Cannabis und Hanf bereits weit vor Christi Geburt konsumiert worden sind.

Die ältesten Funde stammen aus China. Dort sind u.a. Reste von Hanftextil und mit Hanftau verzierte Tontöpfe gefunden worden. Durch radiometrische Datierung wurde festgestellt, dass diese kulturellen Reliquien bis zu 6.000 Jahre alt und der chinesischen Yangshao-Kultur zuzuordnen sind. Auch die alte chinesische Heilkunde verweist auf Cannabis, wohingegen andere Texte die Pflanze auch als „Befreier von Sünden“ und „Erzeuger von Genuss“ beschreiben.

Alte Hindutexte, die etwa um 1.400 v.Chr. geschrieben wurden, enthalten wahrscheinlich auch Verweise auf die Cannabispflanze, die „die Götter sichtbar macht“. Diese Texte enthalten die Begriffe „ganjika“ (was stark an ganja) erinnert; und bhanga (das wiederum bhang ähnelt). Beide sind in großen Teilen von Asien und Ostafrika noch immer häufig verwendete Synonyme für Cannabis.

Auch das Hash Marihuana & Hemp Museum in Amsterdam und Barcelona zeigt die vielseitige Nutzung von Cannabis und Hanf im Lauf der Jahrhunderte. Die Ausstellungen in diesen Museen veranschaulichen, dass die medizinische, rekreative, spirituelle und industrielle Nutzung lange Zeit problemlos parallel existiert haben.

Cannabis gab es ganz einfach, und die Menschen haben selbst bestimmt, wofür sie es verwenden wollten.

Politische Unterschiede zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis

5 Unterschiede zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis

Es gibt unterschiedliche Theorien über den Ursprung des Cannabisverbots. Dies ist ein Thema, das in unserem Blog mit Sicherheit auch noch einmal angesprochen wird. Alle Theorien enden auf jeden Fall bei der gleichen vollendeten Tatsache – der „Marihuana Tax Act of1937“. Dieses Gesetz gilt als the point of no return in Bezug auf das weltweite verheerende Hanf- und Cannabisverbot.

Heute – fast 80 Jahre später – beginnt das Verbot dieser Pflanze langsam zu bröckeln. Die Politik hat zunehmend Verständnis dafür, dass es grausam ist, Menschen für die Nutzung einer Pflanze zu inhaftieren. Auch die Heilwirkung von Cannabis wird wiederentdeckt; moderne wissenschaftliche Forschungsergebnisse untermauern diese Wirkung. Auf diese Weise wird immer detaillierter bekannt, warum die Pflanze eine solche Heilwirkung besitzt.

Dies alles trägt dazu bei, dass medizinisches Cannabis an immer mehr Orten legalisiert wird. Gleichzeitig jedoch ist die rekreative Nutzung weiterhin überwiegend strafbar. Während also die unterschiedlichen Anwendungszwecke der Cannabispflanze jahrhundertelang friedlich nebeneinander existierten, unterscheiden die heutigen Rechtsvorschriften zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis.

Der Unterschied zwischen medizinischen und rekreativen Cannabissorten

Indica und Sativa haben unterschiedliche Effekte
Indica und Sativa haben unterschiedliche Effekte

Cannabis sativa und Cannabis indica sind zwei Bezeichnungen für zwei Erscheinungsformen des Cannabis. Wissenschaftlich (und gesetzlich) gibt es keinen Unterschied zwischen Indica und Sativa; alle Cannabispflanzen werden als Cannabis Sativa L betrachtet. Diese beiden Begriffe werden in erster Linie dazu verwendet, einige Charaktereigenschaften zusammenzufassen, um eine bestimmte Sorte im „Cannabisspektrum“ positionieren zu können. In diesem Spektrum gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Wachstumsmuster, Gerüche und Geschmäcker. Auch die Effekte sind unterschiedlich. Die Wirkung von Indica spielt sich in erster Linie im Körper ab, wohingegen Sativa vor allem zerebral wirkt.

Dies ist auf die Kombination der Wirkstoffe in Indica beziehungsweise Sativa zurückzuführen. Cannabis enthält Dutzende von Wirkstoffen, die einen Effekt auf den menschlichen Körper haben. Diese Stoffe werden als Cannabinoide bezeichnet. Die bekanntesten sind Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabidiol (CBD) und Cannabinol (CBN). THC ist die primäre psychoaktive Substanz im Cannabis. CBD ist verantwortlich für die beruhigende Wirkung, die viele Nutzer erfahren, und bringt die Effekte des THC ins Gleichgewicht. CBN wirkt sowohl leicht psychoaktiv als auch beruhigend.

Indicas enthalten häufig etwas mehr CBD und sind daher sehr beliebt als Mittel, um sich zu entspannen und gut schlafen zu können. Medizinisch gesehen sind die Indicas wirksam bei der Behandlung von Muskelkrämpfen, beispielsweise bei multipler Sklerose und der Parkinson-Krankheit. Indicas wirken auch gut gegen chronische Schmerzen, arthrotische und rheumatische Steifheit und Entzündungen, Schlaflosigkeit, Angst und damit verbundene Symptome.
Sativa-Varietäten haben einen höheren THC-Gehalt und etwas weniger CBD. Dies erzeugt einen energiereichen „High“-Effekt, der geistig wie auch körperlich wahrgenommen wird. Als medizinische Cannabissorten wirken sie am besten gegen Übelkeit (beispielsweise verursacht durch Chemotherapie oder HIV/AIDS-Medikamente), Appetitprobleme, Migräne, Depression, chronische Schmerzen und vergleichbare Symptome.
Sensi Seeds ist führend auf dem Gebiet der Cannabisveredelung. Bereits seit 30 Jahren entwickeln wir hybride Cannabissorten, die die Wirkungen von Indica und Sativa miteinander kombinieren. Dies ist sowohl für Patienten als auch für rekreative Nutzer von Vorteil. Die Beifügung von Sativa genetica zu einer überwiegend Indica-bestimmten Sorte, kann die geistige Aufmerksamkeit unterstützen und die Beruhigungswirkung verringern. Die Beifügung von Indicagenen zu einer Sativa-dominanten Sorte wiederum verringert die Neigung zur Nervosität, die reine Sativas von Natur aus haben.

Kurzum, der Unterschied zwischen medizinischen und rekreativen Cannabissorten hängt ganz und gar vom Bedarf des Nutzers ab. Alle Cannabisprodukte können sowohl medizinisch als auch rekreativ genutzt werden.

Unterschiede zwischen rekreativer und medizinischer Nutzung

Ein moderner, tragbarer Cannabis-Verdampfer
Ein moderner, tragbarer Cannabis-Verdampfer

Cannabis kann in unterschiedlicher Weise verabreicht werden. Das Rauchen von Joints ist noch immer üblich, jedoch ist das Verbrennen von Cannabis (und Tabak) nicht unbedingt sehr gesund. Glücklicherweise sind seit der Legalisierung von medizinischem Cannabis auch die unterschiedlichen Wege, in der die Wirkstoffe in den Körper gelangen können, mehr in den Vordergrund gerückt.

Eine populäre Alternative ist das Verdampfen von Cannabis. Dabei wird das Cannabis mithilfe eines Verdampfers auf etwa 190 Grad erhitzt, so dass die Wirkstoffe verdampfen. Dabei findet keine Verbrennung statt, also werden auch keine schädlichen Nebenprodukte – wie Benzol sowie Teer- und Kohlenstoffteilchen – freigesetzt. Lediglich die Wirkstoffe gelangen durch Inhalation in das Blut. Durch Verdampfen ergibt sich eine sehr reine Wirkung, die schnell einsetzt.

Cannabis lässt sich auch gut in Nahrungsmitteln und Getränken aller Art verarbeiten. Die Wirkung hält dann auch lange an, da die Wirkstoffe über den Magen-Darm-Kanal langsam in das Blut übergehen. Die richtige Dosierung ist jedoch nicht ganz einfach und es dauert ein wenig, bevor sich die Wirkung einstellt. Dadurch entsteht die Gefahr einer Überdosierung, da zu schnell zu viel konsumiert wird.

Möchten Sie mehr über die einzelnen Methoden für den Cannabiskonsum erfahren? Dann klicken Sie hier und hier.

Alle Methoden werden sowohl für rekreative als auch für medizinische Zwecke verwendet. Und auch hier gilt, dass die gewünschte Wirkung und das jeweilige Ziel ausschlaggebend sind. Dabei gibt es allerdings eine Ausnahme: Cannabisöl. Dieser Cannabisextrakt wird überwiegend für medizinische Zwecke verwendet.

Spürt der Körper einen Unterschied zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis?

Unterschiede zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis
Menschen funktionieren am besten, wenn sie in Balance sind

Alle Säugetiere (und somit auch Menschen) besitzen das Endocannabinoid-System (EC). Dieses System funktioniert mit Endocannabinoiden – Substanzen, die den Cannabinoiden im Cannabis stark ähneln.

Zu diesem System gehören diverse Angriffspunkte (Rezeptoren), die auf beide Substanzen reagieren. Bisher haben die Forscher zwei Arten von Rezeptoren entdeckt – CB1 und CB2. CB1 findet sich in erster Linie im Zentralnervensystem und CB2 insbesondere im Immunsystem. Diverse Studien haben gezeigt, dass sich das Endocannabinoid-System u.a. auf den Metabolismus und die Energiebilanz, das Schmerzempfinden und das emotionale Gedächtnis, neurale Prozesse aller Art, den Appetit und den Stoffwechsel auswirkt.

Cannabis wirkt somit in ganz natürlicher Weise zusammen mit einem körpereigenen System. Daher ist Cannabis ein angenehmes rekreatives Mittel sowie eine medizinisch wirksame Pflanze, die alle möglichen Erkrankungen lindern oder heilen kann.

Das gemeinsame Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Homöostase. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit von Organismen, im Körper ein stabiles Gleichgewicht herzustellen, trotz externer Einflüsse, die das Gleichgewicht stören. Dieser Prozess läuft im Hintergrund ab. Häufig ist man sich nicht der Tatsache bewusst, dass ein Ungleichgewicht vorliegt. Im Regelfall merken Sie auch nicht die Reaktion des Körpers, wenn dieser versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Bis man irgendwann krank wird; dann zeigt sich das Ungleichgewicht.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Cannabinoide der Homöostase zuträglich sind. Somit hat Cannabis eine Heilwirkung bei Unausgewogenheit. Aber auch bei Menschen, die nicht krank sind, wirkt sich der Cannabiskonsum auf die Homöostase aus; er verstärkt die Wirkung. Cannabis kann somit das Gleichgewicht im Körper mehr oder weniger stark beeinflussen. Und bewusst oder unbewusst, krank oder gesund: die Menschen funktionieren nun einmal am besten, wenn sie sich im Gleichgewicht befinden.

Gibt es denn einen Unterschied zwischen rekreativem und medizinischem Cannabiskonsum?

Nachdem wir nun einige Bereiche betrachtet haben, bei denen es häufig um den medizinischen und rekreativen Cannabiskonsum geht, können wir schließen, dass die Unterschiede minimal sind. Noch stärker: gibt es überhaupt einen Unterschied?

Die Antwort ist nicht ganz eindeutig. Ob man nun Cannabis konsumiert, um sich zu entspannen, aus sozialen Gründen, zur Schmerzbekämpfung oder zur Heilung; dies alles trägt zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Gleichgewichts im Körper bei. Denn auch dann, wenn keine Erkrankung vorliegt, konsumieren viele „rekreative“ Nutzer es letztlich auch, um besser schlafen zu können oder dem Stress entgegenzuwirken. Um ein Gleichgewicht zu erreichen oder dieses zu erhalten. Und das ist doch eigentlich auch medizinisch, oder nicht?

Was meinen Sie? Gibt es einen Unterschied zwischen medizinischem und rekreativem Cannabis? Geben Sie nachstehend Ihre Meinung ein.

Kommentar Abschnitt

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Ralf

Um das Cannabis auf 18 Grad zu bekommen müsste mein Verdampfer derzeit eine Kühlung eingebaut haben.
;)

26/07/2016

Stefanie

Hast Recht. Es ist angepasst. Danke!

28/07/2016

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Hoppla, sieht so aus als hätten Sie etwas vergessen.
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